Die eigentliche Schacholympiade hat schon stattgefunden

03.11.2008 – Am 12. November wird in Dresden der sportliche Teil der Schacholympiade gestartet. Ein großer Teil des völkerverbindenden Aspektes der Schacholympiade wurde allerdings schon verwirklicht. Die Idee für die Partnerschulaktion stammte von Björn Lengwenus, der sie zusammen mit der Deutschen Schachjugend und mit Unterstützung von ChessBase verwirklichte. Die eigentliche Leistung erbrachten aber die Partnerschulen selbst. An 160 Schulen wurde die Idee aufgegriffen und in unzähligen, jede Vorstellungskraft sprengenden Aktionen, Schach zum Anlass genommen, das jeweilige Partnerland kennenzulernen. Die Geschwister-Scholl-Schule in Langen beispielsweise zog die Ukraine. Im Zuge der Aktion besuchten Kinder aus Tschernobyl Langen, und Langener Schachschüler revanchierten sich mit einem Besuch in der Ukraine. Der aus der Ukraine stammende deutsche Großmeister Michael Prusikin gab in der Schule ein Simultan, der ukrainische Vizekonsul besuchte die Schule und mit vielen weiteren Veranstaltungen wurden zahlreiche Kontakte zu den Menschen in den Partnerländern hergestellt. Natürlich erschienen auch in der örtlichen Presse Berichte über die Aktion und warben damit für die Schacholympiade. Die Aktion der Geschwister-Scholl-Schule in Langen ist jedoch nur ein Beispiel von 160 weiteren, die ebenso erfolgreich waren.Schachpartnerschulen...Bericht aus Langen...

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Als Leander Lehnert die Schach-AG der Geschwister-Scholl-Schule in Langen übernommen hatte, war es ein normaler Schachnachmittag für die Grundschüler. Doch bald kam es anders.

Bei dem „Schulschachpatent“, einer Qualifizierung der Deutschen Schachjugend für den Schachunterricht, hatte er Jörg Schulz und die Aktion der Deutschen Schachjugend „die Partnerschulen der Schacholympiade Dresden“ kennen gelernt. Mit einer mehrmonatigen Verspätung hatte die Schach-AG angefangen, sich mit dem zugeteilten Land, der Ukraine, zu beschäftigen.

Es war ein Glückgriff. Die Ukraine ist in Deutschland relativ unbekannt. Leander Lehnert, der durch seine tschechische Frau das Leben in slawischen Ländern gut kennt und sogar in der Ukraine Freunde hat, war sehr begeistert und steckte damit bald auch andere an.

Das gelb-blaue Jahr (Landesfarben der Ukraine) war ziemlich abwechslungsreich:

Die Mannschaft trägt jetzt extra genähte gelb-blaue T-Shirts mit Logos und Kindernamen. Am 19.12. bescherte der ukrainische Nikolaus die Kinder mit Süßigkeiten.

Zu Ostern wurden ukrainische Ostereier (Pisankas) beschrieben. Während der AG lernten die Kinder ukrainisch.

Der ukrainische Großmeister Prusikin spielte mit den Kindern ein Simultanspiel und erzählte über sein Land und wie er zum Schach kam.

Bei dem ukrainischen Ländertag mit vielen exotischen Leckereien, einer Folkloregruppe und Diashows war auch der ukrainische Vizekonsul zu Gast.




Die Schule versank für ein Tag in einem „Sonnenblumenmeer“ aus dem Kunstunterricht.

Im Sommer erhielt die Geschwister Scholl Schule Besuch von Kindern aus Tschernobyl. Zusammen verbrachten wir den Nachmittag beim Kinderzirkus Wannabe in Sprendlingen.

Die Schach-AG hatte bei dem ZDF-Fernsehgarten ein Simultanspiel gegen Melanie Ohme gespielt, sogar mit einem guten Ergebnis.



Tim Bingert und Herr Lehnert erreichten ein Remis. Über die AG informierte auch die Kulturschachzeitschrift Karl. Richtige Koffer packte dagegen die Familie Lehnert – und besuchte Kiew.



Nach dem Freundschaftsspiel in der letzten staatlichen Schachschule von Kiew hat man das Highlight – ein Vergleichskampf via Internet vereinbart. Ein Diavortrag von der Informationsreise lässt alle Interessierten den Alltag in der Ukraine selber erleben. In fremde Welten wird eine ukrainische Märchenstunde reisen.

Als Solidaritätszeichen soll ein Teil der alljährlichen Weihnachtpäckchenaktion den Opfern von Tschernobyl geschickt werden.

Um das Schach nicht aus den Augen zu lassen, nahmen die Kinder an vielen Turnieren teil - die Schule veranstaltete selbst eins.



Damit nichts in Vergessenheit fällt, bastelten die AG-Kinder viele Stunden an einer dreidimensionalen Präsentationswand. Nicht zum Anfassen, dafür aber ortsunabhängig ist die dazugehörige Präsentation im Internet unter www.schachschulelehnert.de zusehen.

Die kleinen Schachspieler trainierten fleißig, auch durch die extra Trainingsstunden des Langener Schachvereins, für den großen Traum. Sie haben enorme Fortschritte gemacht - und sich beim Regionalturnier in Dortmund qualifiziert!!!

Seit Wochen gibt es nur noch ein Thema: die Schacholympiade in Dresden.

Wir drücken die Daumen und wünschen Ihnen viel Glück.

 

Leander Lehnert
 

 

 

 

 

 

 


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