Carlsen als Grundlinienspieler

26.11.2013 – In der Beurteilung der Fähigkeiten des neuen Schachweltmeisters gab es unterschiedliche Meinungen. Während viele Carlsen für einen begnadeten Spieler halten, gab es auch auch Kritik an der in diesem Wettkampf recht technischen Spielweise des 16. Weltmeisters. n-tv wollte es genau wissen und befragte Uwe Bönsch. Zum Interview...

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WolfgangR WolfgangR 08.09.2014 07:04
Bezüglich „Glanzpartien“ und „Unsterblicher Schachpartien“ kann ich die Meinung von Herrn von Weizsäcker nicht nachvollziehen.
Selbst Aljechin mußte bei seinem Kampf gegen Capablanca auf „Glanzpartien“ verzichten und spielte Partien, die vergleichsweise unspektakulär waren. Capablancas „Stil“ liess diese Kombinationen gar nicht erst zu! Die restliche Geschichte ist hinreichend bekannt.
Die „Fehler“, die bei Spitzenspielern vorkommen, sind völlig anderer Natur wie es bei „normalen“ Vereinsspielern vorkommt. Was dann am Brett als Zug ausgeführt wird, ist das Ergebnis eines komplexen Entscheidungsprozesses, der bei Meistern ebenfalls weniger fehleranfällig ist als bei Vereinsspielern. Die Kombinationen werden dabei nicht immer auf dem Brett ausgeführt, sondern eben nur „gedanklich“.
Von daher sollte man sich über die Partien jedes Weltmeisters und Großmeisters freuen – auch wenn nicht jede Partie eine „Unsterbliche“ ist …
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