Noch alles offen bei den Deutschen Jugendmeisterschaften

31.05.2007 – Die Deutschen Jugendmeisterschaften in Willingen biegen langsam auf die Zielgerade ein. Zu vergeben sind Titel in fünf Altersklassen für Jungen und Mädchen von U10 bis U18, außerdem der Titel bei der Offenen U25-Meisterschaft. Neben den Turnieren bietet die Deutsche Schachjugend Kinderturniere und Ausbildungsseminare für Schiedsrichter an. Radio DEM (live ab 19 Uhr) sorgt auch beim nichtdeutschen Publikum für Interesse. "So etwas hätten wir auch gerne bei uns im Land", kann man häufig als Kommentar im Chat lesen. Die Deutsche Schachjugend gibt in ihren Berichten einen Überblick über die Ereignisse. Webseite der DSJ zu den Jugendmeisterschaften...Mehr...

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Schulschach in der Wissenschaft / Neuerung in der Schottischen Eröffnung
Bemerkenswertes von den Deutschen Einzelmeisterschaften der Schachjugend in Willingen


Manche müssen schon sehr früh ihre ersten Interviews geben

„Schach fördert vor allem die Entwicklung von leistungsschwachen Jugendlichen!“ Patrick Wiebe, 1. Vorsitzender der Deutschen Schachjugend, ist sich seiner Sache sicher. Schließlich konnte er bei den Deutschen Einzelmeisterschaften der Deutschen Schachjugend in Willingen / Hessen die Ergebnisse einer bemerkenswerten Studie vorstellen. Über mehrere Jahre verglichen Forscher der Universität Trier die Leistungen von Schülern zweier vergleichbarer Grundschulen miteinander. Das Besondere: An der einen Grundschule absolvierten alle Lehrkräfte zuerst das Schulschachpatent. Außerdem wurde im Lehrplan eine Stunde Mathematikunterricht durch eine Stunde Schachtraining ersetzt.

Die Ergebnisse der Untersuchung sind eindeutig. Schach wirkt sich positiv auf Konzentration, Wahrnehmung und logisches Denken aus. In nationalen Vergleichsarbeiten zeigten die Schachschüler zudem deutlich bessere mathematische Fähigkeiten. Besonders beeindruckend ist, dass der Schachunterricht auch mit stärkeren Leseleistungen und größerem sprachlichem Verständnis einhergeht.

Überdies profitieren gerade die schwächeren Schüler durch das Schachtraining. Deswegen sieht Patrick Wiebe gerade in diesem Bereich zentrale Herausforderungen für die Deutsche Schachjugend: „Wir haben sehr viele Schachgruppen an Gymnasien. In der Zukunft muss die Deutsche Schachjugend gemeinsam mit Landesverbänden und Vereinen vermehrt auch an Real- und Hauptschulen aktiv werden!“


Patrick Wiebe, 1. Vorsitzender der Deutschen Schachjugend, erläutert die Ergebnisse der Trierer Schulschachstudien.

Die Studie (Kurz- oder Langfassung) kann bei der Geschäftsstelle der Deutschen Schachjugend bestellt werden.

Deutsche Schachjugend
Hanns-Braun-Straße
Friesenhaus I
14053 Berlin
Tel.: 030 / 300078-0

info@deutsche-schachjugend.de

Bei den Deutschen Einzelmeisterschaften der Schachjugend bildete diese Informationsveranstaltung den Auftakt des Schiedsrichter- und Turnierleiter-Lehrgangs. Seit mehreren Jahren hat sich das Konzept der Deutschen Schachjugend bewährt, parallel zu den Meisterschaften Lehrgänge anzubieten.


Er hat die Schiedsrichterausbildung schon hinter sich. Schiedsrichter Hans-Christian Stejskal (Hamburg) bei der Arbeit.

Gute Trainer und Referenten, eine einzigartige Atmosphäre und direkte Fälle aus der Praxis machen diese Ausbildungen zu einem einzigartigen Erlebnis. Neben dem Schiedsrichter-Lehrgang ist dieses Jahr erneut auch ein C-Trainer-Lehrgang im Angebot.

In den Altersklassen absolvierten die Spieler die dritte Runde (U14 bis U18) bzw. die dritte und vierte Runde (U10+U12). Heinz Rätsch, ehemaliger Bundesnachwuchstrainer und gerade mit der silbernen Ehrennadel des Deutschen Schachbundes ausgezeichnet, berichtet heute von einer besonderen Partie:

Zwei 14-jährige Mädchen mit einem Highlight der Extraklasse!

