Die 4NCL: Mannschaftsschach im Königreich

von John-Saunders
23.06.2014 – Die 4NCL ist der bedeutendste Mannschaftswettbewerb in Großbritannien. Über 850 Spieler treten in drei Divisionen gegeneinander an, in jeder Mannschaft muss in jedem Kampf mindestens eine Frau dabei sein und alle Teams spielen am gleichen Ort. John Saunders berichtet ausführlich vom Finalwochenende, bei dem Guildford 1 triumphierte. Mehr...

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Bericht vom 4NCL Wochenendfinale

Von dem Mann in Zimmer 503, alias John Saunders

Als ich mich am Samstag aufmachte, um nach Hinckley Island zum 4NCL-Finale zu fahren, konnte ich nicht ahnen, wie viele Dramen ich an diesem Tag erleben würde. Und zwar noch bevor der erste Bauer gezogen hatte.

Was die Hotelarrangements betrifft, so waren meine bisherigen Besuche in Hinckley Island störungsfrei verlaufen. Doch dieses Mal geschah etwas. Zunächst einmal fehlte dem Hotel ein Beleg für meine Buchung. Die hatte Dave Welch für mich gemacht und ich musste bei ihm nachfragen, ob er denn auch wirklich gebucht hatte. Natürlich hatte er. Wie sich herausstellte, war das Hotel in seiner unendlichen Weisheit zu dem Schluss gekommen, dass all die Leute, die offiziell mit der 4NCL zu tun hatten, pünktlich am Freitag eingetroffen waren, und es somit gar nicht sein konnte, dass jemand Samstags eintraf (obwohl genau das bei meiner Buchung klar angezeigt wurde). Meine Reservierung war dann in den digitalen Abfalleimer weitergeleitet worden.

Deshalb musste man mich noch einmal völlig neu registrieren und ein Zimmer für mich finden - was zum Glück kein Problem war, wie mir die Frau an der Rezeption erklärte. Oder doch? Mir wurde Zimmer 503 zugewiesen. Ich ging dorthin, wo sich ihren Angaben zufolge Zimmer 503 befand und stand schließlich vor einer leeren Wand zwischen Zimmer 502 und 504. Vielleicht wechselten sich die Nummern mit denen auf der anderen Seite des Flurs ab? Nein, dort gab es eine große Wäschekammer, aber kein Zeichen eines Zimmers 503. Ich überlegte kurz, ob ich mich in der Wäschekammer niederlassen sollte, die mit all ihren flauschigen Handtüchern einen recht gemütlichen Eindruck machte. Ich überlegte ebenfalls kurz, ob ich mein Vertrauen nicht doch in die Existenz eines Zimmers 503 setzen und meinen Rollkoffer entschlossen an die Wand zwischen 502 und 504 lenken sollte, aber solche Dinge funktionieren nur in Kindergeschichten.

Ich latschte zur Rezeption zurück. Interessanterweise versuchten mich zwei noch unerfahrene Mitglieder des Hotelpersonals zu überzeugen, dass es Zimmer 503 tatsächlich gab, aber ein drittes (offensichtlich besser informiertes) Mitglied des Hotelpersonals stimmte mir zerknirscht zu, um mir anschließend ein Zimmer mit Tür und Raum dahinter zuzuweisen. Später erfuhr ich, dass genau dieses Zimmer von anderen Gästen der 4NCL abgelehnt worden war, weil das kaputte Fenster dort mit einer steifen Brise für Durchzug im Zimmer sorgte. Aber mir war das egal, denn als Schachspieler ist mir schon so mancher Zug vorgekommen.

Genug der Ich-Erzählungen höre ich Sie rufen - wo bleibt das Schach? Nun gut, also...

Runde 9, Samstag, den 3. Mai Division 1, Championship Pool: Brettpunkte sammeln

Die Auslosung bei der 4NCL ist natürlich manipuliert, damit die wirklichen Spitzenpaarungen erst ganz am Ende stattfinden. Es macht Spaß herauszufinden, welche Super-GMs die Schwergewichte - zur Zeit Guildford 1 und Wood Green 1 - am Final-Wochenende aufzubieten haben. Hier kann es zu ein wenig Industriespionage kommen, wobei die Geheimwaffe, die für Zerstörung auf dem Schachbrett sorgen soll, bis zur letzten Runde verborgen gehalten wird, aber vielleicht doch irgendwo versteckt im Hotel zu sehen ist.


Alexei Shirov

Luke McShane

Maxime Vachier-Lagrave

Dieses Jahr wirkten die beiden Mannschaftsleiter, Roger Emerson von Guildford und Brian Smith von Wood Green, ziemlich entspannt in Bezug auf die Aufstellung ihrer Teams. Seit Beginn des Wochenendes wusste man, dass Wood Green irgendwann Alexei Shirov (der im Hotel gesehen worden war) und Luke McShane (der später anreiste) einsetzen würden. Aber ich glaube, wir tappten im Dunkeln, was die bevorstehende Ankunft von MVL - wie Maxime Vachier-Lagrave gemeinhin genannt wird - betraf. Natürlich hätte all das ein Bluff sein können und natürlich hätte es irgendwo ein Geheimzimmer 503 geben können, in dem Magnus Carlsen oder Vishy Anand logierten.

Obwohl die beiden Spitzenteams deutlich höhere Elo-Zahlen als ihre Gegner in der neunten Runde aufweisen konnten, war es wichtig, so viele Brettpunkte wie möglich zu sammeln, um sich eine gute Wertung für den Showdown in Runde 11 zu sichern. Vor der Runde kamen beide Mannschaften auf die nach 8 Runden maximal möglichen Mannschaftspunkte, aber Wood Green lag einen Brettpunkt vor Guildford.

Schauen wir uns die Mannschaftskämpfe einen nach dem anderen an.

Wood Green 1 gegen Grantham Sharks: 6-2.
Guildford 1 hatte seinen Wettkampf schon beendet, als dieses Match noch gespielt wurde, und Wood Green 1 musste mindestens ebenso gut punkten wie Guildford 1, um ihren knappen Vorsprung von einem Brettpunkt zu sichern. David Howell sorgte für die längste Partie des Wettkampfs, weil er gegen Ameet Ghasi hartnäckig Gewinnversuche unternahm. Letztendlich hatte er keinen Erfolg damit, aber ein Remis reichte aus, um Wood Green einen halben Punkt Vorsprung auf Guildford zu sichern. Das für Wood Green bitterste Ergebnis in diesem Match war Pia Cramlings Niederlage gegen den 18-jährigen englischen Jugendspieler Peter Batchelor, der die Zeitnot der schwedischen Großmeister nutzte, indem er ihr zunehmend schwierigere taktische Probleme stellte.

[Event "4NCL Division 1"] [Site "Hinckley Island"] [Date "2014.05.03"] [Round "9.8"] [White "Batchelor, Peter J"] [Black "Cramling, Pia"] [Result "1-0"] [ECO "E11"] [WhiteElo "2157"] [BlackElo "2507"] [Annotator "Saunders,John"] [SetUp "1"] [FEN "q5k1/5ppp/1Rb5/2p1r3/3p4/P3P1PB/2Q2P1P/6K1 w - - 0 23"] [PlyCount "15"] [EventDate "2014.05.??"] [EventCountry "ENG"] [WhiteTeam "Grantham Sharks"] [BlackTeam "Wood Green 1"] 23. Bf1 $1 {White used around 9 of his remaining 15 minutes on this move but it is probably the right choice.} dxe3 24. fxe3 Bf3 25. Rb5 Qa7 ({After the queen move, Black's time was down to 13 minutes for the final 15 moves.} 25... Rxe3 $5 26. Qxc5 Re8 27. Ra5 Qd8 {might have held out more winning chances for Black, though objectively it's not much more than level.}) 26. Qc3 Qc7 {Black soaked up a further 9 minutes which she could ill afford on this move.} 27. Qa5 $5 {The position is level as far as the computer is concerned but White can line up a few back-rank cheapo threats to push Black further into time trouble. } Qd6 28. Qa6 $5 Bc6 {One of five adequate moves but it used up a further 2 minutes, leaving just 2 minutes 11 seconds (plus increments) to play with.} 29. Rb6 $1 {This doesn't win but restricts Black's choice to just one safe move, which probably requires more than two minutes' worth of calculation and checking, even for an experienced GM.} Re6 $4 (29... Qd2 $1 {holds, somewhat improbably. If White then tries to exploit Black's time pressure with} 30. Qa8+ $5 {Black can dodge the cheapo with} Be8 $1 {and actually White could be in a bit of trouble.}) 30. Qc8+ $1 1-0

Jon Speelman machte mit Veronica Foisor kurzen Prozess.

[Event "4NCL Division 1"] [Site "Hinckley Island"] [Date "2014.05.03"] [Round "9.7"] [White "Speelman, Jon"] [Black "Foisor, Veronica"] [Result "1-0"] [ECO "A30"] [WhiteElo "2495"] [BlackElo "2274"] [Annotator "Saunders,John"] [PlyCount "47"] [EventDate "2014.05.??"] [EventCountry "ENG"] [WhiteTeam "Wood Green 1"] [BlackTeam "Grantham Sharks 1"] 1. Nf3 c5 2. c4 Nc6 3. Nc3 g6 4. e3 Bg7 5. d4 cxd4 ({This seems to give White a free game.} 5... d6 {has more of a track record amongst leading players.}) 6. exd4 d6 7. d5 {Database stats show Black taking a major hammering (80:20), wherever the knight goes.} Ne5 8. Nxe5 Bxe5 9. Be2 Bg7 ({Rather than lose a tempo with the bishop, perhaps Black could consider playing} 9... h5 {and then 10...Nh6.}) 10. Be3 Nf6 11. O-O O-O 12. Qd2 Bd7 13. Rfe1 a6 {Black has rather a cramped game as she can't get a ...b7-b5 or ...e7-e6 counter in.} 14. f3 Rc8 15. Rad1 Qa5 16. a3 (16. b4 $5 {is also playable as} Qxb4 $4 17. Rb1 Qa5 18. Bb6 {and Black has to give up a piece to save her queen.}) 16... Rfd8 { The rook is a liability on this square.} 17. Bf1 Bf5 $2 18. Qf2 $1 {Now we can see why White preferred the sneaky 16.a3 to 16.b4. The black queen is in danger of being trapped with Bb6.} Qc7 (18... Nd7 {stops Bb6 but allows} 19. g4 {, winning a piece.}) 19. Bb6 Qd7 (19... Qb8 20. Bxd8 Rxd8 21. Rxe7 {is no better.}) 20. g4 Re8 21. gxf5 Qxf5 22. Ne4 Nd7 23. Ng3 Qg5 24. Bd4 1-0

Alles in allem gute Arbeit einer Mannschaft mit einem Elo-Schnitt von 2606 gegen eine Mannschaft mit einem Schnitt von 2310, aber die Londoner hätten ein Ergebnis, das näher am Maximalergebnis von 8-0 lag, gut gebrauchen können, um ihren Vorsprung auf Guildford auszubauen. Nach der Runde hatten sie nur noch einen halben Brettpunkt Vorsprung.


