Jugend-WM: Filiz Osmanodja mit Medaillenchance

28.10.2008 – Die deutsche U12-Mädchen-Vizeeuropameisterin Filiz Osmandodja hat auch bei der Jugendweltmeisterschaft in Vung Tau Chancen auf eine Medaille. Nach neun Runden liegt sie als beste Spielerin des deutschen Kontingents mit einem halben Punkt Rückstand auf die Spitzenreiterin auf Platz vier. Einen einstelligen Tabellenplatz belegt außerdem Maximilian Berchtenbreiter mit dem 9. Platz in der Klasse U14-Jungen mit 6 Punkten. Bei gleicher Punktzahl liegt in der gleichen Gruppe Jens Kotainy auf Platz 13. Ebenfalls auf 6 Punkte kommt Julian Jorczik bei den Jungen U16. Bernd Rosen berichtet aus dem gastfreundlichen Vietnam. Turnierseite... Ergebnisse bei chess-results.com...Bericht, Bilder, Partien...

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Snr   Name Elo FED 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Pkt. Rg. Gruppe
72   Schroeder Jan-Christian 0 GER 1 1 0 0 0 ½ 0 ½ ½ 3,5 67 Open 10
19   Wagner Dennis 2000 GER 1 1 1 0 0 1 0 ½ 1 5,5 18 Open 12
36   Xu Xianliang 1890 GER 1 1 1 0 0 0 1 0 ½ 4,5 41 Open 12
37   Moehn Hans 1876 GER ½ 0 0 1 0 1 1 0 1 4,5 55 Open 12
19   Kotainy Jens 2210 GER 1 ½ ½ 0 1 1 0 1 1 6,0 13 Open 14
27   Berchtenbreiter Maximilian 2116 GER 1 1 0 1 1 0 1 0 1 6,0 9 Open 14
10 FM Jorczik Julian 2382 GER 1 1 1 ½ 0 ½ 1 0 1 6,0 13 Open 16
31   Carlstedt Jonathan 2286 GER 1 ½ 0 0 1 1 1 0 ½ 5,0 27 Open 18
23   Bluhm Sonja Maria 0 GER 1 1 0 0 ½ 0 1 1 ½ 5,0 29 Girls 10
24   Brandl Lea Maria 0 GER 0 0 1 0 1 0 0 1 1 4,0 47 Girls 10
7   Osmanodja Filiz 1939 GER 1 0 1 1 ½ 1 1 1 ½ 7,0 4 Girls 12
63   Schmalhorst Sophia 0 GER ½ 1 ½ ½ 0 1 1 0 1 5,5 20 Girls 12
31   Tran My Linh 1898 GER 1 0 0 ½ 1 1 0 0 ½ 4,0 49 Girls 14
21   Hannes Diana 2055 GER 1 0 1 ½ ½ ½ 0 1 0 4,5 20 Girls 18

 

Alle Partien (cbv, Runde 8 der U10 fehlt)
 

 

Good Morning, Germany!
Von Bernd Rosen
Fotos: Thomas Pähtz, Rest Bernd Rosen

6.

„Schnell fertig ist die Jugend mit dem Wort!“ (Schiller) – was habe ich mir nur dabei gedacht, dieses vermaledeite Spinnenfoto überhaupt in meinen letzten Bericht aufzunehmen. Saß die etwa auf einem Schachbrett? Eben!

Liebe Muttis, Vatis, Onkel, Tanten, Omis, Opis, Jugendleiter, Vereinsvorsitzende, Heimtrainer und sonstige zu Hause gebliebenen Verantwortungsträger: Diese Spinne ist zwar riesig, aber völlig ungefährlich! Bei dem Furcht erregenden Untier handelt es sich um eine Riesenkrabbenspinne, genau gesagt um eine Eusparassus walckenaeri, die laut Wikipedia sogar im Mittelmeerraum vorkommt. Lediglich die Weibchen verteidigen tapfer ihre Eier und beißen dann schon mal zu – mehr als eine Schwellung ist aber auch in einem solchen Fall nicht zu befürchten. Nebenwirkungen wie die gestrigen Punktverluste wurden noch nicht beschrieben, auch die kampflosen Ergebnisse in einigen Altersklassen sind nicht auf das Wüten eines kinderfressenden Spinnenmonsters zurückzuführen, sondern Folge der seit der dritten Runde tatsächlich strikt angewendeten Regel, dass die Spieler bei Rundenbeginn am Brett sitzen müssen.

