26.01.2013 – Eine Runde vor Schluss steht Magnus Carlsen beim 75. Tata Steel Turnier
in Wijk aan Zee als Sieger fest. Mit seinem souveränen Sieg gegen Hikaru
Nakamura hat Carlsen nach 12 von 13 Runden mit 9,5 aus 12 ganze 1,5 Punkte Vorsprung vor Levon
Aronian und Vishy Anand, die mit je 8 aus 12 um Platz zwei kämpfen.
Das Rennen um den Turniersieg ist zwar entschieden, doch Carlsen befindet
sich weiter auf Rekordjagd. Mit einer Elo-Performance von 2953 liegt Carlsens
Live-Elo-Zahl jetzt bei 2874. Gewinnt
er in der letzten Runde gegen Anish Giri, gewinnt er noch weitere Elo-Punkte
hinzu und übertrifft zugleich Kasparovs Rekord von 10 aus 13 aus dem
Jahre 1999. Völlig offen ist der Kampf um den Sieg jedoch noch in Gruppe
B und C. In Gruppe B liegen Arkadij Naiditsch, Sergey Movsesian und Richard
Rapport mit je 8 aus 12 gemeinsam an der Spitze, in Gruppe C kämpfen
Sabino Brunello und Fernando Peralta mit je 10 aus 12 um den Turniersieg.Turnierseite...Ergebnisse, Tabellen, Partien...
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Magnus Carlsen trifft letzte Vorbereitungen für die Partie.
Hikaru Nakamura zeigt seine Schokoladenseite.
In der Spitzenpaarung zwischen Magnus Carlsen und Hikaru Nakamura wirkte
der Amerikaner verkrampft und allzu ehrgeizig. Als Schwarzer spielte er
von Beginn an aggressiv, aber Carlsen ließ sich nicht provozieren,
sondern entwickelte in Ruhe seine Figuren und widerlegte das überhastete
Spiels Nakamuras. Da Aronian gegen Giri über ein Remis nicht hinauskam,
stand Carlsen mit diesem Sieg eine Runde vor Schluss als Turniersieger fest.
Daniel King wählte die Partie Carlsen - Nakamura zur Partie des Tages
Nach Carlsens Gewinn gegen Nakamura brauchte Levon Aronian gegen Anish Giri
einen Sieg, um theoretische Chancen auf den geteilten ersten Platz zu bewahren.
Doch Giri spielte aktiv, aber gab sich dabei keine Blöße und
so hatte Aronian nie ernsthafte Gewinnchancen. Nach 34 Zügen endete
die Partie mit Remis.
In Runde 11 hatte Vishy Anand gegen Hou Yifan einen Gewinn zum Remis verdorben,
doch diesen Rückschlag schien der Weltmeister gut verkraftet zu haben.
Gegen Erwin l'Ami verfiel er in einem scharfen Najdorf-Sizilianer auf ein
originelles Bauernopfer, das ihm positionelle Vorteile brachte. Anand gewann
das geopferte Material zurück und erhielt ein vorteilhaftes Endspiel,
das er in einen vollen Punkt verwandelte.
Unspektakulär verlief die Begegnung zwischen Peter Leko und Sergey
Karjakin. In einem Katalanen tauschten die beiden munter Figuren und erreichten
bald ein Damenendspiel mit ungleichfarbigen Läufern. Im 38. Zug einigten
sie sich dann auf Remis.
Für Fabiano Caruana läuft dieses Jahr in Wijk nicht viel zusammen.
Gegen Loek van Wely stand er von Beginn an unter Druck und in einem günstigen
Moment wickelte van Wely in ein vorteilhaftes Schwerfigurenendspiel ab,
das er mit einem Mattangriff gewann.
Auch Ivan Sokolov ist in Wijk aan Zee nicht in Form. Gegen Hou Yifan unterlief
ihm in einer ausgeglichenen Stellung im 23. Zug ein schwerer Patzer, der
ihm eine Verluststellung bescherte. Hou Yifan ließ sich die Gelegenheit
nicht nehmen und kam zu ihrem dritten vollen Punkt.
Wenig Aufregung bot die Partie zwischen Pentala Harikrishna und Wang Hao.
Im 26. Zug hatten die beiden ein ausgeglichenes Turmendspiel aufs Brett
gezaubert, das 23 Züge später in ein Remis mündete.
ChessBaseDie ChessBase GmbH, mit Sitz in Hamburg, wurde 1987 gegründet und produziert Schachdatenbanken sowie Lehr- und Trainingskurse für Schachspieler. Seit 1997 veröffentlich ChessBase auf seiner Webseite aktuelle Nachrichten aus der Schachwelt. ChessBase News erscheint inzwischen in vier Sprachen und gilt weltweit als wichtigste Schachnachrichtenseite.
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