Interview mit Robert von Weizsäcker

03.07.2007 – Das Sparkassen Meeting in Dortmund war das erste Turnier, dass Robert von Weizsäcker als neu gewählter Präsident des Deutschen Schachbundes besuchte. Wie "Shakespeare auf 64 Feldern" empfand er das Turnier auf der Bühne des Dortmunder Schauspielhauses. Im Gespräch mit Dagobert Kohlmeyer zeigt sich der Münchner Ökonomie-Professor erneut als ein Freund des offenen Wortes. Handlungsbedarf sieht er beim DSB u.a. in der Öffentlichkeitsarbeit. In Bezug auf die Organisation der Schacholympiade muss der Schachbund den Organisatoren vor Ort mehr Unterstützung leisten. Akzente will er vor allem im Jugendschach setzen und dem Deutschen Schachbund als einem der größten Verbände der Welt mehr Gewicht in der FIDE verleihen. Interview...

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Schach dem Pisa-Schock!
Interview mit dem neuen DSB-Präsidenten Robert von Weizsäcker

Von Dagobert Kohlmeyer

Robert von Weizsäcker, 52, ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der TU München und Fernschach-Großmeister. Seit Mai leitet der Sohn von Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker die Geschicke des Deutschen Schachbundes. In dieser Eigenschaft besuchte der neue DSB-Präsident die Dortmunder Schachtage und gab Dagobert Kohlmeyer ein aufschlussreiches Interview über seine Visionen und Ziele.

Wie haben Sie Ihre Wahl vor einigen Wochen erlebt?

Ich habe mich über das hohe Wahlergebnis gefreut, obwohl ich mir vorher nicht so sicher war. Das hat mir einen Schub gegeben, hier doch etwas bewegen zu können. Einen Tag zuvor hatte ich alle Landespräsidenten kennen gelernt. Dort war mein Eindruck, dass der Aufbau dieses Verbandes viele Schwierigkeiten für eine effiziente Führung mit sich bringt. Nachdem die Wahl dann so klar war, empfand ich ein Gefühl der Erleichterung, dass ich es hinbekommen könnte. Die ersten Amtshandlungen nahm ich Mitte Juni auf der ersten Sitzung des geschäftsführenden Präsidiums in Berlin vor.

Was mussten Sie als erstes über den DSB lernen?

Wie er strukturiert ist. Es stellt sich heraus, dass er ein Verband der Verbände ist. Das Ganze hat eine Holding-Struktur, die vertikal integriert ist. Daraus ergeben sich eine Fülle von Problemen und ein Eigenleben, das man nur schwer kontrollieren kann. Meine Aufgabe wird es sein, alle hinter dem gemeinsamen Ziel zu versammeln, die gesellschaftliche Akzeptanz des Schachs zu erhöhen. Das habe ich von Anfang an gesagt. Es ist meine vorrangige Rolle, diese Anerkennung des Schachsports voranzubringen. In der Hoffnung, dass von diesem allgemeinen Ziel ein Nutzen für das Schach auf allen Ebenen ausgeht.

Sie sprachen zur Eröffnungsfeier in Dortmund davon, dass Schach in alle Bereiche des Mikrokosmos eindringen soll. Was meinen Sie damit?

Wenn ich ja dazu sage, die gesellschaftliche Anerkennung des Schachs voranzubringen, dann ist das aus der Vogelperspektive gesehen. Man schaut also von oben auf das Ganze. Konkret wird es natürlich, wenn es dann hinunter sickert in die Mikrowelt, bis zu den Vereinen und Veranstaltungen oder den einzelnen Schachspielern und bis hin zu denen, die noch keine sind. Diejenigen Leute, die wir neu für den DSB gewinnen wollen.

Von Schachspielern sagt man gern, sie lebten in ihrer eigenen Welt. Der Spieler schaut auf das Brett, welches sein Mikrokosmos ist. Die übrige Welt nimmt er überhaupt nicht wahr. Mancher hat für die Realität gar nichts mehr übrig. Geht es Ihnen auch so, dass die Welt für Sie nicht existiert, wenn Sie Schach spielen?

