Schachtipps von Boris Gelfand (1/2)

von Sagar Shah
08.05.2016 – Boris Gelfand verlor 2012 beim WM-Kampf gegen Vishy Anand in Moskau denkbar knapp. Beim Kandidatenturnier 2016 war er zu Besuch in Moskau und fand dabei die Zeit für ein ausführliches Interview mit Sagar Shah. Gelfand spricht über Blitzschach, gibt Tipps, wie man Eröffnung, Mittelspiel und Endspiel studiert und zeigt seine besten Partien. Mehr...

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Ein Interview mit Boris Gelfand (1/2)

Von Sagar Shah

Sagar Shah: Boris, fangen wir mit dem Aeroflot Open an, das vom 1. bis 10. März in Moskau stattfand. Warum wolltest du in dem Turnier spielen und wie lief es für dich?

Boris Gelfand: Das Aeroflot Open ist immer sehr stark besetzt und ich hatte in letzer Zeit nicht viel Gelegenheit, Partien mit klassischer Bedenkzeit zu spielen. Aber es ist wichtig, Turniere zu spielen - so bleibt man in Form. Ich bin beim Schach sehr ehrgeizig und möchte weiter spielen. Und das Turnier lief gut für mich. Es lief nicht immer alles glatt, aber im Prinzip bin ich mit meinem Ergebnis zufrieden.

Im Gegensatz zu anderen offenen Turnieren kriegt man beim Aeroflot Open immer einen starken Gegner, egal, wie das Turnier für einen läuft. Viele junge Talente aus aller Welt nehmen daran teil und auch dieses Jahr herrschte eine intensive Atmosphäre. Ich bin froh, dass ich gespielt habe.

SS: War die Bedenkzeit auch ein Grund, das Turnier zu spielen?

[Beim Aeroflot Open wurde mit einer Bedenkzeit von 100 Minuten für die ersten 40 Züge gespielt. Danach hatte man 50 Minuten für die nächsten 20 Züge und 15 Minuten für den Rest der Partie. Zusätzlich erhielt man ab dem ersten Zug einen Zeitaufschlag von 30 Sekunden pro Zug.]

BG: Ich spiele gerne klassische Partien und der Zeitmodus kam mir entgegen. Aber ich spiele auch gerne mit kürzerer Bedenkzeit.

SS: In den ersten beiden Runden hast du gegen Artyom Timofeev und den unbekannten Haik Martirosyan gespielt, beide Partien endeten Remis. Mit welcher Einstellung bist du in die dritte Runde gegangen?

BG: Ich war sehr positiv gestimmt. Offensichtlich spielt mein junger Gegner aus der zweiten Runde, Haik Martirosyan, sehr viel stärker, als seine Elo-Zahl nahelegt. Er spielte ein gutes Turnier und landete am Ende bei +1. Ich glaube, man wird noch viel von ihm hören.
Ich war froh, dass ich in Runde drei gegen Anton Demchenko gelost wurde, denn bei der Vorbereitung sah ich, dass er gerne offenen Sizilianer spielt - und diese Eröffnung bietet beiden Seiten Chancen. Die Partie lief gut für mich. Ich habe sie noch nicht gründlich analysiert, aber ich habe das Gefühl, dass ich gut gespielt habe. Er hat ein paar Möglichkeiten übersehen und landete in Schwierigkeiten.

 

Boris Gelfand holte beim Aeroflot Open 6,5 Punkte aus 9 Partien und wurde zusammen mit Evgeniy Najer geteilter Erster.

SS: In drei Partien - gegen Bartel, Grachev und Jumabayev - hast du sieben Stunden gespielt. Du bist nicht mehr der Jüngste! Wie bist du mit diesem Druck fertig geworden?

BG: Das hat viel Kraft gekostet - und die fehlenden Ruhetage waren ein zusätzliches Problem. In Rundenturnieren hat man immer irgendwann die Gelegenheit, sich zu entspannen, aber hier war es hart, vor allem am Ende des Turniers.

Nach den Partien habe ich immer zu Abend gegessen, danach kam eine Massage, doch wenn ich dann in mein Hotelzimmer zurückkam, bin ich eigentlich immer sofort ins Bett gegangen. Ich habe meine Partien nicht analysiert. Morgens hatte man ein bisschen Zeit, weil die Runde nachmittags begann. So habe ich jeden Morgen einen Spaziergang im nahe gelegenen Park gemacht und mich danach auf die Partie vorbereitet. Dieser Routine bin ich treu geblieben und das hat funktioniert. Leider war das Wetter schrecklich und wurde erst ab Runde acht besser. Der Himmel war grau und dunkel, es regnete und gab Schnee. Aber ich konnte damit umgehen. Die letzten beiden Tage war das Wetter dann besser, vor allem am Tag des Blitzturniers war es phantastisch. Das hat auch meine Stimmung verbessert.

SS: Hast du immer einen festen Zeitplan, wenn du ein Turnier spielst?

BG: Eigentlich habe ich bei jedem Turnier einen mehr oder weniger festen Zeitplan. Meistens muss man kleine Anpassungen vornehmen, je nach Rundenbeginn oder anderen Faktoren wie zum Beispiel dem Wetter. Zum Beispiel endeten die Runden beim Aeroflot Open meistens, wenn draußen schon tiefschwarze Nacht war. Da macht ein Spaziergang nicht viel Spaß. Also bin ich morgens spazieren gegangen und habe mich dann abends entspannt.

SS: Wenn man dich während deiner Partien beobachtet, ist man immer wieder verblüfft, wie gut du mit allen Figuren, vom Bauern bis zur Dame, jonglierst. Warum kannst du das so gut und wann hast du dir das angewöhnt?

Auf diesem Video, das Amruta Mokal während des Aeroflot Blitzturniers aufgenommen hat,
sieht man, welche Kunststücke Boris Gelfand mit seiner Dame vollführt!

BG: 40 Jahre Erfahrung, 40 Jahre Erfahrung! (lächelt) Jeder amüsiert sich darüber. In den letzten 40 Jahren meiner Karriere haben sich lediglich zwei Spieler (Lajos Portisch und Francisco Vallejo Pons) beim Schiedsrichter darüber beschwert und dann habe ich sofort aufgehört, denn ich will damit ja nicht meine Gegner stören. Es ist einfach nur eine Angewohnheit. Vielleicht eine schlechte Angewohnheit, ich weiß es nicht. Die meisten Leute finden das amüsant. Viele Leute wollen mich dabei filmen.

SS: Eine andere Angewohnheit von dir ist es, während der Partie herumzulaufen. Du gehst auf und ab und denkst dabei. Kannst du ohne Ansicht des Bretts genau so gut rechnen, wie du es kannst, wenn du am Brett sitzt?

BG: Ja, in beiden Fällen versuche ich, genauso tief zu rechnen. Und manchmal, wenn ich ohne Ansicht des Bretts rechne, dann versuche ich, meinen Blickwinkel zu erweitern. Oft konzentriert man sich auf eine Variante, aber es kann nützlich sein, eine Pause zu machen und zu überlegen, ob man noch andere Möglichkeiten hat. Vielleicht hängt man in einer Denkschleife fest und man vergisst, nach anderen Zügen zu suchen. Wenn ich umherlaufe, dann bin ich genauso konzentriert, wie ich es bin, wenn ich am Brett sitze. Das einzige Problem hier in Moskau bestand darin, dass mich so viele Leute kennen, mich grüßen wollten und mich anlächelten. Das hat ein wenig abgelenkt. Aber wenn die Zeitkontrolle naht oder ich in Zeitnot bin, bleibe ich meistens am Brett.

Boris Gelfand spielt auch stark, wenn er das Brett nicht sieht

SS: Welchen Tip würdest du Spielern geben, die ihr Blindspiel verbessern wollen?

BG: Ich glaube nicht, dass ich besonders gut Blindschach spiele. Ich habe früher manchmal am Melody Amber Turnier teilgenommen, in dem Blitz- und Schnellschach gespielt wurde, und manchmal auch ganz gut abgeschnitten. Aber hier sind Spieler wie Kramnik oder Morozevich einfach unglaublich.

Ich glaube, es ist wichtig, die Stellung, die gerade auf dem Brett steht, visualieren zu können. Ich habe darüber oft mit Großmeister Yuri Razuvaev gesprochen, der leider schon gestorben ist, aber ein phantastischer Trainer war, und er hat sehr viel Wert darauf gelegt, dass junge Spieler blind zu spielen lernen. Ich habe das dann gelernt.

Zum Beispiel habe ich nach der Partie, während eines Spaziergangs oder beim Abendessen mit anderen Spielern oder meinen Sekundanten, Stellungen diskutiert und Varianten analysiert. Wir sind nicht gleich zum Computer geeilt, sondern haben lieber miteinander analyiert. Das hilft bei der Entwicklung der Fähigkeit, blind zu spielen, enorm. Ich glaube, es ist sehr wichtig, die Stellung visualisieren und im Kopf analyiseren zu können.

Dieses Foto wurde aufgenommen, als Andor Lilienthal in Moskau 90. Geburtstag feierte. Lilienthal befindet sich im Kreise der Großmeister Boris Gelfand, Vladimir Kramnik, Yuri Averbakh, Evgeni Vasiukov, Sergei Makarichev und Yuri Razuvaev. [Dank geht an den legendären Fotografen Boris Dolmatovsky, der hier eines der Lieblingsfotos von Boris Gelfand mit der Schachwelt teilt.]

SS: Du kannst problemlos im Kopf rekonstruieren und analysieren?

BG: Ja, es ist wichtig, dass man das lernt. Wenn ich zuhause einen Spaziergang mache, dann suche ich mir vorher oft eine Studie heraus und versuche, sie zu lösen, während ich unterwegs bin. Das habe ich von Razuvaev gelernt. Das ist eine gute Idee und ich mache das oft.

SS: Ich habe eine Studie vorbereitet. Kann ich sie dir diktieren?

BG: (Aufgeregt) Ja, gerne!

SS: Weißer König b2, Bauer a5, Turm a6. Schwarzer König f3, Turm auf f8 und Bauer auf g4. Schwarz zieht und gewinnt. [Während ich die Stellung diktierte, wiederholte Gelfand das jeweilige Feld einer Figur laut. Nach meinem "Turm f8"  wiederholte er "f8". Offensichtlich hatte er den Turm im Kopf gerade nach f8 gestellt. Ich würde Lesern empfehlen, es Gelfand gleichzutun und ebenfalls zu versuchen, dieses Problem im Kopf zu lösen. Die Lösung finden Sie, wenn Sie auf das Diagramm unten klicken. Die Überlegungen von Boris finden Sie in der PGN-Datei.]

Sobald ich Boris die Stellung diktiert hatte, war er Feuer und Flamme!

BG: [Denkt intensiv über die Stellung nach, um ihre Feinheiten zu verstehen. Nach genau 60 Sekunden sagt er]:  1…g3 geht nicht, okay. 2.Tg6 g2 3.Kb3 Tf4 4.a6 mit Remis. Andere Möglichkeiten sind (denkt eine Weile nach) entweder 1…Tf5, Tg8 oder Tb8+

SS: Einer dieser Züge gewinnt!

