Carlsen gegen Norwegen

von André Schulz
09.05.2014 – Am Donnerstag lieferte sich Magnus Carlsen ein Match gegen "Norwegen", genauer: gegen die norwegische Internetgemeinde, beraten durch die GMs Agdestein, Hammer und Johannessen. Als Vertreter der Internetspieler saß Carlsen ein maskierte "geheimnisvoller Nordmann" gegenüber. Daniel King hat die Partie im Video kommentiert. Mehr...

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Bild: VG

"Verdens Gang" (deutsch: Lauf der Welt"), kurz VG, ist ein großes norwegisches Magazin im Tabloid-Format und erscheint im Schibsted-Verlag. Auch im Internet ist VG multimedial sehr präsent und begleitet insbesondere Magnus Carlsens Werdegang seit einigen Jahren sehr intensiv. Auch dieser Schaukampf wurde als Event ausführlich zelebriert.

Die Partie fand am Donnerstag in einem Einkaufscenter statt und wurde per Live-Stream übertragen. Die Bedenkzeit der Partie betrug eine Minute pro Zug für Carlsen und fünf Minuten pro Zug für die Internetgemeinde, die am Brett durch einen maskierten roten "geheimnisvollen Nordmann" vertreten wurde.

Die Internetzuschauer stimmten online über die Züge ab. Die drei norwegischen GMs Simen Agdestein, Jon Ludvig Hammer und Leif Erlend Johannessen berieten die Internetschachfreunde. Es gab eine Sonderregel: dreimal durften die Zuschauer während der Partie die Schachengine Houdini konsultieren.

Die Partie dauerte mehr als vier Stunden. Dann  forcierte Carlsen mit Schwarz ein Remis durch Dauerschach.

 

 

Live-Stream der Partie im norwegischen Fernsehen...

 

Remis!

Partie zum Nachspielen:

 

 

 

 

Daniel King kommentiert:

 

 

 

 

Der Mann in rot: Oddvar Brå, ein bekannter früherer norwegischer Skilangläufer.

Nach der Partie wurde Carlsen gefragt, ob er vom Spiel seiner Gegner beeindruckt gewesen wäre. Er lachte und meinte, dass ihn besonders die Züge von Houdini beeindruckt hätte. Aber auch die Züge der Zuschauer seien gut gewesen. Am Ende stand er vor der Frage, riskant auf Gewinn zu spielen oder das Remis zu forcieren und entschied sich für die sichere Variante.

Es wurde auch schon ein Revanche-Kampf vereinbart, in dem Carlsen dann die weißen Steine führen wird. Beim nächsten Mal möchte er aber nach einem Computerzug etwas mehr Bedenkzeit zur Verfügung haben.

Kleine Talkrunde nach der Partie.

Carlsen liest Kommentare im Internet

 

Bilder: VG/ Livestream

Artikel bei VG...

 

 

 



André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.
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SEAKone SEAKone 09.05.2014 10:14
Ich frage mich wie man bei einer Minute für Carlsen und fünf für die Internetgemeinde bei 32 Zügen auf über vier Stunden kommen will??? Aber vielleicht laufen ja in Norwegen die Zeiten anders... :)
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