Anish Giri spielte an Brett eins

Robin van Kampen an Brett sechs

Guildford 1 gegen White Rose: 6½-1½.
Guildford verstärkte das Team mit zwei Holländern, Anish Giri am Spitzenbrett und Robin van Kampen an Brett sechs, und das gab ihnen genug Feuerkraft für einen hohen Sieg gegen White Rose. Wie immer wurde es besonders an den Brettern interessant, an denen das favorisierte Team nicht gewinnen konnte.

Sue Maroroa, die gegen die Mannschaft ihres geliebten Gemahls Gawain spielte und in die ehrenvollen Fußstapfen von Bob Wade und Murray Chandler tritt und von Neuseeland nach England kam, spielte sehr stark und gewann gegen GM Mark Hebden. Es war ihr erster GM-Skalp.

[Event "4NCL Division 1"] [Site "Hinckley Island"] [Date "2014.05.03"] [Round "9.7"] [White "Maroroa, Sue Y"] [Black "Hebden, Mark"] [Result "1-0"] [ECO "C55"] [WhiteElo "2131"] [BlackElo "2545"] [Annotator "Saunders,John"] [PlyCount "87"] [EventDate "2014.05.??"] [EventCountry "ENG"] 1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bc4 Nf6 4. d4 exd4 5. e5 Ne4 ({Hebden generally favours the more usual move} 5... d5 {here but the text is perfectly respectable.}) 6. Qe2 Nc5 7. Ng5 $5 {This is known but a bit unusual.} Ne6 8. Nxe6 dxe6 9. O-O { Now we are out of the book and the players are on their own. Black has an extra pawn but his position is slightly cramped and undeveloped, which I suppose constitutes a degree of compensation for White.} Qh4 10. Nd2 Bd7 11. Nf3 Qh5 12. c3 $5 {Playing someone rated more than 400 points above you can be a daunting experience but White has decided she is going to take a positive course of action, targeting Black's vulnerability along the d-file.} dxc3 13. bxc3 Bc5 14. Rd1 O-O-O ({The king proves to be too vulnerable on the queenside, though it takes a truly inspired sequence of moves by White to prove the point. Instead (and with the wonderful benefit of hindsight), one is tempted to recommend} 14... a6 {or perhaps 14...h6, to stop the white bishops coming to what prove to be strong squares.}) 15. Bg5 $1 Ne7 ({Here} 15... Be7 {runs into the devastating} 16. Ba6 $3 {and I'll leave the reader's computer to fill in the tactical details.}) ({The computer suggestion is to play} 15... Rdg8 {but then White is liable to get a forceful attack against the bishop on d7, either by playing Qd2 immediately or possibly the preparatory Bb5.}) 16. Bb5 $1 c6 ({ Not} 16... Bxb5 17. Qxb5 {when Black has to prop up his position with the awkward} b6 {and suffer some horribly weak light squares around his king. But something of the sort happens anyway.}) 17. Qc4 $1 b6 ({Again, Black's dark-squared bishop can't afford to move away from the g1-a7 diagonal:} 17... Ba3 $2 18. Ba6 $3 {and it is game over.}) 18. Bxe7 cxb5 19. Qe4 $1 Kb8 (19... Bxe7 20. Qa8+ Kc7 21. Qxa7+ Kc8 22. Rd6 $3 {is a gorgeous finish. The king would last longer if it goes to c6 instead of c8, but the result would still be the same after 22.a4, etc.}) 20. Bxd8 Rxd8 {Black has bought off White's brilliant attack at the expense of the exchange for a pawn so White still has to maintain the momentum.} 21. a4 bxa4 22. Rxa4 Qf5 ({White threatens a mating attack with Rxa7, while} 22... Bxa4 {is answered by} 23. Rxd8+ Kc7 24. Qa8 { winning.}) 23. Qh4 Rc8 24. Raa1 Bc6 25. Nd4 Qxe5 26. Nxc6+ Rxc6 27. Qxh7 Qf6 ( 27... Qxc3 28. Qg8+ Rc8 29. Qxf7 {brings the win a bit closer for White.}) 28. Rd7 $1 {White puts her trust in her powerful triumvirate of heavy pieces.} Bxf2+ 29. Kh1 Qxc3 30. Rad1 Qf6 $2 ({The computer finds} 30... b5 $1 {, which is a better way to fortify Black's position, with the bishop defending a7:} 31. Qg8+ Rc8 32. Qxf7 Bb6 33. Qxe6 Qc4 {and Black might yet frustrate White's winning chances.}) 31. Qe4 $1 {For the second time in the game the queen lands on this square with devastating effect. At this stage White still had around 17 minutes with increments to move 40 and Black around 54 minutes.} Rc7 32. Rd8+ Rc8 33. R8d7 Rc7 34. Rd8+ {White wasn't in time trouble but every little helps.} Rc8 35. Rxc8+ Kxc8 36. Qa8+ Kc7 37. Qxa7+ Kc6 (37... Kc8 38. Rd7 {is terminal.}) 38. Qd7+ Kc5 39. Qd6+ Kb5 40. Qd3+ Kc6 41. Qd7+ Kc5 42. Rc1+ Kb4 43. Qd2+ Ka4 44. Rb1 1-0

Guildford 2 gegen Cheddleton: 4-4.
Ein wichtiges Match beim Kampf um die Platzierungen. Mit dem 4:4 schob sich Cheddleton an den Grantham Sharks 1 vorbei auf Platz vier. Am Spitzenbrett für Guildford 2 spielte der spanische FM Alberto Suarez Real, der (zumindest seinem Team-Manager zufolge) zufrieden gewesen wäre, mit drei ruhigen Remis in den letzten drei Runden eine IM-Norm zu holen, aber er spielte gegen Jonathan Hawkins, der einen Sieg für eine GM-Norm brauchte. Dementsprechend wurde das frühe Friedensangebot abgelehnt. Doch wie so oft, wenn eine Seite zu sehr nach dem Gewinn strebt, war der Spieler, der das Angebot, die Friedenspfeife zu rauchen, unterbreitet hatte, derjenige, der am Ende gewann - und das sehr schön.

Jonathan Hawkins

[Event "4NCL Division 1"] [Site "Hinckley Island"] [Date "2014.05.03"] [Round "9.1"] [White "Suarez Real, Alberto"] [Black "Hawkins, Jonathan"] [Result "1-0"] [ECO "B17"] [WhiteElo "2398"] [BlackElo "2518"] [Annotator "Saunders,John"] [PlyCount "69"] [EventDate "2014.05.??"] [EventCountry "ENG"] [WhiteTeam "Guildford 2"] [BlackTeam "Cheddleton"] 1. e4 c6 2. d4 d5 3. Nc3 dxe4 4. Nxe4 Nd7 5. Ng5 Ngf6 6. Bd3 e6 7. N1f3 Bd6 8. Qe2 h6 9. Ne4 Nxe4 10. Qxe4 Qc7 11. O-O b6 12. Qg4 Kf8 13. b3 Bb7 14. Bb2 Nf6 15. Qh3 Nd5 16. g3 Nb4 17. Be4 f5 {It's starting to look hairy but we're still in known territory.} 18. Ng5 Qe7 19. Nxe6+ $5 Qxe6 20. Bxf5 {It's fairly obvious that White has some play for the piece but exactly how much is hard to judge.} Qf7 21. Rae1 Re8 22. Re6 $1 ({This looks like a distinct improvement on } 22. c4 h5 23. a3 Na6 24. Be6 Rxe6 25. Qxe6 Rh6 {, which was played in Aabling Thomsen-Palo, Danish Team Championship, in March 2014, and which Black went on to win.}) 22... Rxe6 23. Bxe6 Qf6 $2 ({This costs Black the game and a GM norm:} 23... Qe7 $5 {would prevent White's next move and also give Black a modicum of control along the e-file:} 24. Re1 Nd5 25. c4 Nf6 26. Qf5 {, etc, though it would be by no means a comfortable defence.}) 24. Bc8 $1 { Effectively buying a tempo to take control of the e-file.} Ba8 ({Alternatives aren't much better:} 24... Qe7 25. Bxb7 Qxb7 26. Re1 $1 {is also very unpleasant, for example} Be7 27. Qf5+ Kg8 28. Qe6+ Kf8 29. c4 {and Black is powerless to hold back White's attack.}) 25. Re1 Nd5 (25... Be7 26. Qd7 Qd6 27. Qxa7 {is hopeless.}) 26. Re6 Qd8 27. Qf5+ Nf6 (27... Kg8 28. Rxd6 $1 Qxd6 29. Be6+ {is a simple win.}) 28. d5 $1 {Intensifies pressure on f6 to screaming point. There is nothing to be done.} Kf7 ({After} 28... Qxc8 {, either ook or bishop capture on f6 wins.}) 29. Rxf6+ {The computer finds more immediate ways to win but this is perhaps the way that most appeals to the human brain for its lack of complexity.} gxf6 30. Be6+ Kg7 31. Qg4+ Kf8 32. Qg6 Qe7 33. Bxf6 Qh7 34. Qg4 cxd5 (34... Rg8 {leads to a mopping-up exercise:} 35. Bxg8 Qxg8 36. Qc8+ Kf7 37. Qe6+ Kf8 38. Qxd6+ Kf7 39. Qe6+ {and wins.}) 35. Bxh8 1-0

An Brett drei gab es ein interessantes Aufeinandertreffen zwischen dem zur Zeit erfolgreichsten Jugendspieler und dem zur Zeit erfolgreichsten Senior Englands. In einer spannenden Partie triumphierte Jugend über Erfahrung. Damit brauchte Yang-Fan in Runde 10 einen Sieg gegen einen 2380+-Spieler, um eine 10-Runden-GM-Norm zu machen.