        Maximilian Berchtenbreiter

Maximilian Berchtenbreiter blickt auf unserem Foto in Ivanchuk-Manier nach oben! In der heutigen fünften Runde schlug er den starken Polen Marcin Krzyzanowski (ELO 2280) und liegt als derzeit bester Deutscher mit 4 Punkten auf Platz 8. Julian Jorczik verlor leider, (jetzt 3,5 P.),  desgleichen Xinangling Xu und Dennis Wagner (je 3). Filiz Osmanodja (erneut nicht in Zeitnot!) musste sich in einem filigran geführten Endspiel nach einem Flüchtigkeitsfehler mit einem Remis begnügen: mit 3,5 Punkten bleibt sie aber im Rennen um eine Medaille. Die Gesamtbilanz des Tages warmit 6,5 Punkten durchwachsen. Alle Ergebnisse der deutschen Spieler sind weiterhin unter bei chess-results.com übersichtlich zusammengestellt.

7.

In den letzten Tagen gab es am Abend schon das ein oder andere Mal einen kurzfristigen Stromausfall, der nicht nur das Hotel betraf, sondern auch die Strassenbeleuchtung erlöschen ließ. Heute trat diese Störung während des Turniers auf, Teilnehmer und Schiedsrichter blieben aber ziemlich cool, und letztlich sorgte der Zwischenfall nicht einmal für längeren Gesprächsstoff.

Im Reiseführer hatte ja gestanden, dass der Oktober in der Gegend um Ho Chi Minh City noch zur (ausklingenden) Regenzeit zählt. Bisher waren wir von der Sonne reichlich verwöhnt (mehr als manchem Spieler lieb war), es gab nur vereinzelte Schauer. In der Nacht aber gab's ein heftiges Gewitter, und auch tagsüber fielen lang anhaltender und ergiebiger Regen. Immerhin so heftig, dass es auch im Turniersaal an einigen Stellen nass wurde, weil die Decke den Wassermassen nicht stand hielt. Auf dem nächsten Foto hat nicht etwa ein Spieler sein Wasserglas umgestossen, sondern hier hat es durchgeregnet. Einige Partien mussten an trockene Stellen des Raumes verlegt werden.

Mir selbst brachte der Tag eine überraschende Einladung eines internationalen Schiedsrichters und Trainerkollegen: Peter Long (Malaysia) organisiert hier einen FIDE-Trainerkurs, bei dem die Großmeister Petronic und Grivas als Referenten fungieren. Außerdem zeichnet er für das Weblog zur Weltmeisterschaft verantwortlich. Dort machte ich für die WM-Berichte auf der DSB-Seite Reklame, woraufhin er sich per Email bei mir meldete: Er besitze mein Buch und würde sich freuen, wenn ich dem Trainerkurs einen Besuch abstatten könnte. Peter berichtete dann, dass er sich vor Jahren bei einem Turnier in Deutschland aufgehalten habe und damals auch „Fit im Endspiel“ erworben habe. Er stellte mich dann GM Petronic vor, der jetzt für Singapur als Trainer tätig ist. Auch der begrüßte mich zu meiner Überraschung ebenfalls mit der Frage, ob ich der Bernd Rosen sei, der „Chess Endgame Training“ geschrieben habe.