Für dritte Runde im Turnier der Mädchen U 14 hatte ich Sandra vorzubereiten. Gegen ihr 1.e4 hat seit langer Zeit kein Gegner mehr 1. ...e5 gespielt. Sie war ratlos und ich hatte für die Morra-Gambit-Spielerin Sandra eine Idee. Der Kaderspieler Oliver Mihok brachte in der 1.Runde beim EU-Cup in Mureck (Österreich) 2004 im Schottisch einen spektakulären und für mich überraschenden neuen Zug auf das Brett, den ich selbst schon ausprobieren wollte, aber noch keine Gelegenheit dazu hatte. Sandra war begeistert und nach zwei Stunden Analyse mit Haupt -und Nebenvarianten bereit für das Abenteuer. Der Schauplatz am Nachmittag:

Brett 12. Mitwirkende: Weiß: Sandra Lisson Schwarz: Valeria Pantusenko

Die folgende Partie hätte von Meisterspielern gespielt werden können!

Schottisch

1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.d4 exd4 4.Sxd4 Lc5 5.Le3 Df6 (Valeria zieht selbstsicher ihre Züge, Sandra wirkt etwas unsicher, sie scheint noch Stolpersteine zu vermuten.) 6.Sb5! (Der neue Zug! Die ruhige Position ist einer chaotischen Stellung gewichen. Valeria ist sichtbar geschockt und findet in der Folge die Hauptvariante, die Sandra kennt!) 6. ...Lxe3 7.fe3 Dh4+ 8.g3 Dxe4 9.Sxc7+ Kd8 10.Sxa8 Dxh1 (weißer Springer auf a8 und schwarze Dame auf h1 – das sieht aus wie auf den KiKa-Brettern und ist Theorie!) 11.Dd6 (droht Df8 matt) 11. ...Sge7 12.Sd2 (ein neuer Zug, der die lange Rochade vorbereitet) 12. ...Dd5

(In der erwähnten Partie von Oliver Mihok geschah dieser Zug auch und der renommierte Spieler hat nicht die Kombination erkannt, mit der Weiß eine Leichtfigur gewinnt. Sandra war  vorbereitet und nutzt ihr Wissen.) 13.Dc7+ Ke8 14.Dxc8+!! Sxc8 15.Sc7+ Kd8 16.Sxd5 (Die Stellung ist für Weiß gewonnen, muss aber weiter mit hoher Konzentration gespielt werden.) 16. ...Sd6 17.0-0-0 Te8 18.Sc4 Sf5 19.Lh3 Se5 20.Lxf5 Sxc4 21.Lxd7! Sxe3 22.Lxe8 Sxd1 23.Lxf7 Sf2 24.a4 Kd7 25.b4 Sg4 26.h3 Se5 27.Lh5 Kd6 28.Se3 g6 29.Le2 Sc6 30.c3 b6 31.a5 Ke5 32.axb6 

Valeria gab auf.

Sandra und Valeria haben Schachgeschichte geschrieben. Ihre Partie wird von den Schachtheoretikern beachtet werden. Sie haben ein Kunstwerk geschaffen, an dem sich noch viele Schachkids erfreuen werden. Und wir Trainer haben gesehen, zu welch großen Leistungen unsere Schützlinge fähig sind. Schach, auch die oft geschmähte Theorie, ist lebendig. Schach macht Spaß!

Heinz Rätsch

Knisternde Spannung zur Halbzeit der Deutschen Einzelmeisterschaften der Schachjugend in Willingen

„Das ist das stärkste Teilnehmerfeld der letzten Jahre“, Bernd Rosen, Landestrainer aus Nordrhein-Westfalen, A-Trainer und bekannter Buchautor ist sich seiner Sache sicher. Tatsächlich bringen gleich sieben Spieler eine Elo-Zahl von mehr als 2300 Punkten mit. Am heutigen Dienstag mussten die Großen eine Doppelrunde absolvieren. Für uns hat der deutsche Meister U18 von 2002, Ilja Zaragatski, das Geschehen auf den Brettern verfolgt und kommentiert:

Mit nunmehr fünf gespielten Runden sind wir inzwischen in etwa bei der Halbzeit der Deutschen Jugendmeisterschaften in Willingen angelangt. Nach wie vor bleiben alle Gruppen hart umkämpft und es ist schwer vorauszusagen, wer am Ende ganz oben auf dem Treppchen landen wird. Fast alle Teilnehmer mussten bereits Federn lassen, so dass es kaum Ausreißer in der Spitze zu bewundern gibt.