Keith Arkell

[Event "4NCL Division 1"] [Site "Hinckley Island"] [Date "2014.05.03"] [Round "9.3"] [White "Zhou, Yang-Fan"] [Black "Arkell, Keith"] [Result "1-0"] [ECO "B17"] [WhiteElo "2478"] [BlackElo "2461"] [Annotator "Saunders,John"] [SetUp "1"] [FEN "4rn2/5pk1/2pbpnp1/4N1Rp/3P3P/P7/1PBB2P1/6K1 b - - 0 37"] [PlyCount "32"] [EventDate "2014.05.??"] [EventCountry "ENG"] [WhiteTeam "Guildford 2"] [BlackTeam "Cheddleton"] 37... N8h7 $2 ({Black might have been better had he found Hiarcs's sneaky} 37... Nd5 $1 {, threatening ...f7-f6, thus forcing} 38. Rg3 {and now} Nd7 $1 { , exploiting the pin along the h2-b8 diagonal.}) 38. Rg3 Ng4 39. Bf4 c5 40. Nxg6 $1 fxg6 41. Bxd6 cxd4 42. Rb3 $1 {Now White's rook and bishop pair work well together.} e5 43. Rb7+ Kh6 44. Re7 Rc8 45. Rc7 Re8 46. Re7 Rc8 ({ Amusingly, England's most famous rook-handler refuses the exchange of his most treasured piece no fewer than four times on consecutive moves. Of course, the decision was based not on sentiment but hard logic: after} 46... Rxe7 47. Bxe7 {, it seems almost certain that the two bishops will shepherd home one of the queenside passed pawns before the slow-moving knights can emerge from their stables.}) 47. Rc7 Re8 48. b4 {Even with the rooks on, Black has a hard job to stop the pawns.} Nhf6 49. b5 Nd5 (49... Ne3 {changes nothing:} 50. b6 $1 Nxc2 51. b7 $1 {and White wins.}) 50. Rf7 $1 Nf4 51. b6 d3 52. Bxd3 Nxd3 53. b7 1-0

e2e4.org.uk gegen Barbican 2: 6½-1½.
Vielleicht fühlt sich Barbican in der Championship-Gruppe ohne ihre erste Mannschaft einsam und verlor deshalb deutlich. Ihre letzten beiden Bretter sorgten immerhin für eine gewisse Respektabilität. Die 15-jährige Engländerin Naomi Wei gewann gegen die für Litauen spielende, aber schon seit langem in England lebende Rasa Norinkeviciute.

Division 1, Championship Pool nach Runde 9

Wood Green 1 10(32), Guildford 1 10(31½), White Rose 6(20), Cheddleton 5(18½), Grantham Sharks 1 4(18), e2e4.org.uk 3(15), Guildford 2 2(14½), Barbican 2 0(10½).

Division 1, Abstiegspool, Runde 9

Grantham Sharks 2 und King's Head standen schon vor dem Wochenende als Absteiger praktisch fest, aber lediglich Barbican 1 konnte sicher sein, nicht eine der beiden Mannschaften zu sein, die sie auf dem Weg nach unten begleiten würden. King's Head verlor an zwei Brettern kampflos, und das war ein guter Auftakt für das 3Cs-Team, das am Ende 6½-0 gewann. Oxford verlor an einem Brett ebenfalls kampflos und wurden von Barbican 1 mit dem Ergebnis von 7-½ abgestraft. Ein Plus für Oxford war das Remis von Justin Tan gegen GM Turner am Spitzenbrett, das Tan der Norm wieder einen Schritt näher brachte. Die Grantham Sharks 2 traten in voller Besetzung an, aber hätten genauso gut zu Hause bleiben können, denn sie wurden 0-8 von Blackthorne Russia überrannt, die den Abstieg unbedingt vermeiden wollten und sich bedeutend verstärkten, indem sie den erfahrenen russischen GM Konstantin Landa ins Team holten.

Das heißt, das einzig knappe Match in dieser Runde und in diesem Pool war Wood Green 2 gegen Cambridge University, das Wood Green 2 mit 4½-3½ für sich entschied.

Division 1, Abstiegspool nach Runde 9

Barbican 1 10(29), Wood Green 2 8(24), Oxford 6(18½), 3Cs 6(25), Blackthorne Russia 6(24½), Cambridge University 4(18), Kings Head 0(19½), Grantham Sharks 2 0(9).

Runde 10, Sonntag, 4. Mai

Division 1, Championship Pool: Mithalten

Erneut richteten sich alle Augen auf die Brettpunkte der Schwergewichte, wobei Wood Green 1 zu Beginn der Runde immer noch einen halben Brettpunkt Vorsprung hatte. Wood Green, die an Brett zwei mit Alexei Shirov für ein Brett in Flammen sorgten, hatte es mit Cheddleton und ihren drei GMs und einer Durchschnitts-Elo von 2418 zu tun, während Guildford 1 mit stylischem Look und dem französischen GM va-va-Vachier-Lagrave am Spitzenbrett gegen e2e4.org.uk, die eine Durchschnitts-Elo von 2288 und nur ein GM zu bieten hatten, auf Punkte hoffte.

Cheddleton gegen Wood Green 1: 1½-6½.
Dieses Mal gab es keine Pannen, die den ganzen Punkt kosteten, aber Wood Green gab drei Remis ab. Eines davon schaffte Jonathan Hawkins, der, nachdem die Normenjagd vorbei war, am Spitzenbrett gegen Mickey Adams zu einem Remis kam. Alexei Shirov gegen den englischen Heißsporn Simon Williams, das war eine Begegnung, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen ließ, und tatsächlich enttäuschten die beiden nicht. Nach der Partie konnte ich das Brett in Flammen löschen, indem ich Alexei zu einem Bier einlud. Er entschied sich für Carlsberg, aber als er mein köstliches Pint Tetley's sah, wünschte er sich, er hätte sich ebenfalls dafür entschieden. Vielleicht sein einziger Fehlzug an diesem Nachmittag.

Alexei Shirov (rechts, Wood Green 1) gegen Simon Williams (links, Cheddleton)

[Event "4NCL Division 1"] [Site "Hinckley Island"] [Date "2014.05.04"] [Round "10.2"] [White "Shirov, Alexei"] [Black "Williams, Simon"] [Result "1-0"] [ECO "B84"] [WhiteElo "2702"] [BlackElo "2463"] [Annotator "Saunders,John"] [PlyCount "93"] [EventDate "2014.05.??"] [EventCountry "ENG"] [WhiteTeam "Wood Green 1"] [BlackTeam "Cheddleton"] 1. e4 c5 2. Nf3 d6 3. d4 cxd4 4. Nxd4 Nf6 5. Nc3 a6 6. Be3 e6 7. Be2 Be7 8. f4 O-O 9. g4 $5 {The first major game in which this aggressive advance was played here was Shirov-Kasparov, Linares 2001, which ended in a draw. Nigel Short has also played it a few times.} b5 ({Kasparov played} 9... d5 {in this position.}) 10. g5 Nfd7 11. a3 Bb7 12. Rg1 Nc6 (12... Nc5 13. f5 Kh8 14. Bd3 Nc6 15. Qh5 g6 {was played in the Reykjavik rapidplay game Short-Kasparov in 2004, which Black won, but White got a very promising attack along the way.}) 13. f5 Nxd4 14. Qxd4 d5 15. fxe6 fxe6 (15... Bc5 $5 {looks tempting but it's always easy sacrificing other people's pawns. Even so,} 16. exf7+ Rxf7 17. Qd2 Qb6 {looks better than the game for Black.}) 16. exd5 Bc5 17. Qd2 Qb6 18. Bxc5 Nxc5 (18... Qxc5 19. O-O-O exd5 20. Nxd5 {just looks like Black is a pawn down for not very much.}) 19. O-O-O Rad8 (19... exd5 20. Nxd5 Qe6 21. Bg4 {also seems better for White.}) 20. b4 Bxd5 $5 ({Black, typically, opts for active defence via a sacrifice. If} 20... Na4 21. Nxa4 bxa4 22. d6 {leads to a solid advantage for White.}) 21. bxc5 Qxc5 22. Nxd5 Rxd5 (22... Qxa3+ 23. Kb1 Rxd5 24. Bd3 {transposes.}) 23. Bd3 Qxa3+ 24. Kb1 Rc8 (24... Rd4 {would be a great move but for the annoying} 25. Bxh7+ {, picking up the rook.}) 25. Qe1 Qd6 26. Bxh7+ $5 {Interesting: computers opt to grind out a win with the extra bishop for pawns, but Shirov prefers to give back the piece for the pawns and a powerful initiative.} Kxh7 27. Rxd5 Qxd5 28. g6+ Kg8 29. Qh4 Rc4 ({After} 29... Qd2 30. Qh7+ Kf8 31. Qh8+ Ke7 32. Qxg7+ Kd6 33. Qb2 {, White is probably winning eventually, though it's not easy.}) 30. Qh7+ Kf8 31. Qh8+ Ke7 32. Qxg7+ Kd6 33. Qf8+ Kc7 34. g7 Qd4 $1 {Making White's task as hard as possible.} 35. Qe7+ Kb6 36. g8=Q Rb4+ 37. Qxb4 {Forced, otherwise it is mate in two.} Qxb4+ 38. Kc1 Qf4+ 39. Kd1 Qf3+ 40. Kd2 Qf2+ (40... Qf4+ {makes things a little harder.}) 41. Kc3 Qe3+ 42. Kb2 Qd4+ 43. c3 Qd2+ 44. Kb3 Qd5+ 45. Kc2 Qa2+ 46. Kc1 Qa3+ 47. Kd2 (47. Kd2 {The checks run dry after} Qd6+ 48. Ke1 Qe5+ 49. Kd1 Qd6+ 50. Kc2 Qxh2+ 51. Rg2 {, etc.}) 1-0

Guildford 1 gegen e2e4.org.uk: 8-0.
Bei einem Stand von 5-0 brauchte Guildford 1 ein Ergebnis von 2½/3 aus den noch verbliebenen Partien, um nach Brettpunkten an Wood Green vorbeizuziehen und mit besserer Wertung in die Schlussrunde zu gehen. Sie machten es noch besser, genauer gesagt, einen halben Punkt besser und holten 3/3: MVL schlug Stuart Conquest, Antoaneta Stefanova gewann gegen Rasa Norinkeviciute und Matthew Sadler überlistete Iliyan Mladenov in einer verzwickten Partie.