Bernd Rosen mit Jens und Filiz

So sehr solche Begegnungen auch dem eigenen Ego schmeicheln – mehr gefreut habe ich mich über die drei Punkte meiner Schützlinge Filiz, Jens und Jonathan am heutigen Tag. Leider verlor Maximilian Berchtenbreiter, und Julian Jorczik kam trotz aggressiver Eröffnungswahl nicht über ein Remis hinaus, so dass Filiz Osmanodja mit 4,5:1,5 Punkten (Platz 8) unsere neue Topscorerin ist. Immerhin noch vier Spieler dürfen sich mit 4 : 2 Punkten Hoffnungen auf eine gute Platzierung machen, und weitere vier unserer Matadore weisen ein positives Punktekonto auf, darunter auch Sophia Schmalhorst:

Hans Möhn dürfte sich über seinen heutigen Sieg besonders gefreut haben, da er damit eine ziemliche Durststrecke mit unglücklichen Niederlagen beendete:

 Den morgigen spielfreien Tag werden wir zu einem Ausflug in die Umgebung nutzen – hoffentlich regnet es nicht wieder so wie heute. Zur Halbzeit werfen wir einen Blick auf den Punktestand unserer Spielerinnen und Spieler:

Am Abend gab es eine „Social and Talents Night“ mit Tanz- und Gesangsvorführungen aus verschiedenen Delegationen. Von diesem Abend sowie vom Turnier- und Trainingsgeschehen hier noch einige Impressionen:

8.

Haben wir den freien Tag genutzt, um himmlischen Beistand anzurufen? Fast könnte man es annehmen, denn im Mittelpunkt unserer mit Spannung erwarteten Stadtrundfahrt standen ausgerechnet eine Jesusstatue und eine Kirche – und dafür waren wir extra früh aufgestanden, um vor der Abfahrt um 8:30 noch frühstücken zu können. Dass sich der Aufbruch dann um fast 2 Stunden verschob, machte die Sache auch nicht besser.

Immerhin gelang es unserem „Hirten“ Hartmut Jorczik auf diesem Kurztrip mühelos, all seine Schäfchen beisammen zu halten.

  Dass die Jesusstatue auf dem Programm der Rundfahrt stehen würde, hatte ich mir schon gedacht. Die wurde laut meinem Reiseführer Anfang der 70er Jahre von reichen Katholiken aus Saigon errichtet, vermutlich um die US-Flotte (!) zu segnen. Das Ding thront auf einem Hügel, ist 28 Meter hoch und überragt alles in der Umgebung. Mich hätte es nicht gewundert, wäre dieses Monument nach dem Abzug der Amerikaner in Schutt und Asche gelegt worden. Aber die pragmatischen Vietnamesen machen eine begehbare Touriattraktion daraus, mit Souvenirläden, fliegenden Händlern und dem vollen Nepp-Programm. Und zu Hause wird sorgfältig die Höhe jeder geplanten Moschee unter die Lupe genommen...! Auf dem Foto ist im Vordergrund der Opa von Jonathan Carlstedt zu sehen, der leichtfüßig wie eine Bergziege die zahlreichen Stufen zur Statue erklomm – ich konnte gerade noch hinterher hecheln und ein Beweisfoto schießen. Der größte Teil unserer Gruppe verweigerte sich angesichts der tropischen Temperaturen dieser sportlichen Herausforderung.

Dennoch bot die Rundfahrt durch Vung Tau einige interessante Einblicke. Als wir die auf hunderten Metern zum Trocknen ausgebreiteten Fische passierten, verstanden wir zum Beispiel, warum hier viele Einheimische einen Mundschutz tragen – es stank schrecklich nach Fisch. Das hinderte den abgebildeten Vertreter einer Spezies mit wesentlich empfindlicherem Riechorgan jedoch nicht, einmal genauer zu untersuchen, welche Leckerlis dort angeboten wurden!

Am Nachmittag erhielten Thomas Pähtz und ich im Turnierbüro neue Ausweise, die mit einem „B“ gekennzeichnet sind: Nun dürfen wir auch in den Turniersaal, was bisher nur unserem Delegationsleiter Hartmut Jorczik vergönnt war. Vom Turnierbüro aus hat man einen schönen Blick auf den Hafen, wie oben zu sehen ist.

Anschließend besuchten wir noch den in der Nähe liegenden Markt, auf dem man so ziemlich alles kaufen kann (aber nicht unbedingt will). Eine ermüdende Angelegenheit, offensichtlich nicht nur für die Kunden:

Unschwer feststellen konnten wir auch, dass es in Vietnam wohl keinen Tierschutzverein gibt. Käfighaltung auf asiatisch!

