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Anand mit Auszeichnung

24.12.2012 – 1988 wurde Vishy Anand als erster Inder zum Großmeister ernannt, 1990 qualifizierte sich er sich zum ersten Mal für das Kandidatenturnier und spätestens seit dann gehört er zur Weltspitze. 2000 wurde Anand FIDE-Weltmeister, 2003 FIDE-Schnellschachweltmeister, 2007 der 15. Weltmeister der Schachgeschichte, einen Titel, den er bislang drei Mal verteidigt hat, 2008 gegen Kramnik, 2010 gegen Veselin Topalov und 2012 gegen Boris Gelfand. Doch trotz Titelverteidigung war 2012 für Anand kein erfolgreiches Jahr, denn die Turniererfolge früherer Jahre blieben aus. Umso mehr wird ihn gefreut haben, dass er in Indien nicht nur zum "Sportler des Jahres", sondern auch zum "Inder des Jahres" gewählt wurde. In Indien ist Anand ein Volksheld und seine Erfolge lösten einen wahren Schachboom aus, der dazu führte, dass das Land mit mittlerweile 29 GMs auf Rang 9 der FIDE-Länderweltrangliste liegt. Bei den Preisverleihungen blickte Anand auf 2012 zurück und kündigte an, es 2013 besser zu machen.V. Anand: My Career, Vol. 1 und Vol. 2...Mehr...
 
In anderen Ländern sind Schachspieler dankbar, wenn sie als Sportler angesehen werden, von einer Auszeichnung als "Sportler des Jahres" können sie nur träumen. Doch Anand gewann bei der Wahl gegen eine Reihe in Indien prominenter Vertreter "klassischer" Sportarten wie Saina Nehwal, Nummer drei der Frauenweltrangliste im Badminton, Sportschütze Vijay Kumar und Kricketspieler Virat Kohli. Auch Snooker-Star Pankaj Advani gehörte zu den Nominierten.

Aufzeichnung der Preisverleihung "Sportler des Jahres":



Noch prestigeträchtiger als die Auszeichnung zum "Sportler des Jahres" ist die Auszeichnung zum "Inder des Jahres". Denn hier entscheiden das breite Publikum und eine ausgewählte Jury über Nominierte aus allen Fachrichtungen und Berufen. Anand ist der erste Sportler, der mit dieser Auszeichnung geehrt wurde.

Aufzeichnung der Verleihung "Inder des Jahres":



Mit NDTV-Sports sprach Anand über sein durchwachsenes Jahr 2012, seine Pläne für 2013 und seine Motivation, weiter viel und gut Schach zu spielen: "Wenn ich geklärt habe, wo genau das Problem liegt, dann kann ich etwas dagegen tun, aber an fehlender Motivation liegt es sicher nicht. Ich habe keineswegs die Lust verloren. Es gibt einfach nur ein Problem, das ich lösen muss."

Ob ihm das gelingt, wird sich schon bald zeigen, denn bis Juli 2013 will Anand sieben Turniere spielen. Den Anfang macht das Tata Steel Turnier in Wijk aan Zee, das vom 11. bis zum 27. Januar dauert und eines der stärksten Turniere des Jahres ist.
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