BG: [Lächelt] Ja, ja! Kandidatenzüge sind immer nützlich! Okay, schauen wir einmal 1…Tf5 2.Kb3 g3 3.Kb4 Tg5 4. Tf6 Ke2 5.Te6 Kd2 6.Td6 Kc2 7.Te6 g2 8.Te1 mit Remis. Schauen wir uns die anderen Möglichkeiten an: 1…Tg8 2.Tf6 Ke2 3.Te6 und Weiß kann nirgendwo, oder? Vielleicht Tf6+ Ke4.

SS: Warum nicht die Variante, die mit 1…Tf5 beginnt, noch einmal analysieren?

BG: [Sofort] Ja, ich hab's. 1…Tf5 2.Kb3 g3 3.Kb4 g2 4.Tg6 Tf4+! und Tg4 und Schwarz gewinnt. Zwischenzüge sind wichtig! Eine andere Pointe ist, dass man nach 1…Tf5 2.Ta8 g3 3.a6 den Bauern mit Tf6 4.a7 Tf7 weiter angreift und gewinnt. Das sind Standardtechniken im Turmendspiel.

SS: Perfekt! Ich habe diese Stellung schon vielen Großmeistern gezeigt und sie haben die Lösung nicht gefunden, obwohl sie das Brett vor sich hatten! Du hast die Lösung ohne Ansicht des Bretts in weniger als fünf Minuten gefunden!

[Event "?"] [Site "?"] [Date "2016.04.12"] [Round "?"] [White "Study Solution"] [Black "?"] [Result "0-1"] [Annotator "Boris Gelfand"] [SetUp "1"] [FEN "5r2/8/R7/P7/6p1/5k2/1K6/8 b - - 0 1"] [PlyCount "7"] {Rf5 ist der richtige Zug und war einer von Gelfands Kandidatenzügen. Nachdem sich Gelfand am Anfang verrechnet hatte, reichte ihm ein kleiner Hinweis, um alle Varianten zu finden.} 1... Rf5 $1 ({Die erste Variante, die Gelfand in Betracht zieht.} 1... g3 2. Rg6 g2 3. Kb3 Rf4 4. a6 $11) (1... Rg8 {ist ein anderer Zug, den Gelfand vorgeschlagen hat} 2. Rf6+ Ke2 3. Re6+ {bringt nichts.}) 2. Ra8 (2. Kb3 g3 3. Kb4 g2 4. Rg6 {Gelfand hatte zunächst geglaubt, dass diese Stellung Remis ist, aber später entdeckte er die Möglichkeit} Rf4+ $1 5. Kb5 Rg4 $19) 2... g3 3. a6 Rf6 $1 4. a7 Rf7 $1 $19 {Dem a-Bauern zu folgen, ist eine hübsche Idee. Der g-Bauer geht jetzt zur Dame.} 0-1

Kommen wir zu deinen Eröffnungen: Normalerweise spielst du 1.d4 und in letzter Zeit bist du diesem Zug auch treu geblieben. Hast du keine Angst, dass deine Gegner mit Computervarianten bewaffnet ans Brett kommen?

BG: Natürlich habe ich Angst davor, aber dieses Risiko besteht immer, egal, was man spielt! Wenn man viele Eröffnungen vorbereitet, dann kann man nicht allzu sehr in die Tiefe gehen, und so sind die Gegner vielleicht besser vorbereitet. Außerdem spiele ich eine ganze Reihe unterschiedlicher Systeme, manchmal Katalanisch, manchmal 3.Sf3 und 4.Sc3 und variiere zwischen diesen Zügen. Ich halte mein Eröffnungsrepertoire nicht für schmal.

SS: Sollte man sich schon in jungen Jahren auf die Eröffnungen konzentrieren oder sollte man erst an den anderen Phasen der Partien arbeiten?

BG: Ich glaube, es ist immer besser, wenn man sich auch schon in jungen Jahren auf andere Bereiche des Spiels konzentriert und nicht nur Eröffnungen studiert. Zum Beispiel, indem man ein paar wichtige Endspiele lernt, ein Gespür für taktische Möglichkeiten entwickelt, Muster erkennt und die Klassiker studiert. Ich halte all das für wichtiger als sich auf die Eröffnungen zu konzentrieren.

SS: Aber irgendwann muss man Eröffnungen lernen. Wie sollte man Eröffnungen studieren?

BG: Das ist bei jedem anders. Ich glaube, junge Spieler sollten dem Repertoire ihres Lieblingsspielers folgen. Man sieht die Eröffnungsideen und man kann die Partien vollständig nachspielen. Gefällt einem ein klassischer Spieler, dann kann man Kramniks Repertoire übernehmen. Aber man muss aufpassen. Man kann nicht einfach blindlings die scharfen Varianten übernehmen. Dein Vorbild hat in diese Varianten vielleicht viel Arbeit investiert, während man selber nicht weiß, worauf es ankommt! Außerdem würde ich vorschlagen, dass man Eröffnungen spielt, die dem eigenen Stil entsprechen.

SS: Welches Vorbild hattest du?

BG: Ich habe Rubinstein geliebt. Aber ich habe mir auch die Partiensammlungen von Spitzenspielern wie Geller, Polugaevsky, Aljechin, Botvinnik, Tarrasch, Fischer, Larsen und vielen anderen angeschaut. Leider gibt es kein gutes Buch über Spassky. Er selber hat kein Buch geschrieben und so bleiben uns nur Sammlungen, bei denen jemand anderes seine Partien kommentiert. Ich habe auch viele Bücher von Keres gelesen, sein Buch mit seinen besten Partien und sein Buch über das Weltmeisterschaftsturnier 1948. Keres war ein guter Autor. Viele Spitzenspieler konnten gut schreiben, aber nicht alle wollten Zeit darauf verwenden, ihre Gedanken zu Papier zu bringen.

SS: Apropos gute Spieler, die auch gut schreiben können: Du hast vor kurzem zusammen mit Jacob Aargard für Quality Chess ein Buch mit dem Titel Positional Decision Making in Chess geschrieben. Teil II erscheint bald. Glaubst du, dass du dich durch das Schreiben des Buches als Spieler weiter entwickelt hast?

Das sagen Spitzenspieler

BG: Einer meiner Lieblingsautoren, Somerset Maugham, hat einige seiner besten Romane erst nach dem Schreiben seiner Autobiographie "Summing up" geschrieben. Ich hoffe, mir geht es ähnlich! Ich habe bei diesem Projekt mit Jacob Aagaard zusammengearbeitet. Meistens haben wir über Skype gearbeitet. Jacob und ich wohnen weit voneinander entfernt, aber mit Hilfe moderner Technologie können wir nicht nur miteinander reden, sondern uns auch sehen. Meistens habe ich ihm eine Datei geschickt, die wir dann besprochen haben. Er hat Fragen gestellt, die mir geholfen haben, die Dinge besser zu erklären. Er ist ein starker Großmeister und erfahrener Trainer. Die Fragen, die Jacob gestellt hat, haben mich oft nachdenken lassen. Ich habe oft gesagt: “Okay, lass mich nachdenken! Das besprechen wir beim nächsten Mal.” Durch seine Fragen habe ich viel gelernt..

SS: Besonders gefallen haben mir in dem Buch die Partien, in denen du gegen Slawisch spielst und etwas bessere Stellungen allmählich zum Gewinn führst, indem du die Stellung deiner Figuren Schritt für Schritt verbesserst. Ist das eine deiner Lieblingsstrategien?

BG: Nun, ich würde sagen, die Slawisch-Partien haben gut zum Thema des ersten Buchs gepasst: Positional Decision Making. Bei einem anderen Thema hätte ich sicher Partien mit anderen Eröffnungen ausgewählt - wie im zweiten Band, in dem der Schwerpunkt auf dynamischem Schach liegt. Ich weiß nicht, wie viele Bücher die Reihe am Ende umfassen wird, aber mit Sicherheit mehr als drei. Ich hoffe, wir haben die Energie, die Motivation und die Zeit, an weiteren Büchern zu arbeiten. Mir gefällt das Konzept und die Resonanz war gut. Viele Leute haben das Buch geliebt und das fühlt sich gut an.   

SS: Wenn man dir beim Spielen zusieht, ist man immer wieder durch deine Intensität am Brett beeindruckt. Du bist absolut konzentriert und manchmal läuft dein Gesicht sogar rot an. Willst du in jeder deiner Partie eine Glanzleistung abliefern?

BG: Ich versuche, die besten Züge zu finden. Ich weiß, dass man nicht in jeder Partie, die man spielt, eine Glanzleistung liefern kann, aber immer, wenn ich mich ans Brett sitze, um eine Partie zu spielen, habe ich tief im Inneren das Gefühl, dass ich dieses Mal eine wirklich phantastische Partie spielen kann und eine Glanzpartie schaffen will.

SS: Welche Glanzpartien hast du im Laufe deiner Karriere schon gespielt?

BG: Da muss ich nachdenken… Wenn ich eine Liste mit meinen Lieblingspartien erstellen sollte, dann würde ich meine Partie gegen Shirov aus dem Turnier in Polanica Zdroj 1998 an die Spitze setzen, dann die gegen Sergey Karjakin im World Cup 2009, meine Partie gegen Wang Yue 2010, die Partie gegen Alexander Grischuk zum Abschluss der Kandidatenwettkämpfe 2011, mit der ich mich für den WM-Kampf 2012 qualifiziert habe. Mit diesen Partien würde ich anfangen, aber ich bin sicher, da fehlen viele.

