Kroatien und Ungarn gewinnen beim Mitropa Cup

von Marco Baldauf
26.09.2017 – Für die deutschen Teams waren die Medaillenränge früh beim Mitropa Cup 2017 leider früh aus der Sicht geraten. Nach einem Einbruch in der zweiten Turnierhälfte - man verliert nacheinander gegen Ungarn, Kroatien und Österreich - kommt das Herrenteam am Ende nur auf den 7. Platz. Die Damen machen es etwas besser und werden 5. Die Titel werden dieses Jahr in Kroatien (Open) und Ungarn (Frauen) gefeiert | Foto: Tibor Erdősi

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Verhaltener Auftakt, ein guter Sprint zur Mitte des Turniers und ein Einbruch in den Schlussrunden - so liest sich die Formkurve der deutschen Herrenmannschaft beim Mitropa Cup 2017. Dieser Wettbewerb wurde vom 16. bis 25. September im ungarischen Balatonszárszó ausgetragen. Sieger war am Ende das kroatische Team, das mit 15 von 18 möglichen Zählern vor Tschechien und Frankreich ins Ziel kam.

Kroatiens Nationalteam

Deutschland blieb nur der 7. Platz. Ein enttäuschendes Ergebnis, denn es gelang nicht, an die Medaillenerfolge der letzten vier Jahre anknüpfen.

Einzelergebnisse

7. Germany (RtgAvg:2493, TB1: 6 / TB2: 15)
Bo.   Name Rtg FED FideID 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Pts. Games RtgAvg Rp K rtg+/-
1 GM Heimann Andreas 2578 GER 24624632 ½ 1 0 1 ½ ½ ½ 1 ½ 5,5 9 2515 2595 10 2,2
2 GM Kunin Vitaly 2531 GER 4128737       ½ 1 0 ½ 0 1 3,0 6 2488 2488 10 -3,5
3   Keymer Vincent 2419 GER 12940690 1 0 0 ½ ½ 1 0 ½ 0 3,5 9 2452 2372 10 -5,8
4 IM Yankelevich Lev 2443 GER 24684074 ½ ½ ½ ½ ½         2,5 5 2443 2443 10 0,1
5 FM Schmidek Emil 2414 GER 12908150 0 0 0     0 0 0 ½ 0,5 7 2448 2026 10 -26,8

Endtabelle (Open)

Rk. Team  TB1 
1 Croatia 15
2 Czech Republic 14
3 France 14
4 Hungary 11
5 Austria 8
6 Italy 6
7 Germany 6
8 Slovenia 6
9 Slovakia 6
10 Switzerland 4

Partien

 

Frauenturnier

Das deutsche Frauenteam rangierte nach 5 Runden auf dem achten Rang. An sich keine vielversprechende Platzierung, doch die Tabelle war sehr eng, sodass selbst die Medaillenränge nur zwei Mannschaftszähler entfernt lagen. Einer Niederlage in Runde 6 folgten Siege über Kroatien (Runde 7) und Österreich (Runde 8). Ein kämpferisches 2-2 mit vier Schwarzsiegen brachte in der Schlussrunde die Begegnung mit Slovenien. So konnte das Damenteam mit diesem Schlussspurt am Ende mit dem 5. Platz wohl zufrieden sein. Besonders großen Anteil hatte Hanna Marie Klek, die am Spitzenbrett mit 3.0/3 den Grundstein für die Mannschaftszähler der Schlussrunden legte.

Hanna Marie Klek | Foto: Tibor Erdosi

Einzelergebnisse

Bo.   Name Rtg FED FideID 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Pts. Games RtgAvg
1   Klek Hanna Marie 2363 GER 24670057 1 1 0 0 ½ 0 1 1 1 5,5 9 2279
2 WIM Heinemann Josefine 2292 GER 12900460 0 1 0 1 ½ 0 1 1 0 4,5 9 2195
3 FM Schneider Jana 2231 GER 12924997 0 1 0 0 1 0 0 1 1 4,0 9 2130
4 WFM Rogozenco Teodora 2025 GER 12938084 0 1 1 1 0 1 1 0 0 5,0 9 2038

Viel kämpferisches Schach boten die Damen: von insgesamt 36 Partien endeten nur zwei mit einer Punkteteilung. Das ist auf jeden Fall beachtlich.

Tabelle (Frauen)

Rk. Team  TB1 
1 Hungary 13
2 France 13
3 Croatia 12
4 Poland 11
5 Germany 9
6 Slovenia 8
7 Italy 8
8 Czech Republic 7
9 Austria 6
10 Slovakia 3

Gold für die Gastgeberinnen aus Ungarn | Foto: Tibor Erdosi

Partien (Frauen)

 

Links



Marco Baldauf, Jahrgang 1990 spielt seit seinem sechsten Lebensjahr Schach. 2000 und 2002 wurde er Deutscher Jugendmeister, seit 2014 ist er Internationaler Meister und spielt für die SF Berlin in der Bundesliga.
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