Ob die angebotenen T-Shirts wirklich alle von Hand genäht sind? Wohl kaum, aber kleine Änderungen werden sofort erledigt:

Und Klamotten kaufen ist offensichtlich auch in Vietnam eine Angelegenheit, für die sich vor allem die Frauen erwärmen können:

Am Abend gab es dann noch einen Folkloreabend, bei dem die Gastgeber sich laut Hartmut Jorczik noch einmal übertroffen haben. Auch diese Veranstaltung wurde live im Fernsehen übertragen, die unvermeidlichen Schönheitsköniginnen waren ebenfalls wieder da, Künstler von nationalem Rang traten auf, perfekte Bühnenshow usw. usf. Ich musste leider meinen Überstunden in den Nächten zuvor Tribut zollen, der Schlafmangel trieb mich in Morpheus' Arme, so dass ich mich auf diese kurzen Stichworte aus zweiter Hand begnügen muss.

Filiz Osmanodja

Heute ging es dann wieder mit Schach weiter, und ich bekam einmal mehr bestätigt, dass die Erlaubnis sich während der Partien im Turniersaal aufzuhalten ein zweifelhaftes Privileg ist. Vor allem Filiz Osmanodja machte sich das Leben wieder schwer. Aus der Eröffnung kam sie mit deutlichen Vorteilen, wollte zu viel, berechnete unnötige Taktik und hatte um den Zug 25 herum nur noch 58 Sekunden – plus 30 Sekunden für jeden Zug, den sie noch auszuführen schaffte. Jens Kotainy fand gegen den Verzweiflungsangriff seines georgischen Gegners nicht das richtige Rezept und war untröstlich ob seiner Niederlage. Aber Julian Jorczik und Maximilian Berchtenbreiter, der hier ganz groß aufspielt, schafften klar herausgespielte Siege und liegen mit jetzt mit 5 Punkten wieder gut im Rennen. Jonathan Carlstedt spielte mit den weißen Steinen den Russen Anton Klimov (ELO 2451!) in Grund und Boden, Hans Möhn, Sonja Maria Bluhm, Sophia Schmalhorst und zu guter Letzt auch Filiz Osmanodja siegten ebenfalls. Filiz liegt jetzt auf Platz 4, hat nur noch einen halben Punkt Rückstand auf die beiden Führenden Mo Zhai (China) und Warda Aulia Medina (Indonesien) – morgen spielt sie an Tisch 2 gegen die Indonesierin (live im Internet auf der Turnierseite ).

Am Rande der WM gibt es natürlich unzählige Begegnungen mit Schachspielern und Schachinteressierten aus aller Welt. Bei dem hier so engagiert argumentierenden Herrn handelt es sich um Sr. Luis Fernando Rodriguez aus Kolumbien, der mit seiner Tochter Paula Andrea nach Vietnam gekommen ist. Die liegt übrigens bei den U12 Mädchen gleichauf mit Filiz und konkurriert mit ihr um den Titel. Vater Luis Fernando zeigte sich brennend interessiert am Thema Schulschach, da er weder Englisch noch Deutsch, ich jedoch kein Spanisch spreche, übersetzte unser Delegationsleiter Hartmut Jorczik, dessen Ehefrau aus Kolumbien stammt.

9.

Ein schwarzer Tag für Deutschland – diese Überschrift stand schon nach der gestrigen Auslosung der 8. Runde fest, denn von unseren 14 Startern spielten 12 mit den schwarzen Steinen. Leider gilt die Überschrift auch für das Ergebnis: 6 Punkte sind eine magere Ausbeute des Tages, und anscheinend hat dies doch auch an der ungünstigen Farbverteilung gelegen, denn Lea und Filiz wussten den Anzugsvorteil zu nutzen.

Dies ist insbesondere im Falle von Filiz sehr erfreulich, denn sie übernahm mit ihrem traumhaft sicher herausgespielten Sieg gegen die Indonesierin Warda Aulia Medina die Tabellenführung. Morgen spielt sie gegen die Nr. 1 der Startliste, Mo Zhai aus China, die heute der an 2 gesetzten Kolumbianerin Paula Andrea Rodriguez unterlag. Zu den Verlierern des Tages zählten leider auch Maximilian Berchtenbreiter und Julian Jorczik, wodurch die Zahl unserer Medaillenkandidaten weiter geschrumpft ist.