[Event "Rubinstein Memorial 35th"] [Site "Polanica Zdroj"] [Date "1998.08.20"] [Round "4"] [White "Gelfand, Boris"] [Black "Shirov, Alexei"] [Result "1-0"] [ECO "D85"] [WhiteElo "2675"] [BlackElo "2720"] [Annotator "Gelfand/Huzman"] [PlyCount "77"] [EventDate "1998.08.17"] [EventType "tourn"] [EventRounds "11"] [EventCountry "POL"] [EventCategory "17"] [Source "ChessBase"] [SourceDate "1998.11.30"] 1. d4 Nf6 2. Nf3 g6 3. c4 Bg7 4. Nc3 d5 5. cxd5 Nxd5 6. e4 Nxc3 7. bxc3 c5 8. Rb1 O-O 9. Be2 cxd4 10. cxd4 Qa5+ 11. Bd2 Qxa2 12. O-O Bg4 13. Bg5 h6 14. Bh4 a5 (14... Rd8 15. d5 g5 16. Bg3 b6 $6 17. Re1 Bxf3 18. Bxf3 Nd7 19. e5 $16 { Anand,V-Illescas Cordoba,M,Madrid,1998}) (14... g5 $1 15. Bg3 Nc6 16. d5 Rad8 17. Rxb7 e6 (17... f5 $1 {Chernin,A} 18. Qe1 (18. Bc7 fxe4 $1) 18... Bxf3 19. Bxf3 Nd4 20. exf5 Nxf3+ 21. gxf3 Qxd5 22. Rxa7 Rxf5 $11) 18. Bc7 $16 {1-0 Chernin,A-Horvath,Jzsef/Magyarorszag (ch) 56/547 1992 (36)}) 15. Rxb7 g5 16. Bg3 a4 17. h4 a3 18. hxg5 hxg5 {Both of the players definitely new Lautier, J-Sokolov,I game they were following.But they had different opinion about it. I believed that it is extremely dangerous for Black to rely only on a-pawn,and Alexey thought that this is a strong trump and it would help Black to hold the position.} 19. Rc7 $1 $146 {No,this is not an elaborated home preparation,as many people suggested later,but an over the board decision.This is multi-functioned move:White want to win a pawn by Rc2 and Ng5 or put their Bishop on important c4 square.I spent more than 1 hour trying to make this idea work.} (19. Rb5 {also looked very tempting,but Black managed to survive.} Nc6 20. Rxg5 Bxf3 21. gxf3 Qb2 22. Bc4 Rfd8 23. f4 Rxd4 24. Bxf7+ Kxf7 25. Qh5+ Kg8 26. e5 Qb3 27. Qg6 Qf7 28. Qxc6 Rad8 29. Qa6 Rd3 30. f5 Rf3 31. Ra1 Rxf5 32. Rxf5 Qxf5 33. Qxa3 e6 34. Qe7 Rf8 35. Qd6 Qg6 36. Rd1 Rf5 37. Qb8+ Kh7 38. Rd4 Rxe5 39. Rh4+ Rh5 40. Rxh5+ {A-A Lautier,Joel-Sokolov,Ivan/Sigeman & Co Malmoe (4) 1998}) 19... Na6 $2 {Black are going for the most forced line,which however doesn't solve their problems. I was more concerned about other options:} (19... Nd7 20. e5 $1 {Cutting both g7 and Ad7 out of game by just 1 move} (20. Bc4 Qb2 21. Rxd7 Bxd7 22. Nxg5 {is too aggressive} Qb6 $1 23. e5 ( 23. Qh5 Qh6 24. Bxf7+ Kh8) 23... Qg6) (20. Rc2 $6 {It is too straightforward} Qb3 21. Nxg5 Bxe2 (21... a2) 22. Rxe2 (22. Qxe2 $6 a2 (22... Bxd4 23. e5 Qxg3 24. Qh5 Qd3 25. Rd2 Qg6 $14) 23. Rb2 Qa3 24. Ra1 Bxd4 25. Rbxa2 Qxg3 26. Rxa8 Qxg5 $19) 22... Qxd1 23. Rxd1 Ra4 (23... a2 24. Ra1 Bxd4 (24... Ra5 25. e5 Rfa8 26. Rb2 $16) 25. Raxa2) 24. Nf3 Nb6 $44 {with full compensation}) (20. Re1 Qb2 21. Rc2 Qb6) 20... Qb2 (20... Rfc8 21. Bc4 Qxc4 (21... Qb2 22. Bxf7+ Kh8 23. Rxc8+ Rxc8 24. Qd3 $16) 22. Rxc4 Rxc4 23. Qb3 Raa4 24. Nxg5 $16) 21. Rc2 Qb3 ( 21... Qb6 22. Nxg5 Bf5 23. Ra2 $16) 22. Nxg5 a2 (22... Bxe2 23. Qxe2 a2 24. Ra1 Qb1+ 25. Rc1 Rfb8 $140 26. e6 Qxc1+ 27. Rxc1 Rb1 28. exf7+ Kf8 29. Ne6+ Kxf7 30. Ng5+ $18) 23. Rxa2 (23. Rc1 Qxd1 24. Bxd1 Bxd1 (24... a1=Q 25. Rxa1 Rxa1 26. Bxg4 Rxf1+ 27. Kxf1 Nb6 $14) 25. Rcxd1 (25. Rfxd1 Bh6 26. Bf4 Ra4 27. Be3 Rfa8 28. Ra1 Nb6 $44) 25... Nb6 $44) 23... Qxd1 24. Rxd1 Rxa2 25. Bxg4 Nb6 $14) (19... Qb2 20. Rc2 (20. Bc4 {also deserves attention,but I prefer 20. Ac2} a2 ( 20... e6 21. Bd6 Rd8 $5 (21... a2 22. Qa1 Qb6 23. Bxf8 Qxc7 24. Bxg7 Qxc4 25. Ne5) 22. e5 Nd7) 21. Qa1 Qxa1 22. Rxa1 Bxf3 23. gxf3 Na6 (23... Bxd4 24. Rxa2 Rxa2 25. Bxa2 e5 26. Bc4 $14) 24. Rxe7 Nb4 25. Rd7) 20... Qb3 (20... Qb6 21. Nxg5 Qxd4 (21... Bxe2 22. Qxe2 Nd7 23. e5 Ra4 24. e6 $16) (21... a2 22. Rxa2 Rxa2 23. Bxg4 Bxd4 (23... Qxd4 {-21...Od4}) 24. Be6 $1 fxe6 25. Qh5 Rfxf2 26. Qg6+) 22. Qxd4 Bxd4 23. Bxg4 a2 24. Rxa2 Rxa2 25. Ne6 Nc6 26. Nxf8 Kxf8 $14 { maybe this was one of the best possibilities,as it is very difficult for White to win this ending(but Black would suffer for around 100 moves)!}) 21. Nxg5 a2 22. Rxa2 Qxd1 23. Rxd1 Rxa2 24. Bxg4 $14 {EAe6.During the game I thought that this position is critical,and I still believe it! Similiar position could also happen from 19...Ad7 line.White are definitely better.They have to plans:to create passed d-pawn or try to bother Black's King.Black ,in my opinion should try to exchange rooks ,what would minimize White's advantage. }) (19... Bxf3 20. Bxf3 {doesn't give extra opportunities for Black}) 20. Rxe7 (20. Bxa6 $6 {is senseless} Rxa6 (20... Bxf3) 21. Qd3 Bxf3) (20. Bc4 Qb2 21. Rxe7 {would force matters,but I dont see a way Black could avoid this position anyway.}) 20... Qb2 (20... Bf6 21. Rb7) 21. Bc4 Qb4 (21... Bf6 {Black are following main line,otherwise they were going to get mated.} 22. Rxf7 Rxf7 23. e5 $1 (23. Bxf7+ Kxf7 24. Nxg5+ Bxg5 25. Qxg4 $18) 23... Be7 (23... Qb7 24. exf6 Bxf3 25. Qd2 Be4 26. Re1) 24. Bxf7+ Kxf7 25. Nxg5+) (21... a2 22. Rxf7 Rxf7 23. Bxf7+ Kxf7 (23... Kh8 24. Qa1 (24. Bd5)) 24. Nxg5+ $18) 22. Bxf7+ (22. Rxf7 $6 Qxc4 23. Rxg7+ Kxg7 24. Qd2 Bxf3 25. Qxg5+ Kh7 26. gxf3 Qf7 {and white could hardly hope even for a draw.}) 22... Kh8 {it looks like White's Rook is traped and their attack was incorrect.} (22... Rxf7 23. Rxf7 Bxd4 24. Be5 Bxe5 25. Qd5 $18) 23. Rd7 $3 {This is main move of the game,and I am proud that I foreseen it from quite far.Shirov ,in his turn, called 23.Rd7 a 'prosaic 'move (and I have to agree with him!) and was afraid of even more imaginative idea: it looks like White Rook is traped and their attack was incorrect.But I prepared a suprise for my opponent.