Elisabeth Pähtz in Mainz

14.08.2002 – Diese Nachricht klingt eigentlich nicht so spektakulär. Schließlich soll Elisabeth Pähtz ja bei den Chess Classic in Mainz einen Wettkampf gegen Alexander Kosteniuk spielen. Einen ganz neuen Akzent bekommt die Geschichte aber, wenn man weiß, dass Elisabeth gestern noch in Dresden (!) war. Am Nachmittag verließ sie Dresden mit dem Zug, zum Glück nicht mit dem auf dem Foto. Auch ein Hochwasser-Schicksal...

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Am heutigen Mittwoch beginnen um 15.00 offiziell die Chess Classic in Mainz mit einer Pressekonferenz. Auch Elisabeth Pähtz wird dort anwesend sein. Die Anreise verlief jedoch ganz anders als ursprünglich geplant. Elisabeth Pähtz wollte zusammen mit ihrem Manager Dirk Jordan mit dem Auto von Dresden nach Frankfurt fahren. In Dresden wohnt sie im Internat des Sportgymnasiums. Dort sollte sie Dirk Jordan abholen. Am Dienstag war wegen des Hochwassers schon schulfrei gegeben worden. Elisabeth wartete im Internatsgebäude der Schule, wo bereits der Strom ausgefallen war. Die Kantine blieb mittags geschlossen, zu Essen gab es nichts. Elisabeth ging los, um sich an einer Imbissbude in der Nähe etwas zu essen zu besorgen. Dazu musste sie bereits durch das kniehohes Elbewasser waten.
 


Jetzt war ihr endgültig klar, dass die Idee der Autofahrt ins Wasser gefallen, umso mehr, da Dirk Jordan auch noch vom anderen Ufer der Elbe kommen musste. Elisabeth setzte sich mit ihrem Vater in Verbindung. Der ihr riet, so schnell wie möglich mit dem Zug aus Dresden weg zu fahren. Die Deutsche Bahn hatte die Auskunft gegeben, vom Dresdner Bahnhof Neustadt würden noch Züge abfahren. Der Hauptbahnhof war bereits überflutet.

Elisabeth machte sich auf den Weg. Es dauerte drei Stunden, bis sie die Elbe überquert hatte, denn sie musste mehrere Elbbrücken abklappern, bis sie eine gefunden hatte, die noch nicht gesperrt war. Am Bahnhof Neustadt nahm sie den Zug, den einzigen und letzten, der noch fuhr. Dieser fuhr in Richtung Polen. In Zittau an der polnischen Grenze stieg sie aus und meldete sich wieder bei ihrem Vater. "Was machst du in Polen," fragte er erstaunt, denn er hatte gedacht, seine Tochter sei auf direktem Weg nach Mainz. Nun musste er eine Übernachtungsmöglichkeit in Zittau organisieren. Heute früh um halb sechs nahm Elisabeth dann den Zug nach Cottbus. Von dort ging es weiter nach Berlin und dann nach Mainz. Elisabeth Pähtz wird pünktlich bei der Pressekonferenz um 15.00 Uhr erscheinen.

 


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