Das Tor zur Schachwelt

24.05.2016 – Hamburg nennt sich gerne "Das Tor zur Welt." Für viele Schachspieler befindet sich hier mit Sicherheit das Tor zur Schachwelt, denn seit 1987 versorgt ChessBase die Schachspieler aus seiner Hamburger Zentrale heraus mit Schachpartien, Eröffnungen, Trainingsmaterial und seit vielen Jahren auch mit Nachrichten. Alina l'Ami leistet hierfür einen großen Beitrag. Nun hat sie Hamburg besucht. Mehr...

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ChessBase 14 ist die persönliche Schach-Datenbank, die weltweit zum Standard geworden ist. Und zwar für alle, die Spaß am Schach haben und auch in Zukunft erfolgreich mitspielen wollen. Das gilt für den Weltmeister ebenso wie für den Vereinsspieler oder den Schachfreund von nebenan.

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Ich bin immerzu in Schach verliebt, selbst wenn ich denke, ich bin es nicht. Manchmal dreht das Spiel mir den Rücken zu, aber ich bleibe stets ein treuer Anhänger. Das ist keine Form von Masochismus oder Sucht, obwohl sich suchtähnliche Tendenzen bemerkbar machen, wenn man sich zum Bespiel darüber freut, dass man eine brillante Partie gewonnen hat (Eine Freue, die man aber erst offen zeigt, wenn der Gegner außer Sichtweite ist. Das Mindeste, was man tun kann, um ein fragiles Schach-Ego zu schützen). Auch wenn Schach manchmal zu psychischen Schmerzen führt, zumindest bei Profis, so gewährleistet es doch auch eine wichtige Sache: Freiheit. In einer Welt, die durch Routine, Pflichten, Aufgabe und Rollen reglementiert und gesteuert wird, hat der Schachspieler den Luxus, in seiner eigenen Gedankewelt zu leben, und die größte Freiheit zu genießen: er selbst zu sein.

 

An den Hamburger Landungsbrücken

Man selbst zu sein? Was bedeutet das oder wie wird das definiert? Wann ist jemand wirklich er selbst? Du selbst, ein Spiegel, die anderen?! Im Schach muss man nicht tiefer graben und nach einer Antwort auf diese philosophischen Fragen suchen. Auf den 64 Feldern ist jeder einzigartig.

Wer sich nicht traut, sich bunt anzuziehen und sich so zu zeigen, wie er sich fühlt, kann sich auf dem Schachbrett gut verstecken.

Hier kann man wahlweise Genie sein, Künstler oder Techniker, ein Chirurg, Meister und Knecht, Rebell oder Untertan, aggressiv und ruhig, Ying und Yang - alles auf einmal oder nacheinander. Auf dem Schachbrett kann man sich auf vielfache Weise verwirklichen und dabei konsequent inkonsequent sein, wenn es das ist, was man will, ohne befürchten zu müssen, gegen irgendwelche Etiketten zu verstoßen, wie es im richtigen Leben der Fall wäre. Hier kann man einmal mehr sein als im "normalen" Leben, oder zumindest das Gefühl haben, dass es so sei.

Wenn man darüber nachdenkt: Es braucht gar nicht so viel um glücklich zu sein. Manche haben Schach, andere haben Blumen (rechts in der Flasche!).

Schachspieler dürfen viel reisen. Manchmal ist das anstrengend, aber am Ende einer Reise...

… sieht man neue Orte und lernt neue Leute kennen.

Ohne Schach wäre ich vielleicht Innenarchitekt, Entdecker, Kellnerin oder Verkäuferin geworden, wer weiß, aber ich hatte Glück. Der Moment, als ich meinen persönlichen Rubikon überschritt, war, als ich 2011 meinen ersten Fotoreport aus Luanda (Angola) zu ChessBase schickte. Nun begann eine unglaubliche Reise mit vielen Überraschungen und Entdeckungen: Fotografieren, schreiben, berichten. Ich danke allen, die meine vielen Berichte mit Geduld und Interesse gelesen haben.