} (23. Be6 $1 Bxf3 (23... Qxe7 24. Bxg4 { a-pawn is still far and White already have a material advantage}) 24. Rxg7 Bxd1 25. Be5 $3 {the point of Alexey's idea.Now mate in 2 is a threat} Qb5 {the only defence} 26. d5 $1 (26. Bd5 {Bishop is trying to protect his more important colleage,but} Rf5 $3 {Now White have few possibilities,but it looks like they dont have an advantage} (26... Qxd5 27. exd5 Ba4 (27... Be2 28. Ra1 $18) 28. Ra1 Rf5 29. Rxg5+ Rxe5 30. dxe5) 27. exf5 (27. Rb7+ Rxe5 28. Rxb5 Be2 (28... Rxd5 29. Rxd5 $13) 29. dxe5 Bxb5 $11) 27... Qxd5 28. Rd7+ (28. Rxg5+ Kh7 29. Rxd1 a2 30. Kh2 (30. Rd3 a1=Q+ 31. Kh2 Qxe5+ 32. dxe5 Qxe5+) 30... Qe4 31. Kg3 Qb1 32. Rh5+ Kg8 33. Rdh1 Kf7 $13) 28... Qxe5 29. dxe5 {I was really amazed,when my opponent showed me this line in post-mortem.During the game Alexey was not sure about Black's chances here,but as analysis show,draw is most likely result here.} Bc2 (29... Bg4 30. Rd4 Bxf5 31. Ra4 Nc7 32. Rxa8+ Nxa8 33. Ra1 Nc7 34. Rxa3 Ne6 $14) 30. g4 Nc5 31. Rc7 a2 32. Kg2 a1=Q 33. Rxa1 Rxa1 34. Rxc5 Be4+ $11 35. f3 Ra2+ 36. Kg1 Bxf3) 26... Qb2 $1 {finally getting the Bishop} 27. Rg8+ Kh7 28. Bxb2 Rxg8 (28... axb2 29. Rxf8 b1=Q (29... Rxf8 30. Rxd1) 30. Rxa8) 29. Bxa3 $1 Bc2 30. Bf5+ {No,we are not going to exchange our nice Bishop for a passive Rook} Kh6 31. Rc1 Ba4 32. e5 $16 {And White are better,but it is difficult to claim something more being a Rook down!}) 23... Bxd7 {After making a difficult route a1-b1-b7-c7-e7-d7,Rook has no plce to go, but 24. d6 is a threat,soBlack has no choice,but to take.} (23... Bf6 24. Bd5 ( 24. Bd6 Qb5) (24. Be6 $1) 24... Bxd7 25. Nxg5) (23... Qb5 24. Rd5) (23... a2 24. Bxa2 (24. Bd6) 24... Rxf3 (24... Bxd7 25. Nxg5) 25. gxf3 Bxd7 26. Kg2 Bxd4 27. Rh1+ Kg7 28. Be5+) 24. Nxg5 Qb6 25. Be6 $1 {This is a point.Black has to give up Queen to revent a decisive check from h-line} Qxe6 (25... Be8 26. Qg4 Bxd4 (26... Rf6 27. Be5 Rxe6 $140 28. Nf7+) 27. Qh4+ Kg7 28. Qh7+ Kf6 29. e5+ Kxg5 (29... Bxe5 30. Qf5+ Ke7 31. Qxe5 $18) 30. Qg7+ Bg6 31. Bh4+ Kf4 32. Qxg6 $18) 26. Nxe6 Bxe6 27. Be5 $5 (27. Bd6 a2 (27... Rfd8 28. Be5 Bc4 (28... Ra7 29. Qc1 (29. Qh5+ Kg8 30. Ra1 a2 31. d5)) (28... Rd7 29. Qh5+ Kg8 30. Qg6 Bb3 31. Bxg7 Rxg7 32. Qb6 $18) 29. Qh5+ Kg8 30. Qg6 Ra7 31. Ra1 a2 32. Qc6 Bf7 33. Bxg7 Kxg7 34. d5 Nc7 $16) 28. Bxf8 Rxf8 (28... Bxf8 29. d5 Bg7 30. Qh5+ Kg8 31. dxe6 $18) 29. Qh5+ (29. Qa4 Nc7 30. d5 (30. Qc6 Bxd4 31. Qxc7 a1=Q (31... Ra8 32. Qd6) 32. Rxa1 Bxa1) 30... Ra8 31. Qc6) 29... Kg8 30. Qa5 Bc4 31. Qa4 Rc8 32. Rc1) 27... Rf7 (27... Bc4 28. Qc1 (28. Qh5+ Kg8 29. Qg6 Ra7 30. Ra1 a2 31. Qc6 Bf7 32. Bxg7 Kxg7 33. d5 Nc7 $16 34. Rxa2 Rxa2 35. Qxc7 {We believe that this type of position ,which could arise from a lot of lines is in a long run won for White}) 28... Bxe5 29. Qxc4 Bg7 30. Ra1 (30. Rc1 a2 31. Ra1 Rfc8 32. Qd3 Nb4 $1 (32... Nc5 33. Qh3+ Kg8 34. Rxa2 Bxd4 35. e5 $1) 33. Qh3+ Kg8 34. Qb3+ Kh7 35. Qxb4 Rcb8) 30... Rfc8 31. Qd3 Nc5 (31... Bf8 32. e5) 32. Qh3+ Kg8 33. e5) 28. Qh5+ (28. d5 Bd7 29. Qd4 Nc7 30. Ra1 Nb5 31. Bxg7+ Rxg7 32. Qe3) 28... Kg8 29. Qg6 Bd7 (29... Bc4 30. Qc6) (29... Bb3 30. Bxg7 Rxg7 31. Qb6) 30. Bxg7 (30. Qg3 {this difficult to find move,proposed by fritz5 was more practical(but maybe not stronger).Very often You see diffirent picture-computer's proposal is sometimes stronger,but much less practical.} a2 (30... Nb4 31. Bxg7 Rxg7 32. Qb3+ Kh8 33. Qxb4 Bh3 34. Ra1) 31. Ra1) 30... Rxg7 31. Qd6 Kh7 {Alexei misses an exelent practical chance,which is strange,as he is, in my opinion,maybe the best defender in chess world.} (31... Rf8 32. Qxa3 (32. Qxa6 Bh3)) (31... Nc7 $3 {was the best try.} 32. Qxc7 Bh3 {would put me under a tough choice,taking in consideration,that I had less than 10 minutes left.} (32... Bb5 33. Qc5 Bxf1 34. Qd5+ Kh7 35. Qxa8 Bxg2 36. Qxa3 Bxe4+ 37. Kf1 {looks winning,as Black's pieces are very poorly coordinated.}) 33. Qc6 ( 33. Qxg7+ Kxg7 34. gxh3 Ra4 $3 {Exellent move} (34... a2 35. Ra1 Ra4 36. f3 { 3 extra pawns should be enough}) 35. Ra1 Rxd4 36. Rxa3 Rxe4 {Theory considers such a position drawish,but as far I know,a lot of strong grandmasters question this assessment.}) (33. Qc4+ Kh7 34. Qd5 Ra6) 33... Ra5 34. Rc1 $1 { The most precise decision,but I admit that I am not sure that I'll find it being very short of time.As the following lines showes,White are winning.} Rxg2+ (34... Bxg2 35. Qc8+ Kh7 36. Rc7 Rag5 37. Rxg7+ Rxg7 (37... Kxg7 38. Qc7+ $18) 38. Kh2) (34... a2 35. Kh2 Bxg2 (35... Bd7 36. Qc4+ Kh8 37. Qc3 Rag5 38. g3 Rh5+ 39. Kg2 Rgh7 40. d5+ Kg8 41. Kf3) 36. d5 $1 Kh7 37. Qf6 Ra8 38. d6 $5 $18) 35. Kh1 a2 36. Qe8+ Kh7 37. Qe7+ Kh6 38. Rc6+ (38. Qh4+ Rh5 39. Qf6+ Rg6) 38... Rg6 39. Qf8+ Kg5 40. Qd8+ Kf4 41. Qxa5 Rxc6 42. Qxa2 $18) 32. Qxa3 Nc7 33. Qe3 Ne6 34. d5 Ng5 35. f4 Nh3+ (35... Nf7 36. f5) 36. Kh1 Ra2 (36... Rag8 37. gxh3 Rg3 38. Rf3) 37. f5 $1 {Avoiding last trap} (37. gxh3 $2 Rgg2 $1 $11) 37... Ng5 38. f6 Rg6 39. f7 {40.f8N is White's threat,so Black Resign.I was very happy po play this game in memorial of one of my favorite players A. Rubinstein.I don't think it was done in his style,but I believe it worth his memory!} 1-0

