Schach, Erziehung, Mathematik

05.01.2015 – Schach ist Spiel, Sport, Wissenschaft, Kunst und viel mehr. Vor allem macht es Spaß. Und Wissenschaftler haben festgestellt, wie gut es für Kinder ist. Wie man Schach in der Erziehung nutzen kann, um das Denken von Kindern und ihre soziale Kompetenz zu verbessern, haben sich 2014 in London Wissenschaftler gefragt. Lilli Hahn berichtet. Mehr...

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Schach und Mathematik

Von Lilli Hahn

Anfang Dezember, zeitgleich zum Rapidplay Open der London Chess Classic, fand in London die „Chess and Mathematics Conference“ statt. Während sich im Nebenraum 150 Schachspieler, darunter 6 Spieler der Top 15, die Köpfe über ihre Schnellpartien zerbrachen, stand bei der "Chess and Mathematics Konferenz" das Thema Schach in Schulen im Mittelpunkt.

Zwei Tage lang standen für die fast 100 Teilnehmer und Teilnehmerinnen Präsentation, Workshops und angeregte Diskussionen auf dem Programm. Mit Referenten aus über 15 Ländern war das Programm sehr vielfältig und reichte von Vorträgen der Kognitionswissenschaften, Forschungsergebnissen über Lernfähigkeit in Schach und Mathematik bis hin zu Themen wie dem Geschlechterunterschied im Schach.

Christina Schenz (links) und Jennifer Shahade als Referentinnen (Foto: Karel van Delft)

Auch mehrere Deutsche hatten, als Teilnehmer oder Referenten, ihren Weg nach London gefunden. Der Schwerpunkt des Kongresses war Schach, nicht als alleinstehender Sport, sondern vielmehr dessen Wert in der Entwicklung und Erziehung des Kindes. Schach als Möglichkeit die Leistungsfähigkeit von Schülern in Mathematik zu erhöhen, sowie das räumliche und logische Denken des Kindes und die soziale Kompetenz zu fördern.

Walter Rädle, Vorsitzender der Deutschen Schulschachstiftung, agierte als Referent im Vortrag „Schach in der Grundschul-Mathematik“ und Lilli Hahn im Vortrag „Schach, Mathematik und Geschlecht“.

Lilli Hahn und Konferenz Co-Direktor John Folley (Foto: Karel van Delft)

Neben den Vorträgen profitierten die Teilnehmer vor allem vom Informationsaustausch untereinander. Gemeinsam wurden neue Konzepte entworfen, Ideen weiterentwickelt und Projekte in verschiedenen Ländern verglichen. In einem waren sich alle einig: Schach hat ein immenses Potential die Entwicklung von Kindern in vielerlei Hinsicht positiv zu beeinflussen und auf kurz oder lang sollte Schach allen Kindern und Jugendlichen zugänglich gemacht werden.

Schach und Begabtenförderung (Foto: Karel van Delft)

Wir sind jetzt schon gespannt auf die Konferenz nächstes Jahr, um hoffentlich zu hören, dass in vielen Ländern eine positive Entwicklung im Bereich Schulschach stattgefunden hat.

Konferenzleiter Stefan Löffler (Foto: Ray Morris-Hill)

Einen Großteil der Vorträge kann man unter folgendem Link einsehen und herunterladen: http://londonchessconference.com/pres/

Videos der Vorträge und weitere Fotos finden Sie hier: http://chesstalent.com/chess-and-education-london-conference-2014

 

Schach lernen mit Fritz&Fertig...

 


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Krennwurzn Krennwurzn 05.01.2015 03:11
Generell muss man sagen, dass wir den Frauenanteil im Schach auch aus wirtschaftlichen Gründen erhöhen müssen - ebenso klar ist, dass das Schach von einem höheren Frauenanteil nur profitieren kann.

Etwas launisch hat die Krennwurzn diese alte Forderung wieder einmal in einem Artikel formuliert:
http://www.schach-welt.de/BLOG/blog/neujahrskonzert-2015-schach-ist-sport
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