Auch die Schwarz-Weiß-Fotografie hat ihre Reize

Ebenso wie die Straßenfotografie

Alle diese Bilder habe ich in Hamburg gemacht, als ich meine Kollegen bei ChessBase besucht habe

Die Magie des Augenblicks

Vor dem Hamburger Rathaus

Pantomime-Künstler vor dem Rathaus

Schwebt er in der Luft?

Musiker an den Hamburger Arkaden

Seltsam genug: ich habe noch nie zuvor die ChessBase-Zentrale in Hamburg besucht.

Fast da!

Und noch ungewöhnlicher als so ein später Besuch ist, dass mein Chef (Hallo Redakteur, du weißt, wer gemeint ist) niemals meine Flügel stutze. Zwar gab es bisweilen konstruktive Rückmeldungen, aber nie verlor ich dabei das Gefühl von völliger Freiheit, die ich so schätze, um die Artikel so zu präsentieren, wie ich das gerne wollte. ChessBase gab und gibt mir die Gelegenheit und den Raum für meine Bilder und Gedanken. Meinem Mann Erwin l'Ami erging es genauso, er machte die gleiche Erfahrung. Für seine DVD-Aufnahmen wurde auch ihm die Freiheit gewährt, die Varianten und Ideen so darzustellen, wie er das für richtig hielt - und dabei wurde ihm auch zugestanden Fehler zu machen. Ich bevorzuge "unsichere Freiheit" gegenüber "sichererer Einengung" und ihm geht es genauso.

Am Ende ist man stolzer Schöpfer von etwas, dass es zuvor noch nicht gegeben hat, ein Artikel, eine DVD, ein kleiner Clip mit einem schönen Sieg. Wer das auch genießen möchte, der muss einfach nur ebenfalls den Rubikon überschreiten, oder weniger bildlich gesprochen: die Hamburger Kanäle überqueren und das ChessBase-Büro besuchen.

Was gibt es hinter diesen Türen...?

Der Eingang zum Schachparadies

Nicht nur eine Augenschmaus, sondern gleichzeitig eine Ausstellung

Hier wird gezaubert, in entspannter professioneller Atmosphäre.

Spaß haben bei der Arbeit hilft. Um ehrlich zu sein, konnte sich hier nicht lange sitzen, weil ich schon bald wieder abgelenkt wurde.

Unter den Augen von Magnus

Das würden wohl viele gerne haben

Die ChessBase-Ausstellung

 

Autogramme von viele Weltklassespielern

Das Lager

Arbeiten bei ChessBase bedeutet viel physikalische Aktivität

Die Ruhmeshalle

Ihre Arbeit könnte hier eingereiht werden.

Die berühmte Elbphilharmonie ist tatsächlich bald fertig.

Hamburg ist eine sehr vitale Stadt

An der Würstchenbude

Viele Paare kommen zu Besuch

Selfie an der Waterkant

Ich wünschte, mir würde mehr als nur "maritimes Ambiente" einfallen. Überall gibt es Wasser, die Rufe von Möwen...

Hey! Das sieht für mich vertraut aus: Hotel Transylvania?!

Noch einmal das neue Prachtstück: die Elbphilharmonie

Interessante Architektur in der Hafen City

Überall gibt es Kunst

Modern, aber einzigartig

Es war leider ein viel zu kurzer Trip. Hamburg wird das "Tor zur Welt" genannt. Für die meisten Schachspieler und für mich besonders ist es das "Tor zur Schachwelt". Reisen, fotografieren, schreiben, Schach spielen, macht zwar nicht reich, aber es man kommt zurecht und es macht glücklich.

Ich bin schlecht im Witze erzählen, aber ich höre und sehe gerne welche. Hier: Hamburger Straßenhumor.

 


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Administratoor Administratoor 27.05.2016 09:39
sehr schöner Bericht! das Bild "die ChessBase Ausstellung" erinnert mich an die immer noch vorhandene Plastikschachtel meiner ersten Chessbase Version 2.3. Und aus rein historischen sentimentalen Gründen läuft bei mir die Version 4.0 f. DOS noch immer auf einem alten Notebook.
Colnago Colnago 24.05.2016 07:56
Die Berichte von Alina l'Ami sind echte Highlights! Sie schreibt sehr interessant und hat ein gutes Händchen für tolle Bilder.
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