[Event "World Cup"] [Site "Khanty-Mansiysk"] [Date "2009.12.06"] [Round "6.1"] [White "Karjakin, Sergey"] [Black "Gelfand, Boris"] [Result "0-1"] [ECO "C55"] [WhiteElo "2723"] [BlackElo "2758"] [Annotator "Gelfand,B"] [PlyCount "66"] [EventDate "2009.11.21"] [EventType "k.o."] [EventRounds "7"] [EventCountry "RUS"] [Source "ChessBase"] [SourceDate "2010.01.18"] {I think that this game was my best achievement in the World Cup. It is not so often that you beat such a strong player with Black by a mating attack and without him making an obvious mistake.} 1. e4 e5 2. Bc4 Nf6 3. d3 {So, no Petroff today. Sergey had already played the Bishop's Opening once against me in a rapid game in Nice in 2008.} Nc6 {I had played 3...c6 that time, as well as 3 times in in 2009 (including twice in Khanti Mansiysk). However, it is always nice to change from time to time.} 4. Nf3 Be7 5. O-O O-O 6. Bb3 ( 6. Re1 d6 7. a4 {is another possibility. Morozevich played it against me in Astana 2001. I had improved on that game and won against Sutovsky with White in Dagomys 2006.}) 6... d5 {The most straightforward system.} (6... d6 7. c3 {leads to a slower game, similiar to the Ruy Lopez.}) 7. exd5 Nxd5 8. h3 ({The most challenging move is} 8. Re1 Bg4 9. h3 {when Black has to choose beetween the pawn sacrifice} Bh5 ({and} 9... Bxf3 10. Qxf3 Nd4 11. Qxd5 Qxd5 12. Bxd5 Nxc2 13. Rxe5 { with an unclear position.}) 10. g4 Bg6 11. Nxe5 Nxe5 12. Rxe5 c6 13. Qf3 Bf6 (13... Bd6 $1 14. Re2 f5 (14... Kh8 {- 36/(395)}) 15. g5 f4 16. h4 Kh8 $13 {Kramnik,V}) 14. Re2 Kh8 15. Bxd5 cxd5 16. Nc3 Bxc3 17. bxc3 Rc8 {1/2-1/2 Kramnik,V (2715)-Kasparov,G (2805)/Novgorod 1995/Inf 63/[Kramnik,V] (58)} 18. Bd2 $16 {Kramnik,V}) 8... a5 $1 {Black is chasing the Bb3, and creating the eventual possibility for the R to enter into the game.} 9. a4 (9. a3 a4 10. Ba2 Kh8 11. Re1 f6 12. d4 exd4 13. Nxd4 Ndb4 14. axb4 Qxd4 $11 {1/2-1/2 Kramnik,V-Kasparov,G/New York PCA 1995 (41)}) (9. Ba4 { allows} Nd4 $1 10. Nxe5 Nb6 11. c3 Nxa4 12. Qxa4 Ne2+ 13. Kh1 Bf6 { with a strong attack in Shirov,A-Mozetic,D,Tilburg, 1993.}) 9... Nd4 ({Another solid plan was chosen by Alexander Onischuk twice.} 9... Be6 10. Re1 Bf6 11. Nbd2 Nf4 12. Bxe6 Nxe6 13. Nc4 Re8 14. Bd2 (14. Nfxe5 Nxe5 15. Nxe5 Nd4 16. Bf4 Qd6 17. c3 Bxe5 18. Rxe5 Rxe5 19. Bxe5 Qxe5 20. cxd4 Qxd4 {1/2-1/2 Kudrin,S-Onischuk,A/Stillwater USA 2007 (41)}) 14... Nc5 15. Bc3 e4 16. Bxf6 {1/2-1/2 Tiviakov,S-Onischuk,A/ Sochi RUS 2007 (16)}) 10. Nxd4 (10. Nxe5 Nxb3 11. cxb3 Nb4 {gives Black more than enough compensation for the pawn.}) 10... exd4 11. Re1 {When my opponent made this move I was not glad. I intended to meet 11.Nd2 with Ra6 followed by Rg6. At first I thought that now Ra6 is not possible, as Black loses a piece, but then I had an idea...} (11. Nd2 Ra6 12. Nf3 (12. Qf3 Nb4) 12... Rg6 13. Ne5 Re6 14. Qh5 c6 {leads to an approximately equal game.}) 11... Ra6 $3 {When I saw this move I immediately got excited. It would be a shame to see such a move and not to make it! But fortunately, I found out that this idea works!} (11... Be6 12. Na3 { with a balanced game.}) 12. Qh5 ({If White accepts the piece sacrifice} 12. Bxd5 Qxd5 13. Rxe7 Rg6 { then he would have a problem defending the g2-pawn:} 14. f3 (14. g4 $6 Qh5 $1 {I hoped I would find this winning move, as originally I intended to play 14...f5: } (14... f5 {when after} 15. c4 $1 Qd6 16. Qe2 fxg4 17. h4 g3 (17... Be6 18. Bg5 h6 19. c5 Qd5 20. h5 Rxg5 21. Qxe6+ Qxe6 22. Rxe6 g3 23. f4) 18. f3 Be6 ({Also possible is} 18... g2 19. Qe5 Qxe5 20. Rxe5 Rxf3 21. Bg5 Bd7 $13 {with an unclear game}) 19. Bg5 h6 20. c5 Qd5 21. h5 Qxg5 22. Rxe6 Rxe6 23. Qxe6+ {it is likely that the game would end up in a draw.}) 15. Re4 (15. f3 f5) (15. Qf3 Bxg4 16. hxg4 Rxg4+ 17. Kf1 Rg1+ 18. Kxg1 Qxf3) 15... Qxh3 16. g5 f5 17. Re5 f4 18. Qf1 Qh4 19. Qg2 Rf5 $19) 14... Bxh3 15. Re2 Qxf3 16. Qf1 {All white's moves are forced.} Bxg2 (16... Qh5 17. Bf4 Bxg2 18. Rxg2 Re8 19. Nd2 Re2 20. Rxg6 Qxg6+ 21. Kh1 Qh5+ 22. Kg1 Qg4+ 23. Kh1 $11) 17. Rxg2 Rxg2+ 18. Qxg2 Qd1+ $11 {with a perpetual check. As my opponent said in the press conference, he saw this line, but decided to fight for more. A brave decision, but it backfired in this game.}) ({Black would react in similiar fashion to the game after all other replies.} 12. Qf3 Re6 (12... Nb4 $5)) (12. Nd2 Rg6 13. Qf3 Nb4) (12. Na3 Rg6 13. Qf3 Be6 14. Bd2 Bb4 15. Bxb4 Nxb4 $15 {as shown by Yu.}) 12... Nb4 $6 {As soon as I made this move, I regretted it.} ({ Stronger was} 12... Bb4 $1 {continuing to ignore the hanging Nd5. When I was a junior player, it was brought to my attention that it was Fischer's trademark - to attack an opponent's piece instead of defending your own!} 13. Re2 (13. Bd2 Nf4 14. Qf3 Rf6 ) 13... Re6 14. Rxe6 (14. Bg5 Rxe2 15. Bxd8 Re1+ 16. Kh2 Nf4) 14... Bxe6 15. Nd2 Re8 $15) 13. Na3 ({In the event of} 13. Nd2 {I would have to find} Rh6 $5 {:} ({Here} 13... Rg6 14. Nf3 Be6 {is weaker because of } 15. Rxe6 $1 Rxe6 (15... fxe6 16. Ne5 Rgf6 17. Bg5) 16. Bxe6 fxe6 17. Qg4 $14) (13... Be6 14. Bxe6 Rxe6 15. Rxe6 fxe6 16. Qd1 Qd5 17. Ne4 Qc6 18. Bd2 $11) 14. Qxa5 $140 b6 15. Qa8 (15. Qe5 Nxc2 16. Qxe7 Qxe7 17. Rxe7 Nxa1 $17) 15... Nc6 {with full compensation for the pawn. The Qa8 really looks weird.}) 13... Rg6 {White has a few moves at his disposal, but none of them gives him chances for an advantage. Moreover, he'll have to be careful to equalise.} 14. Bf4 (14. Nb5 Be6 15. Rxe6 (15. Bxe6 fxe6 16. Qe2 Qd5) 15... fxe6 16. Qe5 Kh8 17. Qxd4 Qxd4 18. Nxd4 e5 $17) (14. Bd2 b6 15. Re4 (15. Nc4 Bb7) 15... Na6) (14. Nc4 Be6) 14... b6 {Played with the idea of fianchettoing the B and bringing it into the attack.} (14... Be6 $5 { deserved serious attention here as well, but I still didn't realise that it is a strong idea. As it turned out, I played it in better circumstances.} 15. Bxe6 (15. Nc4 Bd5) 15... fxe6 16. Bg3 (16. Re4 Nd5) 16... Bd6 $15) 15. Qf3 {White is trying to prevent Bb7, but the B has another way to join the game.} (15. Nc4 Bb7 16. Bg3 Bd5 {and strangely enough it is hard to find a good move for White.}) ({Probably better was} 15. Bg3 $1 Bd6 (15... Bb7 16. Nb5) ({or} 15... Be6 16. Bxe6 fxe6) 16. Bxd6 Qxd6 17. Re4 Qf6 {when it is easier to play for Black, but probably he has no more than that.}) 15... Be6 $1 {An important idea. As White is forced to exchange Bs, Rf8 had get into attack.} (15... Bd7 16. Bxc7) 16. Bxe6 (16. Re2 {allows} Nxc2 $1 17. Bxe6 (17. Bxc2 Bd5 18. Qh5 Rxg2+ 19. Kf1 Rg6) 17... Nxa1 18. Bc4 c6 19. Be5 Bxa3 20. bxa3 b5 {and the N would get out from the corner.}) ({Too hazardous is } 16. Rxe6 fxe6 17. Qe4 Na6 $1 {Shipov,S}) 16... fxe6 17. Qe4 Bd6 $1 {Black is winning the fight for the key square f4. Then he intends to bring his N to this square.} ({I don't see an advantage for Black after} 17... Nd5 18. Be5 Bd6 19. Nc4 $1 Nf4 (19... Bxe5 20. Nxe5) 20. Bxf4 Rxf4 21. Qc6 Qh4 22. Nxd6 Qxf2+ 23. Kh1 cxd6 24. Rf1 Qxf1+ 25. Rxf1 Rxf1+ 26. Kh2) 18. Bxd6 (18. Bd2 Nd5 19. Nc4 (19. g3 Bf4) 19... Bf4 {and the N gets to f4.}) ({Sergey had thought about the inventive} 18. Bc1 {but failed to find a defence after} Nd5 19. Nc4 Qf6 20. Re2 Bf4 21. Ne5 Bxe5 22. Qxe5 Qf3) ({Probably the best defence was} 18. Bg3 Qg5 19. h4 Qh5 {but Black's advantage is indisputable.}) (18. Be5 Bxe5 19. Qxe5 Qh4) 18... cxd6 19. Qxd4 ({More stubborn was} 19. g3 {but after} e5 {White's position is in ruins.}) 19... Qg5 {White is helpless. All the black pieces are attaching the opponent's K (the N will join in soon via the d5-square) and nobody can help it.} 20. g3 (20. Qe4 Nd5) (20. Qg4 Qf6 21. Qe2 Nd5) 20... Qf5 21. g4 (21. h4 e5 22. Qe3 Nd5 23. Qe2 Nf4 {with a mating attack.}) (21. Kh2 Nxc2 $1 22. Nxc2 Qxf2+ {transposes into a won R ending.}) 21... h5 ({According to engines, there was a stronger move:} 21... Nd5 22. Kh2 Qg5 {, but I think that both moves are equally strong.}) 22. Re4 d5 23. Kh2 ({Or Oder} 23. Re5 Qf6 24. Qe3 hxg4 25. h4 Qxh4 26. Rxe6 g3) 23... Qf3 ({Black could also finish the game with a mating attack, but I went for the simplest solution.} 23... Qg5) 24. Ree1 hxg4 25. Qe3 gxh3 26. Qxf3 Rxf3 27. Rg1 Rxf2+ 28. Kxh3 Rxg1 29. Rxg1 Nxc2 30. Nb5 Rf3+ 31. Kg4 Rxd3 32. Nd6 Ne3+ 33. Kf4 Nc4 0-1