Das ist eine interessante Frage. Ich war früher aktiver Spieler in der Bundesliga und bin es heute noch im Fernschach. Damals am Brett war oder jetzt in der Olympiamannschaft ist die Welt, wenn ich spiele, auch für mich nicht vorhanden.

Ist Schach eine Hilfe für das reale Leben?

Ob Schach ein Paradigma fürs Leben ist, vermag ich nur schwer zu sagen. Man kann aber feststellen, dass in dem Spiel Aspekte vorkommen, die im Leben des Menschen generell eine große Rolle spielen. Ich will jetzt nicht auf diese klassische Einteilung des Schachs in Sport, Wissenschaft und Kunst eingehen. Man muss ja im Wettkampfschach, übrigens auch im Fernschach, ständig Entscheidungen treffen, ohne sich ganz sicher sein zu können, ob sie richtig sind. Man trifft Entscheidungen aus unsicheren Situationen heraus. Man ist sich nicht genau im Klaren, es ist ja kein deterministisches Vorgehen, weil der Gegner ja auch noch dran ist. Dennoch muss man – oft unter hoher Zeitnot – eine Entscheidung treffen. Und man sollte sich auf seine eigenen Entscheidungen auch verlassen können. Man muss bei aller Ungewissheit ein Zutrauen in die eigene Entscheidung entwickeln. Das braucht man generell, um im Leben zu bestehen.

Sehen Sie Schach als eine Antwort auf die Pisa-Studie?

Diese Studie hat sicher auch bei uns einiges ins Rollen gebracht. Was Deutschland angeht, so wird sie jedoch meiner Meinung nach überbewertet. Die Dinge werden zu negativ gesehen, was ein Stichprobenproblem ist. Die Pisa-Studie wurde relativ schnell durchgeführt und ist nicht ganz repräsentativ. Insofern sind die Wolken nicht ganz so grau, wie es die Studie vorgibt.

Was unseren Sport angeht, gab es eine Untersuchung in Trier, die belegt, dass Schach spielende Grundschüler generell besser abschneiden als andere. Das ist eine tolle Sache, die man aber ebenfalls nicht überschätzen sollte. Die Stichprobe in Trier war außerordentlich klein. Man muss das an anderen Schulen wiederholen, ich glaube, das soll in Hamburg geschehen. Aber die Untersuchungen deuten darauf hin, dass Schach unabhängig vom reinen Spaßfaktor bei Kindern und Jugendlichen einen hohen Wert über das rein Kognitive hinaus hat.

Sie legen ja nicht ohne  Grund einen Schwerpunkt Ihrer Arbeit auf das Kinder- und Jugendschach.

Wenn man sagt, man will etwas für Schach tun und es voranbringen, was heißt das konkret? Es bedeutet, nicht nur die Bedingungen für die gegenwärtige Schachwelt in der Breite und Spitze zu verbessern, sondern dass man neue Anhänger gewinnt. Und wo findet man sie? Vor allem auf der Inputseite, also im Bereich der jüngeren Altersstruktur.


Groß gegen Klein

Viele Schachklubs beklagen große Nachwuchsprobleme. Die jungen Leute haben heute einfach zu viele andere Zerstreuungen.

Richtig, sie kommen nicht. Die Kids werfen sich lieber auf alles, was mit Computern zu tun hat und sitzen zu viel an ihren Rechnern. Sie leben zum Teil schon in der Second World, im Internet. Das sind bizarre Entwicklungen, deshalb wollen wir das reale Schachspiel als eine Option dagegen setzen, die in Zukunft hoffentlich wieder mehr wahrgenommen wird.

Andererseits ist das Internet ein Medium, das für Schach wie geschaffen erscheint.

