Niedersachsen gewinnt Jugendländermeisterschaft

14.11.2011 – Anfang des Monats war die Siegfriedstadt Xanten Gastgeber der Ländermeisterschaft der Deutschen Schachjugend. Zwar beteiligten sich nur zehn Verbände am Turnier, doch da Favorit Baden gleich zu Anfang einen Wettkampf verlor, gab es ein spannendes Rennen um den Titel. Mitte des Turnier lagen noch fünf Mannschaften nach Punkten gleichauf. In den folgenden Runden erwies sich die dann Mannschaft von Niedersachen als stabilste und holte sich in der Aufstellung Philipp Kyas, Till Schreiner, Thorben Koop, Germaine Helene Kickert, Kristin Rethmann, Fiona Sieber, Steffen Rätzke von Stoventin den Meistertitel. Alle Arten von Engines - wie abgebildet - waren natürlich im Turniersaal tabu. Turnierseite der DSJ...Bericht, Impressionen, alle Partien...

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Deutsche Ländermeisterschaft 2011 in Xanten (NRW)

 


Erstmals seit ihrem Heimsieg auf der DLM 2007 in Verden/Aller errang die Niedersächsische Schachjugend wieder eine Deutsche Ländermeisterschaft.

 

 


Im Spielsaal: Kein Fritz, kein Rybka und  kein Shredder erlaubt!







Auf der diesjährigen, vom 30.10. bis zum 03.11. in Xanten (NRW) ausgetragenen DLM setzte sich die von Bernd Laubsch, Alexander Markgraf und Jens Kahlenberg betreute Mannschaft gegen zehn Konkurrenzteams durch. Am Ende standen den Niedersachsen (Aufstellung: Schulz, Kyas, Schreiner, Koop, Kickert, Rethmann, Sieber, Rätzke von Stoventin) 12 Mannschaftspunkte zu Buche, zwei mehr als Württemberg (Rang 2) und Baden (Rang 3).

Bevor es aber überhaupt so weit kam, leisteten sich erst einmal 90 Spieler knapp 280 hart umkämpfte Duelle – und das in weniger als 80 Stunden! Das straffe Zeitprogramm, das notwendig geworden war, um den Spielern ohne Schulferien die Teilnahme zu erleichtern, wirkte sich aber bis in die letzte Runde hinein weder auf die Spielfreude noch auf den Kampfgeist der jungen Denker aus. Bisweilen entstanden sogar Glanzlichter wie diese:




Dabei begann die Meisterschaft mit einem Paukenschlag – die topgesetzte Mannschaft Baden verlor im Duell des einzigen Bundeslandes mit zwei Schachverbänden glatt mit 1:7 gegen Württemberg. Während sich Baden mit hohen Siegen zurückkämpfte und das Überraschungsteam aus Württemberg trotz Startrang 6 gut in der Spitzengruppe mithielt, spielten auch die übrigen Spitzenmannschaften Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen 1 und Niedersachsen im Rahmen der Erwartung, sodass aus der vierten Runde ganze fünf Mannschaften als Tabellenführer mit 6-2 Mannschaftspunkten hervorgingen.


In der Freizeit Fußball spielen...


oder mal etwas ganz anders: Schach


Diese Konstellation eröffnete eine der spannendsten Schlussphasen aller Deutschen Ländermeisterschaften – noch nie spielten fünf Mannschaften um den Titel mit, Vorjahressieger Hessen, das sich in exzellenter Lauerposition befand, gar nicht mit eingerechnet. Zähe Kämpfe, aber auch Favoritenstürze wie die Niederlage von Rheinland-Pfalz gegen NRW 2, bestimmten das Bild der Runden 5 und 6, aus denen schließlich Niedersachsen als alleiniger Tabellenführer mit glatten zwei Mannschaftspunkten Vorsprung hervorging. Noch einmal alles geben und die Spitzenreiterposition sichern war für die Niedersachsen in der Schlussrunde angesagt, ehe der Sieg von Till Schreiner gegen Tim Höpfner den 4,5:3,5-Erfolg gegen Hessen und damit die Deutsche Meisterschaft besiegelte. Württemberg und Baden, die beide hoch gewannen und auf einen Ausrutscher der Niedersachsen warteten, wurden auf den Silber- bzw. Bronzerang verwiesen.

Abschlusstabelle...



Die Brettbesten


Einen bitteren Beigeschmack hinterlässt indes nur die konstant niedrige Anzahl teilnehmender Mannschaften, die dieses Jahr trotz der Ermöglichung der Teilnahme von Spielgemeinschaften und ausländischen Teams nicht angehoben wurde – wie im Vorjahr spielten 11 Teams aus 10 Landesverbänden um die Deutsche Ländermeisterschaft. Ein entscheidender Faktor ist dabei sicherlich die zeitlich ungünstige Lage des Turniers, und so geht die Deutsche Schachjugend auf die Suche nach „dem Rezept, dass diese Deutsche Meisterschaft wieder ihrem Namen gerecht werden kann“ (Spielleiter Falco Nogatz): Anderer Modus, zu einem anderen Termin oder etwas völlig neues? Jegliche Ideen sind willkommen und werden gerne unter spielbetrieb@deutsche-schachjugend.de diskutiert.

(Stanley Yin)
 

 

 


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