[Event "Bazna Kings 4th"] [Site "Medias"] [Date "2010.06.14"] [Round "1"] [White "Gelfand, Boris"] [Black "Wang, Yue"] [Result "1-0"] [ECO "D15"] [WhiteElo "2741"] [BlackElo "2752"] [Annotator "Gelfand,B"] [PlyCount "163"] [EventDate "2010.06.14"] [EventType "tourn"] [EventRounds "10"] [EventCountry "ROU"] [EventCategory "20"] [Source "ChessBase"] [SourceDate "2010.07.15"] 1. d4 d5 2. c4 c6 3. Nc3 Nf6 4. e3 a6 ({This was my 3rd meeting with Wang Yue in recent months. In the first 2 games he tried} 4... g6 {, but both times I got an advantage from the opening. So it came as no surprise that he decided to play another line.}) 5. Nf3 b5 6. c5 ({I met the Chebanenko system for the first time back in 1990. I'll include htat game in these annotations, as it shows similiar ideas to ones in this game.} 6. b3 g6 (6... Bg4) 7. Be2 Bg7 8. O-O O-O 9. Ne5 Bb7 10. f4 Qd6 11. Bf3 Nbd7 12. Qe2 Rab8 13. g4 Rfd8 14. g5 Ne8 15. Qg2 bxc4 16. bxc4 e6 17. Rb1 Ba8 18. c5 Qe7 19. Bd2 Rxb1 20. Rxb1 Rb8 21. Rxb8 Nxb8 22. Na4 Bb7 23. Ba5 Bxe5 24. dxe5 Nc7 25. Nb2 Nb5 26. a4 Qxc5 (26... Na3 27. Bb4 Nc4 28. Nxc4 dxc4 $18) 27. axb5 Qxe3+ 28. Qf2 Qxf4 29. Bd2 Qxe5 30. Nd3 Qf5 31. Qa7 Nd7 32. Ne1 Bc8 33. Qc7 {1-0 Gelfand ,B (2680)-Hort,V (2545)/ Novi Sad olm 1990/[Gelfand]}) 6... g6 7. Ne5 (7. Be2 Bg7 8. Ne5 O-O 9. O-O Be6 10. f4 Qc7 11. g4 $6 Ne4 12. Bf3 f5 13. Bd2 Nd7 14. Be1 Nxe5 15. fxe5 Nxc3 16. Bxc3 Bh6 $15 {0-1 Gelfand,B (2717)-Bareev,E (2675)/Khanty Mansyisk RUS 2005 (34)}) 7... Bg7 8. f4 a5 {This plan was tried twice by my opponent vs E. Bacrot and both times he had no problems from the opening.} 9. Be2 (9. Bd3 Bf5 10. Bxf5 gxf5 11. Bd2 e6 12. Qe2 h5 13. O-O-O b4 14. Na4 Ne4 15. Nb6 Ra7 16. Nd3 Nd7 17. Nxd7 Kxd7 18. Rdg1 Qb8 {1/2-1/2 Bacrot,E (2705)-Wang Yue (2736)/ Elista RUS 2008 (47)}) 9... Qc7 10. O-O O-O 11. a3 $1 {This is a new and important idea. I was waiting for a chance to use it for a couple of years. We had analysed my game vs Bareev with Alexander Khuzman and had realized that e4 is the key square in such a position.} (11. Bd3 Bf5 12. Bxf5 gxf5 13. Bd2 Nbd7 14. Be1 e6 15. Rf3 Ne4 16. Nxe4 dxe4 17. Rh3 Rfe8 18. Nxd7 Qxd7 19. Qh5 h6 20. Bh4 Ra7 21. Rg3 Kh7 22. Bg5 Rh8 23. Qh4 Qe8 24. Bf6 Bxf6 25. Qxf6 Rg8 26. Rxg8 Qxg8 27. Kf2 Rd7 28. Rg1 Qd8 29. Qxd8 Rxd8 30. g4 fxg4 31. Rxg4 f5 { 1/2-1/2 Bacrot,E (2705)-Wang Yue (2736)/Dresden GER 2008}) 11... Be6 ({If} 11... Ne4 {then} 12. Nxe4 dxe4 13. a4 b4 14. Qc2 {keeping an advantage.}) 12. Bf3 {Taking control of the e4-square.} Nbd7 13. Nd3 $1 {Of course, White is avoiding any exchanges as Black's pieces are very cramped and he does not have enough space for them.} h6 $6 {Faced with a new plan my opponent thought for a long time and decided to build "a wall".} ({I would rather go for} 13... Bf5 { trying to exchange the poor B.}) 14. g4 $1 {It was easy to let slip the advantage:} ({After} 14. Bd2 Bf5 15. Nf2 g5 {Black has nothing to worry about.} ) 14... Nh7 (14... h5 15. h3 hxg4 16. hxg4 g5 17. Kg2 {just plays into White's hands.}) 15. h4 f5 16. g5 hxg5 ({During the game I thought that} 16... h5 { would be even worse as h5 becomes a target and White would sacrifice a N on h5 in good circumstances, for example} 17. Ne2 Bf7 18. Ng3 e6 19. Bd2 Rfb8 20. Nxh5 gxh5 21. Bxh5 {However, now things do not seem so clear to me, as Black would sac a piece, let's say, by} Bxh5 22. Qxh5 Ndf6 23. gxf6 Nxf6 {with good defending chances.}) 17. hxg5 {So, White has won some more space. The pawns on c5 and g5 are limiting Black's pieces to the last 2 ranks. The next step in White's plan is to regroup his pieces. Black has no counterplay whatsoever and has to wait.} Kf7 18. Kg2 Rfb8 19. Bd2 Nhf8 20. Be2 {B is going to d3 and the Ns to f3 and g3} Ke8 21. Ne1 Bg8 22. Nf3 Rb7 23. Bd3 Nb8 24. Ne2 Qd8 25. Ng3 { White is threatening a sacrifice on f5 and Black is obliged to play e6} e6 26. Rh1 Bh7 $2 {Black wanted to hide his K on g8, but it allows White a strong regrouping. I still believe that waiting passively was the best option.} ({ Here I was looking for a plan how to break through, if Black simply waits. It seems possible, that the piece sac e3-e4 would work, for example} 26... Nbd7 27. Qe2 Nb8 28. Rae1 Nbd7 ({probably better is} 28... Re7 {However it is difficult for Black to defend against all the ideas - White wants to play Bc3, Qd2, Ne2-c1-b3, forcing a4, then he can play e3-e4 in good circumstances: then he can bring the N to e5 through d3 etc.} 29. Bc3 Qc7 30. Qd2 Nbd7) 29. e4 fxe4 30. Bxe4 dxe4 31. Nxe4 {/\Nd6,Ne5. Another plan would be to move the N to d3, Qe1, plan a4 and sac a N on b4 after b5-b4, followed by the advance of the b-pawn. However, it is very hard to say, if White's advantage is enough for victory.}) 27. Qc2 Kf7 28. Rh3 {There is no need even to consider an e3-e4 breakthrough, as White has a better plan at his disposal.} Kg8 29. Rah1 { Now the B cannot return to g8.} Raa7 30. Kf1 Qe8 31. Be1 Bh8 32. Rh6 Bg7 33. R6h4 Bh8 34. R1h3 {White is tripling his major pieces on the h-file according to Alekhine's advice - first the pair of rooks and the Q behind them.} Re7 35. Qh2 Reb7 36. Rh6 Re7 37. Ne2 Reb7 38. Nc1 Re7 39. Nb3 {It is important to force Black to play a4, as it gives White the b4-square and the possibility to open the position by b3, if nessesary. Even though the main action would most likely take place on the kingside, you should never neglect such a detail.} a4 ({Or} 39... Qd8 40. Qd2 $1 a4 41. Nc1 $18) 40. Nc1 Reb7 41. Be2 Re7 42. Nd3 Reb7 43. Nh4 $1 {White has placed his pieces ideally - it is time to go for an attack!} Bg7 (43... Re7 44. Nxg6 Nxg6 45. Bh5 Bg7 (45... Rg7 46. Ne5) 46. Bxg6 Bxg6 47. Rh8+ $18) (43... Nbd7 44. Nxg6 $18) 44. Rxh7 $1 Nxh7 (44... Kxh7 $2 45. Nxg6+ Kg8 46. Rh8+ Kf7 47. Nde5+ Bxe5 48. Nxe5+) 45. Nxg6 Nd7 $1 {the only defence} (45... Qxg6 $2 46. Bh5 $18) (45... Bxd4 46. exd4 Qxg6 47. Ne5 $18) 46. Bh5 Qd8 (46... Ndf8 47. Nxf8 Qxf8 48. Bf3 {winning the N.}) 47. Nb4 Rc7 (47... Nb8 48. Ne5 Bxe5 49. dxe5 Rg7 50. g6 Nf8 51. Bh4 Qe8 52. Bf6 {with an easy win. }) 48. Nh8 $3 {A beautiful way to launch the final attack. I got really excited when I saw this possibility. Strangely enough no engine on my computer indicates it even set to a depth around 20ply.} ({I was also thinking about} 48. Ne5 {, but I was not sure how to progress after} Nxe5 49. dxe5 Nf8 50. Nc2 Nd7 51. Bb4 Qe7 52. Nd4) 48... Ndf8 ({I believe that the most stubborn was} 48... Kxh8 49. Bf7 (49. Bg6 Ndf8) 49... Ndf8 50. Rxh7+ $1 Nxh7 51. g6 Bh6 $1 { The only defence} 52. Qxh6 Rxf7 53. gxf7 Rxf7 54. Nxc6 {and despite being an exchange down, White is going to win - for example} Qe8 55. Ne5 Ra7 (55... Rf6 56. Qh4 $18) 56. Bb4 Rc7 57. Ke2 Rc8 58. Kd2 Rc7 59. c6 Rxc6 60. Nxc6 Qxc6 61. Qg6 $18) (48... Bxh8 {allows the nice} 49. Bf7+ $3 Kxf7 50. Rxh7+ Bg7 51. g6+ $1 Kf8 (51... Kg8 52. Rh8+) (51... Ke8 52. Rxg7 Nf8 53. Rg8 Rg7 54. Rxf8+ Kxf8 55. Nxc6) 52. Rxg7 $18) 49. Nf7 Rxf7 50. Bxf7+ ({White had another way to victory} 50. Nxc6 Qa8 51. g6 Nxg6 52. Bxg6 Qxc6 53. Bxf7+ Rxf7 54. Rxh7 $18) 50... Rxf7 (50... Kxf7 51. Nxc6 $18) 51. Rxh7 Qe8 ({Or} 51... Nxh7 52. g6 $1 Rc7 53. Qxh7+ Kf8 54. Bh4 $1 Qe8 55. Bg5 $18 {winning easily, for example} Qd7 56. Bh6 Bxh6 57. Qh8+ Ke7 58. Qxh6 Qe8 59. Qh7+ Kd8 60. g7 $18) 52. Rh3 { Already here I saw it till the end. White exchanges Qs, plays b3, then a4, exchange Rs on a line and penetrate by B and N into the enemy's camp.} Ng6 53. Qe2 Rc7 54. Qh5 Kf7 55. Qh7 {Black cannot avoid the exchange of queens.} Qg8 ( 55... Nf8 56. g6+ Nxg6 57. Rg3) (55... Qd8 56. Rh6 Nf8 57. Nxc6 Rxc6 58. g6+) 56. Qxg8+ Kxg8 57. Nd3 Ra7 58. Ke2 Kf7 59. Nb4 Ne7 60. Kd1 Ra8 61. Kc2 Rg8 62. Nd3 Ra8 63. Rh7 Ng6 64. b3 Nf8 65. Rh2 axb3+ 66. Kxb3 Ke8 67. Ra2 Kd7 68. a4 bxa4+ 69. Rxa4 Rxa4 70. Kxa4 Kc8 71. Ba5 Ng6 72. Nb4 Kd7 ({Or} 72... Kb7 73. Bd8 $1 {with the idea of Ka5, Na6.}) 73. Na6 Kc8 74. Bc7 Bf8 75. Ka5 Kb7 76. Bd6 Be7 77. Bxe7 ({It is never too late to blunder} 77. Nc7 $2 Bd8) 77... Nxe7 78. Nb4 Ng8 79. Nd3 Ne7 80. Ne5 Ng8 81. g6 Nf6 82. g7 1-0