[Event "4NCL Division 1"] [Site "Hinckley Island"] [Date "2014.05.04"] [Round "10.113"] [White "Jones, Gawain CB"] [Black "Fernandez, Daniel H"] [Result "1-0"] [WhiteElo "2650"] [BlackElo "2380"] [Annotator "Saunders,John"] [PlyCount "65"] [EventDate "2014.05.??"] [EventCountry "ENG"] [WhiteTeam "Guildford 1"] [BlackTeam "e2e4.org.uk 1"] 1. d4 g6 2. e4 Bg7 3. Nc3 a6 4. h4 b5 ({Most practitioners of this offbeat Modern Defence line opt to stop White's pawn advance with} 4... h5 {here, as played by Simon Ansell against Gawain Jones's wife Sue Maroroa in Bunratty a couple of years ago.}) 5. h5 Bb7 6. Bg5 d6 ({If} 6... h6 {, White has time for} 7. hxg6 {, the point being that} hxg5 $2 {loses to} 8. Rxh8 Bxh8 9. Qh5 $1 {, regaining the piece with interest.}) 7. Nf3 Nd7 8. a4 b4 9. Nd5 Ngf6 ({At first glance, it's not obvious why Black can't play} 9... Bxd5 10. exd5 Nb6 { but after} 11. Qd3 Nxd5 12. Qc4 Nb6 13. Qxb4 {, White regains his pawn with a positional edge.}) 10. h6 Bf8 11. Bxf6 Nxf6 12. Nxf6+ exf6 13. d5 Be7 {Black has two bishops but they are currently blocked behind pawns, so White stands slightly better. However, the light-squared bishop soon gets into the game.} 14. Qd4 c5 15. dxc6 Bxc6 16. Bc4 O-O 17. a5 Qc7 18. O-O Bd7 19. Qd3 Qc5 ({It looks better to play} 19... Rfc8 $5 {first as} 20. Bxa6 Qxc2 {equalises. Instead of capturing on a6, White could support the bishop with 20.b3 but it doesn't look like much of an advantage.}) 20. Rfd1 f5 ({Black can still consider} 20... Rfc8 $5 {. White could now capture the a6 pawn with impunity,} 21. Bxa6 {, but after} Rc7 $1 {Black has some play for the pawn.}) 21. e5 $1 { After this, White seems to get the edge.} Bc6 22. exd6 Bf6 23. Bxa6 Be4 (23... Bxf3 24. gxf3 Bxb2 25. Ra2 Bf6 26. Qb5 {gives White a viable material advantage }) (23... Bxb2 24. Ra2 Ba3 25. Bc4 Be4 26. Qe2 {is also good for White.}) 24. Qc4 Qa7 25. Bb5 Rfc8 26. Qxb4 Bxf3 27. gxf3 Rxc2 28. Rd2 Bc3 $2 ({It's tempting to try this tactic but sadly for Black it loses by force. Instead,} 28... Qc5 29. Qxc5 Rxc5 {and now it's interesting to see what the computer finds -} 30. Ba6 $3 {- which I would be surprised if any human would venture in practical play, all the way up to Carlsen and Kasparov. I leave the reader to look in wonder upon it.}) 29. Qxc3 $1 Rxc3 30. bxc3 {Now it's just Space Invaders, with the black queen and rook vainly trying to beat off the advancing pawns.} Qb7 31. Bf1 Rd8 (31... Qd7 {puts off the evil hour but can't save Black.}) 32. a6 Qxf3 33. a7 1-0

Barbican 2 gegen White Rose: 3½-4½.
Ein wichtiges Match für White Rose, da sie sich mit dem Sieg eine Runde vor Schluss Platz drei sicherten. Gut gemacht! Einmal mehr trug Sue Maroroa viel zu diesem Erfolg bei. Sie gewann am letzten Brett gegen Natasha Regan und zwar mit einem Endspiel, das Ähnlichkeiten mit dem ihres Gatten im Nebenraum hatte. Ich fragte sie danach, aber Sue wusste nichts von dem Endspiel ihres Gatten mit Türmen gegen die Dame, also war es nur ein Zufall. Jim Plaskett, Experte für Zufälligkeiten, wurde informiert.

Sue Maroroa (rechts, White Rose) gegen Natasha Regan (links, Barbican 2)

[Event "4NCL Division 1"] [Site "Hinckley Island"] [Date "2014.05.04"] [Round "10.148"] [White "Maroroa, Sue Y"] [Black "Regan, Natasha K"] [Result "1-0"] [WhiteElo "2131"] [BlackElo "2057"] [Annotator "Saunders,John"] [SetUp "1"] [FEN "k1r4r/ppQ4p/q2PP1p1/8/4Nb2/P4P2/1P5P/1K1R3R w - - 0 26"] [PlyCount "15"] [EventDate "2014.05.??"] [EventCountry "ENG"] [WhiteTeam "White Rose 1"] [BlackTeam "Barbican 4NCL 2"] 26. Qxc8+ $1 {Other moves also win but sacrificing a queen is a more attractive proposition here.} Rxc8 27. d7 Qxe6 28. d8=Q Rxd8 29. Rxd8+ Bb8 30. Rc1 $1 a5 31. Rcc8 Qh3 32. Rxb8+ Ka7 33. Nd6 $1 1-0

Grantham Sharks 1 gegen Guildford 2: 2-6.
Von der zusätzlichen Feuerkraft in Guildfords erster Mannschaft profitierte Guildford 2. Auch Mark Hebden zeigte sich von seiner Niederlage in Runde neun gut erholt und gewann gegen Sam Williams. Alberto Suarez Real machte mit seinem schnellen Remis gegen Tom Rendle einen riesigen Schritt Richtung IM-Norm. Rendle war froh über den freien Tag, nachdem er in der Runde zuvor fortgesetzten Gewinnversuchen von Adams ausgesetzt gewesen war. Nach der Runde sah ich, dass der australische GM Smerdon sich auf Facebook gutmütig darüber klagte, am Wochenende drei Mal mit Schwarz spielen zu müssen, aber als All-Black machte er eine ziemlich gute Figur. Gegen Simon Williams kam er problemlos zu einem Remis.

Wirklichen Grund zum Klagen hatte allerdings Yang-Fan Zhou, dessen Chancen auf eine GM-Norm in einer Partie mit vier Hälften (Mathematik hat mich nie interessiert) mal besser, mal schlechter waren. Am Ende verlor er und die Chance war verpasst. Aber diese Niederlage hatte auch etwas Gutes, denn sein Gegner, Peter Roberson, hatte so weit bessere Chancen, seinerseits eine IM-Norm zu erzielen. Bei seinem Sieg gegen Yang-Fan Zhou zeigte er am Ende gute Technik.

Yang-Fan Zhou (rechts, Guildford 2) gegen Peter Roberson (links, Grantham Sharks)

[Event "4NCL Division 1"] [Site "Hinckley Island"] [Date "2014.05.04"] [Round "10.134"] [White "Zhou, Yang-Fan"] [Black "Roberson, Peter T"] [Result "0-1"] [WhiteElo "2478"] [BlackElo "2395"] [Annotator "Saunders,John"] [SetUp "1"] [FEN "6k1/6p1/2n1p3/P5q1/1Q2P2p/8/1PPNr3/1K1R4 w - - 0 35"] [PlyCount "54"] [EventDate "2014.05.??"] [EventCountry "ENG"] [WhiteTeam "Guildford 2"] [BlackTeam "Grantham Sharks 1"] 35. Qc4 $2 ({One of those 'what if' moments. Had White played} 35. Qd6 $1 {, he might well have gone on to a GM norm. The a-pawn cannot be taken:} Nxa5 36. Qxe6+ Kh7 37. Nf3 $1 {and the queen doesn't have any good squares.}) 35... Rxd2 $1 36. Rxd2 Qxd2 37. Qxc6 (37. Qxe6+ {seems more natural but} Kh7 38. Qxc6 Qe1+ 39. Ka2 Qxa5+ 40. Kb1 h3 {also looks bleak.}) 37... Qe1+ 38. Ka2 Qxa5+ 39. Kb1 Qe5 $1 {Defending e6 and also shielding the advance of the h-pawn. It takes time but now everything is flowing in Black's direction.} 40. Qd7 Kh7 41. Qd3 Qg3 42. Qd1 Kg6 43. Qd7 Qg4 44. b4 h3 45. Qd6 Kh7 46. Qe5 Qh4 47. Qh2 g5 48. Ka2 Kg6 49. b5 Qxe4 50. Qxh3 Qa4+ 51. Kb2 Qxb5+ 52. Kc1 Qc4 53. Kd2 Qd4+ 54. Ke2 Qe4+ 55. Kd2 g4 56. Qh4 Qf4+ 57. Ke2 Qf3+ 58. Kd2 g3 59. Qh8 Qf2+ 60. Kd3 Qf3+ 61. Kd2 Qd5+ 0-1

Division 1, Championship Pool nach Runde 10

Guildford 1 12(39½), Wood Green 1 12(38½), White Rose 8(24½), Cheddleton 5(20), Guildford 2 4(20½), Grantham Sharks 1 4(20), e2e4.org.uk 3(15), Barbican 2 0(14).

