Wer hat's gelesen?

15.11.2011 – Was ist der Unterschied zwischen Schach und Fußball - mal abgesehen von den fehlenden Würfeln? Nun, Deutschland hat im Schach 3,5:0,5 gegen die Ukraine gewonnen, im Fußball aber nur 3:3 gespielt, wobei es den Fußballern natürlich schwer fallen würde, das gleiche Ergebnis zu erzielen. Die ukrainischen Fußballer haben im Tor auf Rybka vertraut und einmal hat der Torhüter auch gehalten wie ein Fisch. Worauf die ukrainischen Schachspieler vertraut haben, wissen wir nicht, aber es war falsch. Es gibt aber noch einen anderen großen Unterschied: Die Presseresonanz auf das unentschiedene Fußball-Testspiel war riesig, die auf auf den größten Erfolg einer deutschen Schach-Nationalmannschaft eher mau. Nun ist der Vergleich mit dem übermächtigen Fußball vielleicht nicht ganz fair. Aber auch im Vergleich zu Erfolgen in anderen Randsportarten fiel die Presseresonanz auf den sensationellen Gewinn der Schacheuropameisterschaft gering aus. Schade. Kleiner Pressespiegel...

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Pressespiegel zur Europameisterschaft:

Am schnellsten war die Berliner Zeitung (B.Z.), die kurz nach dem Erfolg der Deutschen online ihren Bericht veröffentlichte: Deutschland neuer Schach-Europameister...

Die Sportseiten sportal und sport1 folgen ebenfalls noch am Freitag mit Kurzmeldungen. In der Frankfurter Allgemeinen veröffentlichte Alexander Armbruster am Samstag einen Bericht zum Erfolg der Deutschen.

Deutschlandradio setzte sich am Wochenenden mit Bundestrainer Uwe Bönsch zwecks Interview in Verbindung. Dieses kann auf der Webseite des Senders im Archiv immer noch abgerufen werden. Auch einige andere Radiosender, z.B. NDR Info berichteten ihren Hörern vom Erfolg der Deutschen im Schach.

Am Montag folgte ein Meldung beim Hamburger Abendblatt, in der natürlich auch der Erfolg des Hamburgers Jan Gustafsson im Focus stand. Die Schwetzinger Zeitung berichtete ihren Lesern vom Beitrag des Lokalmatadors Rainer Buhmann.

In einem längeren Artikel der Zeit wird u.a. die Arbeit von Eröffnungstrainer Kasimdzhanov gewürdigt. Schließlich hat sich auch Martin Breutigam in der Süddeutschen Zeitung mit dem Erfolg der Deutschen Mannschaft beschäftigt und zuvor mit Georg Meier gesprochen.

Wer am Freitag oder Samstag Fernsehen schaute und dabei vielleicht die ARD eingeschaltet hatte, erfuhr ebenfalls vom größten Erfolg einer deutschen Schachnationalmannschaft - allerdings nur beim Lesen der Bildschirmtextsportseiten.


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