Die Schlacht um Migingo (III)

von Kim Bhari
16.05.2014 – Einer der am dichtest besiedelten Flecken der Erde ist die Insel Migingo im Viktoriasee. Auf der Größe eines halben Fußballfeldes leben hier ca. 400 Fischer. Da die Insel genau auf der Seegrenze zwischen Uganda und Kenia liegt, kam es zu Konflikten um die Fischereirechte. Mit ihrem Vergleich "Die Schlacht um Migingo" trafen Schachspieler aus Kenia und Uganda hingegen sehr friedlich zusammen. Mehr...

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Die Schlacht um “Migingo”, Teil 3

Die Insel Migingo ist etwa halb so groß wie ein Fußballfeld, besteht vor allem aus Felsen und liegt mitten im Viktoria-See, der an Kenia, Tansania und Uganda angrenzt.

Die Migingo-Insel. Mit nur 400 Fischern ist sie dennoch eine der am dichtest besiedelten Flecken der Erde.

Seit Jahren streiten sich Kenia und Uganda um diese Insel bzw. um Fischereirechte im Viktoria-See.

Als der Schachklub von Nairobi 2012 den ersten Freundschaftskampf gegen Uganda organisierte, wählte man deshalb den Slogan “Die Schlacht um Migingo”. Der Vergleichskampf soll den Spielern Gelegenheit geben, Ratingpunkte zu gewinnen, Erfahrungen zu sammeln und die Beziehungen der beiden Länder verbessern.

Der erste Freundschaftskampf wurde in Nairobi, Kenia, gespielt und Uganda gewann 12:4. Der Rückkampf fand ein Jahr später, am 18. und 19. Mai 2013 in Kampala, Uganda, statt, und wieder gewann Uganda, dieses Mal deutlich knapper mit 9-7.

Am 8. und 9. März 2014 kam es in Kenia zur dritten Auflage des Kampfes. Die ugandische Nationalmannschaft trat gegen den Schachklub Nairobi an und gewann wie 2012 mit 12:4.

Und hier wurde gespielt, im Goan Gymkhana Club

Blick in den Spielsaal

Essens (und Trink!-) pause

Uganda spielte mit Arthur Ssegwanyi, FM Harold Wanyama, CM Patrick Kawuma und Walter Okas, für Nairobi gingen Kenias Landesmeister Ben Magana, Mehul Gohil, Peter Gilruth und Brian Kidula an die Bretter.

Brian Kidula vom Schachklub Nairobi wartet auf seinen Gegner. Er wirkt wie ein ausgesprochener Defensivspieler, der weiß, wie wichtig es ist, gut geschützt zu sein.

Vier Runden wurden gespielt, in der ersten hielten die Kenianer noch mit, danach triumphierten die Gäste mit 3,5:1,5, 3:1 und 3,5:0,5. Bester Spieler war der Ugander Arthur Ssegwanyi – er gewann alle seine vier Partien.

Patrick Kawuma

Großzügig unterstützt wurde der Kampf von Peter Gilruth, dem Vizepräsidenten des Schachklubs Nairobi.

Peter Gilruth, Vizepräsident des Schachklubs Nairobi spielt mit Schwarz.

Der 1958 eingetragene Verein ist der älteste Schachklub Kenias und wahrscheinlich auch ganz Ostafrikas. Er setzt sich seit Jahren für die Förderung des Schachs ein, unter anderem, indem er ausländische Spitzenspieler einlädt, nach Kenia zu kommen. 2012 war der holländische GM Dmitri Reinderman zu Gast.

Vereinssekretär Wily Simons bei der Schlussansprache

Impressionen aus Kenia:

Nairobi: Heavy Traffic!

Die berühmte MacMillian Library, gegründet 1913, ist eine der ältesten und größten Bibliotheken in Nairobi. Das Gebäude steht mitten in der Stadt und wurde im neoklassizistischem Stil erbaut. Die Bibliothek pflegt ein große Sammlung afrikanischer Literatur und hat etwa 1000 Besucher am Tag.

Vereinsmeister des Nairobi Chess Club 2013

Schach im Park: Dieses Turnier im City Party organisierte der Verband der Schachspieler, ChessPAK.

Ein ganz gewöhnlicher Vereinsabend

Der Schachklub Nairobi spielt online gegen Wageningen

Gary Kasparov zu Besuch in Nairobi, hier bei einer Rede im berühmten Sikh Union Club

Elefanten im Masai Mara Nationalpark

Büffel im Masai Mara Nationalpark

 

Fotos: Warren Pollock und Kim Bhari

 


Themen Migingo

Kim Bhari ist der Präsident des Schachclubs von Nairobi
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