DIVISION 1, ABSTIEGSPOOL

Barbican 1 gegen Blackthorne Russia: 2-6.
Vor der Runde führte Barbican 1 die Tabelle mit einem 100%-Ergebnis an und auch nach der schweren Niederlage gegen Blackthorne Russia lagen sie zwar immer noch in Führung, aber nur, weil sie mehr Brettpunkte als Wood Green 2 aufweisen konnten. Blackthorne Russia wollte den Abstieg unbedingt vermeiden und war entsprechend aufgestellt. An Brett eins schlug der wirklich aus Russland stammende GM Matthew Turner. Weitere volle Punkte kamen von Andrew Ledger, Simon Ansell und Richard Bates.

3Cs gegen Wood Green 2: 3½-4½.
Wood Green 2 rückte durch diesen Sieg in der Tabelle weiter nach vorne, wohingegen sich 3Cs nach diesem knappen Ergebnis immer größere Abstiegssorgen machen mussten. Stephen Gordon schien gegen Jon Speelman lange Zeit am Drücker gewesen zu sein und hat ihn irgendwann vielleicht entwischen lassen. Ein anderer 3Cs-Spieler, Adam Ashton, stand gegen Richard Pert vielleicht besser, aber konnte seinen Vorteil nicht verwerten. Als Kompensation konnte 3Cs den ein wenig glücklichen Sieg von Sophie Milliet gegen Andrew Greet betrachten.

 

[Event "4NCL Division 1"] [Site "Hinckley Island"] [Date "2014.05.04"] [Round "10.183"] [White "Milliet, Sophie"] [Black "Greet, Andrew N"] [Result "1-0"] [ECO "C14"] [WhiteElo "2390"] [BlackElo "2435"] [Annotator "Saunders,John"] [SetUp "1"] [FEN "2q1rr1k/1pp1n2p/2n1p1pP/p1QpP1N1/P2P1P2/3P2N1/1P6/1KR2R2 w - - 0 33"] [PlyCount "11"] [EventDate "2014.05.??"] [EventCountry "ENG"] [WhiteTeam "3Cs 1"] [BlackTeam "Wood Green HK 2"] {A long manoeuvring game led to this situation, which can best be described as 'unclear':} 33. f5 $5 {Jettisoning her backward pawn and hoping for a breakthrough.} Nxf5 34. Nxf5 {Now Black has three ways to recapture, but he chooses far and away the worst.} Rxf5 $4 (34... exf5 $2 35. Qxd5 {wouldn't be great either, it has to be said}) (34... gxf5 {leaves the g-file looking a bit breezy but there appears to be no tactical means of exploiting it. Black would have an extra pawn and, more importantly, a rook on f8 to stop the white knight monkeying about on f7.}) 35. Rxf5 gxf5 (35... exf5 36. Qxd5 {is also terminal.}) 36. Nf7+ $1 Kg8 37. Rg1+ $1 Kxf7 38. Rg7# 1-0

Jovanka Houska sorgte für einen brutalen Abschluss, in dem zwei Springer eine tragende Rolle spielten.

Jovanka Houska (rechts, Wood Green 2) neben ihrem Mannschaftskollegen, dem schottischen GM John Shaw

[Event "4NCL Division 1"] [Site "Hinckley Island"] [Date "2014.05.04"] [Round "10.185"] [White "Qiu, Tong"] [Black "Houska, Jovanka"] [Result "0-1"] [ECO "B19"] [WhiteElo "2307"] [BlackElo "2410"] [Annotator "Saunders,John"] [SetUp "1"] [FEN "r2r2k1/1q3pp1/2p2b1p/2nn1N1P/1pQ2PP1/pP6/P3N3/1KB2R1R b - - 0 32"] [PlyCount "13"] [EventDate "2014.05.??"] [EventCountry "ENG"] [WhiteTeam "3Cs 1"] [BlackTeam "Wood Green HK 2"] 32... Ne4 $1 33. Kc2 (33. Qxe4 Re8 34. Qc4 Rxe2 $1 {regains the piece and effects a powerful breakthrough.}) 33... Ndc3 34. g5 {There's nothing better.} Qd7 35. Ne3 (35. Nxc3 Nxc3 36. Nh4 {keeps the game going but it's pretty hopeless anyway.}) 35... Qd2+ $1 36. Bxd2 Rxd2+ 37. Kc1 Nxe2+ 38. Qxe2 (38. Kb1 Rb2+ 39. Ka1 N4c3 {takes a bit longer but is still mate.}) 38... Bb2+ (38... Bb2+ 39. Kb1 Nc3# {mate.}) 0-1

Grantham Sharks 2 gegen Oxford: 3½-4½.
Grantham Sharks 2 stand kurz vor dem ersten Mannschaftspunkt der Saison, aber es sollte nicht sein, da drei der oberen Bretter von Oxford zu Siegen kamen. Oxford lag nach diesem Sieg zwei Punkte von den Abstiegsrängen entfernt, aber war noch nicht in Sicherheit. Tatsächlich hätte Oxford noch höher gewinnen können, wenn Zoe Varney nicht eine klare Gewinnstellung gegen Claire Summerscale verdorben hätte.

Cambridge University 1 gegen King's Head: 6½-1½.
Das Londoner Pub-Team war nach der klaren Niederlage gegen Cambridge ebenfalls weiter auf der Suche nach dem ersten Mannschaftspunkt. Doch auch die Universitätsmannschaft hatte weiter Sorgen, denn trotz des Siegs befanden sie sich vor der Schlussrunde immer noch in der Abstiegszone.

Division 1, Abstiegspool nach Runde 10

Barbican 1 10(31), Wood Green 2 10(28½), Blackthorne Russia 8(30½), Oxford 8(23), 3Cs 6(28½), Cambridge University 6(24½), Kings Head 0(11), Grantham Sharks 2 0(12½).

DER AUFTAKT ZUR SCHLUSSRUNDE: TODSCHICK ANS BRETT

Als ich zum Ende der zehnten Runde am Sonntag einen kurzen Spaziergang in der Nähe des Spiellokals unternahm, stieß ich überraschend auf Roger Emerson, Guildfords Team-Manager, der mit Japan-Kimono gekleidet war und ein Samurai-Schwert dabei hatte. Als er sah, dass ich meine Kamera dabei hatte, lud er mich zu einer spontanen Fotosession in ein Zimmer oberhalb des Hauptgangs ein.

Samurai Roger Emerson

So landete ich in einem großen Konferenzraum und sah mich allein einem Mann gegenüber, der eine gefährliche Waffe bei sich trug, die er bald darauf aus der Scheide zog. Wäre er Kapitän der unbarmherzig erfolglosen Mannschaften Grantham 2 oder King's Head gewesen, die auch nach zehn Runden noch keinen einzigen Punkt ergattert hatten, hätte ich vielleicht damit gerechnet, dass er Harakiri begeht: ein im japanischen Stil ausgeführter ritueller Selbstmord durch Selbstentleibung. Aber für den höchst erfolgreichen Guildford-Kapitän war dies definitiv nicht der richtige Zeitpunkt für solche Dinge (eine Niederlage gegen Wood Green am nächsten Tag wäre ein besserer Moment). Roger muss meinen konsternierten Blick gesehen haben, denn er beruhigte mich: "Keine Angst, das Schwert ist total stumpf."

Der Grund für Rogers Aufzug war die bevorstehende Ansprache, die er den Guildford-Truppen bei einem exklusiven Abendessen am Vorabend des Showdowns mit Wood Green 1 halten wollte. Ich war bei diesem Abendessen nicht dabei und kenne nicht alle Geheimnisse, aber was am nächsten Tag geschah, deutet darauf hin, dass die Ansprache mindestens so erfolgreich war wie die Truppensammlung durch Henry V am Vorabend der Schlacht von Agincourt. (Vielleicht nicht der passendste Vergleich, da zwei von Rogers Kriegern Franzosen waren, aber Sie wissen, worauf ich hinaus will.) Am nächsten Tag erklärte Roger Malcolm Pein und mir, dass er seinen Spielern den Film 'Yojimbo - Der Leibwächter' von Akira Kurosawa gezeigt hätte. Ich kenne diesen Film nicht, aber anscheinend war 'Für eine Handvoll Dollar' das Western-Remake des Kurosawa-Films - was dezent auf einen plausibleren Grund für die Performance seiner Mannschaft am nächsten Tag verweist.

Runde 11 (Schlussrunde), Montag, 5. Mai 2014

Championship Pool

So kam es schließlich zum Aufeinandertreffen und Showdown zwischen dem Titelverteidiger Guildford 1 und Wood Green 1. Nach der zehnten Runde gab es noch einen Wechsel in den Aufstellungen beider Teams. Bei Wood Green trat Luke McShane an die Stelle von Nick Pert, was mit ein paar Veränderungen der Brettreihenfolge einherging. Guildfords Elo-Schnitt lag bei 2656, Wood Greens bei 2647, wobei Guildford an fünf von acht Brettern Elo-Vorteil hatte (im Falle von Giri und McShane mit nicht weniger als 61 Punkten Differenz). Bedenken sollte man auch, dass Guildford im Falle eines 4-4 Unentschiedens nach Wertung Meister geworden wäre. Die insgesamt 16 GMs, die die Teams an die Bretter brachten, kamen aus neun verschiedenen Nationen: sechs von ihnen waren Engländer, zwei Franzosen, zwei Holländer, einer kam aus der tschechischen Republik, eine Schotte und ein Lette waren dabei, dazu noch Frauenspielerinnen aus Bulgarien und Schweden.