Nur noch zwei der insgesamt 342 Spielern in den offiziellen Altersklassen U10-U18 haben noch eine reine Weste, nämlich die jeweiligen Spitzenreiter der beiden jüngsten und teilnehmerreichsten Turniere.

In der U10 zieht bisher der Mitfavorit Dennis Wagner (Sabt FSV Lohfelden/ Hessen) verlustpunktfrei ganz oben seine Kreise. Mit Rasmus Svane (Lübecker SV von 1873/ Schleswig-Holstein) und Nicole Manusina (HSK-Post Hannover/ Niedersachsen), die nur einen halben Punkt hinter ihm liegen, spürt er jedoch deutlich den heißen Atem der Konkurrenz in seinem Nacken.

Ähnlich gestaltet sich das Rennen in der U12, wo Slavik Sarchisov  (Karlsruher SF 1853/ Baden) das mit 96 Teilnehmern größte Feld der gesamten DEM mit der vollen Ausbeute von 5/5 Punkten anführt. Ihm dicht auf den Fersen ist der vermeintliche Außenseiter Timo Lebeda (Sabt VFB Reicheberg/ Württemberg) mit 4,5 Punkten vor einer Reihe weiterer Spieler mit einem Verlustpunkt. Mit dementsprechend großer Spannung wird das Spitzenduell der beiden Erstplazierten in der nächsten Runde erwartet.

Auch in den getrennten Altersklassen ist die Spannung groß. Neben DWZ-Favoritin Anna Endress (SK 1976 Feilbingert/ Rheinland-Pfalz) mit 4,5 Punkten hat auch Anja Schulz (SV Muldental Wilkau-Haßlau/ Sachsen) mit 4 Zählern die besten Karten auf einen der vorderen Plätze.


Anja Schulz

Zu verdanken hat sie dies unter anderem auch ihrer sensationellen Angriffspartie gegen die nunmehr Drittplazierte Julia Bochis (SF Hörden/ Baden) aus der fünften Runde:

Partie Schulz-Bochis

1.e4 c5 2.Sf3 a6 Eine sizilianische Nebenvariante, jedoch nicht ohne Gift. 3.Sc3 [Schwarz hofft auf 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 e5 6.Sb3 Lb4 7.Ld3 d5 mit aktivem Spiel] 3...d6 4.d4 cxd4 5.Sxd4 e6 6.Le3 Sf6 7.f3 b5 8.Dd2 Lb7 9.g4 h6 10.h4 über Umwege ist die Partie nun in Fahrwassern des Englischen Angriffs gemündet. So entsteht zum Beispiel nach 10...Sbd7 11.0−0−0 eine viel diskutierte Theoriestellung. d5 Dieser Vorstoß ist dagegen noch verfrüht, nach 11.e5 Sfd7 12.f4 bekam Weiß eine starke Angriffsstellung: Sc6 13.0−0−0 Lb4 14.Ld3 Sc5 15.g5 Sa4 16.g6 Lxc3 17.gxf7+ Kxf7 18.bxc3 Es gelang Weiß für seine Angriffsabsichten die g−Linie zu öffnen, aber auch Schwarz hat bereits Schwächen im weißen Lager produziert. Die Frage ist, wer zuerst zum entscheidenden Schlag ausholen kann. De7 19.Tdg1 Da3+ 20.Kd1 Dxc3 

21.Txg7+!! Das entscheidende Turmopfer! Kxg7 [ 21...Ke8 22.Txb7 Da1+ 23.Dc1 Sc3+ 24.Kd2+− ] 22.Dg2+ Kf7 [Eine weitere Pointe entkorkt sich nach 22...Kf8 23.Sxe6+ Ke8 ( 23...Ke7 24.Dg7+ Kxe6 25.f5#) 24.Dg6+ Kd7 25.Sc5+!! Sxc5 26.Dd6+ Kc8 27.Lf5+ Sd7 28.Dxd7+ Kb8 29.Dd6#] 23.Dg6+ Ke7 24.Dg7+ Weiß gewinnt nicht nur den Turm sondern setzt in 3 Zügen matt. Eine Spitzen−Partie von Anja, wie sie ein Großmeister nicht hätte besser spielen können, gekrönt von einem wunderschönen Turmopfer! 1−0

