Schach in China

von Alejandro Ramirez
01.07.2014 – In Hainan, gerne das Hawaii Chinas genannt, findet zur Zeit das 5. Hainan Danzhou Turnier statt. Arkadij Naiditsch, Deutschlands Nummer eins, liegt nach nach fünf Runden mit 3,5 Punkten zusammen mit Yu Yangyi und Bu Xiangzhi an der Spitze des Feldes. Am freien Tag durfte er testen, wie stark der chinesische Nachwuchs spielt. Mehr...

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Mit seinem Sieg gegen Bu Xiangzhi in Runde vier war Naiditsch sogar kurzzeitig alleiniger Tabellenführer.

Kampf um die Spitze: Arkadij Naiditsch (rechts) gegen Bu Xiangzhi

Doch schon in der nächsten Runde wurde Naiditsch an der Tabellenspitze eingeholt. Er spielte Remis während Bu Xiangzhi gegen Zhao Jun gewinnen konnte. Auch Yu Yangyi war erfolgreich und holte gegen Ma Qun seinen zweiten Sieg in Folge. Damit schlossen Bu Xiangzhi und Yu Yangyi zu Naiditsch auf und teilen sich jetzt mit je 3,5 aus 5 den Platz an der Spitze.

Ruhetag

Am Ruhetag nach der vierten Runde stand Simultan auf dem Programm und das war ein wirkliches Schachereignis.

Blick von oben auf die Simultanveranstaltung

Beim Simultan traten die zehn Großmeister, die beim Turnier an den Start gehen, gegen 200 Schüler aus örtlichen Schulen an.

Ponomariov und Naidtisch bei der Arbeit

Ruslan Ponomariov steht Rede und Antwort

Neben dem Simultan gab es eine Reihe von Rahmenveranstaltungen. So hielten GM Ye Jianghuan, Cheftrainer der chinesischen Nationalmannschaft, und Ex-Frauenweltmeisterin GM Xu Yuhua einen Vortrag für den Nachwuchs der örtlichen Schulen. Wie im Vorjahr veranstalteten die Organisatoren auch wieder einen Wettbewerb mit Junggroßmeister Wei Yi. Die Sieger der Danzhou Schachliga durften im 5-Minuten-Blitz gegen ihn antreten.

Wei Yi beim Blitzen gegen seine jungen Herausforderer

Ohne diesen Mann wäre das Schach in China nicht das, was es jetzt ist: GM Ye Jiangchuan

Tja, der Nachwuchs macht es einem nicht leicht: Yu Yangyi bescherte er einige nachdenkliche Minuten

Großmeister und örtliche Champions beim Gruppenbild

Ex-Frauenweltmeisterin Xu Yuhua bei ihrem Vortrag. Weiß zieht und kommt in Vorteil. Aber wie?

Wurde bereits erwähnt, dass Hainan als "Hawaii Chinas" gilt?

Arkadij Naiditsch als Blumenkind

Im Turnier liegt Zhou Weiqi bei 50%, im Simultan schlug er vernichtend zu

Zwei Galionsfiguren des chinesischen Schachs: GM Ye Jiangchuan und GM Xu Yuhua bei einem gemeinsamen Vortrag

Passend zum Simultan gekleidet: Ma Qun

Stand nach fünf Runden

Partien der Runden 1 bis 5

 

 

Fotos: Liang Ziming
Turnierseite

 

 



Alejandro Ramirez wurde mit 15 Jahren Großmeister, qualifizierte sich 2004 und 2013 für die WM-Turniere und spielte 2002, 2004 und 2008 für Costa Rica bei der Schacholympiade. Er ist Autor einer Reihe populärer und erfolgreicher ChessBase-DVDs.
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