Peng und van Kampen gewinnen Euwe Memorial

21.11.2011 – Das Euwe-Gedenkturnier wurde anlässlich des 30sten Todestages des einstigen Weltmeisters in Amsterdam veranstaltet. Zusammen mit vielen Rahmenveranstaltungen bildeten zwei Viererturniere das Kernstück des Events. Für diese hatte man mit einigen älteren Spielern, jüngeren Spielern und Frauen ein sehr buntes und interessantes Spielerfeld zusammen gestellt. Die vielfache niederländische Landesmeisterin Peng Zhaoqin gewann die Gruppe 1, Robin van Kampen die Gruppe 2. Die amerikanische Großmeisterin Jennifer Shahade ("Chess Bitch") sorgte auf der Abschlussfeier mit einem Simultan gegen drei Aktmodelle für ziemlich ungewöhnliche Bilder beim Schach.Turnierseite...   Partien, Tabellen, etc...

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Euwe tournament Amsterdam
Peng gewinnt Gruppe 1, van Kampen Gruppe 2
Fotos: Nadja Voorham und Bas Beekhuizen

Zum Beginn der letzten Runden standen alle Spieler der Gruppe 1 auf dem gleichen Platz. Dann gewann Peng in der Schlussrunde gegen van der Sterren und holte damit auch den Sieg in der Gruppe 1. In der zweiten Partie hatte Pia Cramling gegen Fridrik Olafsson Initatiative an beiden Flügel. Der Isländer verteidigte sich aufmerksam und erreichte schließlich ein Remis.

Der Turniersieg in Gruppe 2 ging an Robin van Kampen, der in der letzten Runde in großer Zeitnot gegen Stuart Conquest gewann. Ketevan Arakhamia-Grant und Monika Socko trennten sich remis.

Die Schlussfeier fand im berühmten Klub "De Kring" statt. Der Klub ist dank der Arbeit vieler Künstler in den Niederlanden berühmt, aber auch berüchtigt. Zu Schlussfeier sorgte die US-Amerikanerin Jennifer Shahade mit einer ganz speziellen Performance für neue Akzente. Sie spielte simultan gegen drei nackte Aktmodelle. Hans Böhm kommentierte die Veranstaltung.


Hans Böhm vergibt die Preise

Jennifer Shahade beim Simultan


Anklänge an Duchamp (Motiv) und Breughel (Farbe)

 

Gruppe 1


Cramlin-Peng in Runde 4


Peng Zhaoqin


Olafsson - Peng


Paul van der Sterren


 



 

 

Gruppe 2


Robin van Kampen


 


Runde 4


Ketevan Arakhamia-Grant


Merijn van Delft, den es aus der Appeldoorner Schachszene nach Hamburg verschlagen hat, fiel zum Künstlerklub "de Kring" folgende Anekdote ein:

Häufige Gäste dort waren die Freunde Jan Hein Donner, ausgezeichneter Schachspieler und gefürchteter Kolumnist, und der bekannte Autor Harry Mulisch ("Die Entdeckung des Himmels"). Die beiden, auch Mulisch spielte gerne Schach, und einige andere Schachfreunde, fuhren dann gerne zu Max Euwe, um dort bei der fürsorglichen Frau des ehemaligen Weltmeisters und FIDE-Präsidenten ein Mittag- oder Abendessen zu schnorren.

Auf der Fahrt mit der Straßenbahn durch Amsterdam zum Haus der Euwes erbat sich Donner dann lautstark Ruhe. "Pssst! Ich muss mich jetzt konzentrieren und mir schnell eine Neuerung in der Nimzoindischen Verteidigung ausdenken, damit wir einen Grund haben, bei Euwe zu klingeln".


 

 

 

 

 

 


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