Interview mit Horst Metzing

29.07.2010 – Horst Metzing hat Schachgeschichte erlebt und gestaltet. Seit Januar 1976 ist er Geschäftsführer des Deutschen Schachbundes, seit 1998 Generalsekretär der European Chess Union. In ihrer aktuellen Ausgabe, die morgen erscheint, veröffentlicht die Schach-Zeitung ein ausführliches Gespräch, das Frank Hoppe mit Horst Metzing geführt hat. Metzing erinnert sich, wie er Geschäftsführer des Deutschen Schachbundes wurde, erzählt von der Geschichte des Deutschen Schachbundes, spricht über seine Liebe zum Tischtennis, wie er zum Schach gekommen ist und verrät, dass der Schach-Informator einmal eine Partie von ihm veröffentlicht hat. Mit freundlicher Genehmigung der Schach-Zeitung veröffentlicht ChessBase das Gespräch auszugsweise.Zur Schach-Zeitung...Zum Interview...
Als der Deutsche Schachbund (DSB) die Einrichtung einer Geschäftsstelle beschließt und der Präsident des DSB, Alfred Kinzel, ihm das neu geschaffene Amt des Geschäftsführers des DSB anträgt, nimmt Horst Metzing diese Herausforderung an und wechselt zum Jahresbeginn 1976 von der Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales zur Tätigkeit eines hauptberuflichen Schachorganisators. Die Fähigkeiten, die ihn bereits in seiner Vereinsarbeit ausgezeichnet haben, kommen auch im neuen Aufgabenbereich zum Tragen, und mit seiner fachlichen Kompetenz sowie seinem freundlichen Auftreten erwirbt er auf der nationalen und internationalen Ebene des Schachs schon bald hohes Ansehen. Die große Wertschätzung findet auch darin Ausdruck, dass die Europäische Schachunion (European Chess Union), in der mehr als 50 nationale Schachföderationen zusammengeschlossen sind, Horst Metzing im Herbst 1998 zu ihrem Generalsekretär wählt. Überdies tritt er (gemeinsam mit dem Großmeister Dr. Helmut Pfleger) als Mitherausgeber (und Mitautor) eines Buchs (Schach - Spiel, Sport, Wissenschaft, Kunst. 1984) in Erscheinung.



Frank Hoppe: Herr Metzing, seit wann arbeiten Sie in der Geschäftsstelle des Deutschen Schachbundes?

Horst Metzing: Seit dem 1. Januar 1976.

Frank Hoppe: Hat die Geschäftsstelle da schon bestanden oder haben Sie diese mit aufgebaut?

Horst Metzing: Die Geschäftsstelle bestand in München, aber nur in einem sehr kleinen Rahmen. Alfred Kinzel war kurz vorher beim DSB-Kongress 1975 zum Präsidenten gewählt worden und hatte dann die Idee, die Geschäftsstelle inklusive Personal hier in Berlin einzurichten. Das hatte politische und natürlich auch persönliche Gründe, weil Kinzel Berliner war.

Frank Hoppe: Wer hat in München die Geschäftsstelle geführt und wie lange bestand diese bereits?

Horst Metzing: Ludwig Schneider war damals noch Präsident. Ihm stand eine halbtags arbeitende Sekretärin zur Seite. Die Geschäftsstelle in München wurde - ich glaube - Anfang der 1970er Jahre eingerichtet. Zuvor erledigte der jeweilige Präsident seine Arbeiten daheim, so wie ehrenamtliche Arbeit früher üblich war.

Frank Hoppe: Welche Argumente hatte Kinzel konkret für eine Geschäftsstelle in Berlin?

Horst Metzing: Alfred Kinzel meinte, es macht sich politisch sicherlich ganz gut, wenn man es in Berlin macht. Man wird die entsprechende Unterstützung beim Senat vermutlich bekommen. Zu dem Zeitpunkt gab es die Tendenz, dass viele Verbände nach Frankfurt/Main gegangen sind. Da hatte Alfred Kinzel gesagt, nein, das will er nicht, er versucht es hier in Berlin.

Frank Hoppe: Wo entstand die Geschäftsstelle?

Horst Metzing: In der Düsseldorfer Straße in Wilmersdorf. Da waren wir einige Jahre - bis die Räume zu klein wurden und wir zum Breitenbachplatz umzogen.

Frank Hoppe: Was mußte aus München nach Berlin geschafft werden?

Horst Metzing: Quasi nichts, nur einige Akten, die Alfred Kinzel bei sich zu Hause aber schon hatte. Das Problem war ja, Schneider ist verstorben, Kinzel war DSB-Vizepräsident. Damals gab es noch das System, dass der Präsident des Berliner Schachverbandes quasi automatisch Vizepräsident des Deutschen Schachbundes war, obwohl er natürlich immer gewählt werden musste. Das waren politische Gründe, wegen des Sonderstatus von West-Berlin.