Es hat natürlich auch Vorteile. Ich selbst spiele im Web Fernschach auf hohem Niveau, das spart Reisezeit und -kosten. Aber dass nun alle Leute künftig an den Enden von Datenströmen sitzen, ist eine ganz merkwürdige Form der vernetzten Isolation. Wer sind zwar alle vernetzt, aber in Wahrheit ist jeder für sich. Keine glückliche Entwicklung.


Sarah Hümmecke und Vishy Anand

Im nächsten Jahr findet die Olympiade in Dresden statt. Bekanntlich gibt es dort im Vorfeld noch etliche Baustellen. Was kann der Deutsche Schachbund tun, damit dieses internationale Prestigeobjekt kein Reinfall, sondern ein Erfolg wird?

Da muss ich noch tiefer in die Materie eindringen. Ich war im April zwar noch nicht im Amt, aber mir ist nicht entgangen, dass der Verlauf der Europameisterschaft in Dresden nicht optimal war. Fest steht auch, dass der DSB nicht mehr direkt in die Veranstaltungsleitung der Schacholympiade involviert ist, sondern diese an lokale Organisatoren und Institutionen abgegeben hat. Aber ich habe auf der ersten Präsidiumstagung bereits darauf gedrungen, dass wir eine Task force bilden, um Dresden zu unterstützen. Was man da und dort, auch mit bestimmten Namen verbunden, lesen musste, finde ich nicht ermutigend. Daher ist es dringend geboten, dass wir uns als DSB, obwohl nicht direkt verantwortlich, darum kümmern, dass die Olympiade in Dresden ein Erfolg wird. Ich selbst werde dorthin reisen, um die Leute vor Ort zu unterstützen, wo ich es kann.

Sie haben ja die Macher Dirk Jordan und Jörn Verleger schon kennen gelernt.

Die beiden haben zum DSB-Kongress im Mai eine schöne Olympia-Präsentation geboten. Das war gutes Marketing, aber nur der erste Schritt. Jetzt gilt es zum Beispiel, die noch fehlenden Sponsoren zu finden. Ich habe den Eindruck, dass wir dies dringend unterstützen müssen. Und das werden wir auch tun.

Wie können Sie Ihren Beruf als Professor für Volkswirtschaftslehre und das neue Amt vereinbaren?

Eine sehr gute Frage, und ich bin verlegen um eine gute Antwort. Im Gegensatz zu meinen Vorgängern bin ich voll eingespannt. Meine Professur ist ein Fulltimejob. Ich bin nicht nur an der TU München tätig, sondern habe auch Verpflichtungen am Max-Planck-Institut, an anderen Einrichtungen und noch vieles mehr. Von Anfang an habe ich gesagt: „Da das so ist, kann ich dieses Amt nicht in der Form ausfüllen wie mein Vorgänger. Ich muss mich deshalb darauf konzentrieren, den Verband gut zu strukturieren“.

Was bedeutet das?

Ich muss dafür sorgen, dass wir klare Verantwortlichkeiten für die einzelnen Bereiche festlegen. Das haben wir in Berlin gemacht, weil es das vorher in dieser Form nicht gab. Durch diese klaren Kompetenzen haben wir dann auch ein richtiges Board, nicht nur eine Ein-Mann-Truppe.

Sie haben mit dem Berliner Schachpräsidenten Matthias Kribben einen Verbündenten, der Ihnen einiges abnehmen und auch zuarbeiten kann.

Das ist aus mehreren Gründen richtig. Er ist erstens Landesvorsitzender, zweitens sitzt er in Berlin, wo auch die Geschäftsstelle des Schachbundes ist. Und drittens ist er ein Finanz-Fachmann. Wir brauchen dringend den pragmatischen Blick auch auf diese profane, aber notwendige Seite des Lebens. Er zeigt auch großes Engagement. Insofern ist das eine ganz wesentliche Entlastung für mich.

Kommen Sie bei Ihrem vollen Terminkalender noch zum Wettkampfschach?

Nein, das sage ich Ihnen ganz offen. Ich war aktiver Fernschachspieler und bin auch qualifiziert für das nächste WM-Turnier. Aber darauf muss ich jetzt leider verzichten.