Wood Green 1 gegen Guildford 1: 2-6.
Das Endergebnis suggeriert einen überwältigenden Sieg für den Titelverteidiger, aber ungefähr zur Hälfte des ersten Abschnitts schien der Kampf sehr knapp zu sein - vielleicht sogar besser für Wood Green.

Jon Ludvig Hammer (Wood Green 1) und Romain Edouard (Guildford 1)

[Event "4NCL Division 1"] [Site "Hinckley Island"] [Date "2014.05.05"] [Round "11.5"] [White "Hammer, Jon Ludvig"] [Black "Edouard, Romain"] [Result "0-1"] [ECO "D20"] [WhiteElo "2647"] [BlackElo "2670"] [Annotator "Saunders,John"] [PlyCount "60"] [EventDate "2014.05.??"] [EventCountry "ENG"] [WhiteTeam "Wood Green 1"] [BlackTeam "Guildford 1"] 1. d4 d5 2. c4 dxc4 3. e4 {Jon Ludvig also has to have some credit for playing enterprising chess. This is often the precursor to some fisticuffs.} b5 {Now it's a real gambit.} 4. a4 c6 5. axb5 cxb5 6. Nc3 {On his Facebook page, Roger Emerson set this position as a puzzle for his readers (knowing full well that Romain Edouard and Maxime Vachier-Lagrave would see it and proceed to tease each other). He posed the question: "how should Black defend his b-pawn?" MVL shot back an answer: "Black's position is hopeless no matter what. But let's say there is only one move giving some practical chances." Romain Edouard retorted: "Too deep for you, Maxime Vachier-Lagrave #NoCreativityAround".} a6 $5 ({Sokolov played} 6... Bd7 {against Ponomariov in 2007 but eventually lost. The text move only pretends to defend the b5 pawn.}) 7. Nxb5 axb5 ({Black gives up the exchange. A few people have tried} 7... Bb7 {but most of them have lost as White will soon be a pawn up.}) 8. Rxa8 Bb7 9. Ra1 e6 10. Be2 ({ Defending the e4 pawn with} 10. f3 {seems logical but perhaps White was worried it would cramp his kingside development, or expose him to threats from a queen and bishop battery on the h2-b8 diagonal.}) 10... Nf6 11. Nf3 Nxe4 12. O-O Qd5 13. Ne1 ({Perhaps White's needs to react a bit quicker here with} 13. b3 $5 {, when} Nc3 {may be answered by} 14. bxc4 {, etc.}) 13... Nc6 14. Nc2 ( 14. Be3 Bd6 15. Bf3 O-O 16. g3 f5 {was played in Genzling-Donchenko in France last March and also won by Black.}) 14... Bd6 15. Bf3 Bb8 16. Re1 f5 17. Bxe4 fxe4 18. Qg4 O-O 19. Qxe4 Qxe4 20. Rxe4 e5 21. dxe5 Bxe5 {White has done a pretty good job of liquidating down to a position where his exchange should be worth its true value but he now misses his best shot.} 22. Rb1 (22. Re1 $1 {, with the idea of transferring the rook to the open d-file, is better. If} Rd8 { , White can play} 23. Bg5 {with gain of tempo and then defend the b2-pawn next move.}) 22... Bf6 23. Re2 Bc8 24. b3 Bg4 $1 25. Kf1 $2 ({White seems to have been bluffed out of playing the natural} 25. f3 {, which is better than the text. Then} Bf5 26. Be3 Bd3 (26... Nb4 27. Nxb4 Bxb1 28. bxc4 bxc4 29. Nd5 c3 30. Bc5 Rc8 31. Nxf6+ gxf6 32. Ba3 {looks tenable for White}) 27. Rd2 Re8 { could pose a few problems for White but should ultimately be tenable.}) 25... c3 26. Be3 Ra8 $5 {Not wanting to release the pressure by taking on e2.} 27. Bc5 (27. f3 Bf5 28. Rd1 {is OK according to computers but looks a little hard to defend for a human.}) 27... Ra2 28. f3 $2 ({When White finally plays the move it turns out to be a blunder. Instead} 28. Re8+ Kf7 29. Rf8+ Kg6 30. Rc1 { seems to be safe enough, in the short term anyway.}) 28... Bf5 29. Rc1 Bd3 30. b4 ({Moves such as} 30. Kf2 {lose to} Bxe2 31. Kxe2 Na5 $1 {when the threat of Nxb3 forking rook and bishop is decisive.}) 30... Bg5 $1 {The cluster of pins and overloaded defences spells doom for White.} 0-1

Jones-Laznicka verlief sehr interessant und lieferte ein gutes Beispiel, warum man den Computer-Engines nicht blind vertrauen sollte. Zum Glück für mich stand mir in einer wichtigen Phase der Partie eine der größten menschlichen Engines aller Zeiten zur Seite. Speelman Version 1 (alias Spess oder Speelwolf) saß in der Nähe meines linken Ellenbogens, schaute sich die Partie über meine Schulter auf dem Laptop an und brauchte nur Nanosekunden, um festzustellen, dass Gawains Stellung beinahe gewonnen war, als seine elektronischen Rivalen immer noch zu glauben schienen, dass Schwarz entweder OK war oder sogar besser stand.

Vorne: Gawain Jones (rechts, Guildford 1) gegen Viktor Laznicka (Wood Green 1)

[Event "4NCL Division 1"] [Site "Hinckley Island"] [Date "2014.05.05"] [Round "11.4"] [White "Jones, Gawain"] [Black "Laznicka, Viktor"] [Result "1-0"] [ECO "B19"] [WhiteElo "2650"] [BlackElo "2673"] [Annotator "Saunders,John"] [PlyCount "90"] [EventDate "2014.05.??"] [EventCountry "ENG"] [WhiteTeam "Guildford 1"] [BlackTeam "Wood Green 1"] [WhiteClock "0:20:48"] [BlackClock "0:00:32"] 1. e4 c6 2. d4 d5 3. Nc3 dxe4 4. Nxe4 Bf5 5. Ng3 Bg6 6. Nf3 Nd7 7. h4 h6 8. h5 Bh7 9. Bd3 Bxd3 10. Qxd3 e6 11. Bd2 Ngf6 12. O-O-O Be7 13. Kb1 O-O 14. Ne4 c5 15. g4 {Poignantly, this aggressive thrust was first played at the top level by the late, great Vugar Gashimov back in 2002. It's become very fashionable in recent years and is of course very sharp.} Nxg4 16. Qe2 Qb6 17. Ne5 ({In last year's Indian Championship, Parimarjan Negi tried} 17. Nh4 f5 18. Ng6 Rf7 19. f3 fxe4 20. fxg4 {against Thejkumar. The game ended in a draw. Otherwise, players have nearly always opted for the text.}) 17... Ndxe5 (17... Ngxe5 {has seen three white wins out of three after} 18. dxe5 Nxe5 19. Rhg1 {and the kingside attack proves too formidable.}) 18. dxe5 f5 19. Nc3 $5 ({New move. The four previous GM games to reach this position continued} 19. exf6 Nxf6 20. Rdg1 Nxe4 21. Qxe4 Bf6 {when Black was in the game.}) 19... Qa6 {Black is obliged to offer this queen exchange as otherwise White plays f3 and the knight is embarrassed.} 20. Nb5 {White offers a second pawn to be rid of the black knight and open up the g-file to heavy piece play.} Nxf2 (20... Nxe5 {is the only alternative but then} 21. Qxe5 Qxb5 22. Bxh6 $1 {. Although Black can hang in there with} Bf6 $1 23. Qxe6+ Kh8 24. Bc1 Rae8 25. Qd6 Rd8 26. Qg3 Rxd1 27. Rxd1 {, White still has a solid plus.}) 21. Qxf2 Qxb5 22. Qg3 $1 (22. Rhg1 {runs into} f4 $1 {and a secure blocking square for the bishop on g5.}) 22... Kh8 ({The Speelman v1 engine was now in full flow and suggested something like } 22... Rad8 23. Rdg1 g5 $1 24. hxg6 Rxd2 25. Rxh6 Rfd8 26. Rh8+ Kg7 $1 27. Rh7+ Kg8 {, which seems to hold, but he was dismissive of the move played.}) 23. Rhg1 Rf7 24. Qg6 Qe8 25. Bf4 (25. Qxe6 $2 {allows Black to relieve the siege with} Bg5 $1 {, securing the better game.}) 25... Bf8 26. Bxh6 Rd7 27. Rxd7 (27. Qxe8 Rxd1+ 28. Rxd1 Rxe8 29. Bf4 Kh7 {gets Black out of gaol.}) 27... Qxd7 28. Bg5 Qe8 {Else 29.h6 is strong.} 29. c4 $1 {A subtle move, further cramping Black's position, particularly the bishop, which is trapped behind the c5-pawn. Hereabouts, Jon Speelman was talking in terms of this being close to winning for White, while engines give it as equal.} a6 (29... Qxg6 30. hxg6 {is similar to the game, with the white rook able to progress to d7 without impediment and Black unable to get his pieces to active posts.}) 30. Rd1 b5 31. Qxe8 Rxe8 32. Rd7 {Engines still tend to say 'equal' here, or 'slightly better for White' once given a bit more time, perhaps balancing White's pawn minus against his superior piece configuration, but it's much more serious than that for Black. The organic engine at my elbow was now firmly in the 'win for White' camp, though as a Wood Green player he was hoping he was wrong.} bxc4 33. Kc2 Ra8 {Black was now down to 8 minutes, while White still had 48 minutes at his disposal.} 34. a4 Kg8 35. Rb7 f4 ({I shouldn't be too dismissive of digital engines as they come up with ingenious ideas in apparently dead positions. Here Hiarcs suggests} 35... c3 $5 36. Kxc3 c4 $5 {to give the bishop a bit of breathing space. But that wouldn't end the torture, of course. Instead Black tries to break out with his rook.}) 36. Bxf4 Rd8 37. a5 Rd4 38. Bd2 Rh4 39. Rb6 Rxh5 40. Rxa6 g5 (40... Rxe5 41. Ra8 Rf5 42. a6 Rf7 43. a7 Kh7 44. Kc3 {takes slightly longer but Black's position is still hopeless. The bishop can't move because of Rh8+ and a8Q.}) 41. Rxe6 g4 42. a6 Rh1 43. Re8 c3 44. Kxc3 Rh7 45. e6 g3 1-0

Von den sechs englischen Spielern, die an dem Wettkampf teilnahmen, kam lediglich Gawain Jones zu einem Sieg. Nigel Short und David Howell spielten eine lange und spannende Remispartie, in der der ältere der beiden die meiste Zeit über Druck machte. Luke McShane hatte vielleicht die besten Chancen, einen Sieg für Wood Green zu erzielen, aber sein Vorteil verflüchtigte sich allmählich und wurde von Anish Giri mehr als nur neutralisiert. Mickey Adams wurde von Maxime Vachier-Lagrave ebenfalls allmählich überspielt. Vachier-Lagrave wird ebenfalls stärker und stärker und erinnert damit an den jungen Adams oder Petrosian zu seinen besten Zeiten. Die restlichen Partien endeten Unentschieden, wodurch Guildford das Match mit komfortablem Vorsprung gewann.