Frank Hoppe: Wurden Akten aus der Zeit vor 1945 mit in die Geschäftsstelle eingelagert?

Horst Metzing: Die wurden bei einem Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg hier in Berlin in der Kantstraße wahrscheinlich komplett vernichtet.

Frank Hoppe: Sie meinen sicherlich das Gebäude neben dem Theater des Westens in der Kantstraße? Dort residierte jahrzehntelang die Berliner Schachgesellschaft und der Berliner Schachverband nutzte deren Räume.

Horst Metzing: Kann sein. Schachgeschichte ist nicht mein spezielles Interesse. Darum habe ich mich nicht so gekümmert.

Frank Hoppe: Falls es überhaupt noch Unterlagen gibt, dann sind die im Bundesarchiv in Koblenz?

Horst Metzing: Wir geben unsere Unterlagen nach Koblenz ab, das stimmt. Aus der alten Zeit gibt es keine mehr. Es war irgendwann mal das Gerücht, dass es hier in Berlin zumindest die Bibliothek des DSB noch gäbe. Lothar Schmid hatte sich darum mal bemüht. Aber was da konkret noch vorhanden war - irgendwo ist sie ja nicht mehr als Einheit erhalten geblieben.

Frank Hoppe: Zurück zum Beginn Ihrer Funktionärskarriere im DSB. Sie hatten doch sicherlich vorher einen krisensicheren Job?

Horst Metzing: Das stimmt. Ich war Beamter auf Lebenszeit. Nur damals war mein Senator, Horst Korber, zugleich Präsident des Landessportbundes Berlin. Im ersten Gespräch mit mir hat er dann auch schon gesagt, dass er es durchaus begrüßen würde, wenn ich zum Deutschen Schachbund gehen würde. Dafür bin ich dann auch beurlaubt worden.

Frank Hoppe: Auf Lebenszeit?

Horst Metzing: Nicht auf Lebenszeit, aber es waren nachher insgesamt 17 Jahre. Danach wurde mir gesagt, jetzt könne man meine Beurlaubung nicht mehr verlängern, jetzt müsse ich mich doch endgültig entscheiden, ob ich nun zum Senat zurückgehe oder beim Deutschen Schachbund bleibe. Ich habe mich dann für den Deutschen Schachbund entschieden. Aber es war natürlich keine leichte Entscheidung, das gebe ich zu. Auf der anderen Seite war es die Chance, Hobby und Beruf miteinander zu verknüpfen.



Frank Hoppe: Die Idee hatte zuerst Alfred Kinzel?

Horst Metzing: Die Idee hatte Alfred Kinzel. Ich hatte vorher mit dem Deutschen Schachbund gar nichts zu tun.

Frank Hoppe: Wie ist er auf Sie gekommen?

Horst Metzing: Er hat wohl hier mit einigen Leuten in Berlin und mit dem Berliner Schachverband gesprochen und dabei versucht festzustellen, wer käme in Berlin überhaupt in Frage. Ich habe Alfred Kinzel damals durchaus kritisiert - er war ja lange Zeit auch Vorsitzender des Berliner Schachverbandes. Ich war bei Kreuzberg und da ja schon in einigen Funktionen, vorrangig Jugendwart, habe also so ein bisschen was mitbekommen, was der Berliner Schachverband gemacht hat. Ich habe mich dann auch im Bereich der Deutschen Schachjugend - wie nannte sich das, ich glaube, Spielausschuss - betätigt und komme eben aus der Jugendarbeit und war da eher noch bei der Deutschen Schachjugend involviert als beim Deutschen Schachbund. Der Deutsche Schachbund war zu dem Zeitpunkt weit weg.

Frank Hoppe: Im Berliner Schachverband hatten Sie keine Funktion?

Horst Metzing: Nein. In der Berliner Schachjugend war ich mal Lehrwart. Ansonsten hatte ich nur in meinem Verein, dem SC Kreuzberg, einige Funktionen. Viele Jahre Jugendwart, ich glaube, auch mal Spielleiter. Ich habe da so einige Funktionen absolviert.

Frank Hoppe: Obwohl Sie noch sehr jung waren...?

Horst Metzing: Ja, ich komme ja ursprünglich vom Tischtennis. Ich habe mich auch im Tischtennisverein recht früh um Organisation gekümmert. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich im sportlichen Bereich nicht talentiert oder nicht gut genug war, so dass ich mich relativ schnell immer um die Organisation mit gekümmert habe oder mich auch dann häufig - ja - geärgert habe, wenn irgendwas nicht lief, und wo ich glaubte, was man besser machen könnte.

Frank Hoppe: Wann sind Sie beim SC Kreuzberg Mitglied geworden?

Horst Metzing: 1964, mit 16 Jahren. Relativ schnell habe ich dann bereits Turniere geleitet. Vorher war ich aber etwa ein Jahr bereits Mitglied beim Schachklub Kottbuser Tor. Der Verein hat sich dann aufgelöst. Wir hatten keine Mannschaft mehr, um an der Berliner Mannschaftsmeisterschaft teilzunehmen. Erst dachte ich, ich höre ganz auf mit Schach und bleibe nur beim Tischtennis. Aber nach längerem Nachdenken ging ich zum SC Kreuzberg.