Blutet Ihnen nicht das Herz?

Da kann ich nur ja sagen. Es ist schon verrückt. Nach meiner Bundesligazeit und über zwanzig Jahren berufsbedingter Pause hatte ich wieder angefangen, und im Fernschach lief es sehr ordentlich. Aber mein neues Amt erfordert, dass ich das WM-Kandidatenturnier im Fernschach sausen lasse. Man wird ja mit zunehmendem Alter nicht besser. Ich benutze auch diese ganzen Engines kaum, diese riesigen Datenbanken. Die Anstrengung würde zu groß. Ich musste mich entscheiden und die aktive Seite fast gänzlich aufgeben. Die Fernschach-Olympiade wird wohl für lange Zeit, vielleicht für alle Zeit, mein letztes Turnier sein.

Was sagte Ihr Vater, als Sie DSB-Präsident wurden?

Ich habe ihn vor kurzem in Berlin besucht, und er freut sich, dass ich jetzt etwas habe, was ich gestalterisch in Angriff nehmen kann. Dafür drückt er mir die Daumen.

Wie reagierte Ihre Familie?

Wenn ich, wie jetzt, viele Wochenenden nicht da bin, löst das keine Begeisterungswellen aus. Das ist der Preis, den man zahlt.

Bereuen Sie es schon ein wenig?

Nein, aber mir war vorher nicht klar, dass es eine so harte Belastung wird. Ich komme als Spieler und nicht als Funktionär. Erschrocken bin ich über einige Pfeile, die da angeflogen kommen. Aber wir haben jetzt feste Verantwortlichkeiten festgelegt, ich habe für mich Schwerpunkte definiert und konkret zwei, drei Baustellen in Angriff genommen.

Welche sind das?

Da ist als erstes die Öffentlichkeitsarbeit. Sie muss in meinen Augen in professionelle Hände gelegt werden. Das kann man nicht ehrenamtlich leisten. Zweitens müssen wir uns um die Olympiade in Dresden kümmern, auch wenn der DSB dort nicht die direkte Verantwortlichkeit hat. Und drittens, ein völlig anderes Thema, geht es um die Unternehmen „Wirtschaftsdienst GmbH“, und Schach Shop. Dort habe ich meine ganz bestimmte Auffassung.

Wie ist Ihre Meinung dazu?

Ganz eindeutig: Wenn wir überhaupt so etwas brauchen wie diese GmbH - angenommen, es ist aus operativen Gründen nötig, weil der Schachbund ein gemeinnütziger Verein ist -, dann muss wenigstens sichergestellt sein, dass keine Interessenkollisionen entstehen. Die minimale Forderung müsste sein, dass die Anteilseigner der GmbH nicht gleichzeitig Funktionsträger des DSB sind.

Und die zweite Einrichtung…?

Das ist der nächste Punkt. Der DSB-Schachshop ist als Unternehmen mit einem Verband verknüpft, der für sich beansprucht, den Schachsport für ganz Deutschland zu vertreten. Das bedeutet, wenn man Schach insgesamt repräsentieren will, und es hängt ein Unternehmen daran, dann ist das eine Monopolisierung des Marktes, das ist eine Wettbewerbsbeschränkung. Als Ökonom kann ich so etwas nicht begrüßen.

Als DSB-Präsident bekommen Sie jetzt viele Einladungen. Können Sie alle wahrnehmen?

Leider nicht. Zu den Chess Classic nach Mainz im August kann ich nicht kommen, da bin ich verreist. Meine Schwerpunkte sind Jugend und Internationales. Und noch etwas: Ich habe darauf gedrungen, die Zahl der Sitzungen im DSB-Präsidium mindestens zu halbieren. Nach dem Studium der Protokolle, sehe ich, dass viel gesessen wurde, aber es kam wenig dabei heraus.

Wie erlebten Sie hier in Dortmund die Weltklasse des Schachs?

