Abenteuer Schach

05.09.2002 – Die Ausrichtung der spanischen Jugendmeisterschaften löste jüngst in Spanien einige Aufregung aus. Diese hält immer noch an und die Erschütterungen reichen bis weit in die Spitze des spanischen Verbandes hinein. Die völlig überzogenen Zimmerpreise hatten Teilnehmer und Begleiter noch zähneknirschend hingenommen. Doch als sie des Spielsaals angesichtig wurden, holten sie die Polizei (Foto: Eingang zum Spielsaal). Mehr (Bitte achten Sie auf Ihre Kleidung)...

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Dieses Modell zur gewinnbringenden Organisation von Schachturnieren greift in den letzten Jahren zusehends um sich und hat offenbar auch im spanischen Verband viele Anhänger: Man gewinnt ein Hotel zur Ausrichtung. Im Ausgleich für die Belegung stellt das Hotel einen Turnierraum zur Verfügung. Der Ausrichter bzw. Verband verlangt von den Teilnehmern eine Antrittsgebühr bei der Unterbringung und Verpflegung enthalten sind, wobei die angegeben Preise deutlich über denen liegen, die man normalerweise in dem jeweiligen Hotel bezahlen müsste. Das mehr erzielte Geld kann man für Organisation, Preisgelder oder sonst etwas verwenden.

Die spanischen Jugendmeisterschaften sollten in einem Hotel in Formigal statt finden. Nach oben beschriebenen Organisationsmodell waren die Kosten für die Teilnehmer und Begleiter ausgesprochen hoch. Um das Hotel herum standen lärmende Baumaschinen. Der "Spielsaal" war eine Ecke in einer dreckigen und unaufgeräumten Tiefgarage, wo man ein paar Tische und Gartenstühle aufgestellt hatte.

Für die Turnierleitung und das Bulletin hatte Vernbandspräsident Ocho Illescas Firma Edami engagiert. Die waren laut eigener Aussage ein paar Tage vorher angereist, hatten aber nichts mehr an ändern können. Die Eltern der Jugendlichen fragten sich, was mit den Einnahmen aus den hohen Teilnahmegebühren geschehen ist. Besonders Verbandspräsident Ochoa stand im Zentrum der Kritik. Gegen eine Reihe von Verantwortlichen wurde inzwischen Anzeige erstattet.

 


Der Eingang zum "Spielsaal"


Hier irgendwo muss es sein


Na bitte.


Ratlose Teilnehmer mit ihren Eltern.


Baustelle hinter dem Hotel

Fotos: Jaque


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