Frank Hoppe: Da wäre uns also fast ein großer Schachfunktionär verlorengegangen! Wie sind Sie zum Schach gekommen?

Horst Metzing: Ich habe von meinem Großvater das Schachspielen gelernt. Er war aber nur ein Hobbyspieler, kannte aber trotzdem die Regeln sehr gut. Ich glaube, ich war 12, als ich die Regeln kennenlernte. Das war kurz vor dem Mauerbau. Meine Großeltern hatten in Adlershof ein Gartengrundstück. Es waren Sommerferien. Ich war mit meinem Bruder da und in einer Zeitung wurden die Schachregeln abgedruckt. Dann war eine dickere Pappe eingeheftet, mit einem Schachbrett und Figuren. Die konnte man ausschneiden und sie auf dieses Schachbrett drauflegen und dann damit lernen. Mein Bruder Klaus konnte bis dahin auch kein Schach. Gut, wir haben das dann beide gelernt. Mein Bruder ist dann praktisch dabeigeblieben. Ich habe nicht das große Interesse gehabt. Das kam erst später. Ich hatte dann manchmal den Eindruck, das meine Großeltern froh waren, wenn ich mit meinem Bruder gespielt habe. Immer wenn sie uns ruhigstellen wollten, dann sollten wir Schach spielen.

Frank Hoppe: Irgendwann kam das Interesse in einen Schachklub einzutreten...

Horst Metzing: Nach etwa zwei, drei Jahren. Erst dachte ich, naja, dann spiele ich mal auch ein bisschen. Jetzt weiß ich gar nicht mehr, ob ich da nicht die Vorrunde der ersten Berliner Jugendmeisterschaft als Vereinsloser gespielt habe oder ob ich da schon bei Kottbuser Tor war.

Frank Hoppe: Und in der Schule haben Sie mit Klassenkameraden gespielt?!

Horst Metzing: Ja. Ich habe in der Schule gleich eine Schach-Arbeitsgemeinschaft mit eingerichtet.

Frank Hoppe: Gleich eingerichtet?

Horst Metzing: Ja, wir hatten an der Schule einen Sportlehrer, der war Schachspieler und später Jugendwart des Berliner Schachverbandes. Klaus Lehmann spielte damals auch bei den Neuköllner Schachfreunden. Er war bereit sich darum zu kümmern, hat mit uns auch viel gemacht in der Schule. Aber der Anstoß musste von den Schülern kommen. Dazu habe ich beigetragen.

Frank Hoppe: Wie ging es mit Ihrer Spielstärke vorwärts?

Horst Metzing: Ach, für mich war Schach nie so wichtig. Es war immer die zweite Sportart nach Tischtennis. Ich habe immer versucht, beides unter einen Hut zu bekommen, auch Mannschaftskämpfe und Mannschaftsmeisterschaften im Tischtennis. Eine Woche Tischtennis, eine Woche Schach.



Frank Hoppe: Irgendwann haben Sie sich entschieden, jetzt spiele ich nur noch Schach...

Horst Metzing: Nein, das habe ich nicht gemacht. Ich habe praktisch bis Anfang 20 beides noch gespielt, Tischtennis sogar noch etwas länger. Ich kann mich erinnern, dass ich 1967 noch die Deutsche Jugendmannschaftsmeisterschaft im Schach mitgespielt habe. Wir sind Deutscher Meister geworden mit Berlin. Auf dem Rückweg habe ich mich dann tatsächlich entschieden, dass mein Talent wohl nicht ausreichend ist, dass es keinen Sinn macht, dass ich weiter Schach spiele.

Frank Hoppe: Oh! Gerade Deutscher Meister geworden?

Horst Metzing: Ja, irgendwo war mir das da klar.

Frank Hoppe: Einige Jahre später haben Sie wieder angefangen mit Schach, allerdings mehr als Funktionär...

Horst Metzing: Ich habe mich verstärkt auf Funktionärstätigkeiten beschränkt und die Jugendabteilung beim Schach-Club Kreuzberg mit aufgebaut. Außerdem habe ich die „Kreuzqualle“ (Vereinszeitung des SCK) mit aufgebaut. Zum Redaktionsteam gehörte neben mir noch Rainer Albrecht und Hubertus Schulze, der geschrieben hat. Die ersten Zeitungen wurden damals auf der Schreibmaschine geschrieben. Die Diagramme mussten schön geklebt werden. Das war keine ganz leichte Arbeit. Ich habe die Artikel zum Teil nachts geschrieben, weil ich anders nicht Zeit hatte. Nach einigen Ausgaben habe ich gesagt, ich pack‘s nicht mehr.

Frank Hoppe: Aber die Jugend haben Sie weitergemacht?

