Jobava gewinnt Bronstein Memorial

von André Schulz
21.02.2014 – Anlässlich des 90. Geburtstag von David Bronstein (19. Februar 1924 bis 5. Dezember 2006) wurde in Minsk ein Turnier zu Ehren des WM-Herausforderers von 1951 ausgetragen. Der Preisfonds von 10.000 Dollar lockte viele starke Spieler an. Es gewann Baadur Jobava nach Wertung vor Sergey Fedorchuk und Mikhailo Oleksienko. Mehr...

ChessBase 14 Download ChessBase 14 Download

ChessBase 14 ist die persönliche Schach-Datenbank, die weltweit zum Standard geworden ist. Und zwar für alle, die Spaß am Schach haben und auch in Zukunft erfolgreich mitspielen wollen. Das gilt für den Weltmeister ebenso wie für den Vereinsspieler oder den Schachfreund von nebenan.

Mehr...

David Bronstein, als Sohn jüdischer Eltern in der Ukraine geboren, hatte seine beste Zeit Ende der 1940er und Anfang der 1950er Jahre. Höhepunkt war der WM-Kampf gegen Mikhail Botvinnik, 1951, bei dem Bronstein in Führung liegend unter mysteriös wirkenden Umständen die 23. und vorletzte Partie verlor und bei Gleichstand Botvinnik den Titel behielt. Bronstein war weiter einer der besten Spieler der Sowjetunion, konnte aber nie wieder um die Weltmeisterschaft spielen.

Bronstein, Keres, Botvinnik

Nachdem sein Talent erkannt war, hatte sich der russische Schachfunktionär und NKWD-Offizier Boris Weinstein um Bronstein gekümmert und ihn gefördert. Weinstein pflegte eine intensive Feindschaft mit Mikhail Botvinnik und hätte diesen gerne als Weltmeister enthront. Botvonnik hingegen hatte Zugang zu Außenminister Molotov, sodass der 1951er WM-Kampf auch ein Kampf verschiedener Franktionen in der Sowjetführung war. 1976 weigerte sich Bronstein, eine Resolution gegen den aus der UdSSR geflohenen Kortschnoj zu unterschreiben und wurde deshalb mit einem 14-jährigen Ausreiseverbot bestraft.

 

Turniersaal, die Topbretter, vorne: Akopian

Jobava Baadur, links

Yuri Balashov, selbst eine Schachlegende

Alexander Khalifman startete gut, spielte dann aber nur noch remis.

Gabriel Sargissian

Rinat Jumbayev

Martin Kravtsiv

Aloyzis Kveynis

Vasif Durarbayli

Jaan Ehlvest

Sergey Zhigalko

Nino Masuradze lebt in Frankreich

Elena Zaiatz

Natalia Zhukova

 

Endstand:

Rk. Name FED RtgI Pts.  TB1  Rp rtg+/-
1 Jobava Baadur GEO 2706 7.0 2578 2798 9.8
2 Fedorchuk Sergey A UKR 2641 7.0 2504 2724 9.3
3 Oleksienko Mikhailo UKR 2630 7.0 2492 2712 9.5
4 Zhigalko Sergei BLR 2661 6.5 2574 2740 9.6
5 Shimanov Aleksandr RUS 2658 6.5 2560 2726 8.4
6 Safarli Eltaj AZE 2649 6.5 2546 2712 7.4
7 Sargissian Gabriel ARM 2671 6.5 2540 2706 4.6
8 Khairullin Ildar RUS 2651 6.5 2487 2653 1.2
9 Jumabayev Rinat KAZ 2564 6.5 2436 2602 8.3
10 Tiviakov Sergei NED 2639 6.0 2580 2705 8.2
11 Dubov Daniil RUS 2614 6.0 2576 2701 11.0
12 Akopian Vladimir ARM 2682 6.0 2556 2681 0.0
13 Mamedov Rauf AZE 2659 6.0 2544 2669 1.3
14 Kovalenko Igor LAT 2642 6.0 2519 2644 1.0
15 Grachev Boris RUS 2669 6.0 2516 2641 -0.4
16 Khalifman Alexander RUS 2611 6.0 2513 2638 6.1
17 Smirin Ilia ISR 2644 6.0 2506 2631 -1.5
18 Kuzubov Yuriy UKR 2643 6.0 2504 2629 -1.2
19 Fier Alexandr BRA 2587 6.0 2458 2553 -2.2
20 Chigaev Maksim RUS 2510 6.0 2447 2572 9.6

139 Spieler

 

Partien:

 

 

 

 

Fotos: Turnierseite

 

Bronsteins Grab in Minsk (Wikipedia)

 

Turnierseite...

Ergebnisse bei Chess-Results...

 

Die 23. Partie...

80 Jahre Bronstein...

 

 

 



André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.
Discussion and Feedback Join the public discussion or submit your feedback to the editors


Diskutieren

Regeln für Leserkommentare

 
 

Noch kein Benutzer? Registrieren