Bei den Jungs der U14 hingegen droht Alexander Jussupow (SK Krumbach/ Bayern) den anderen Teilnehmern zu enteilen. Mit 4,5 Punkten kann er sich bereits auf einem Vorsprung von einem ganzen Zähler gegenüber den beiden ärgsten Verfolgern Felix Graf (USV TU Dresden/ Sachsen) und Stephan Kaphle (Post SV Uelzen/ Niedersachsen) ausruhen, jedoch wäre ihm damit schlecht geraten. Wenn er auch einmal ein Weltklasse-GM wie sein Vater werden will, gibt es keine bessere Starthilfe als den Titel des Deutschen Jugendmeisters!

Ähnlich gut sieht es in der Altersklasse U16w für Alexanders Schwester Ekaterina (SK Krumbach/ Bayern) aus. Die zweimalige Deutsche Jugendmeisterin teilt sich nach Punkten das gelbe Spitzenreiter-Trikot mit ihrer Drittrunden-Besiegerin Janina Remy (SC Nastätten/ Rheinland-Pfalz), die gestern aber zweimal gegen ihre Mitkonkurrentinnen über ein Remis nicht hinauskam. Aber auch die Verfolgerinnen mit 3,5 Punkten werden bei der Titelvergabe noch ein Wörtchen mitzureden haben.


Janina Remy

Der überraschendste aller Tabellenführer ist in der U16 anzutreffen. Der an 8 gesetzte NRW-Spieler Aleksij Savchenko (SF Gerresheim 86) darf sich nach einer bisher sehr starken Gesamtvorstellung die Mitstreiter von Platz 1 aus angucken. Ihm folgen die Mitfavoriten Niclas Huschenbeth (Hamburger SK/ Hamburg) und Peter Lichmann (SV Werder Bremen) mit einem abgegebenen Punkt vor drei weiteren Spielern mit 3,5 Zählern. Sich langsam von seiner unerwarteten Doppel-Null in den Runden zwei und drei zu erholen scheint der einzige männliche IM in Willingen, Sebastian Bogner (SK Neuhausen/ Baden). Er konnte mit 2 Siegen in Folge Anschluss zur Spitzengruppe dieser außergewöhnlich stark besetzten Altersklasse gewinnen.

Die einzige weibliche Internationale Meisterin, Evgenija Shmirina (USV TU Dresden/ Sachsen), findet sich an erster Stelle der U18w wieder. Punktgleich mit ebenfalls vier Zählern auf dem Konto mischt Annegret Mucha (SC Suhl/ Thüringen) als DWZ-Underdog das Feld auf.


Annegret Mucha

Mit 3,5 Punkten folgen unter anderem Jugend-Olympia-Mannschaftsmitglied Judith Fuchs (SV Lok Leipzig-Mitte/ Sachsen) und Larissa Erben (SV Wolfbusch/ Württemberg).

Weiterhin spannend bleibt die Situation auch in der männlichen Königsdisziplin. Hier hat bislang Florian Dinger (SG Schwäbisch Gmünd/ Württemberg) die Nase vorn, die gleiche Punktzahl hat lediglich Frederick Beck (Ooser SC Baden-Baden/ Baden) aufzuweisen. In dieser wahrscheinlich stärksten U18 Meisterschaft aller Zeiten dürfen sich aber besonders auch noch die fünf Spieler mit 3,5 Punkten berechtigte Hoffnungen auf die Sieger-Lorbeeren machen.


Der Spitzenreiter der U18, Florian Dinger, im Interview bei Radio DEM.

 

Deutsche Einzelmeisterschaften der Schachjugend in Willingen / Hessen
Werbetrommel für die DSJ-Akademie in Münster gerührt

