Schacholympiade: Wer ist eigentlich Favorit?

13.11.2008 – Als der Eiserne Vorhang noch stand, war die Antwort auf diese Frage leicht: die Sowjetunion. Tatsächlich hat die Sowjetunion, seit sie 1952 in Helsinki das erste Mal bei einer Olympiade antrat bis zur letzten Olympiade bevor es sie nicht mehr gab, nur in Buenos Aires 1978 nicht gewonnen. Doch die Verhältnisse sind nicht mehr so. Die Schachwelt ist globaler geworden und klare Favoriten gibt es nicht mehr. Dennoch führen sowohl bei den Männern als auch bei Frauen die drei gleichen Länder die Elo-Liste.Turnierseite Schacholympiade...Zu den Favoriten...

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Russland, Ukraine, China - diese drei Länder liegen an der Spitze der Rangliste.


Vladimir Kramnik

An Brett Eins für Russland ist Kramnik kurze Zeit nach dem Weltmeisterschaftskampf gegen Vishy Anand wieder am Schachbrett zu sehen. Dahinter folgen mit Alexander Morozevich, Peter Svidler, Alexander Grischuk und Dimitry Jakovenko vier Spieler der absoluten oder erweiterten Weltspitze. Vor allem verfügt die Mannschaft über viel Erfahrung - keiner der Spieler ist jünger als 25.

Anders in der Mannschaft der Ukraine. Dort spielt mit Sergei Karjakin an Brett Zwei einer der Junggroßmeister, die bereits zur Weltspitze gehören mit.


Ein ernsthafter junger Mann: Sergei Karjakin

Angeführt wird die Mannschaft hingegen von Veteran Vassily Ivanchuk, der in der letzten beiden Jahren eine Reihe von ausgezeichneten Ergebnissen erzielt hat.


Ebenfalls ernsthaft: Vassily Ivanchuk

Unterstützt werden die beiden von Pavel Eljanov, Zahar Efimenko und Andrei Volokitin.

Eine ganz andere Politik verfolgen die Chinesen. Während in der russischen Meisterschaft niemand unter 25 ist, so ist bei den Chinesen niemand über 25. Mit Wang Yue, Bu Xiangzhi, Ni Hua, Wang Hao und Li Chao treten sie mit einer Riege von jungen Großmeistern an, die in letzter Zeit in internationalen Turnieren erfolgreich waren.


Nummer Eins bei den Chinesen: Wang Yue

Auch bei den Damen setzen die Chinesen auf die Jugend. Sogar noch stärker. Die älteste Spielerin im Team ist die 1985 geborene Zhao Xie, die hinter der 1994 geborenen Hou Yifan an Brett Zwei spielt.


Die "Veteranin" im chinesischen Damenteam: Zhao Xue

Dazu kommen noch Shan Yeng (1989), Ju Wangyun (1991) und Tan Zhongyi (1991).

Doch auch bei den Damen weist die russische Mannschaft den höchsten Elo-Schnitt auf. Angeführt wird die Mannschaft von Alexandra Kosteniuk, an Brett Zwei und Drei folgen dann Tatiana und Nadezhda Kosinzeva. Ekaterina Korbut und Natalia Pogonina spielen dann an vier und fünf.


Alexandra Kosteniuk: Brett Eins der russischen Damenmannschaft


Natalia Pogonina: Brett Fünf

Platz Zwei der Rangliste bei den Damen nehmen die Ukrainerinnen ein. Dort spielen Kateryna Lahno, Natalia Zhukova, Anna Ushenina, Inna Gaponenko und Natalia Zdebskaja.


Natalia Zhukova - seit langem eine der erfolgreichsten Spielerinnen der Welt


Kateryna Lahno

Allerdings muss man sagen, dass die Unterschiede zwischen den Mannschaften keineswegs groß sind. Das niedrige Durchschnittsalter macht eine Prognose noch schwieriger. Gut möglich, dass am Ende weder bei den Herren noch bei den Damen eine dieser drei Länder die Goldmedaille holt.


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