Horst Metzing: Die habe ich eine Zeit lang noch weitergemacht. Ich bin ja dann 1970 nach Bonn zur Landesvertretung Berlin gegangen - aus beruflichen Gründen. Da habe ich dann natürlich einiges zurückstellen müssen.

Frank Hoppe: Als Sie wieder nach Berlin zurückkamen, da kam dann das Angebot vom DSB.

Horst Metzing: Nicht gleich. Gut, ich habe nicht so richtig gewusst, was ich machen soll. Ich war in verschiedenen Verwaltungen. Mit dem, was ich in Bonn mitbekommen habe, habe ich den Bezug zum internationalen Bereich gefunden. Ich hatte Kontakte auch zum Auswärtigen Amt, hatte auch versucht, zum Auswärtigen Amt zu wechseln, was aber nicht ging, weil es damals eine Absprache gab, dass das Auswärtige Amt keine Beamte aus den Ländern nimmt bzw. nicht abzieht, weil natürlich irgendwo das Auswärtige Amt attraktiver zu sein scheint - was natürlich stimmt - als irgendein Landesministerium. Da bin ich nicht angekommen und habe mich dann halt doch, als ich zurück war, entschieden, mich um eine Anstellung bei der EG in Brüssel zu bemühen.

Frank Hoppe: Fremdsprachenkenntnisse hatten Sie schon?

Horst Metzing: In Englisch, Französisch war ich recht gut, sowohl durch Schule als auch durch zusätzliche Kurse und Praxis.

Frank Hoppe: Ein Studium haben Sie auch gemacht?

Horst Metzing: Fachhochschule Verwaltung. Ich weiß gar nicht, wie die jetzt heißt, Verwaltung und Rechtspflege, hier in Berlin. Sie ist jetzt wieder umbenannt worden. In der Zeit habe ich aber nicht die Sprachkenntnisse vertieft, das ist dann später gewesen - durch persönliches Interesse. Das war natürlich Voraussetzung dafür, dass ich überhaupt die Idee hatte, mich in Brüssel zu bewerben. Ich bin da in einem schriftlichen Bewerbungsverfahren gewesen. Das war aber dann erst Mitte 75, als mich Kinzel dann angesprochen hat. Gut, bei der EG, ich hätte nicht gewusst, was da nun passiert. Ich habe mich dann halt irgendwann für den Deutschen Schachbund entschieden. Ich kann mich erinnern, dass ich - ich war gerade bei Paris mit der Kreuzberger Jugendmannschaft - von dort Kinzel eine Karte geschrieben habe, dass ich bereit bin, zum DSB zu kommen.



Frank Hoppe: Haben Sie gewusst was Sie erwartet beim DSB?

Horst Metzing: Nein. Das war eben die Aussage von Horst Korber, dass ich beurlaubt bin. Er hatte mir das insofern auch noch schmackhaft gemacht, dass er sagte, dass damit meine Stellung beim DSB natürlich auch nicht gerade schlecht sei, weil ich eine gewisse Unabhängigkeit habe. Ich kann jederzeit zum Berliner Senat zurückkommen.

Frank Hoppe: Mussten Sie Abstriche beim Geld machen?

Horst Metzing: Abstriche, weiß ich jetzt gar nicht. Zu dem Zeitpunkt war mir das auch nicht so wichtig. Ich würde einfach jetzt behaupten, da hat sich nicht viel geändert, zu dem Zeitpunkt. Zumindest so, dass ich jetzt nicht sage, ich hatte dann 1.000 DM mehr oder 1.000 DM weniger bekommen.

Frank Hoppe: Es war aber eine Vollzeitstelle?

Horst Metzing: Ja. Es ist ja auch bezahlt worden vom Bundesinnenministerium. Insofern ist es ja nicht der Deutsche Schachbund. Schon, der Deutsche Schachbund hat das gezahlt, weil er die Zuschüsse bekommen hat. Das ist ja mit dem Bundesinnenministerium abgestimmt worden, das heißt, mein Vertrag, den ich beim Deutschen Schachbund bekommen habe, hat noch die Mitzeichnung vom Bundesinnenminister.

Frank Hoppe: Heute auch noch?

Horst Metzing: Ja, der Vertrag gilt immer noch. (Lacht) Später gab es aber einige Veränderungen. Er wurde irgendwann gedeckelt, dann wurde nicht mehr gezahlt, was tarifmäßig zugelegt werden konnte oder sollte oder musste, weil für mich ja dann auch der BAT entsprechend galt. Sondern es wurde gesagt, aus, alles andere ist Sache des Deutschen Schachbundes. Aber anders als dann vorher, ist inzwischen der Deutsche Schachbund auch derjenige, der selbst entscheiden kann, wieviel er zahlt. Das war zur ersten Zeit nicht der Fall.

Frank Hoppe: Woher kommt das Geld genau? Von den Mitgliedsbeiträgen?

