Dortmund 2011: Gerd Kolbe zieht Bilanz

01.08.2011 – Kramnik stellt im Turnier der Super-Großmeister einen "Rekord für die Ewigkeit" auf, Robin van Kampen gewinnt das Helmut-Kohls-Turnier, der junge deutsche Teilnehmer Matthias Blübaum holt eine IM-Norm, 225 Teilnehmer gingen bei den offenen Turnieren an den Start, 3.000 Besucher schauten sich die Großmeister im Dortmunder Schauspielhaus "live" an, Hunderttausende verfolgten die Partien im Internet. Das 39. Sparkassen Chess-Meeting war wieder in mehr als einer Hinsicht ein Erfolg und Veranstaltungsleiter Gerd Kolbe hat mehr als einen Grund, eine positive Bilanz zu ziehen.Turnierseite...Zur Pressemitteilung...

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Fotos: Veranstalter/Georgios Souleidis

Sparkassen Chess-Meeting 2011: Gerd Kolbe zieht Bilanz

Das 39. Sparkassen Chess-Meeting ist nach zehn spannenden Turniertagen nun zu Ende. Eine Gelegenheit für Veranstaltungsleiter Gerd Kolbe, die Ereignisse in einer Bilanz zusammenzufassen.

Mit seinem zehnten Sieg beim Dortmunder Sparkassen Chess-Meeting seit 1993 hat Wladimir Kramnik nach heutiger Einschätzung einen "Rekord für die Ewigkeit" aufgestellt. Sein sensationelles Auftreten beim Dortmunder Turnier der Super-Großmeister wird fraglos in die Schachgeschichte eingehen.



Zum Vergleich: Garri Kasparow hat Linares achtmal gewonnen, Viswanathan Anand siegte fünfmal in Wijk aan Zee. Über allen thront Wladimir Kramnik, der Schachgigant aus Russland.

Etwa 200.000 Schachinteressenten in aller Welt haben das diesjährige Turnier der Super-Großmeister im Rahmen des 39. Sparkassen Chess-Meetings allein auf der Veranstalter-Homepage im Internet verfolgt. Die um eine Viertelstunde zeitversetzte "Live-Übertragung" hat alle bisherigen Rekorde gebrochen und liegt deutlich über den Zahlen des vergangenen Jahres.

Auch mit der Resonanz "vor Ort" kann man sehr zufrieden sein: 3.000 Schachfans besuchten das Großmeisterturnier und das Helmut-Kohls-Turnier im Schauspielhaus und die beiden Offenen Turniere im Rathaus. Diese Gesamtbilanz ist weltweit einmalig.



Erfreulich war, dass Herbert Bastian, der vor wenigen Wochen gewählte neue Präsident des Deutschen Schachbundes, zur Eröffnung kam und in Dortmund praktisch seine "Regierungserklärung" mit einem klaren Bekenntnis zum Schach als Leistungssport abgab.

Als besonders attraktiv für die Besucherinnen und Besucher hat sich das "Remis-Verbot" herauskristallisiert. Die Partien waren durchgängig umkämpft, wobei die achteinhalb Stunden, die Georg Meier und Hikaru Nakmura für ihre 150 Züge umfassende Auseinandersetzung brauchten, "Veranstaltungsrekord" bedeuteten.


Hikaru Nakamura


Georg Meier

Zu den Pressebeobachtern gehörten erneut auch viele internationale Journalisten. So berichtete z. B. "ntv plus Russland" täglich vom Geschehen in Dortmund.

Auch die zweite Auflage der Autogrammstunde der sechs Schach-Superstars im Kundenzentrum der Sparkasse war wieder ein voller Erfolg. Über 150 Autogrammjäger holten sich die begehrten Unterschriften von Kramnik und Co.

Eine gute qualitative Entwicklung nimmt weiterhin das Helmut-Kohls-Turnier. Die beiden "Offenen Turniere" im Rathaus vereinigten erneut 225 Spielerinnen und Spieler am Brett mit den "magischen" 64 Feldern.


Der junge Holländer Robin van Kampen gewann das Helmut-Kohls-Turnier




Matthias Blübaum holte eine IM-Norm und verpasste die GM-Norm nur knapp.



Sieger im Open wurde Elo-Favorit Mikhail Zaitsev (2499), der mit 7,5 Punkten einen halben Punkt von Glenn de Schampheleire (2263) landete.

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