[Event "Wch Candidates"] [Site "Kazan"] [Date "2011.05.25"] [Round "3.6"] [White "Gelfand, Boris"] [Black "Grischuk, Alexander"] [Result "1-0"] [ECO "D76"] [WhiteElo "2733"] [BlackElo "2747"] [Annotator "Gelfand,B"] [PlyCount "69"] [EventDate "2011.05.05"] [EventType "k.o."] [EventRounds "3"] [EventCountry "RUS"] [Source "ChessBase"] [SourceDate "2011.07.15"] {This was the decisive game of the final candidates match. After few unsuccessful attempts in the English Opening, I decided to try my luck in the g3-system of the Grünfeld Defence.} 1. d4 Nf6 2. c4 g6 3. Nf3 Bg7 4. g3 d5 { Alexander has chosen the most popular system. He had also tried the c6, d5 setup of the King's Indian or transposed to Benoni Systems by 4...c5 during recent years.} 5. cxd5 Nxd5 6. Bg2 Nb6 7. Nc3 Nc6 8. e3 O-O 9. O-O Re8 10. Re1 a5 11. Qe2 {We had quickly reached the modern tabiya of this system.} Bg4 { The computer prefers this move, even though it is not very logical. h3 is more likely to be a useful move, rather than a weakness.} (11... Bf5 12. Rd1 a4 13. d5 Na5 14. Nd4 Nac4 15. Nxf5 gxf5 16. Qc2 {and White was clearly better in Gelfand,B-Topalov,V blind/Monaco 2011.}) (11... Be6 {is the most popular and brought Black a few exciting victories during the last Olympiad in Khanti-Mansiysk.}) (11... e5 {leads to another type of position.}) 12. h3 Be6 13. b3 $1 {This is a novelty which we prepared and it came as a surprise to my opponent.} (13. Nd2 Nb4 14. Rd1 Qc8 {This short variation illustrates very well the idea behind ...Bg4 - Black is preparing ...c5 with tempo.}) ({In earlier games} 13. Rd1 {was tried with a complicated game after both} Bc4 14. Qc2 Nb4 15. Qb1 a4 ({and} 15... Qc8 16. a3 N4d5 17. Nd2 Nxc3 18. bxc3 Bd5 19. e4 Bc6 20. Qd3 Ba4 21. Re1 c5 {0-1 Leitao,R (2624)-Wang Yue (2732)/Khanty Mansiysk 2010/CBM 139 (67)}) 16. e4 c5 17. dxc5 Bd3 18. Rxd3 Qxd3 19. cxb6 Qxb1 20. Rxb1 Bxc3 21. a3 Red8 22. Bg5 Bf6 23. Bxf6 exf6 24. axb4 Rd3 {1/2-1/2 Blagojevic,D (2481)-Zhou Jianchao (2660)/Khanty Mansiysk 2010/CBM 139 (32)}) 13... a4 14. Rb1 {Of course it seems that opening of the a-file is in Black's favour. However I took into consideration that there are no squares to invade on the a-line. My idea was to block the Be6 from both sides by the h3- and b3-pawns. The B is poorly placed on e6 as there it prevents the liberating breakthrough ...e7-e5 and thus the Re8 also cannot join the battle.} axb3 15. axb3 Qc8 16. Kh2 ({Also possible was} 16. g4 $5 {but I was reluctant to weaken my position.}) 16... Ra5 {Alexander decided to move the R into attack to h5 and try to use the slightly weakened position of my K.} ({Other options were} 16... Na5) ({and} 16... Rd8) 17. Rd1 {After long consideration I allowed the R transfer, as I found the defensive idea Nh4 and f4.} ({I had also considered} 17. Nb5 Nb4 $1 (17... Bf5 18. Bd2 $1 Bxb1 19. Bxa5 Be4 20. Bxb6 cxb6 21. Nd2 Bxg2 22. Kxg2 $14 {leaves White with some edge}) 18. Bd2 {However, probably White is slightly better after} c6 19. Nc3 (19. Na7 Rxa7 20. Bxb4 Nd5 {but I assessed this position as equal.}) 19... Rh5 20. h4 Bg4 21. Na4 Nxa4 22. bxa4 Na6 23. Qd3 $14) (17. g4 {was possible here as well, but I liked the game continuation.}) 17... Rh5 ({I was more worried about} 17... Rd8 {. The idea is to try to force White to make some not very useful move.} 18. b4 $5 Rh5 19. Nh4 {but I still like White's position, for example} Bf6 (19... Nd5 20. Bd2 $5 Ncxb4 (20... Ndxb4 21. Nb5 Nd5 (21... Na6 22. Bxc6 bxc6 23. Na7 Qd7 24. Qxa6 Bd5 25. Qe2 $16) 22. e4 Nb6 23. d5 Nxd5 24. exd5 Bxd5 $14 {with hardly sufficient compensation for the piece}) 21. Nxd5 Nxd5 22. e4 Nf6 23. d5 Bd7 24. Bf3 {and White is clearly better}) 20. Bf3 Rxh4 (20... Bc4 21. Qc2 Rh6 22. b5 Na5 23. e4 Rxh4 24. gxh4 Rxd4 (24... Bxd4 25. Bg4 $14) 25. Bf4 $14) (20... Rh6 21. d5 Bxc3 22. dxe6 Qxe6 23. Rxd8+ Nxd8 24. Qd3 Qa2 25. Qxd8+ Kg7 26. Bd2 Qxd2 27. Qxd2 Bxd2 28. Bxb7 Bc3 29. Nf3 $14 {Black still needs to solve the problems of his rook.}) 21. gxh4 Bxh3 {with compensation for the exchange.}) 18. Nh4 $1 Bf6 19. f4 $1 {I liked the fact that ...e7-e5 is prevented forever.} ({Another possible continuation was} 19. Bf3 Rxh4 $5 (19... Ra5 20. Ng2 $1 Bxh3 (20... Bf5 21. b4 Ra8 22. b5) 21. b4 Ra8 22. Nf4 (22. g4 $5 Bxg2 23. Kxg2 $44) 22... Bf5 $5 23. b5 Nxd4 (23... Na5 24. e4 Bd7 25. Nfd5) 24. exd4 Bxb1 25. Nxb1 {and White is better}) 20. gxh4 Bxh3 $5 {with certain compensation for the exchange. It is hard to say for whom it is easier to play this position.}) (19. d5 Bxc3 20. dxe6 Qxe6 21. e4 Ra5 {doesn't provide White with sufficient compensation.}) 19... Rd8 (19... Bxh4 $2 20. gxh4 Rxh4 $2 21. Kg3 $1 Rh5 22. d5 Bxh3 23. Bf3 {was bad.}) 20. Qf2 {I had improved the position of my Q and overprotected the d4-pawn, thus ensuring that if the Bf6, Nc6 or Rd8 were to leave its place White would be able to play e3-e4, which is obviosly his dream in this position.} ({Meanwhile, White had the interesting tactical possibility } 20. f5 $5 Bd7 $5 (20... Bxf5 21. Nxf5 Rxf5 22. b4 $1 $44 {and White is going to win an exchange, as the Rf5 is trapped}) (20... Rxh4 21. fxe6) 21. b4 Rxh4 22. gxh4 Bxf5 23. b5 $1 Na5 24. e4 Be6 25. e5 Bg7 26. d5 Bf5 27. Rb4 $14 { and White's chances seem preferable to me.}) (20. Bf3 Ra5) {This is the critical position, where Black had a big choice.} 20... Bxh4 $2 {Very natural, but not the best decision.} (20... Ra5 {this move looks strange as the R just went to h5 and is returning back now. White has a slight advantage after both} 21. g4 $5 ({or} 21. b4 Ra8 22. b5 Na5 23. e4 Bb3 24. Rd2 Qd7 25. Nf3 e6 26. Ne5 ) 21... Nb4 22. Qg3 Na2 23. Ne4 $14) ({Engines suggest that the immediate} 20... Nd5 $5 {was better:} 21. Nxd5 (21. Ne2 Bxh4 22. gxh4 f5 23. Bf3 Rh6 24. Qg2 {is another option, where the position remains very unclear, but it is easier to play with White}) 21... Rhxd5 ({or the engines' choice} 21... Rdxd5 { when after the most natural} 22. Bf3 Bxh3 23. e4 Rxd4 24. Bxh5 gxh5 25. Rxd4 Nxd4 26. b4 $16 {White is clearly better}) 22. Bb2 (22. Bxd5 Bxd5 23. Nf3 Qe6 { with full compensation for the exchange}) (22. Qe2 Bxh4 23. gxh4 f5) 22... Rb5 23. Qe2 Rh5 24. Bf3 Ra5 25. Bc3 Ra8 {However the maneouvre Ra5-h5-d5-b5-h5-a5-a8 would be unlikelyto cross the mind of any human being and I have no interest whatsoever in arguing with an engine.} {still after simple} 26. Bg2 {White is better.}) (20... Nb4 {leads to a passive position, where White has some advantage.} 21. e4 c5 22. Ne2 (22. Be3 cxd4 23. Rxd4 Bxd4 24. Bxd4 Nd3 25. Qe3 Rxd4 26. Qxd4 Nxf4) 22... cxd4 23. Nxd4 Nc6 24. Be3 Nxd4 25. Bxd4 Rxd4 26. Rxd4 Bxd4 27. Qxd4 $14) 21. gxh4 Nd5 22. Nxd5 Rhxd5 {Black is trying to prevent e3-e4.} (22... Bxd5 $2 {loses a piece after} 23. e4) 23. Bb2 $1 ({The tricky} 23. e4 $5 {was also possible, but hardly stronger than 23. Bb2,} {after} Rxd4 24. Rxd4 Rxd4 25. f5 Bd7 26. h5 f6 $1 $14 {White's advantage is not so big.}) ({Obviously that Black can only be better after} 23. Bxd5 $2 Bxd5) 23... Rb5 $2 {I was surprised by this weak move} (23... f5 $5 { was the only chance} 24. h5 $1 {with a strong attack would follow, for example} Kf7 25. Bf3 Qd7 26. Qh4 Rg8 27. Rg1 Ke8 28. Ra1 $1) ({Some commentator had suggested} 23... Qd7 24. e4 {then} Rxd4 25. Bxd4 Nxd4 {but after} 26. b4 c6 27. h5 {Black's position is bad.}) 24. Qe2 ({I realised that my position is won and was choosing between 2 options:} 24. e4 {was also strong} Bxb3 (24... Rxb3 25. Ba1 $1 (25. d5 Bxh3 26. dxc6 Bxg2 27. Qxg2 bxc6 28. Ba1 $16) 25... Na5 26. d5 $18) 25. Rdc1 e6 (25... Ba2 26. Ra1 Nb4 27. Bf1) (25... Na5 26. Bf1 Rb6 27. d5) 26. Ba1 Qa8 27. d5 $18) 24... Rh5 (24... Rxb3 $2 25. d5) 25. e4 Bxb3 (25... Rxh4 {is 'as usual' answered by} 26. Kg3 $1 $18) 26. Rdc1 Na5 (26... Qe6 27. Qf3) (26... e6 27. Qd3) 27. d5 {White has reached his dream position. Black is helpless.} b6 28. Be5 c5 29. dxc6 ({I had also considered} 29. Qb5 $1 $18 { but decided to calculate one line till the end and follow it. Of course, there are few ways to win in such a position.}) 29... f6 30. Ba1 ({Or} 30. c7 Rd7 31. Qb5) 30... Rc5 31. Rxc5 bxc5 32. Qb5 ({Or} 32. e5 Qf5 (32... Bc4 33. Qe3 Nxc6 34. Qxc5) (32... Bd5 33. Bxd5+ Rxd5 34. exf6 (34. Qa2 $2 c4) 34... exf6 35. Rb8 $18) 33. c7 Rc8 34. exf6 exf6 35. Qe7 $18) 32... Qc7 ({Black's last practical chance was} 32... Ba2 $1 {but after} 33. Rb2 $1 Qc7 34. e5 $1 Be6 35. Qb6 Qxb6 (35... Rc8 36. Qxc7 Rxc7 37. Rb7 $1 {I had finished my calculation here}) 36. Rxb6 Rc8 {I would have to find} 37. f5 $1 {which leads to a forced win, although probably White can win by other ways too.} gxf5 (37... Nc4 38. Rb7 gxf5 39. Rxe7) (37... Bxf5 38. Bc3 $18) 38. c7 Kf7 39. Bf3 Nb3 40. Bh5+ Kf8 41. Rxe6 Nxa1 42. exf6 Rxc7 43. f7 $18 {Black is losing his knight!} Nc2 (43... Rc8 44. Re1 Nc2 45. Rg1) 44. Rh6) 33. Rxb3 Nxc6 ({Or} 33... Nxb3 34. Qxb3+ { followed by 35.e5.}) (33... Qxf4+ 34. Rg3 Nxc6 35. Qxc6 Rd3 36. Qe8+ (36. Qe6+ Kf8 37. Qg4 {is also good}) 36... Kg7 37. Qxe7+ Kh6 38. Be5 $1 {I wanted to make this final touch, but my opponent didn't allow me.}) 34. e5 Nd4 35. Qc4+ { And Alexander warmly congratulated me with on victory in the match and in the cycle.} 1-0