Horst Metzing: Bei mir jetzt immer noch vorrangig vom Bundesinnenministerium und der Rest aus Eigenmitteln der Deutschen Schachbundes einschließlich der Mitgliedsbeiträge.

Frank Hoppe: Ab wann war die Geschäftsstelle am Breitenbachplatz aktuell? Wurden die Räume in der Düsseldorfer Straße zu klein?

Horst Metzing: Ja, wir hatten in der Düsseldorfer Straße nur zwei Räume. Da mussten wir dann umziehen. Berlin hatte natürlich für den Deutschen Schachbund immer noch einen gewissen Charme, weil wir für die Büroräume auch eine Zuwendung der Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales bekommen haben. Ich hatte während meiner Beamtentätigkeit in Berlin auch mal bei der Senatsverwaltung für Jugend und Sport gearbeitet und habe da Kontakte gehabt, die dann hilfreich waren. Dadurch haben wir dann auch Zuwendungen vom Berliner Senat bekommen für unsere Räumlichkeiten. Dann konnten wir uns auch die höhere Miete leisten. Es ist ja insofern interessant - jetzt mal von der Geschichte wegkommen, von diesem Ablauf: Als wir hier in Berlin die Geschäftsstelle eingerichtet haben - wir hatten natürlich als Schachorganisation immer viel Kontakt zur sowjetischen Schachföderation -, haben wir dann, damals meistens noch über öffentliche Telexstellen, unseren Schriftwechsel mit der sowjetischen Schachföderation direkt geführt. Die Sowjets haben uns nie hier in Berlin anerkannt in den ersten Jahren. Sie haben dann immer geantwortet an den Deutschen Sportbund nach Frankfurt/Main mit der Bitte, die entsprechende Mitteilung an den Deutschen Schachbund weiterzuleiten. Insofern gab es schon ein Interesse Berlins, dass wir hier die Geschäftsstelle in Berlin eingerichtet haben, denn es gab ja mit Ausnahme des Deutschen Keglerbundes keinen anderen Spitzenverband hier in Berlin. Es gab dann, als ich zum Deutschen Schachbund gegangen bin, auch sehr schnell einen Anbahnungsversuch seitens der DDR. Das durfte ich dann auch alles mitmachen.

Frank Hoppe: Hatte der DSB damals schon Kontakt zum DSV im Ostteil Berlins?

Horst Metzing: Wir hatten wenig Kontakte, denn im deutsch-deutschen Sportverkehr gab es ja relativ wenig Beziehungen. Ich habe nur ab und zu sowohl DDR-Spitzenspieler als auch DDR-Funktionäre bei irgendwelchen internationalen Veranstaltungen kennengelernt oder getroffen: im sozialistischen Ausland bzw. auch mal bei FIDE-Kongressen im kapitalistischen Ausland.

Frank Hoppe: Wie ging 1989/90 die Wiedervereinigung vonstatten?

Horst Metzing: Die ging - das lag natürlich auch am Präsidenten Egon Ditt - reibungslos vonstatten. Wir hatten ein neues Präsidiumsmitglied, und zwar einen Verantwortlichen für die neuen Bundesländer, also neuen Landesverbände. Der hat dann, ich glaube, nach zwei Jahren gesagt, das Amt kann man wieder abschaffen, es gibt keine Probleme zwischen den alten und den neuen Landesverbänden oder mit dem Präsidium. Es ging tatsächlich unproblematisch. Das einzige, woran ich mich noch ganz bewusst erinnere, ist - unabhängig mal vom Höhepunkt des Wiedervereinigungskongresses in Leipzig -, dass es Ende 1989 bei Lasker Steglitz ein offenes Turnier gab. Damals war Ernst Bönsch Generalsekretär des DSV. Ich hatte mit ihm insofern einige Zeit was zu tun, weil wir 1988 noch den bilateralen Länderkampf DDR - Bundesrepublik Deutschland in Potsdam hatten. Ich glaube, es war Silvester, da standen wir dann bei diesem Turnier draußen, wo es Kaffee gab, wir haben Kaffee getrunken. Ich habe dann zu ihm gesagt, also, ich nehme an, dass in Kürze einer von uns beiden überflüssig wird.

Frank Hoppe: Das wird doch dann mehr der Ossi sein!

Horst Metzing: Gut, zu dem Zeitpunkt war es nicht ganz klar, wie es abläuft, aber ich oder er musste damit rechnen. Es war natürlich irgendwo eher damit zu rechnen, dass er das jetzt ist, als dass ich von ihm abgelöst wurde.

Frank Hoppe: Die DSB-Geschäftsstelle war damals immer noch am Breitenbachplatz. Wurde da schon überlegt, wieder umzuziehen?

