WM: Ohne Spiel zum Sieg

24.09.2007 – Ein Remis genügte Vishy Anand gestern in der 9. Runde der WM in Mexiko City, um seinen Vorsprung auszubauen. Während der Inder gegen Aronian nach 21 Zügen die Punkteteilung anbot, sahen sich Kramnik und Gelfand, beide mit den schwarzen Steinen spielend, zunehmend Schwierigkeiten gegenüber. Bald nach der Zeitkontrolle musste Titelverteidiger Kramnik seine Partie gegen Morozevich aufgeben und auch Grischuk realisierte seinen Vorteil im Doppelturmendspiel gegen Gelfand. Leko und Svidler hatten sich zuvor unentschieden getrennt. Damit führt Anand nun mit einem Punkt Vorsprung vor Gelfand. Kramnik könnte heute in der direkten Begegnung gegen Anand mit den weißen Steinen versuchen, Boden gut zu machen. Offizielle Webseite der WM...Partien, Bilder, etc (Update)...

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Anand baut Führung aus
Text: André Schulz
Bilder: Frederic Friedel




"Full House" bei der Schach-Weltmeisterschaft

Morozevich-Kramnik

Mit seinem Eröffnungszug 1.c4 dürfte Alexander Morozevich seinen heutigen Gegner Vladimir Kramnik vermutlich aus der Vorbereitung geworfen haben. Der Weltmeister entschied sich für einen Aufbau mit 1...c5 und späterem Läuferfianchetto am Königsflügel.

Nach Morozevichs folgendem d2-d4-d5 entstand eine Benoni-Position, in der sich der weiße Königsbauer ungewöhnlicherweise auf e3 befand. Für Titelverteidiger Kramnik stellt sich zu Beginn der Rückrunde auch die Frage, ob er mit seiner bisherigen Turnierstrategie - Angreifen mit Weiß, Ausgleichen mit Schwarz - in der Lage sein wird, zu Spitzenreiter Anand aufzuschließen.

Falls der Weltmeister vorhatte, gegen Morozevich mit Schwarz schärfer als sonst vorzugehen, kam ihm sein Gegner seinem Temperament folgend mit 13.g2-g4 zu Hilfe, ein Zug, der aber vor allem auch strategische Ziele verfolgte. Mit dem Turmmanöver Ta8-c8-c5-a5 brachte Kramnik zusätzliches Pfeffer ins Spiel, da der Turm auf a5 sehr exponiert stand.


Es folgte 19.Ld2

Im folgendem Geplänkel am Damenflügel gelang es Schwarz seinen Turm zu befreien. Weiß forcierte danach den Damentausch. Für Schwarz erwies sich danach Se8 als schwere Hypothek, da er nicht nur selber schwach stand, sondern auch den Tf8 behinderte. Im Endspiel wurde Kramnik bei beiderseitig knapper werdender Bedenkzeit mehr und mehr in die Defensive gedrängt. Morozevich rettete seinen Vorteil über die Zeitkontrolle und vergrößerte ihn dann.

Anand-Aronian

Spitzenreiter Anand griff indes gegen Aronian zum gewohnten 1.e4 und ließ dessen Marshall-Angriff zu. Mit 13.Te2 ging er aber einen anderen Weg als in seiner Partie gegen Svidler ein paar Runden zuvor.

Aronian leidet in Mexiko City an einer Mageninfektion* , die mit Antibiotika behandelt werden musste und von der er sich nur allmählich erholt. Vielleicht ist dies der Grund, dafür, dass der Wahlberliner bisher nicht so zum Zuge kam, wie seine Fans es von ihm erhofft hatten. Nach der Eröffnung endete die Partie dann leider zum Bedauern der Zuschauer schon im 21. Zug mit Remis.

Leko-Svidler



In Leko gegen Svidler sahen die Zuschauer erstmals die Najdorf-Variante, die bei dieser WM bisher zu kurz gekommen ist. Es entstand der oft gespielte Englische Angriff, bei dem Weiß am Königsflügel angreift und Schwarz gegen die lange weiße Rochade am Damenflügel vorgeht. Hier wirkten die schwarzen Möglichkeiten am Damenflügel etwas realer als die weißen am Königsflügel.

Mit dem Damentausch im 21. Zug wickelte Leko in ein ausgeglichenes Turm und Leichtfiguren-Endspiel ab.

Nach wenigen Zügen endete es remis.

Grischuk-Gelfand

Nach eher ruhigem Start hat sich Boris Gelfand mit seinen bisher zwei Siegen als engster Verfolger von Spitzenreiter Vishy Anand entpuppt.

Heute spielte er mit den schwarzen Steinen gegen Alexander Grischuk. In einem Nimzoinder mit englischen Stellungsbildern entwickelte sich ein munteres Figurenspiel, ohne dass sich die Waage aber zugunsten einer der beiden Seiten neigte.

In der Zeitnotphase konnte Grischuk seine Steine im Doppelturmendspiel etwas besser postieren.

 

Round 9: Sunday, Sept. 23th 2007, 14:00h
Peter Leko
½-½  Peter Svidler
Alexander Grischuk 
   Boris Gelfand
Viswanathan Anand 
½-½  Levon Aronian
Alexander Morozevich 
   Vladimir Kramnik

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*À propos Magen: Dass die Schiedsrichter bei Weltmeisterschaften nun angehalten seien, alle Toilettenbesuche der Spieler innerhalb eines festgelegten Beobachtungszeitraum zu zählen, auf die Gesamtspielzeit zu extrapolieren und die Protokolle zur publizistischen Auswertung an bulgarische Spezialisten zu schicken, ist ebenso wenig wahr, wie die Behauptung, in den Toiletten seien auf Anweisung des Appeals Committee alle Trittleitern und Stühle versteckt, damit niemand mit einem ins Klo geschmuggelten Notebook bis an das Netzwerkkabel in der Decke reichen kann.

 

 

 

 

 

 

 

 


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