SS: Du hast uns gesagt, wie man Eröffnungen studieren sollte. Aber wie wird man taktisch stark?

BG: Um taktisch stark zu werden, sollte man viele Taktikaufgaben lösen. Eine andere gute Methode ist es, die eigenen Partien, die scharf und kompliziert waren, ohne Computerhilfe zu analysieren. Das hilft, um ein Gefühl für Taktik zu bekommen. Im Prinzip sollte man immer die Dinge bearbeiten, bei denen man besser werden möchte. Abkürzungen gibt es nicht. Man sollte Stellungen lösen, darüber nachdenken, analysieren und scharfe Stellungen in den eigenen Partien spielen. Wenn man nicht übt, wird man nie besser!

SS: Was würdest du für das Taktiktraining emfehlen: Partiestellungen oder Studien?

BG: Beide sind gut und wichtig. Studien verbessern die Phantasie und das Gefühl für Harmonie, wohingegen Partienstellungen praktischere Eigenschaften fördern.

SS: Kannst du Bücher empfehlen, die nützlich sein können, um die taktischen und die Rechenfähigkeiten zu verbessern?

BG: Es gibt viele Bücher. Die Bücher von Jacob Aargaard sind gut. Gut gefällt mir auch Perfect Your Chess  von Volokitin und Grabinsky. Die frühen Bücher von Dvoretsky waren ausgezeichnet. Der Klassiker stammt jedoch von Hort und Jansa. Als ich meine Bibliothek aufgeräumt habe, ist mir dieses Buch wieder in die Hände gefallen. Ich arbeite es gerade durch. Das Buch stammt aus den 70ern. Als ich jung war, mochte ich es und vor kurzem fiel es einfach aus dem Regal! Ich fing an, die Aufgaben zu lösen und das Buch enthielt ein paar erstaunliche Stellungen. Ich redete mit Jacob darüber und er meinte, die Mehrzahl der Stellungen halten auch die Prüfung durch moderne Computer stand. Das ist verblüffend. Ich habe sie in meiner Kindheit gelöst und erinnere mich noch gerne daran. Wenn man Stellung aus aktuellen Büchern und Artikeln löst, dann sind alle Stellungen computergeprüft und es gibt es nur eine Lösung. Aber wenn man mit Büchern, wie denen von Hort und Jansa arbeitet, dann besteht immer die Möglichkeit, dass man eine Menge Zeit investiert, und doch keinen Gewinnweg findet - weil er ganz einfach nicht existiert! Aber das spielt keine Rolle. Die Arbeit ist nicht umsonst. Ich habe Vlastimil Jansa vor kurzem getroffen und wir haben über dieses Buch gesprochen. Wenn ich wieder zu Hause bin, werde ich wieder damit arbeiten!

SS: Und was ist dein Lieblingsbuch über das Endspiel?

BG: Löwenfischs und Smyslows Buch über Turmendspiele ist hervorragend. Als ich jung war, habe ich auch viel Zeit mit Minevs Buch über Turmendspiele verbracht und eine ganze Reihe von Stellungen in dem Buch widerlegt. Aber es hat mir gefallen. Dvoretskys Endgame Manual ist ebenfalls ein hochklassiges Buch. Das Gute an Awerbachs Büchern ist, dass sie ein umfassendes Bild über das Material in bestimmten Endspielen geben, aber man sollte die Varianten sorgfältig mit Tablebases prüfen, z.B. mit denen von Nalimov.
Generell mag ich Bücher, die Ideen zeigen, nicht nur Varianten und Einschätzungen. Wenn man heute Endspiele erreicht, dann lebt man meist schon vom 30-Sekunden-Bonus und hat fast keine Zeit mehr auf der Uhr. Deshalb ist es wichtig zu lernen, wie man diese Endspiele prinzipiell spielt. Unter Zeitdruck kann man diese Stellungen leicht vergessen, selbst wenn man sie auswendig kennt. Deshalb glaube ich, es ist wichtig, Ideen zu kennen und zu wissen, wie man ein bestimmtes Endspiel prinzipiell spielt.

SS: Das erinnert mich an die Fälle, in denen gute Spieler bei der Blitzweltmeisterschaft 2015 nicht mit Läufer und Springer Matt setzen konnten. Natürlich wussten sie, wie das geht, aber mit nur wenig Zeit auf der Uhr, haben sie das nicht aufs Brett gebracht.

BG: Genau. Normalerweise hätte ich keine Probleme, mit Läufer und Springer Matt zu setzen, aber bei den Blitzweltmeisterschaften hatte ich diese Stellung einmal gegen Judit Polgar auf dem Brett und habe 52 Züge gebraucht, um sie Matt zu setzen! Zum Glück hat sie nicht mitgezählt! Ich war einfach zu sehr unter Druck. Die Partie war wechselhaft verlaufen und als schließlich ein Endspiel auf dem Brett stand, war ich schon ziemlich erledigt. Blitz ist ein bisschen extrem, aber in einer Schnellpartie sollte das eigentlich kein Problem sein.

SS: Welche Bücher hatten ganz allgemein gesprochen einen großen Einfluß auf dein Schach?

Boris ist ein Vielleser, wie man an den Büchern sieht, die bei ihm auf dem Schreibtisch liegen.

BG: Die Bücher von Keres; Yuri Razuvaevs Bücher über Rubinstein; Polugaevskys Aus dem Labor des Großmeister, in dem er unglaublich detaillierte Eröffnungsanalysen präsentiert, aber auch phantastische Endspiele gegen Gligoric, Gheorghiu, Geller, etc zeigt. Kasparovs Bücher sind wirklich gut. My Great Predecessors ist eine schöne Reihe, aber sein Buch über die beiden Wettkämpfe, genau wie Von der Zeit geprüft, haben ein vorher noch nie dagewesenes Niveau. Zum Glück gibt es viele gute Bücher. Obwohl wir im Computerzeitalter leben, sind Bücher wichtig - heutzutage mehr denn je, denn wir werden mit Informationen überschwemmt. Ein gutes Buch hilft einem, sich auf die wirklich wichtigen Punkte zu konzentrieren. Bei den vielen Informationen, die einem heute zur Verfügung stehen, verliert man leicht den Überblick. Deshalb werden Bücher immer wichtiger. Früher waren Bücher die Hauptinformationsquelle, dann wurden sie durch Datenbanken verdrängt, aber heute haben wir so viel Material, dass wir einen Wegweiser brauchen.

SS: Du bist jemand, der diesen Übergang vom Buch zum Computer mitgemacht hat. Bei einer Pressekonferenz hast du einmal etwas zu deiner Partie gegen Magnus Carlsen aus dem Kandidatenturnier 2013 gesagt. In der Analyse kam es zu folgender Stellung:

Der letzte Zug von Weiß war Te1-d1. Die Kommentatoren meinten, dass der Computer hier 20…Df8!? empfiehlt. Aber du warst der Meinung, dass 20…Db6 nebst Db3 richtig war. Du scheinst
weniger Respekt vor den Engines zu haben als die jungen Spieler. Stimmt das?

Magnus Carlsen vs Boris Gelfand beim Kandidatenturnier London 2013

BG: Zunächst einmal möchte ich sagen, dass Magnus diese Partie einfach phantastisch gespielt hat. Vielleicht ist das die beste Partie, die Magnus in seiner Karriere je gespielt hat. Und ja, ich erinnere mich an die Pressekonferenz, in der ich 20…Db6-Db3 vorgeschlagen habe, und bei meinem Vorschlag geblieben bin, obwohl die Kommentatoren und Engines 20…Df8 vorgeschlagen habe. Mit Db6-b3 strebt Schwarz nach Ausgleich, mit Df8 gibt er zu, dass er schlechter steht.

Im Allgemeinen kommt es selten vor, dass die Zuschauer, die die Partie mit einer Engine verfolgen, versuchen zu verstehen, was im Kopf des Spielers vorgeht. Manchmal schlagen die Computer phantastische Züge vor, aber das sind oft Züge, die Menschen nicht einmal in Betracht ziehen würden. Und je mehr man mit dem Computer arbeitet, desto mehr gleicht man sich der Maschine an. Ein interessantes Phänomen. Aber das hat Vor- und Nachteile.

Die Ideen des Computers zu ignorieren, kann ziemlich dumm sein, denn seine Vorschläge sind oft gut, vor allem bei der Eröffnungsvorbereitung. Aber die Gefahr besteht, dass man zu sehr vom Computer abhängig wird. Ich habe schon erlebt, wie junge und starke Spieler es abgelehnt haben, andere Züge zu analysieren, nachdem sie gesehen hatten, was der Computer als stärkste Fortsetzung vorschlägt. Das kommt häufig vor. Aber man sollte in der Lage sein, zu erkennen, welche Unterschiede zwischen dem einen und dem anderen Zug bestehen. Darauf habe ich in meinem Buch viel Wert gelegt.

Natürlich benutze ich den Computer bei der Eröffnungsvorbereitung, denn wenn man hier Fehler macht, zahlt man einen hohen Preis. Aber wenn ich Turniere online live verfolge, dann mache ich das meist ohne Computerhilfe, denn sich die Partien live anzugucken, während eine Engine läuft, ist Unsinn und blockiert die eigenen Denkfähigkeiten.

Eine gute Übung ist es auch, sich zwischen den beiden Vorschlägen zu entscheiden, die der Computer für die zwei besten Züge hält. Man muss versuchen, ob man die eine oder die andere Variante spielen will. Vielleicht hält der Computer beide Ideen für gleich gut, obwohl beide Züge ganz andere Ideen verfolgen. Generell würde ich raten, den Computer dann zu nutzen, wenn der Preis, den man für das Ignorieren des besten Zugs ist, sehr hoch ist.

SS: Wenn man die Partien anderer Spieler verfolgt, riskiert man nichts und kann das eigene Denken testen ohne einen Computer zu benutzen.

BG: Genau. Wichtig ist auch, dass man seine eigenen Partie zunächst einmal ohne eine Engine analysiert. Eine gute Idee könnte auch sein, nach der Partie Varianten und Ideen mit dem Gegner zu besprechen – die Gefühle diskutieren, die man während der Partien hatte und seine Gedanken zu verstehen. Wenn man nach Hause kommt, kann man immer mit einer Engine analysieren, aber die Möglichkeit, mit einem Menschen zu analysieren, ist seltener. Ich mache das sehr gerne.

SS: Du glaubst also, es ist sehr wichtig, nach der Partie mit dem Gegner zu analysieren?

BG: Ich glaube nicht, dass es wichtig ist, aber mir macht das Spaß. Viele Spieler meiner Generation wie Kramnik oder Topalov sehen das ähnlich. Aber ich habe auch schon mit Spielern der jungen Generation wie Carlsen, Caruana, Giri nach der Partie analysiert. Sie sind einfach sehr stark und haben gelernt, den Computer zu ihrem Vorteil einzusetzen, aber keine Sklaven des Computers zu werden. Man sollte immer die Engine für einen arbeiten lassen - nicht umgekehrt.

Pressekonferenz mit einem der besten Spieler der jungen Generation!

Manche Spieler - und das ärgert mich wirklich - kommentieren ihre Partien hinterher gleich auf Twitter und schreiben, “Unglaublich, ich habe diesen Zug in meiner Partie übersehen. Danach ist die Stellung +5.” Ich halte das für absolut nutzlose Informationen. Ein Spieler sollte analysieren, warum er einen bestimmten Zug nicht gespielt hat, warum er ihn übersehen hat, ob er schlecht rechnet oder ob seine Konzentration nachgelassen hat. Wir sind Menschen und wir machen Fehler, aber es kommt darauf an, zu erkennen, warum wir sie machen. Genau darauf habe ich mich in meinem Buch mit Jacob [Aagaard] konzentriert – warum man bestimmte Fehler macht und welche Nachteile menschliches und Computerdenken hat.

Bereits in jungen Jahren dachte Boris über die Stellung nach, ohne seine Figuren anzuschauen!

Der zweite Teil dieses Interviews folgt in Kürze. In ihm spricht Gelfand über sein WM-Match mit Vishy Anand in Moskau 2012, seine Ansichten, ob man Schachprofi werden sollte oder nicht, die Rolle, die Eltern bei der Entwicklung eines Schachspielers spielen und nicht zuletzt darüber, wie ihm seine Familie geholfen hat, das zu werden, was er jetzt ist.



Sagar Shah ist ein junger Internationaler Meister aus Indien. Er ist zugleich ausgebildeter Wirtschaftsprüfer und würde gerne der erste indische Wirtschaftsprüfer sein, der Großmeister wird. Sagar berichtet leidenschaftlich gerne über Schachturniere, denn so begreift er das Spiel, das er so liebt, besser. Aus Leidenschaft für das Schach betreibt er auch einen eigenen Schachblog.
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