Horst Metzing: Nein, wir sind erst nach 1998 umgezogen. 1998 war der FIDE-Kongress in Elista und die ECU wurde gegründet. Da hatte man mir kurzfristig vor Ort das Angebot gemacht, die Funktion des ECU-Generalsekretärs zu übernehmen. Wir saßen dann da zusammen und Egon Ditt hatte im Gespräch auch mit dem neu gewählten ECU-Vorstand, wo er ja Schatzmeister war, gesagt, das wäre doch eine denkbare Lösung zu der Problematik, die wir immer hatten mit der FIDE, dass wir sagen, naja, den Bereich, da weiß man nicht so richtig, wie wir uns da einbringen können, Europa liegt uns näher. Da habe ich dann gesagt, okay, könnte man ja machen, ich muss gucken, wie der Vorstand das sieht. Ich habe von vornherein gesagt, wenn ich da nicht genauso eingebunden bin wie in die Arbeit des DSB-Präsidiums, dann macht das keinen Sinn. Mal gucken, wie der ECU-Vorstand das haben möchte - was dann auch so gekommen ist. Dann bin ich nach Berlin zurückgekommen und habe hier mit der Senatsverwaltung für Jugend und Sport gesprochen und gesagt, okay, wir können jetzt die ECU, das Generalsekretariat, nach Berlin holen.

Frank Hoppe: Sie waren also von vornherein geplant in der Funktion als ECU-Generalsekretär?

Horst Metzing: Ja. Ich habe die Aufgabe übernommen und gesagt: Okay, ich kann es von meinem Schreibtisch erst mal machen, es wird ja nicht so viel zu tun sein.

Frank Hoppe: Ehrenamtlich?

Horst Metzing: Ehrenamtlich, ja. Dann habe ich dem Senat gesagt: So jetzt, wir haben das, wir müssen jetzt das Büro aufbauen. Es liegt doch im Interesse Berlins, was könnt ihr für uns tun? Zu dem Zeitpunkt ist auch das, was wir an Unterstützung bekommen haben vom Senat, relativ schnell nach der Wiedervereinigung ausgelaufen. Da gab es ja keine Begründung mehr dafür, jetzt Berlin besserzustellen. Da hat man gesagt, ja, wir haben kein Geld. Das Einzige, was wir machen können, wir können euch Räumlichkeiten anbieten, die ihr zu sehr günstigen Bedingungen bekommt.

Frank Hoppe: Günstiger als vorher?

Horst Metzing: Weitaus günstiger.

Frank Hoppe: Und das ist bei Hertha BSC um die Ecke?

Horst Metzing: Ja, das heißt nicht, Hertha und auch die anderen, die zahlen ja mehr. Es gab eine Sonderregelung für internationale Verbände hier auf diesem Gelände und auf senatseigenem Gelände. Hier war es noch nicht so ganz klar, wer eigentlich Eigentümer ist zu dem Zeitpunkt. Es war ja noch irgendwo der Bund möglicherweise oder der Senat. Der Bund wollte es nicht, weil das Gelände nur Kosten verursacht hat. Da hat der Senat irgendwann gesagt, ja, wir übernehmen. Denn bis zur Wende waren die Engländer auf diesem Gelände, da kam man ja nicht rein, an der Schranke war Schluss. Hier saß wohl auch der englische Geheimdienst. Hertha BSC war 1998 schon da. Bei uns hat das etwa ein Jahr gedauert mit den Verhandlungen und dann haben wir gesagt, ja, dann ziehen wir hierher und haben uns erheblich verbessert von den Räumlichkeiten, haben mehr Räume und weniger Miete.

Frank Hoppe: Sie haben jetzt zwei Büros, eins als ECU-Generalsekretär?

Horst Metzing: Ich habe hier das eine Büro. Da hinten ist zwar noch ein Büro, aber das wird als Besprechungsraum für den DSB und natürlich auch von der ECU genutzt.

Frank Hoppe: Bekommen Sie jetzt Geld als ECU-Generalsekretär?

Horst Metzing: Seit zwei Jahren wird eine Aufwandsentschädigung gezahlt, die aber für Wochenendtätigkeiten und Ähnliches, also für Sitzungen und sowas gedacht ist. Im Grunde genommen ist das immer noch eine ehrenamtliche Tätigkeit. Ich glaube, drei Prozent meiner Arbeitszeit hier ist für ECU-Aktivitäten vorgesehen.

Frank Hoppe: Also fast nichts?

Horst Metzing: Ja

Frank Hoppe: So steht es auch in Ihrem Vertrag, 3 Prozent?

Horst Metzing: Gut, im Vertrag steht das nicht, aber in den Aufstellungen darüber; das hat natürlich auch versicherungsrechtliche Gründe, dass ich, wenn ich mal für die ECU unterwegs bin, gegebenenfalls auch den Versicherungsschutz der Berufsgenossenschaft habe.

Frank Hoppe: Aber bei nur 3 Prozent Anteil sind Sie ja nicht so oft unterwegs...

Horst Metzing: An Wochenenden. Wir haben vier, fünf Sitzungen im Jahr. Aber vom Grundsatz her ist das eine ehrenamtliche Tätigkeit.

