Fotos: Joachim Schulze
Ruhe vor dem Sturm
Ring frei zur siebten Runde
Gruppe A
| Runde 7, Samstag, 19. Januar |
| Peter Leko -Magnus Carlsen |
½-½
|
| Sergey Karjakin - Levon Aronian |
½-½
|
| Hou Yifan - Fabiano Caruana |
½-½
|
| Erwin l'Ami - Anish Giri |
½-½
|
| Wang Hao - Hikaru Nakamura |
0-1
|
| Vishy Anand - Loek van Wely |
1-0
|
| Ivan Sokolov - Pentala Harikrishna |
½-½
|

Die Partie zwischen Peter Leko und Magnus Carlsen dauerte lange, war aber
nicht sehr spannend. Carlsen wählte die Berliner Verteidigung und nach
nur 17 Zügen waren die Damen getauscht und die Stellung vereinfacht.
Im 31. Zug waren die Türme vom Brett verschwunden und ein Läuferendspiel
entstanden, das Leko und Caruana ohne wesentliche Veränderungen an der
Stellung mehr als 50 Züge probten, bevor sie sich auf Remis einigten.

Russland (Sergey Karjakin) gegen Armenien (Levon Aronian)
Levon Aronian grübelt über die Feinheiten der Anti-Marshallvariante.
Mit Erfolg. Im Laufe der Partie überraschte Aronian immer wieder mit
taktischen Überraschungen, die ihm klaren Vorteil brachten. Doch obwohl
er einen Bauern mehr und Spiel gegen den weißen König hatte, fand
Aronian keine Gewinnfortsetzung und gab Karjakin Gegenchancen. Um die abzuwehren,
musste der Armenier die Qualität opfern und wenig später endete
die Partie mit Remis.
Loek van Wely ist immer für eine Überraschung gut. Gegen Vishy Anand
probierte es der Holländer in der Eröffnung mit Skandinavisch, doch
Anand zeigte sich unbeeindruckt und sicherte sich Raumvorteil und gewann einen
Bauern. Wenig später übersah van Wely im Endspiel einen taktischen
Trick und verlor eine Figur.
Daniel King präsentiert das Highlight des Tages: Anand - van Wely
Nach seiner Niederlage gegen van Wely hatte Wang Hao auch gegen Hikaru Nakamura
kein Glück. Gerade als Wang Hao in einem Slawen einen Angriff am Damenflügel
beginnen wollte, konterte Nakamura mit einem taktischen Gegenschlag im Zentrum,
der Wang Hao eine Qualität kostete. Anstatt sich in einem Endspiel mit
Minusqualität lange quälen zu lassen, gab Wang Hao früh auf.
Nach ihrem gestrigen Sieg gegen Anish Giri setzte Hou Yifan auch gegen Fabiano
Caruana auf energisches und aggressives Spiel. In einem Sizilianer pochte
sie auf ihre Möglichkeiten am Damenflügel, Caruana konterte im Zentrum.
Die Partie endete in einem Doppelendspiel mit Dauerschach.
Unspektakulär verlief die Begegnung zwischen Erwin l'Ami und Anish Giri.
Schon bald nach Abschluss der Eröffnungsphase verflachte die Partie rasch
und im 30. Zug einigten sich die beiden Holländer auf Remis.
Wenig Aufregung gab es auch in der Partie zwischen Ivan Sokolov und Pentala
Harikrishna. In einer klassischen Stellung mit isoliertem Damenbauer schlug
der d-Bauer bald auf e5, wodurch der isolierte Bauer zwar wieder näher
an seine Kollegen heranrückte, aber zugleich die Damen getauscht wurden.
Bald kam es zu einer Stellung, in der Weiß mit seinem b-Freibauer zwar
optische Vorteile hatte, aber da die eben nur optisch waren, endete die Partie
im 45. Zug mit Remis.
Gruppe B
| Runde 7, Samstag, 19. Januar |
| Sergey Movsesian - Robin van Kampen |
1-0
|
| Sergey Tiviakov - Sipke Ernst |
0-1
|
| Maxim Turov - Romain Edouard |
½-½
|
| Daniil Dubov - Richard Rapport |
½-½
|
| Jan Smeets - Predrag Nikolic |
1-0
|
| Nils Grandelius - Jan Timman |
0-1
|
| Alexander Ipatov - Arkadij Naiditsch |
0-1
|
Gruppe C
| Runde 7, Samstag, 19. Januar |
| Lisa Schut - Alexandra Goryachkina |
½-½
|
| Oleg Romanishin - Miguoel Admiraal |
1-0
|
| Twan Burg - David Klein |
½-½
|
| Mark van der Werf - Alexander Kovchan |
½-½
|
| Krikor Mekhitarian - Robin Swinkels |
½-½
|
| Hjorvar Gretarsson - Fernando Peralta |
0-1
|
| Igor Bitensky -Sabino Brunello |
½-½
|
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