Einige Male berichtete ich hier schon von der kleinen Nadya, die mit ihrem Vater ganz alleine aus dem Jemen angereist ist und in der U8 spielt. Ein Blick auf das breite Grinsen genügt: So lächeln nur Sieger. Inzwischen hat sie schon 5 Punkte, heute landete sie einen Schwarzsieg in einem Najdorf-Sizilianer mit heterogenen Rochaden – für ihren Mut (den ich bei vielen der hier spielenden Mädchen in den unteren Altersklassen vermisse) hätten eigentlich beide Spielerinnen einen Punkt verdient.

Dr. Ahmed M. Salah berichtete, dass er im Vorfeld keinerlei Unterstützung durch den jemenitischen Schachverband erhalten habe. Obwohl seine Tochter arabische Meisterin wurde, habe man sie für eine Teilnahme an dem Turnier als zu schwach angesehen. Es gebe auch keine Unterstützung durch einen Trainer vor Ort. Das Schachspiel habe Nadya in der Ukraine erlernt, wo die Familie mehrere Jahre lebte. Dr. Saleh studierte in der Ukraine und lernte dort seine spätere Frau kennen, vor zwei Jahren siedelten sie in den Jemen über. Zur Jugendweltmeisterschaft sei er schließlich auf eigene Kosten angereist. Inzwischen habe die Stimmung sich völlig gewandelt, ein kritischer Journalist habe in der Zeitung über Nadya und die mangelnde Unterstützung berichtet, auch über die Unterstützung vor Ort durch einen  deutschen Schachtrainer. Jetzt habe die Verbandspräsidentin seine Frau angerufen und jegliche Hilfe angeboten.

Thomas Pähtz, der heute zur Schicht im Turniersaal antrat, fotografierte die obige Stellung, weil diese Remis gegeben wurde. Es ist zwar nicht ganz klar, wer am Zug ist, aber meine bescheidenen Schachkenntnisse sagen mir, dass dies hier von untergeordneter Bedeutung ist.

Ohne jede Vorwarnung gerieten wir beim Abendessen in einen Empfang, zu dem unser Hotel die an der WM teilnehmenden Gäste offensichtlich eingeladen hatte. Wie in Vietnam offenbar üblich, wurde auch dieses Ereignis groß aufgezogen: Es gab Bier und Wein, eine Kapelle (ich hoffe, man sagt auch in Vietnam so) spielte Evergreens, das Essen war besonders lecker und das regionale Fernsehen zeichnete die Veranstaltung auf. Ehe ich wusste wie mir geschah, hielt mir der durch die Veranstaltung führende Conferencier ein Mikrofon vors Gesicht und ich war mitten in einem Interview. Also Leute: Morgen alle TV Bar Ria / Vietnam einschalten, dann könnt Ihr Euch über meine holperigen Versuche amüsieren, in gequältem Englisch dem geschätzten vietnamesischen Publikum meine Eindrücke von Meisterschaft, Land und unserem Hotel zu vermitteln. Ich bin schon auf die für morgen versprochene Aufzeichnung des Interviews gespannt!

Bei dem „Conferencier“ handelt es sich übrigens um Dr. Truong, der in der dem Hotel angeschlossenen Klinik als Radiologe arbeitet. Vor einigen Tagen unterhielt ich mich mit ihm beim Mittagessen, er spricht auch recht gut deutsch. Dr. Truong arbeitet hier von Montag bis Sonntag, am Sonntag Nachmittag hat er aber frei. Am heutigen Abend entpuppte er sich auch noch als leidenschaftlicher Sänger, der russische, französische und englische Lieder zum besten gab. Ein echtes Multitalent!

Einen durchaus ebenbürtigen Sangesbruder hat auch unsere Delegation aufzuweisen: Vater Brandl gab mehrere deutsche Lieder zum Besten, deren Texte er zum Teil aktuell an unseren Vietnamaufenthalt angepasst hatte. Kongenial!

Abschließend noch einige Schnappschüsse von Thomas Pähtz:











 

 

 

 

 

 

 

 


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