Frank Hoppe: Da hat der DSB auch nichts dagegen?

Horst Metzing: Der DSB hat von vornherein gesagt, das liegt in unserem Interesse. Wir gewinnen europaweit an Anerkennung, wir haben Einfluss und das ist eigentlich das, was wir anstreben.

Frank Hoppe: Wie oft trifft sich die ECU in Berlin?

Horst Metzing: In Berlin relativ selten, im Grunde genommen aus steuerlichen Gründen, da ist es nicht sinnvoll, in Deutschland zu tagen. Wenn wir in Deutschland tagen und eine Entscheidung treffen über die Vergabe von Veranstaltungen, dann sind für die Einnahmen aus diesen Veranstaltungen, die Startgelder, die die ECU bekommt, Umsatzsteuer fällig. Wenn wir die Entscheidungen aber außerhalb Deutschlands treffen, dann kriegen wir die Gelder auch, aber ohne Umsatzsteuer. Das muss man nicht verstehen, es ist halt so.

Frank Hoppe: Berlin ist jetzt praktisch nur die Postadresse der ECU...

Horst Metzing: Nicht nur die Postadresse, sondern hier wird schon das eine oder andere organisiert und Louisa Nitsche ist ja auch noch für die ECU hier im Sekretariat tätig. Es ist mehr als die Postadresse. Es wird hier schon wesentliche Arbeit geleistet.

Frank Hoppe: Wer hat hier jetzt noch seinen Sitz in der Geschäftsstelle? Die FIDE-Trainer-Akademie?

Horst Metzing: Die FIDE-Trainer-Akademie sitzt im Quergebäude.

Frank Hoppe: Haben die Räume vorher auch schon zu uns gehört, zum Schachbund?

Horst Metzing: Nein, die haben wir seit etwa 2004. Räumlichkeiten sind noch genügend da. Wir stellen ja gerade Überlegungen an und werden hier mit dem Verwalter weiterverhandeln, ob die Lasker-Gesellschaft hierhin umzieht. Der Berliner Schachverband weiß auch noch nicht genau, was er machen möchte, ob er nicht eventuell auch hierher kommt. (Anm. Hoppe: Der Berliner Schachverband verlegte zum 1. Januar 2010 seine Geschäftsstelle nach Treptow, in die Kiefholzstr. 248)

Frank Hoppe: Der Berliner Schachverband also auch?

Horst Metzing: Ja, ob es Sinn macht? Auf der einen Seite gibt es gewisse Synergieeffekte für alle Betroffenen, wenn hier alles, was mit Schach zu tun hat, sich auf dem Gelände befindet. Auf der anderen Seite: Sie wissen es, Berlin ist nicht ganz klein und wenn man noch irgendwo im Zentrum ist, hat es gewisse Vorteile, und hier im Olympiastadion ist man schon ein bisschen außerhalb.

Frank Hoppe: Das stimmt, es ist immer eine Weltreise mit der U2 bis zum Olympiastadion quer durch die Stadt. Ich muss zwar nicht umsteigen, aber da ist man doch eine Weile unterwegs.

Horst Metzing: Ich fahre jeden Morgen, wenn ich von zu Hause ins Büro fahre, am Breitenbachplatz vorbei und bedauere auch, dass wir nicht mehr da sitzen.

Frank Hoppe: Spielen Sie selbst noch Schach? Wann haben Sie Ihre letzte Partie gespielt?

Horst Metzing: Ha! Ich habe Anfang Oktober 2009 in Hoyerswerda das letzte Turnier gespielt - nach 30 Jahren Unterbrechung. Wir hatten eine Besprechung mit dem zweiten Bürgermeister von Hoyerswerda. Aus diesem Anlass hatte er den Wunsch geäußert, dass wir dann, wenn wir schon da sind, gleich mal an dem Wochenende an dem Turnier teilnehmen. Das war durchaus ein Erlebnis für mich, mal wieder am Schachbrett zu sitzen und jetzt nicht nur mal eine Blitzpartie zu spielen.

Frank Hoppe: Haben Sie viel eingestellt?

Horst Metzing: Ja, auch viel durch Zeit verloren, weil ich natürlich einfach keine Praxis mehr habe. Aber nachher war ich sogar noch mit der Qualität der Partien nicht unzufrieden.

Frank Hoppe: Wie schnell haben Sie eigentlich früher Schach gespielt? Waren Sie ein schneller Spieler, ein langsamer Spieler?

Horst Metzing: Eigentlich schnell. Von Strategie habe ich nicht so viel verstanden. Ich war eher kombinatorisch etwas besser.

Frank Hoppe: Der Intuition vertrauend?

Horst Metzing: Ja. Insofern brauchte man dann gegebenenfalls auch nicht so lange nachzudenken. Nein, ich würde sagen, normal. Wenn Sie mich so fragen, kann ich nicht sagen, ob ich nun häufig in Zeitnot gerate. Ein typischer Zeitnotspieler war ich nicht, aber ich war eben auch kein Anand in den Jugendjahren.