Mit einem einzigartigen Ausbildungskonzept beschreitet die Deutsche Schachjugend bei der Schulung von Ehrenamtlichen neue Wege. Von Freitag, 15. Juni, bis Sonntag, 17. Juni, findet die modular aufgebaute DSJ-Akademie in Münster statt. Das Besondere: Jeder Teilnehmer stellt sich sein Programm nach eigenen Interessen und Vorlieben zusammen. Von Experten angeboten werden mehrstündige Workshops zu so verschiedenen Themengebieten wie „Effektives Online-Training“ (IM Michael Richter), „Erfolgreiches Sponsoring im Schachsport“ (Dirk Schröter, Dipl.-Sportökonom + Sportmarketingberater) oder „Schach zum Schwitzen“ (Björn Lengwenus, Autor von Fritz & Fertig). Die Schachjugend bewirbt die Veranstaltung bei den Deutschen Einzelmeisterschaften der Schachjugend in Willingen/ Hessen sehr gezielt. Jan Pohl, stellvertretender Vorsitzender der DSJ: „Wir haben mit der DSJ-Akademie ein attraktives Weiterbildungsangebot für die zahlreichen Ehrenamtlichen im Schachsport geschaffen. Ich lade alle Interessierten nach Münster ein, um an der Fortbildung teilzunehmen, sich in ungezwungener Atmosphäre auszutauschen und Netzwerke zu bilden!“

Das gesamte Akademie-Programm kann unter

http://www.deutsche-schachjugend.de/936.html

in kommentierter Fassung eingesehen werden. Attraktiv: Die Teilnahme kostet lediglich 35 Euro. Übernachtung und Verpflegung trägt die DSJ. Reisekosten werden mit bis zu 50 Euro bezuschusst.

Gut ausgebildet ist auch der Bundesnachwuchstrainer der Deutschen Schachjugend. Bernd Vökler hat sich einen Überblick über den Stand in den einzelnen Altersklassen verschafft:


In der U10 kam es am Vormittag zur Spitzenpaarung der Jungen gegen die Mädchen; oder genauer Nicole Manusina gegen Dennis Wagner. Nachdem im letzten Jahr mit Filiz Osmanodja ein Mädchen beide Titel auf sich vereinigen konnte, scheint dies heuer nach der Niederlage für Nicole eher unwahrscheinlich.

Am Nachmittag spielte Dennis gegen Rasmus Svane und konnte dem starken Angriff aus der Tscheljabinsker Variante eigentlich nichts entgegensetzen. Ein grober Einsteller des Lübeckers kippte die Partie.

In der U12 kam es zu einem Herzschlagfinale. Timo Lebeda und Slavik Sarchisov heißen die Kontrahenten am ersten Brett. Nachdem der Vorjahreszweite die Partie lange Zeit sicher im Griff zu haben schien:

Dieser Kampf bis zum Letzten hatte Timo zu sehr angestrengt und er verlor am Nachmittag sang- und klanglos gegen Andreas Bauer.

Bestes Mädchen ist Hanna Marie Klek, die ihre hohe ELO-Zahl bestätigt.

In der U14 w tummeln sich an der Spitze die „üblichen Verdächtigen“. Alle bekannten Namen mischen noch mit und belauern sich gegenseitig. Am Nachmittag konnte sich Anna Endress etwas absetzen.

Bei den Jungen U14 war Alexander Jussupow etwas enteilt. Gegen Stephan Kaphle musste er jedoch aufgeben und das Feld schiebt sich weiter zusammen.

Bei den Mädchen U16 spielte Katja Jussupow gegen Anna Karmann. Im Doppelturmendspiel setzte sich die bessere Technik der Bayrin durch. Janina Remy besiegte Janine Voss; schönes Vornamenpaar...

Diana Hannes konnte wieder aufholen und hält Platz 3.

Bei den gleichaltrigen Jungen sind Prognosen besonders schwer. So viele ambitionierte und auch starke Spieler machen sich gegenseitig das Leben schwer. Aleksij Savchenko gegen Peter Lichmann lautete hier die Spitzenpaarung. Diese Partie endete Remis und Niklas Huschenbeth, Alexander Seyb und Sebastian Bogner sind wieder in Schlagweite. Noch ist nichts entschieden.

Das Fehlen der beiden Topleute U18 w ( Melanie Ohme und Manuela Mader ) sorgt für die unklare Hierarchie. Weder JOM-Spielerin und Titelverteidigerin Judith Fuchs noch die internationale Meisterin Evgenija Shmirina konnten sich entscheidend absetzen.

Die Stärke des Feldes in der U18 wurde bereits angesprochen. Frederik Beck konnte Atila Figura mit einer schneidigen Attacke niederreiten. Bravo! Raiko Siebarth nutzte eine Unaufmerksamkeit Florian Dingers und strich den vollen Punkt ein.


Dschungelnächte bei der Deutschen Schachjugend. Mit der Siegerehrung ging das Kika-(Kinder können’s auch!)-Turnier zu Ende.

 

 

 

 


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