Mexiko City: Kramnik und Anand siegen

15.09.2007 – Nur 27 Züge lang konnte Alexander Morozevich in seiner Partie gegen Vladimir Kramnik Widerstand leisten. Dann musste der Moskowite aufgeben. In einem Katalanen hatte der Weltmeister mit den weißen Steinen und einem positionellen Figurenopfer starken Druck ausgeübt, dem Morozevich bei schwindender Bedenkzeit nicht standhalten konnte und zudem nach einem ungenauen Zug von Kramnik eine gute Verteidigungsmöglichkeit verpasste. Zuvor hatte bereits Anand gegen Aronian gewonnen, nachdem der Wahlberliner mit seinem Turm auf Abwege geraten war. Gelfand und Grischuk hatten sich bereits nach knapp drei Stunden mit einem Remis getrennt. Am längsten dauerte die Partie zwischen Svidler und Leko, die vom Ungarn schließlich remis gehalten wurde. Offizielle Webseite der WM...Bericht, Partien, Bilder...

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Erste Entscheidungen in Mexiko City
Von André Schulz
Fotos: Ali Nihat Yazici
Videos von Vijay Kumar

In der zweiten Runde der WM gab es die ersten Entscheidungen. Anand, der gestern in Runde Eins mit den weißen Steinen gegen Gelfand ein eher schmeichelhaftes Remis erzielte (22...Txf4!? statt Gelfands 22.Txe1), zeigte sich heute in seiner Partie gegen Aronian ausgezeichnet vorbereitet. In der Moskauer Variante der Halbslawischen Verteidigung glich der Inder in einer komplizierten Stellung mit den schwarzen Steinen rasch aus und übernahm bald auch die Initiative. Im 25.Zug geriet Aronian mit Td5 auf Abwege. Nach dem Schwenk zum Königsflügel wurde der Turm von Anand eingesperrt, wonach die Partie im höheren Sinne bereits entschieden war. Nachdem Anand die Qualität gewonnen hatte, bereitete ihm die technische Realisierung seines Vorteils keine Probleme mehr. Nach dem 41.Zug gab Aronian auf.

Aronian-Anand


Nach 27...f5

Titelverteidiger Kramnik hat in seiner gestrigen Partie gegen Svidler die vielleicht beste Möglichkeit 22...Ld3 verpasst, durfte heute aber gegen Morozevich noch einmal mit Weiß antreten. In der Katalanischen Eröffnung entstand bald eine typische Position, in der Weiß einen Bauern weniger, aber langfristige Initiative hat.

Kramnik-Morozevich


Nach 12...f6. Es folgte 13.exd5 fxe5 14.bxc4

Mit 12.e4 bereitete Kramnik ein positionelles Figurenopfer vor, das von Morozevich angenommen wurde. Danach war eine außerordentlich komplizierte Position auf dem Brett, in der Kramnik starke Bauern und Linien für seine Figuren im Zentrum und am Damenflügel als Kompensation erhielt. Vor allem verbrauchte Morozevich sehr viel Zeit und hatte nach seinem 16. Zug nur noch 19 Minuten Restbedenkzeit auf der Uhr (Kramnik mehr als eine Stunde). In den folgenden Zügen lief Morozevich bei schwieriger Stellung die Zeit weiter davon und Kramnik kam entscheidend in Vorteil. Nach beiderseitigen Ungenauigkeiten (21.Lf4? (21.Tac1, 21Dxa6!? +-) 21...Df8?? (21...Dd5!) musste Morozevich im 27.Zug aufgeben.

Zwischen Svidler und Leko wurde eine der aktuellen Varianten des Spanischen Marshall-Angriffs diskutiert. Svidler gab seinen Mehrbauern im Laufe der Partie zurück und verblieb mit dem Läuferpaar, das ihm einigen Druck garantierte und schließlich zu einem gesunden Mehrbauern im Endspiel mit Dame und Leichtfigur verhalf. Gegen Lekos zähe Abwehr kam Svidler dennoch nicht über ein Remis hinaus.

Gelfand und Grischuk trennten sich in einem Dameninder nach 23 Zügen und nicht ganz drei Stunden Spielzeit remis.
 

Round 2: Friday, Sept. 14th 2007, 14:00h
Peter Svidler 

½-½

 Peter Leko
Boris Gelfand 

½-½

 Alexander Grischuk
Levon Aronian 

0-1 

 Viswanathan Anand
Vladimir Kramnik 
 1-0  Alexander Morozevich


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Start der zweiten Runde...


Interview mit Ali Nihat Yazici...

 


Leko trifft als Einer der Ersten ein


Letzte Vorbereitungen


Ein bekannter Mainzer in Mexiko City...


Am Eingang ein Sicherheitsmann mit Metallscanner


Grischuk wird überprüft


Svidler und Leko


Leko und Anand angespannt


Leko und Svidler füllen ihre Formulare aus


Kramnik konzentriert


Morozevich sortiert seine Steine


Anand und Aronian






Fotografengewimmel


Gelfand und Grischuk


Zwei russische Fähnchen

 

 

 

 

 


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