Glückwunsch an das Team von Guildford und seinen freundlichen Manager Roger Emerson, der offensichtlich für eine entspannte und freundliche Atmosphäre in seiner Mannschaft sorgt, und dabei seinem Wood Green Rivalen ähnelt, dem ebenso freundlichen Brian Smith. Ein schöner Aspekt eines 4NCL-Wochenende besteht darin, mit Team-Managern und Kapitänen zu plaudern, und dies ist vielleicht eine gute Gelegenheit, um meinen Dank all denen zu übermitteln, die meine Fragen hilfreich beantwortet haben und mir Informationen und Material für Geschichten geliefert haben. Die Liga scheint sich robuster Gesundheit zu erfreuen und viel davon liegt an den Enthusiasten, die so viel Zeit darauf verwenden, für das Funktionieren ihrer Teams zu sorgen.

White Rose gegen Grantham Sharks 1: 4-4.
Hier ging es nicht mehr um viel, denn White Rose hatte sich den dritten Platz bereits eine Runde vor Schluss gesichert und Grantham spielte nur noch um die Ehre, Fünfter oder Sechster zu werden. Aber trotzdem gab es konkrete Erfolge in dem Wettkampf, denn James Adair gewann gegen Tom Rendle und erfüllte damit alle Voraussetzungen für den IM-Titel (was aber noch bestätigt werden muss, wie mich die Offiziellen immer anhalten zu betonen). Das hat er sehr gut gemacht.

e2e4.org.uk gegen Cheddleton: 1-6½.
Cheddleton landete durch diesen komfortablen Sieg über Sean Hewitts Internet-Domänen-Verein, der an einem Brett kampflos verlor, auf einem guten vierten Platz.

Guildford 2 gegen Barbican 2: 6-2.
Die Guildforder hatten an diesem Tag den dritthöchsten Elo-Schnitt aller Mannschaften und kamen ungefährdet zu einem hohen Sieg. Alberto Suarez Real erfüllte die Voraussetzungen für eine IM-Norm mit einem souveränen Sieg gegen Jonathan Rogers (offensichtlich spielt er gerne gegen Jonathans, denn schon in Runde 9 gewann er ja gegen Jonathan Hawkins).

Division 1, Championship Pool, Schlussstand

Abstiegspool

Wood Green 2 gegen Barbican 1: 5-3.
Die Ehre des ersten Platzes in diesem Pool ging an Wood Green 2, die ihren Gegnern in diesem Wettkampf mit dem Sieg die Tabellenführung entrissen. Die Elo-Unterschiede zwischen den beiden Mannschaften waren nicht allzu groß und das spiegelte sich auch in dem recht knappen Ergebnis. Zwei Wood Green Spieler konnten gewinnen: Nick Pert besiegte Matthew Turner und Juan Manuel Bellon Lopez gewann gegen Isaac Sanders. Übrigens, das ungewöhnliche Partieformular des spanischen GMs sorgte für eine Welle des Interesses, als ich ein Foto davon in den Sozialen Medien veröffentlicht habe.

Das Partieformular von Juan Manuel Bellon Lopez

Blackthorne Russia gegen 3Cs: 4½-3½.
Nach Lage der Dinge nach Abschluss der zehnten Runde waren alle anderen Mannschaften dieser Gruppe bereits abgestiegen (das punktlose Paar King's Head und Grantham Sharks 2) oder konnten rein rechnerisch noch absteigen. 3Cs hatte Pech, gegen die Russen in Bestform zu spielen. Dennoch fehlte nur ein Punkt, als sie beide Mannschaftspunkte brauchten, um sich zu retten. Mein Beileid und die besten Wünschen für diesen gut organisierten Verein; ich bin sicher, sie schlagen bald zurück. Konstantin Landa erwies sich als Segen für Blackthorne: er gewann gegen Stephen Gordon und holte so am Wochenende 3/3. Danny Gormally und Adam Hunt sorgten ebenfalls für ganze Punkte für ihre Mannschaften, während Alan Walton und Daniel Abbas Siege für 3Cs holten - gegen Spieler mit deutlich besseren Elo-Zahlen. Adam Ashton verlor eine lange Partie gegen Gormally, aber konnte sich damit trösten, dass er eine IM-Norm sicher hatte, als er sich ans Brett gesetzt hatte - Glückwunsch an ihn.

Den Kampf um den Trostpreis gewann King's Head, obwohl sie erneut eine Partie kampflos abgaben. Doch immerhin konnten sie in dieser Saison erstmals punkten, wohingegen die Grantham Sharks 2 mit leeren Händen gehen mussten. Sie hatten ein bisschen Pech und ihr Schicksal wurde durch ein paar Übergänge in Bauernendspiele entschieden, die nie leicht sind. Ein halber Punkt mehr in einem der Partien hätte das Wettkampfergebnis umgekehrt.

[Event "4NCL Division 1"] [Site "Hinckley Island"] [Date "2014.05.05"] [Round "11.1"] [White "Snuverink, Jochem"] [Black "Burrows, Martin P"] [Result "1-0"] [ECO "C16"] [WhiteElo "2338"] [BlackElo "2168"] [Annotator "Saunders,John"] [SetUp "1"] [FEN "8/2p2p2/4kP1p/pp1pP3/3P4/P1PP1KRr/8/8 b - - 0 36"] [PlyCount "32"] [EventDate "2014.05.??"] [EventCountry "ENG"] [WhiteTeam "Kings Head 1"] [BlackTeam "Grantham Sharks 2"] {Black to play - to exchange or not to exchange?} 36... Rh1 $6 ({Not an easy choice, especially a handful of moves before the time control, but he should have gone for it, if only to make subsequent play less complex:} 36... Rxg3+ $1 37. Kxg3 c5 $1 38. dxc5 Kxe5 39. d4+ Kxf6 40. Kf4 {and it leads to a draw, with the black king tied to defending against a c-pawn advance while the white king has to dodge back and forth to keep the f- and h-pawns from promoting.}) 37. Rg8 $1 Rf1+ (37... Rc1 {could still be defensible but} 38. Rc8 $1 Rxc3 $2 39. Kf4 $1 {is a sneaky trick, e.g.} Rxd3 40. Re8+ Kd7 41. Re7+ Kc6 42. e6 $1 { and White wins.}) 38. Ke3 Ra1 (38... h5 $1) 39. Kf4 Rf1+ 40. Ke3 Ra1 41. Rb8 h5 42. Kf4 $1 {Now it's starting to look terminal.} Rf1+ 43. Kg5 Rf5+ 44. Kh4 Rf3 45. Kg5 Rf5+ 46. Kh6 $1 {It looks dangerous to put the king this side of Black's passed pawn but White has calculated accurately.} h4 47. Re8+ Kd7 48. Re7+ Kd8 49. Rxf7 h3 50. Rh7 h2 51. Kg6 Rf2 52. e6 1-0

[Event "4NCL Division 1"] [Site "Hinckley Island"] [Date "2014.05.05"] [Round "11.7"] [White "Okike, David C"] [Black "Summerscale, Claire E"] [Result "1-0"] [ECO "C41"] [WhiteElo "2159"] [BlackElo "1941"] [Annotator "Saunders,John"] [SetUp "1"] [FEN "6k1/8/p2p2p1/2pPp2p/Pp2P2P/1P4P1/2PNK3/2b5 b - - 0 43"] [PlyCount "12"] [EventDate "2014.05.??"] [EventCountry "ENG"] [WhiteTeam "Kings Head 1"] [BlackTeam "Grantham Sharks 2"] {Black to play - capture or not?} 43... Bxd2 $2 ({This time it is better to opt out and play} 43... Kf8 44. Nc4 Ke7 45. Kf3 Kd7 {when it seems unlikely that White could make progress.}) 44. Kxd2 Kf7 45. c3 $1 {By simple Holmesian deduction, you can work out that this is the only move to make progress, and it does.} bxc3+ (45... Ke7 46. cxb4 cxb4 47. Kd3 Kd7 48. Kc4 Kc7 49. Kxb4 Kb6 50. a5+ Kc7 51. Kc4 {and it's simple to see that the b-pawn advances to b5 and eventually the a-pawn will be used as a decoy to win the d- and e-pawns.}) 46. Kxc3 Ke7 47. b4 $1 Kd7 48. bxc5 dxc5 49. Kc4 (49. Kc4 Kd6 50. a5 {and zugzwang consigns Grantham Sharks 2 to the basement.}) 1-0

Oxford gegen Cambridge University: 3-5.
Das spannendste Match der Gruppe war eine Art inoffizieller Universitätswettkampf (obwohl Oxford auf den 'Universitäts'-Zusatz im Namen verzichtet und die 4NCL klugerweise auf anachronistische Regeln verzichtet, die bestimmen, wer für welches Team spielen kann). Oxford begann den Tag mit zwei Mannschaftspunkten Vorsprung auf ihren Gegner, aber bei einer Niederlage würden sie aufgrund schlechterer Brettpunktzahl in Division 2 absteigen. Als ich einen Blick auf den Wettkampf warf, waren beinahe schon sechs Stunden gespielt und an den Brettern 4-6 wurde noch gekämpft, wobei das Match zu diesem Zeitpunkt 2½-2½ Unentschieden stand. Schon lange vorher hatte Oxford den ersten Treffer gelandet, als Justin Tan gewann und damit eine IM-Norm holte (ich glaube, er hat die Norm tatsächlich um einen Punkt übererfüllt, aber natürlich brauchte seine Mannschaft den Punkt).