Mit großer Freude. Auf der Bühne des Schauspielhauses wurde kein Stück gespielt, aber man sah Shakespeare auf 64 Feldern.

Vier Großmeister des Turniers spielen im Herbst  in Mexiko. Sie kennen die Querelen der letzten Jahre um das WM-Reglement. Wie sollte Ihrer Meinung nach der Champion ermittelt werden? Im K.-o.-System, in Turnierform oder in einem klassischen Match wie seit Steinitz.

Wenn Sie mich fragen, letzteres. Wir müssen Schach als ein Kulturgut betrachten. Da sind wir der Geschichte verpflichtet. Das hat sich in meinen Augen bewährt, weil es die beste Form ist. Ein WM-Match ist ein Showdown, auf den die ganze Welt schaut. Und diesen muss die FIDE organisieren.

Sie werden Kirsan Iljumschinow treffen. Was halten Sie vom FIDE-Chef, und was werden Sie ihm als erstes sagen?

Das ist eine sehr delikate Frage. Auch wenn ich schon viel über ihn lesen konnte, will ich mir noch kein Urteil erlauben. Erst einmal möchte ich ihn persönlich kennen lernen. Ich werde versuchen, das Gewicht des Deutschen Schachbundes in die FIDE einzubringen. Wir sind einer der größten Verbände in der Schachwelt, und ich würde auf diesem Weg ganz gern die europäische Präsenz im Weltschachbund erhöhen. Es geht darum, unser Verständnis des Spiels und seine Traditionen zu bewahren.

Mit welchen Worten würden Sie für Schach werben?

Mit einer kurzen Formulierung. Sie knüpft an unser Pisa-Thema an: „Schach dem Pisa-Schock!“ Das passt gut zusammen.

Haben Sie eine Lieblingsfigur?

Es ist der Turm. Ein Turm in der Schlacht hat so etwas Solides an sich.

Und wer sind Ihre schachlichen Idole?

Mein Spielstil ist eher positionell. Deshalb sind meine Idole die Weltmeister wie Capablanca, Karpow, aber auch Botwinnik. Letzterer wird ja unterschiedlich bewertet. Ich habe seine Bücher studiert und mal als junger Bub simultan gegen ihn gespielt. Mich hat überrascht, wie klein er war. Auf mein Remis gegen ihn bin ich ganz stolz gewesen. Es war ein Schlüsselerlebnis.

Wann war das?

Da war ich etwa 17 Jahre alt. Das Spiel selbst habe ich als kleiner Junge von meinem Vater erlernt und immer verloren. Aber er hat mir nie erklärt, warum ich verliere. Darum habe ich anfangs keine Fortschritte gemacht.

Welche Schach-Autoren schätzen Sie?

Neben Botwinniks Büchern habe ich die von Nimzowitsch verschlungen. „Mein System“ hat mich sehr beeindruckt. Aber auch das alte Buch von Hans Kmoch über die Kunst der Bauernführung. Weil ich früh erkannt habe, wie wichtig die Bauernstruktur ist. Nicht nur im Sinne von Philidor. Für positionelle Spieler ist die Bauernstruktur ganz entscheidend. Wenn ich Karpows Partien daraufhin studierte, habe ich nicht immer alle Manöver verstanden.

Anatoli Karpow sagte mir einmal, dass seine Figuren meist richtig stehen und er sofort spürt, wenn in der Stellung etwas nicht stimmt.

Karpow hat so ein unglaubliches Gefühl für Harmonie auf dem Brett, das man beim Schach unbedingt braucht.

Sie haben in Dortmund auch Elisabeth Pähtz kennen gelernt. Sie macht sich als Aktivensprecherin für die Belange des weiblichen DSB-Kaders stark. Wie stehen Sie zum Frauenschach?

Beim Schach mache ich überhaupt keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern. Das Frauenschach hat meine volle Unterstützung.

Danke für das Gespräch!

 

 

 

 

 

 

 

 


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