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Olympia: Deutsche Herren spielen Unentschieden

1.9.2012 - Nach dem Unentschieden in Runde 4 gegen Aserbaidschan hofften die deutschen Herren in Runde fünf auf einen Sieg gegen die nominell schwächere Mannschaft aus Montenegro. Am Ende reichte es allerdings nur zu einem 2:2 Unentschieden. Daniel Fridman brachte die deutsche Mannschaft zwar mit einer sehenswerten Partie schnell in Führung und startete mit einer Bilanz von 4,5 aus 5 phantastisch in die Olympiade, aber da Arkadij Naiditsch zu aggressiv auf Angriff spielte, kamen die Montenegriner zum Ausgleich. Nach einem Remis von Jan Gustafsson hofften die Deutschen auf Georg Meier, der in einem Turmendspiel einen Bauern mehr hatte. Doch dieser Vorteil reichte nicht aus und der Kampf endete schließlich 2:2 Unentschieden. Besser machten es die deutschen Damen: sie besiegten Kuba souverän und klar mit 3,5:0,5. In den Spitzenbegegnungen des Tages besiegte Armenien die Ukraine und Russland gewann gegen Ungarn und damit sind Russland und Armenien die beiden einzigen Mannschaften ohne Punktverlust. Bei den Frauen übernahm Russland mit einem Sieg gegen Frankreich die alleinige Tabellenführung. Am Sonntag ist Ruhetag, am Montag, 14 Uhr MESZ, folgt die sechste Runde. Und wie jeden Tag kommentiert Klaus Bischoff ab 14:30 wieder auf dem Fritz-Server (für Premiummitglieder kostenlos). Offizielle Seite der Schacholympiade..., Ergebnisse..., Premiummitglied werden... Mehr...
 




Deutschland gegen Montenegro

In Runde 4 gelang Daniel Fridman gegen Aserbaidschan ein wichtiger Sieg, in Runde 5 wiederholte er dieses Kunststück gegen Montenegro. Gegen Aserbaidschan gewann Fridman im Endspiel, beim Kampf gegen Montenegro überspielte er seinen Gegner Milan Drasko in der Eröffnung. Fridman spielte mit Weiß Katalanisch, eine seiner Lieblingsvarianten, und kam nach Abschluss der Eröffnungsphase durch originelle Damenmanöver zu einer starken Druckstellung, die er mit einem sehenswerten Angriff gewann. Mit einer Bilanz von 4,5 aus 5 ist Fridman damit Top-Scorer der deutschen Mannschaft.

Angreifen wollte auch Arkadij Naiditsch, allerdings ging er dabei zu ungestüm vor. Ohne Rücksicht auf materielle Verluste trieb er seinen Angriff voran, doch diese Strategie erwies sich als zu spekulativ. Sein Gegner wehrte alle Drohungen ab und Naiditsch erlitt die zweite Niederlage in Folge.

Da Jan Gustafsson mit Schwarz mühelos Remis gemacht hatte, ruhten alle Hoffnungen auf Georg Meier. Der hatte zwar in einem Turmendspiel einen Bauern mehr, aber sein Gegner schien sich in Theorie und Praxis der Turmendspiele auszukennen, leistete dementsprechend hartnäckigen Widerstand und so gab Meier seine Gewinnversuche im 84. Zug auf.

Der Kampf endete damit 2:2 Unentschieden, die, wie Kommentator Klaus Bischoff meinte, "erste kleine Enttäuschung dieser Olympiade".

Deutschland Montenegro 2:2
A. Naiditsch (2712) N. Djukic (2523) 0-1
G. Meier (2648) D. Blagojevic (2510) 0,5:0,5
D. Fridman (2653) M. Drasko (2479) 1-0
J. Gustafsson D. Kosic (2526) 0,5:0,5

Partien der deutschen Herren


Die deutschen Damen hatten mit Kuba keine Probleme und kamen zu einem verdienten 3,5:0,5 Sieg. Den ersten Punkt holte Elisabeth Pähtz am Spitzenbrett, die ihre Gegnerin förmlich überrannte. Auch Marta Michna und Melanie Ohme setzten ihre Gegnerinnen von Beginn an unter Druck und konnten ihre vorteilhaften Stellungen beide verwandeln. Probleme hatte lediglich Tatyana Melamed, die eiine mit Turm und Läufer gegen Dame verteidigen musste. Das tat sie hartnäckig und zäh und rettete sich schließlich ins Remis.

Deutschland Kuba 3,5:0,5
E. Pähtz (2483) L. Ordaz Valdes (2344) 1-0
T. Melamed (2356) S. Pina Vega (2345) 0,5:0,5
M. Ohme (2337) O. Linares Napoles (2355) 1-0
M. Michna (2380) M. Arribas Robaina (2296) 1-0


Partien der deutschen Damen


Impressionen der 5. Runde
Fotos: David Llada, Arman Karakhanyan und Anastasiya Karlovich für die Turnierseite


Alte Bekannte: Peter Leko und Vladimir Kramnik bei der Spitzenpaarung Russland - Ungarn. Die beiden trennten sich Remis, Matchwinner war Alexander Grischuk, der gegen Zoltan Almasi gewann, während die beiden restlichen Partien ebenfalls Remis endeten.






Susan und Judit Polgar


Die gute Stimmung in der armenischen Mannschaft ist legendär.


Levon Aronian besiegte Vassily Ivanchuk in einer schönen Partie und holte damit den entscheidenden Punkt zum 2,5:1,5 Sieg der Armenier gegen die Ukraine.




Tatyana Kosintseva


Alexandra Kosteniuk


Valentina Gunina


Mit ihrem 2,5:1,5 Sieg gegen Frankreich übernahmen die russischen Damen die alleinige Tabellenführung.








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