1001 Schachpartien

von André Schulz
26.08.2014 – Schach wird am arabischen Golf seit einiger Zeit groß geschrieben. Und groß sind auch die Schachklubs in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Gestern begann im Emirat Sharjah das sechste und letzte Grand-Prix-Turnier der Serie 2013-2014. Nur noch Yifan Hou und Humpy Koneru können die Serie gewinnen. Koneru startete allerdings gestern mit einer Niederlage. Mehr...

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Das Emirat Sharjah (deutsch: Schardscha, hocharabisch: asch-Schariqa, lokal: asch-Schardscha), eines der sieben Emirate der "Vereinigten Arabischen Emirate", ist derzeit Gastgeber eines Frauen-Grand-Prix-Turniers. Im benachbarten Dubai sind Schachturniere fester Bestandteil des Kulturkalenders und im Januar des Jahres fand auch im Inneren des Landes, in Al-Ain, eine Jugendweltmeisterschaft statt. Schach wird also groß geschrieben am arabischen Golf.

Schach am Golf

Dies wird auch durch die Größe der Schachklubs dokumentiert. Die Schachfreunde in Scharjah reklamieren stolz, Inhaber des "größten Schachklubs der Welt" zu sein, - und haben vermutlich recht. Hier gibt es auch mehr als genug Platz für das Grand-Prix-Turnier.

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Der große Saal

Der "kleine" Saal

Gruppenbild mit Herren

Die meisten der Teilnehmerinnen reisten von der Schacholympiade in Tromsø an, nämlich: Yifan Hou, Ju Wenjun und Zhao Xue als Silbermedaillengewinner, Anna Ushenina als Bronzemedaillengewinnerin, Harika Dronavalli (Indien), Elina Danelian (Armenien), Zhu Chen (Katar), Tuvshintugs Batchimeg (Mongolei) und Alina L'Ami (Rumänien), die hier erstmals als Teilnehmerin ein Frauen-Grand-Prix besucht, nachdem sie vorher schon als Pressechefin auf solchen aktiv war.

Alina L'Ami erhält eine Anstecknadel

Humpy Koneru war bei der Olympiade, wie einige andere indische Spitzenspieler auch, nicht dabei. In Sharjah ist übrigens keine der russischen Goldmedaillensieger am Start. Die russischen Farben werden stattdessen von Tatiana Kosintseva vertreten, die einmal zur Spitze der russischen Frauen-Rangliste gehöret, inzwischen aber zurück gefallen ist.  Schließlich spielt noch Nafisa Muminova (Usbekistan) mit. Auch wenn es in Tromsø zur Zeit der Schacholympiade für die Verhältnisse am nördlichen Polarkreis sehr warm war, zeitweise um die 20 Grad, ist der Temperaturunterschied zu den Verhältnissen in den VAR doch deutlich: Hier werden derzeit fast 40 Grad Celsius gemessen. Allerdings ja nur außerhalb des Schachklubs.

Das Grand-Prix-Turnier in Sharjah ist das sechste und letzte Turnier der Serie 2013-2014. Die Siegerin der Serie erhält 25.000 USD und das Recht, im Jahr 2015 die Weltmeisterin herauszufordern. Bei den Frauen werden jedes Jahr Weltmeisterschaften ausgetragen, wobei im Wechsel in K.o-Turnier gespielt wird - so in diesem Jahr - und ein Wettkampf. Jede der Teilnehmerinnen des Zyklus spielt vier Turniere. Für das Gesamtergebnis zählen allerdings nur die besten drei Turniere. Nach bisher fünf GP-Turnieren können nur noch Humpy Koneru und Yifan Hou die Serie gewinnen.

Auslosung mit Ju Wenjun

Nach der Eröffnungsfeier in Anwesenheit des wiedergewählten Präsidenten der FIDE Kirsan Ilyumzhinov bot die erste Runde mit der Niederlage von Humpy Koneru gegen Tuvshintugs Batchimeg eine rechte Überraschung, die besonders für die um den Gesamtsieg kämpfende Inderin bitter ist. Koneru hatte ihre Dame für zwei Türme gegeben und vielleicht eine leichte Initiative, als die mit einer Unvorsichtigkeit, eine Figur und die Stellung einstellte.

Alina L'Ami diesmal auf der anderen Seite der Linse

Gleich geht es los

Schlechter Start für Koneru

Batchimeg-Koneru

 

 

Konerus Konkurrentin Yifan Ho gewann hingegen ihre Partie gegen Navisa Muminova.

Wie man ja seit dem letzten GP-Turnier in Lopota weiß, befindet sich die Weltmeisterin in Topform und nutzt Frauen-Grand-Prix-Turniere derzeit gerne, um ihre Elozahl rasant aufzubessern. Auch ohne den Rückzug von Judit Polgar aus dem aktiven Turnierschach hätte Hou die Ungarin wohl bald überholt.

 

 

Alle Partien

 

 

 

Stand vor dem letzten Turnier

Quelle: Wikipedia

Fotos: FIDE (Anastasya Karlovich, Maria Emelianova)

 

Turnierseite...



André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.
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