Mitropa-Cup: Fazit des Bundestrainers

17.06.2008 – Der Länderkampf "Mitropa-Cup" fand in diesem Jahr vom italienischen Verband organisiert in der sardischen Hafenstadt Olbia statt. Im Männerturnier, wo an vier Brettern gespielt wird, nahmen zehn Länder teil. Im Frauenturnier, mit zwei Brettern, spielten sechs Mannschaften ein doppelrundiges Turnier. Die deutsche Männer-Mannschaft mit Baramidze, Braun, Naumann und Huschenbeth legte einen klassischen Fehlstart hin und kassierte nach dem Auftaktremis gegen die Schweiz drei Niederlagen in Folge. Danach kämpfte sie sich noch auf den ordentlichen fünften Platz vor. Die deutschen Frauen mit Sarah Hoolt und Maria Schöne brillierten. Von Anfang an dominierten sie das Turnier, holten die besten Einzelergebnisse und mussten sich am Enden dann nur knapp den erfahreneren Italienierinnen geschlagen geben. Die italienischen Schachfreunde haben das Turnier mit einer informativen Webseite begleitet, auch wenn in der veröffentlichten Partienauswahl zumeist die Kämpfe der eigenen Teams veröffentlich wurden. Entgegen des gemachten Versprechens wurden die übrigen Partien den Schachfreunden aber leider bisher vorenthalten. Bundestrainer Uwe Bönsch zieht sein Fazit.Turnierseite...Bericht und Bilder...

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Licht und Schatten beim Mitropa-Cup auf Sardinien


Das Spielerhotel in Olbia


Sardische Folklore im Rahmen der Eröffnungsfeier


Zum Auftakt: Reden, Reden, Reden


Blick aus dem Spielsaal


Mediterranes Flair


v.l.: Huschenbeth, Naumann, Braun, Baramidze

Nach einem katastrophalen Start konnte sich unsere junge Mannschaft im Männerwettbewerb in der Besetzung David Baramidze, Arik Braun, Alexander Naumann und Niclas Huschenbeth wieder fangen und belegte am Ende Platz 5 der 10 teilgenommenen Mannschaften. David Baramidze spielte ein solides Turnier am Spitzenbrett und erzielte ein Ergebnis, dass ziemlich genau seiner Erwartung entsprach.

Ein Flüchtigkeitsfehler gegen den überragend aufspielenden jungen Italiener Caruana, verhinderte einen weiteren Elozuwachs für David.


Bester Spieler des Turniers: Caruana (z.v. links)

Arik Braun wurde ein Opfer seiner eigentlich positiv einzuschätzenden Kompromisslosigkeit. Nach einer Auftaktniederlage versuchte er es immer stärker mit der Brechstange und wurde für sein Risiko nicht belohnt.




Arik Braun

Im Gegenteil, erst als aus einer Niederlage deren fünf wurden und die drohende Auswechslung durch Mannschaftskapitän Uwe Bönsch, der eigentlich nur im Krankheitsfall einspringen sollte, im Raum stand, drehte Arik den Spieß um und gewann drei Partien hintereinander.

Auch der erfahrenste Spieler der Mannschaft, Alexander Naumann tat sich am Anfang sehr schwer und kam erst nach und nach in Tritt.



Seine Turnierperformance traf ziemlich genau seine derzeitige Elozahl.

Für den Jüngsten unserer Mannschaft, Niclas Huschenbeth, war es der erste Einsatz bei einem Mitropacup und er sammelte mit Sicherheit viele Erfahrungen.


Niclas Huschenbeth




 

Durch sein aggressives Spiel, gepaart mit guten Eröffnungskenntnissen, setzte er seine Gegner oft stark unter Druck. Leider machte er danach zu viele Fehler und wurde häufig um die Früchte seiner Anstrengungen gebracht.

Sehr viel Freude machte im Laufe des Turniers das Spiel unserer Damenmannschaft in der Aufstellung Sarah Hoolt und Maria Schöne.




Maria Schöne


Sarah Hoolt



Bis zu letzten Runde führten sie das doppelrundig ausgetragene Frauenturnier an und verdarben erst durch eine Niederlage gegen die favorisierten Italienerinnen Sedina und Zimina, den fast sicher geglaubten Sieg.


Die Italienerinnen: Sedina, Zimina

Sarah und Maria spielten ein Klasseturnier und beide wurden dafür nicht nur mit der Silbermedaille, sondern auch mit dem Gewinn des Brettpreises belohnt.

Uwe Bönsch

 

 

 


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