Hamburger Alstervergnügen

17.09.2002 – Außer Fischmarkt, der aber wöchentlich statt findet, kennt der Hamburger zwei weitere große Feste: Hafengeburtstag und Alstervergnügen. Der Ort ist verschieden, das Konzept das gleiche. Fressbuden, Showbühnen und Feuerwerk lassen rasch ein dichtes Gedränge von gut 1,5 Mio. Menschen entstehen. "Wäre das nicht eine schöne Gelegenheit, den Menschen das Schachspiel näher zu bringen?", dachten sich Hamburger Schachfreunde und platzierten einen Stand beim letzten Alstervergnügen. Evi Zickelbein berichtet. Schach beim Alstervergnügen...

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1. Schachvergnügen auf dem 27. Alstervergnügen


Wenn man sowieso nicht gehen kann, kann man sich auch zu
einer Partie hinsetzen.
 

Vom 29. August bis 01. September tummelten sich wieder 1,5 Millionen Besucher um hunderte Stände, Bühnen, Cafés und Buden, die rund um die Binnenalster, den Jungfernstieg, den Rathausmarkt und den Gänsemarkt aufgebaut waren. Vom kommerziellen Anbieter bis zur Tombola vom Roten Kreuz, von Würstchen und Bier aus beinah allen Regionen Deutschlands, von mexikanischen Cocktails bis zum Hamburger Fischbrötchen, von Hüpfburgen bis zu Popkonzerten, die Vielfalt kannte keine Grenzen.

Da passte natürlich auch die in diesem Jahr erstmals auf die Beine gestellte Aktion des Hamburger Schachverbandes ins Bild: Dank der guten Kontakte von Fred Habicht von den Schachfreunden lud an sehr exponierter Stelle ein großer Schachstand auf der Reesendammbrücke zwischen Binnenalster und Rathausmarkt Passanten zu einer Partie oder auch nur zum Kiebitzen ein.


Reesendammbrücke (Foto: Rosemarie Steinhäuser)

Das Kern-Organisationsteam bestand neben Fred Habicht aus Dr. Maria Barlage vom HSK, die nach ihren ersten Einsätzen bei der Deutschen Frauen Ländermeisterschaften und der Hamburger Frauenmeisterschaft hier ihre erste Massenveranstaltung mit viel Engagement, Schwung und Herz managte und dem Öfftentlichkeitsreferenten des HSB, Thomas Richter vom SK Barmbek. Besonders engagierte Helfer waren Astrid Schröder von den Schachfreunden und der vereinlose Thomas Albert.

Dabei wurde den interessierten Passanten vom Schachunterricht von Schulklassen bis hin zum Simultan mit Hamburger Spitzenspielern viel geboten: Anke und Reinhard Heffter kamen am Eröffnungstag mit drei Schulklassen der Oppelner Straße und bestimmt waren auch einige Schüler dabei, die schon einmal das Alsteruferturnier gewonnen haben – die Schule hat hier nämlich schon zwei Mal den großen Pokal abgeräumt und ist im Hamburger Hauptschulbereich absolute Spitze. Claus Langmann vom HSK gab für die Schulklassen Unterricht und zwar mit Mikrofon, so dass auch viele Passanten angesprochen wurden und viele positive Rückmeldungen über eine so sinnvolle Freizeitbeschäftigung gerade für Kinder und Jugendliche kamen. Am Freitag Vormittag verlegte Peter René Mandelbaum sein Training mit einer Jugendgruppe seines Vereins Weiße Dame quasi auf die Straße und auch dieser Unterrichtseinheit schlossen sich viele interessierte Passanten an.

An den Nachmittagen und den Abenden konnten sich auch die vielen Zuschauer aktiv beteiligen: Eine Simultanrunde jagte die nächste und immer wieder wurde nachgerückt – es gab nie ein leeres Brett und der „Schichtwechsel“ zwischen den Simultanspielern verschob sich so des öfteren. Natürlich mussten auch einige der Simultanspieler bei ihren zum Teil starken Gegnern einige Zeit zum Nachdenken investieren – so zum Beispiel Leonie Helm vom HSK, gegen die sich Thomas Richter extra eine Spezialvariante zurecht gelegt hatte.... Maria Barlage hat es mit unermüdlichem Telefoneinsatz geschafft, viele Hamburger Spitzenspieler aus dem Jugend-, Damen- und Amateurbereich zum Einsatz zu bringen: Im Laufe der vier Tage des Alstervergnügens waren im Einsatz: Harm Cording (Favorite) Michael Ewald (Sfr), Oliver Frackowiak (HSK),  Hannes Langrock (HSK), Leonie Helm (HSK), Michael Keuchen (Sfr) Manfred Kröncke (HSG), Dr. Hauke Reddmann (Wilhemsburg), Rolf Sander (Barmbek), Alice Winnicki (SKJE), Eva Maria Zickelbein (HSK), Julian Zimmermann (KSH).

Natürlich ist es hier nicht möglich, alle Helfer zu erwähnen, die diese Veranstaltung ermöglicht haben – an dieser Stelle nochmals vielen Dank! Der große Zuschauerzuspruch und die vielen geknüpften Kontakte gezeigt, wie erfolgreich das 1. Schachvergnügen auf dem 27. Alstervergnügen war und dass auf dem 28. Alstervergnügen das 2. Schachvergnügen keinesfalls fehlen darf!

Evi Zickelbein

 


Die NDR-Bühne


Blick aufs nächtliche Alsterufer


"Ah" und "oh": das Feurwerk

 

 

 


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