Hammer gewinnt Rilton Cup

von André Schulz
08.01.2014 – Die Zusammenarbeit mit Sekundanten ist für einen WM-Kandidaten fast immer eine nützliche Sache - doch oft ziehen die Sekundanten noch mehr Nutzen daraus. Jon Ludvig Hammer, von dem vermutet wird, dass er der einzige Sekundant von Magnus Carlsen beim Match in Chennai war, gewann nach dem Open in London nun auch den Rilton Cup. Mehr...

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Parallel zum Hastings Chess Congress fand in Stockholm der Rilton Cup (5. Dez. 2013 bis 27. Jan 2014 statt.). Im Rahmen des Festivals wurden drei Turniere angeboten, das Rilton Elo für skandinavische Spieler mit einem Rating von 1800 oder weniger, das Rilton Open für Spieler unter 2200 und der Rilton Cup für Spieler mit höherer Wertung. Eine Reihe von Titelträgern, darunter siebzehn Großmeister und dreizehn IMs nutzte die Gelegenheit, sich für die neue Saison einzuspielen. Gespielt wurden neun Runden nach Schweizer System mit einer Bedenkzeit von 90 Minuten für 40 Zügen und 30 Minuten für den Rest plus 30 Sekunden Zugabe pro Zug vom ersten Zug an.

Der Rilten Cup geht auf Dr. Tore Rilton zurück, der mit Hilfe einer Stiftung für die Finanzierung des Turniers seit 1985 gesorgt hat.

Die SEB Skandinaviska Enskilda Banken vergibt als Preis eine Medaille aus purem Gold.

An der Spitze der Setzliste gingen Bartosz Socko (2657), Ilya Smirin (2642), Michal Krasenkow (2633), Sergey Volkov (2623) und Jon Hammer (2612) an den Start. Nils Grandelius (2576) war bester einheimischer Spieler.

Nach fünf Runden hatten die beiden jungen "Nordmänner" Nils Grandelius und Jon Hammer mit je 4,5 Punkten sich an die Tabellenspitze gespielt. Nach sieben Runden lagen die beiden mit 6 Punkten in Führung. In der 8. Runden unterlag Grandelius dann jedoch Volkow, während Hammer Krasenkow im Endspiel niederrang.

Volkov gegen Grandelius

Jon Ludwig Hammer

Vor der Schlussrunde war einzig Volkov mit einem halben Punkt Rückstand auf Hammer noch theoretisch in der Lage Hammer abzufangen. Das Los paarte die beiden Spitzereiter in der letzten Runde gegeneinander, doch Volkov verzichtete darauf, irgendein Risiko einzugehen und begnüget sich stattdessen mit einem Remis, was am Ende den zweiten Platz bedeutete. Grandelisu wurde dank Sonderwertung Dritter.

Mit seinem Sieg bestätigte Hammer seine derzeit gute Form. Auch in London ging der Carlsen-Sekundant mit 7,5 aus 9 als Sieger aus dem Open hervor.

Endstand:

Rk
SNo
Ti
Name
FED
Rtg
Pts
 TB 
Perf
rtg+/-
1
5
GM
Hammer Jon Ludvig
NOR
2612
7.5
49.0
2795
19.9
2
4
GM
Volkov Sergey
RUS
2623
7.0
45.5
2686
6.9
3
7
GM
Grandelius Nils
SWE
2576
6.5
51.5
2718
18.0
4
3
GM
Krasenkow Michal
POL
2633
6.5
48.5
2662
4.5
5
2
GM
Smirin Ilya
ISR
2642
6.5
47.5
2662
2.3
6
1
GM
Socko Bartosz
POL
2657
6.5
47.0
2651
0.5
7
6
GM
Goganov Aleksey
RUS
2581
6.5
46.5
2645
8.7
8
9
GM
Hillarp-Persson Tiger
SWE
2551
6.5
43.5
2608
7.6
9
8
GM
Piorun Kacper
POL
2560
6.0
49.0
2632
9.5
10
11
GM
Lintchevski Daniil
RUS
2541
6.0
46.5
2602
8.2
11
14
IM
Urkedal Frode
NOR
2492
6.0
40.0
2493
0.8
12
15
IM
Semcesen Daniel
SWE
2488
5.5
42.0
2477
0.6
13
24
IM
Smirnov Artem
RUS
2418
5.5
42.0
2510
12.3
14
20
GM
Socko Monika
POL
2440
5.5
41.0
2486
6.2
15
22
GM
Yagupov Igor
RUS
2427
5.5
41.0
2432
2.1

48 Spieler

Quelle: Chess-results

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André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.
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