[Event "4NCL Division 1"] [Site "Hinckley Island"] [Date "2014.05.05"] [Round "11.3"] [White "Tan, Justin"] [Black "Pinter, Gabor"] [Result "1-0"] [ECO "B42"] [WhiteElo "2363"] [BlackElo "2353"] [Annotator "Saunders,John"] [PlyCount "37"] [EventDate "2014.05.??"] [EventCountry "ENG"] [WhiteTeam "Oxford 1"] [BlackTeam "Cambridge University 1"] 1. e4 c5 2. Nf3 e6 3. d4 cxd4 4. Nxd4 a6 5. Bd3 Nc6 6. Nxc6 bxc6 7. O-O d5 8. Nd2 Nf6 9. b3 Be7 10. Bb2 O-O 11. Qf3 Bb7 12. Rae1 Qa5 {Forking the knight and a-pawn.} 13. Re2 Qxa2 $2 ({Too greedy.} 13... h6 14. e5 Nh7 {doesn't look too bad.}) 14. Bc3 Qa3 {Black has to expend another tempo on a queen move because of the threat of Ra1 winning the queen.} 15. e5 Ne4 $2 ({An attempt to blunt the effect of White's light-squared bishop but it only succeeds in making things much worse. Black should sweat it out with} 15... Ne8 {when} 16. Ra1 Qc5 17. Ra4 {is perhaps not as scary as it looks.}) 16. Bxe4 (16. Rxe4 dxe4 17. Nxe4 {also wins.}) 16... dxe4 17. Nxe4 Bd8 ({A desperate throw such as} 17... f5 {loses to} 18. exf6 gxf6 19. Qg4+ {and a routine attack}) (17... Rad8 {at least has the merit of setting a cheapo but} 18. Re3 (18. Ra1 $4 Qxa1+ 19. Bxa1 Rd1+ {and mate next move}) 18... Qa2 19. Qe2 {completes the encirclement of the black queen.}) 18. Rd2 (18. Nd6 Rb8 19. Qe3 {is another way to trap the queen}) ({while} 18. Ra1 Qe7 19. Nf6+ $1 {wins much as in the game.}) 18... Qe7 19. Nf6+ $1 (19. Nf6+ Kh8 20. Qh5 h6 (20... gxf6 21. exf6 Qe8 22. Rd4 { followed by Rh4 and Qxh7 mate}) 21. Rd7 Qc5 22. Rxf7 {wins.}) 1-0

Aber dann wendete sich das Blatt zugunsten von Cambrigde. Karl Mah schlug David Zakarian und die letzten drei Begegnungen endeten mit 2½-½ zugunsten der Mannschaft aus Cambridge. Die Eckersley-Waites Zwillinge spielten auf entgegengesetzten Seiten, wobei der französische FM mit dem eindrucksvollen Namen Guillaume Camus de Solliers in einem existenzialistischen Endspiel gegen Tom of Oxford gewann (man sollte vorsichtig sein, ihm entfernte Freibauern zu gestatten), während Adam, der Cantab-Zwilling ein ödes Leichtfigurenendspiel remisierte. Dickenson-Bisby war die Schlüsselpartie des Wettkampfs. Beide Seiten hatten Chancen, aber am Ende setzte sich der Cambridge-Mann schließlich durch. Aber kurz vor dem Ende bot sich dem Oxford-Mann noch einmal eine seltsame und gut versteckte Möglichkeit.

[Event "4NCL Division 1"] [Site "Hinckley Island"] [Date "2014.05.05"] [Round "11.4"] [White "Dickenson, Neil F"] [Black "Bisby, Daniel L"] [Result "0-1"] [ECO "E90"] [WhiteElo "2306"] [BlackElo "2310"] [Annotator "Saunders,John"] [SetUp "1"] [FEN "1qr1n2k/3b3p/Q4p1P/3Pp1p1/pPNbP1P1/6R1/N3BP2/4K3 w - - 0 45"] [PlyCount "16"] [EventDate "2014.05.??"] [EventCountry "ENG"] [WhiteTeam "Oxford 1"] [BlackTeam "Cambridge University 1"] {Though White is a pawn up, Black might consider he has adequate compensation. But has he?} 45. Na3 $2 ({It's not easy to spot but the computer identifies} 45. Rf3 $1 {as a real chance to win. The threat is simply to take on f6 with the rook and there is no obvious defence.} Kg8 ({After} 45... Bxg4 $4 46. Rxf6 {wins instantly}) 46. Rxf6 Qb5 (46... Bb5 {allows mate in two after} 47. Qe6+) 47. Rg6+ $1 hxg6 48. Qxg6+ Kh8 49. h7 Ng7 50. Nd6 Be8 51. Bxb5 Bxg6 {... OK, a horrendous line for a human to calculate but technically a missed chance.}) 45... Nd6 46. Rf3 {Now it's not so effective.} Rf8 47. Nc4 Nxe4 48. Bd3 $2 ({ Now Black finds a neat tactic to win.} 48. Ne3 {, to block the g1-a7 diagonal, was needed.}) 48... Nxf2 $1 49. Rxf2 e4 $3 {A killer move, opening the b8-h2 diagonal for a queen invasion whilst at the same time providing another defender for f6.} 50. Rg2 exd3 51. Qd6 Qe8+ 52. Kd2 (52. Kd1 Bxg4+ 53. Kd2 Bf3 54. Rh2 Bg1 {is one way to win.}) 52... Bb5 $1 {Ensuring a queen invasion on either e2 or e3.} 0-1

Division 1, Abstiegspool, Endstand

Normen

James Adair und Peter Roberson, beide England, holten ihre letzten IM-Normen, und da sie die entsprechende Elo-Schwelle schon passiert haben, sollten sie ihre Titel beim nächsten FIDE-Treffen verliehen bekommen. Weitere IM-Normen: Alberto Suarez Real (Spanien), Sue Maroroa (England - zugleich eine WGM-Norm), Adam Ashton (England), Justin Tan (Australien). Ich hoffe, ich habe niemanden übersehen. Die Normen müssen noch von offizieller Seite bestätigt werden.

Division 2

Division 2, Championship Pool, Schlussstand

Hier war der Kampf um den Aufstieg so spannend, wie er nur sein kann. Sieben Mannschaften hatten vor der Schlussrunde noch Chancen auf den Aufstieg. Die ersten vier steigen auf und dürfen nächstes Jahr in Division 1 spielen. Die Entscheidung über Platz drei und vier fiel aufgrund der im Laufe der gesamten Saison erzielten Brettpunkte (und nicht nur den im Finale erzielten). Mein Beileid an die vier Mannschaften, die den Aufstieg verpasst haben, denn sie alle könnten auf den einen oder anderen halben Punkt verweisen, der ihnen den Aufstieg gesichert hätte.

Division 2, Abstiegspool, Schlussstand

Auch das war ein sehr knappes Ergebnis und der West Country Club Brown Jack wird wahrscheinlich blau anlaufen vor Zorn, denn sie müssen aufgrund schlechterer Wertung absteigen (entschieden hat die zweite Wertung: weniger Punkte im Laufe der Gesamtsaison). Die ersten vier können es in Division 2 noch einmal versuchen, die anderen vier fallen in die Weiten von Division 3.

Division 3, Die vier Top-Platzierten

Epilog

Wenn Sie immer noch dabei sind und diesen langen Artikel bis zum Ende begleitet haben, dann werden Sie noch erinnern, dass ich am Samstag beim Einchecken ins Hotel ein wenig Ärger hatte. Auch beim Verlassen des Hotels gab es gewisse Probleme, denn das Hotel überreichte mir eine Rechnung, die zwei Mal so hoch war wie die mit 4NCL-Rabatt. Tatsächlich übertraf sie den von mir erwarteten Preis um 100%, denn eine Rechnung mit einem niedrigeren Betrag hätte gleich an den Liga-Mann mit dem Scheckbuch gehen sollen. Obwohl ich versucht war, eine Szene von Fischers berüchtigtem Abbruch des Interzonenturniers in Sousse 1967 nachzuspielen (er zerriss die Rechnung mit den Extras, die ihm das Hotel unklugerweise überreicht hatte), übergab ich die Angelegenheit unserem freundlichen Turnierdirektor, der das Problem in seiner üblichen ruhigen und effizienten Art geklärt haben wird.

Ich glaube, das war's von mir für dieses Jahr. Zum Schluss muss ich noch allen Liga-Offiziellen meinen Dank aussprechen. Sie waren immer hilfreich und machten die Zeit im Hinterzimmer zu einem Genuss.

Alles Gute und versuchen Sie, nicht allzu oft Matt gesetzt zu werden.

John Saunders



1999 gab John Saunders seine Arbeit im IT-Bereich auf, um Vollzeitredakteur/Webmaster des 'British Chess Magazine'zu werden. Später arbeitete er dann auch noch als Webmaster und Redakteur für den Englischen Schachverband. 2010 wurde er Redakteur der führenden englischen Schachzeitschrift 'CHESS', die monatlich erscheint. 2012 zog er sich von diesem Posten zurück, aber bleibt Mitherausgeber und schreibt dort regelmäßig Beiträge.
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