Frank Hoppe: Wann haben Sie das letzte Mal für den SC Kreuzberg gespielt, z.B. in der BMM?

Horst Metzing: Das weiß ich nicht mehr. Ich weiß nur, dass ich noch mal eine Partie gespielt habe gegen Stephan Berndt - der war damals noch bei uns im Jugendkader. Der spielt jetzt bei Neukölln noch immer.

Frank Hoppe: Aber das war vor der Wende?

Horst Metzing: Das muss vor der Wende gewesen sein.

Frank Hoppe: Von Ihnen ist mal eine Partie im Informator erschienen, habe ich gelesen. Gegen Ingbert Johannsen.

Horst Metzing: Das war so quasi meine letzte Partie aus der Berliner Mannschaftsmeisterschaft.



Frank Hoppe: Von 1973, diese Stellung hier, Dame schlägt b1.

Horst Metzing: Die wurde vor kurzem noch gesucht. Der Iglicki wollte die haben. Wo ist denn die veröffentlicht.

Frank Hoppe: Hier auf der Kreuzberger Internetseite, in der Chronik.

Horst Metzing: Dann muss ich da suchen. Ich glaube, die hatte Hans-Joachim Plesse dem Informator mitgeteilt.

Frank Hoppe: Wegen der Kombination?

Horst Metzing: Ja.

Frank Hoppe: Wie ist es eigentlich zu dem Buch gekommen mit Helmut Pfleger 1984?

Horst Metzing: Mit Helmut Pfleger habe ich einen recht guten Kontakt, noch immer. Er ist vom Verlag gebeten worden, dieses Buch zu schreiben. Er war sich dann nicht so sicher. Das Schreiben wäre bei ihm nicht das Problem, aber jetzt auch wieder dieses Organisatorische, die Kontakte mit den anderen Autoren, dass auch tatsächlich die Artikel zeitgerecht abgeliefert werden, das Konzept für das Buch usw. - da fragte er mich. Wir haben uns irgendwo getroffen, ich glaube, es war zufällig Bad Kissingen. Es muss beim Interzonenturnier der Frauen gewesen sein. Da hatte er mich drauf angesprochen, ob ich nicht Interesse hätte, das mit ihm zu machen. Da dachte ich, das ist mal eine neue Aufgabe. Mich interessieren immer mal so neue Dinge und da hatte ich noch keine Erfahrungen mit.

Frank Hoppe: Vorher hatten Sie Pfleger noch nicht gekannt?

Horst Metzing: Doch. Ich habe ja praktisch, als ich zum Deutschen Schachbund gegangen bin, sehr schnell den Kontakt zu den Spitzenspielern bekommen, klar, Nationalmannschaft. Ich bin ja dann auch sehr schnell bei den Schacholympiaden dabei gewesen und habe mich um die Organisation der Reisen der Nationalmannschaft kümmern müssen. Da hatte man dann viel Kontakt.

Frank Hoppe: Da haben sie also an dem Buch gar nicht mitgeschrieben?

Horst Metzing: Doch, ich habe meinen Teil auch geschrieben: „Schach in Deutschland“.

Frank Hoppe: Wieviele Exemplare gab es vom Buch?

Horst Metzing: 3 000.

Frank Hoppe: Das ist ja doch eine ganze Menge.

Horst Metzing: Für Hoffmann und Campe nicht unbedingt. Die sind natürlich was Anderes gewohnt.

Frank Hoppe: Sie haben „Schach in Deutschland“ geschrieben. Da kannten Sie sich am besten aus?

Horst Metzing: Da kannte ich mich aus, ja.

Frank Hoppe: Gleich auf fast 20 Seiten, am Ende des Buches.

Horst Metzing: Ich habe nur festgestellt, das Bücherschreiben ist eine Wahnsinnsarbeit. Normalerweise kann man zumindest auf diesem Sektor damit nicht allzu viel verdienen. Ich habe es nicht aus finanziellen Gründen gemacht, sondern einfach, um die Erfahrung zu sammeln. Es war ursprünglich noch mit viel mehr Fotos geplant. Dann hat man aus finanziellen Gründen gesagt, nee, das geht nicht, wir brauchen mehr Text. Da hätte ich zu dem Zeitpunkt nie geglaubt, dass Text billiger ist als Fotos bei solchem Buch, dass die Autoren schlechter bezahlt werden als die Rechte, die man an irgendwelchen Fotos erwerben muss.

Frank Hoppe: War das Buch das einzige Werk, an dem Sie beteiligt waren?

Horst Metzing: Ja.

Frank Hoppe: Wie lange wollen Sie noch Sportdirektor bleiben? Bis zur Rente?

Horst Metzing: Ich gehe davon aus. Wenn mich der DSB noch so lange haben möchte, und wenn ich es gesundheitlich schaffe...

Frank Hoppe: Vielen Dank für das Gespräch!

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