Nancy Schachfestival

06.03.2007 – Mit 130 Spielern hat das Internationale Schachfestival von Nancy (19-25. Februar) einen neuen Teilnehmerrekord erzielt und die Teilnehmerzahl innerhalb der fünf Jahre seines Bestehens verdoppelt. Anders als bei anderen Massenturnieren werden die Spieler jedoch nicht alle in ein großes Open geworfen, sondern in Gruppen zu je zehn Spielern eingeteilt und spielen Rundenturniere. Die leistungsstärksten Gruppen A und B sind dabei so besetzt, dass GM- und IM-Normen möglich sind. Im Chrsitophe Phillippe berichtet. Turnierseite...Bericht, Partien, Bilder...

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5.Internationales Schachfestival Nancy
Von IM Christophe Phillippe
19-25 February 2007

Die Partien der A-und B-Gruppe (pgn)...

Mit 130 Spielern war das 5. Schachfestival von Nancy zahlenmäßig gut besucht. Gespielt wurde vom 19. bis 25 Februar mit je neun Runden in 13 Gruppen zu je 10 Spielern.  Die Stadt Nancy liegt mit ihren 300.000 Einwohnern im Osten Frankreichs zwischen Parsi und Strassbourg. in den fünf Jahren seines Bestehens ist das Turnier ständig größer geworden. Im Jahr 2003 gingen noch 60 Spieler an desn Start, im nächsten Jahr waren es 70, 110 im Jahr 2005 und 130 in diesem Jahr. Ohne die Hilfe und den großen Enthusiasmus von Stéphane Dupré, dem Generaldirektor für Sport in  "Meurthe et Moselle" (einem von vier Verwaltungsbezirken der Region Lorraine bzw. Lothringen im Deutschen) , wäre die Veranstaltung nicht das, was sie heute ist. Stéphane ist selbst Schachspieler, der zwar keine Zeit hat zu üben oder in einen Klub zu gehen, der aber dennoch gute Resultate erzielt. In diesem Jahr machte er 5 aus 9 in der Gruppe M. Als Spielhalle fungierte der große Saal der "Conseil Général de Meurthe et Moselle".



Hier werden normalerweise über Gesetze und Budgets der Regierung abgestimmt. In diesem Jahr spielten hier die Gruppen C und D in der Mitte und die Gruppen A und B in einem ruhigeren Raum.


Blick auf Gruppe C
 

Alle anderen Gruppen spielten außerhalb des runden Saals in einer sehr großen Halle, die beste Bedingungen liefert, Spielmaterial aus Holz, elektronische Uhren, wobei Großmeister und Amateur absolut die gleichen Bedingungen bekamen.


Die A.Gruppe war zur Erzielung von GM-Normen gedacht und wurde von Namig Guliev aus Aserbeidschan überlegen gewonnen.



Nur der Ukrainer Viszilij Sikula erzielte eine GM-Norm mit 6 aus 9.


Der Perser GM Elshan Moradiabadi schaut bei Sikula-Abergel zu. Er kam auf 5,5 P.

Der überaus höfliche Inder GM Chanda Sandipan spielte ein furchtbares Turnier, gewann aber schließlich doch die letzten beiden Runden.



Die B-Gruppe war zum Erreichen von IM-Normen gedacht, aber keiner der Spieler erfüllte die Voraussetzungen von 6 bzw. 6,5 Punkten. FM Bouhallel (links) hatte Chancen, doch er verlor in der letzten Runde.


IM Oleg Gladyshev (li.) gewann überzeugend und spielt nächstes Jahr in der A-Gruppe.


Roger Turboust, 86, ist die lebende Schachlegende unserer Region, spielte in der I-Gruppe und schlug mehrere jüngere Gegner.


GM Chanda Sandipan gab ein Simultan gegen 22 Spieler zwischen Elo 1500 und 2000 und machte +16 =6 -0!

An einem der freien Abende spieleten Namig Gulive und Nicolas Brunner einen Schaukampf, bei dem die Partie auf einem großen Bildschirm gezeigt wurde und die beiden Spieler ihre Gedanken per Mikrofon den Zuschauern erläuterten. Während ein Spieler seine Ideen darlegte, trug der andere einen Kopfhörer und hörte dort Musik.


 


TV Interview von Channel 8 mit dem Präsidenten des Schachkomitees.

 

 

 

 


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