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Titelloser Chinese Überraschungssieger beim Dubai Open

13.4.2005 - Der Überraschungssieger des sehr stark besetzten 7. Dubai Open heißt Wang Hao (Foto). Der titellose (!) 16-jährige Chinese ließ dem zu Anfang des Turniers noch mit 4 aus 4 überlegen führenden Georgi Kacheishvili in der letzten Partie keine Chance und kam damit als Einziger auf 7 Punkte. Auch der inoffizielle Wettkampf zwischen den starken Fraktionen aus Georgien und China ging zu Gunsten der Spieler aus dem Reich der Mitte aus. Andreas Albers berichtet von der letzten Runde. Offizielle Seite mit Livepartien... Partien, Bericht, Fotos...
 


4.-13. April 2005

Offizielle Seite mit Livepartien...


Endstand:

1. Hao Wang (CHN 2484) – 7/9
2-11. GMs Gagunashvili (GEO 2547), Iordachescu (MDA 2609), Guseinov (AZE 2573), Zhong Zhang (CHN 2599), Miroshnichenko (UKR 2628), Pengxiang Zhang (CHN 2583), Anastasian (ARM 2574), Efimenko (UKR 2620), Bu Xiangzhi (CHN 2630) and Solak (SCG 2582) - 6½, etc.
9 Runden, 150 Spieler

Endstand komplett bei Wiener Zeitung...

Partien zum Nachspielen...

Sensationssieger im 7. Dubai Open
China obenauf und Georgien am Boden zerstört

Um 16 Uhr begann heute die letzte Runde im Dubai Open, eigentlich erst um halb sechs, wie die Runden zuvor auch, aber die Chinesen hatte ihren Flug so ungünstig gebucht, dass zumindest ein diese Partien früher angepfiffen werden mussten. Vor Runden Beginn wollte auch Großmeisterin wenigstens einmal auf der Bühne probe sitzen und ließ sich
freudig ablichten.



Dann ging es aber los und wer auf ein paar schnelle Remisen gehofft hatte wurde freudig überrascht. Selbst auf der Bühne zwischen Bu Xiangzhi und Zhang Pengxiang wurde drei Stunden hoch konzentriert gekämpft, bis dann kurz nach der Gebetspause doch der Punkt geteilt wurde.




Aber dahinter zeigten die Chinesen noch mehr Kaempferherz, allen voran Zhang Zhong, der den ukrainischen Bundesligaspieler (Neukoelln) Evgenij Miroshinenko heftig angriff. Mit viel Glück und können verteidigte sich Evgenji und Zhang Zhong übersah in
beiderseitiger Zeitnot eine Möglichkeit, die schwarze Festung zu knacken. Am Ende reichten Miroshinko
Turm und f-Bauer gegen die Dame um eine uneinnehmbare Festung zu errichten.


Fast der Co-Sieger, Zhang Zhong

Nicht soviel Glück hatte Georgie Kacheishvili. Mit 4/4 gestartet und bisher über 2700 Leistung gespielt, sah diesmal mit Weiß
gegen den jungen Chinesen Wang Hao ganz alt aus. Immer wieder musste der Georgier viel Zeit investieren und wurde
dennoch völlig an die Wand gespielt.

Der bisher titellose Wang Hao stand damit als, zumindest geteilter Turniersieger fest, wer hätte das vorher gedacht? Mit gerade mal 16 Jahren dieses Weltklasseturnier mit einer Eloleistung von ueber 2700 zu gewinnen, sensationell.


Der Sensationssieger

Der einzige, der noch die Chance hatte zumindest mit aufs Siegertreppchen zu steigen, war ein mit Merab Gagunashvili ein weitere Georgier. Aber mit Schwarz war gegen Kiril Georgiev nichts heraus zuholen und am Ende lehnte Georgiev sogar ein Remisangebot ab, aber nach einer weiteren Stunde, war die Punkteteilung unterschrieben. Damit gibt es wie beim letzten Mal
einen alleinigen Sieger und dieser heißt Wang Hao! 7/9, Herzlichen Glückwunsch.


Überall wird gekämpft


Stolzer Papa, Herr Mamedjarov


Nadig Kruttika

Insgesamt 10 Spieler teilen sich Platz zwei. Die beste Wertung hat wohl Merab, der damit die georgische Fahne hoch hält und gegen Sergei Volkov vielleicht die Partie des Turniers spielte. Freundin Tea Lanchava wird mächtig stolz sein. Ebenfalls 6,5 Punkte haben neben den bereits erwähnten Bu Xiangzhi,


Bu Xiangzhi

Zhang Pengxiang, Zhang Zhong und Miroshinenko auch die Grossmeister Anastasian und Iordachescu, die heute gegeneinander nicht mehr allzu viel versuchten und schnell remisierten.


Viorel Iordachescu


Ashot Anastasian

Durch einen Sieg gegen Sergei Fedorchuk ist der junge Zahar Efimenko dazugestossen und auch Gadir Guseinov konnte seine Partie gegen Alexej Alexandrov gewinnen. Wertungsschlechtester der 6,5er ist Dragan Solak, der mit einem guten
Schlussspurt noch in die Preise rutschte.


Burmakin gelang der einzige Sieg heute gegen China

Das Georgische Desaster perfekt machte dann noch Tamas Gelashvili, der zwei Remisangebote ablehnte und
am Ende gegen den so schlecht gestarteten Stefan Djuric verlor.

Und auch Ghaem Maghami verpasste die anvisierten Preise: "Es ist wie verhext, wenn ich schlecht spiele, remisiere ich mindestens, heute spielte ich gut und stellte dann die ganze Partie ein." Natürlich gegen einen Chinesen, Zhou Jianchao freute sich und konnte damit ebenfalls eine GM-Norm perfekt machen.


Ebenfalls GM-Norm: Zhou Jianchao

Wie wahrscheinlich auch Rasul Ibrahimov, sein Sieg gegen Oleg Kulicov bescherte im eine Performance von exat 2600.
Chancen auf ihre ersten IM Normen verpasst haben leider meine Freunde von den Faroer-Inseln Hans Christian Simonsen und Martin Poulsen


Sehr erfolgreich, Martin Poulsen

...und auch der so stark spielende Jugoslawe Josip Asik (keine Frage, er verlor gegen einen Chinesen).


Knapp an der Norm gescheitert, Josip Asik

Morgen gibt es einen Abschlusszeremonie und leider werden fast alle Chinesen fehlen. Fast alle? Ja, der Sieger Wang Hao konnte davon überzeugt werden, dass es eine vielleicht einmalige Gelegenheit für ihn ist, den wunderschönen Pokal direkt aus den Händen des Scheichs in Empfang zu bleiben, so änderte er kurzer Hand seinen Flug und bleibt nun zwei weitere Tage in dieser Stadt, die er sicher immer in guter Erinnerung behalten wird.

Es wird sicher viele Abschiedstränen geben, soviel steht fest, aber es wurden bereits zig E-Mailadressen ausgetauscht und Verabredungen getroffen, so mancher Spieler hat mir versprochen zum Hamburg Open im Oktober zu kommen.


In dem Dress kann er mich bald besuchen: Mohammed

Herzlichen Willkommen in der wohl zweitschönsten Stadt der Welt!

 

 

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