Schach ist wie Heroin

von André Schulz
26.11.2015 – Zeit-online betreibt seit einiger Zeit einen Schachblog, in dem regelmäßig über Ereignisse und Themen des Schachs geschrieben wird. Nach einer Vielzahl von Artikeln wollte Redakteur Christan Spiller es jetzt genau wissen: Macht Schach unglücklich? Er bat seine drei Blogger zur Gesprächsrunde, um Antworten zu finden. Und er bekam sie. Mehr...

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Die drei Schachblogger von Zeit-online, Ilja Schneider, Dennes Abel und Johannes Fischer, wurden in einer Gesprächsrunde von ihrem Redakteur gefragt: Macht Schach unglücklich (Warum eigentlich nicht: Macht Schach glücklich?). Die Antworten der Diskussionsteilnehmer sind erhellend, werfen aber auch ein ernüchterndes Licht auf die Schachcommunity.

Schach wird in Phasen sozialer Desintegration gespielt, heißt es, in Zeiten der Isolation, nach Trennung oder Arbeitsverlust. Frustrationserlebnisse sind an der Tagesordnung. Und wenn man dann auch noch beim Schach verliert, werden ruhige Menschen plötzlich aggressiv. Sie geißeln sich nach Niederlagen und fressen sich innerlich auf. 

Zudem ist man stundenlang mit sich selber konfrontiert.

Und Kinder, die beim Schachspiel noch ihren Spaß haben, werden später gnadenlos in die Schachcommunity integriert - und da herrscht eine andere Denkweise.

Aber:

Bei einer schönen Gewinnpartie werden massenweise Hormone ausgeschüttet. Es gibt nicht viel Vergleichbares im Leben. Schach ist wie Heroin

 

 

...

 

Zur Gesprächsrunde bei Zeit-online...

 

 


Themen Zeit-online

André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.
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Le Refractorist Le Refractorist 26.11.2015 10:24
Da ist was wahres dran. Zumindest kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass Internetschach unglücklich macht. Gemütlich mit Freunden ne partie am Holzbrett spielen macht dagegen glücklich. Guter Beitrag, selbstkritische Kommentare find ich gut und spornt zum denken und hinterfragen an.
huhu1 huhu1 26.11.2015 05:13
frechheit
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