"Zahlen, bitte!"

29.07.2013 – In der aktuellen Wochenendausgabe der Süddeutschen Zeitung analysiert Mathematik-Professor Dr. Christian Hesse den schlechten Ruf der Mathematik in Deutschland. Mathematik wird zu abstrakt unterrichtet, so Professor Hesse. Ein ergänzender Schachunterricht könne Abhilfe schaffen. "Zahlen, Bitte!"...

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In einem Gastbeitrag in der Süddeutschen Zeitung, der in der Wochenendausgabe auf der prominenten Seite 2 erschien, beschäftigt sich Mathematik-Professor Dr. Christian Hesse mit dem schlechten Ruf, den die Mathematik hierzulande hat und bricht eine Lanze für das Schach. Mathematik wird in Deutschland zu abstrakt unterrichtet, sagt Professor Hesse, der schlechte Ruf gründe sich auf die trockene Schulmathematik, die zumeist ohne praktischen Bezug die Lehrinhalte auf langweilige Art vermittele und Mathematik damit zum meist gehassten Fach in der Schule mache.

Beitrag bei Sueddeutsche-online

Auf der anderen Seite habe die Bedeutung der Mathematik in den letzten Jahren allerdings immer mehr zugenommen und sich auf vielen Gebieten zur essentiellen Schlüsselkompetenz entwickelt. Ohne Mathematik geht es also nicht.

Wie kann man den Zugang zur Mathematik in den Schulen attraktiver gestalten? Während Schüler den Sinn mathematischer Übungen ohne praktischen Bezug nicht verstehen und sich deshalb nicht damit beschäftigen wollen, eignet sich Schach als Vorübung nicht nur für das Fach Mathematik ganz ausgezeichnet, um zum Beispiel logisches Verständnis zu schulen: "Schach trainiert das logische Denken, regt die Phantasie an und kultiviert die schöpferische Kreativität. All dies sind Voraussetzungen, die man auch für mathematisches Problemlösen braucht," schreibt Professor Hesse.

Schach sei zwar schwierig, könne aber gelernt und geübt werden, und das Ziel einer Schachpartie, nämlich eine Partie zu gewinnen, ist für jeden Schüler unmittelbar erkennbar. Der sportliche Reiz und die spielerischen Komponenten bereiten den Schülern dabei im Gegensatz zum Unterreicht in anderen Fächern Freude. Und die positiven Effekte des Schachunterrichts stellen sich dabei ganz nebenbei ein. Professor Hesse plädiert deshalb für eine Erweiterung des Mathematikunterrichts durch Schachunterricht: "In vielen Ländern ist Schach schon Bestandteil des mathematischen Curriculums", so Professor Hesse.

Die Hamburger Initiative "Schach statt Mathe", wo genau dies an der Schule Genslerstraße erstmals klassenweise umgesetzt wurde, hat große Aufmerksamkeit erzielt und viele Nachfolger gefunden. In seiner Schachspalte in der Zeit hat auch Dr. Helmut Pfleger auf mehrere erfolgreiche Initiativen an Schulen in anderen Bundesländern hingewiesen. So unterrichtet die Münchner Schachstiftung an der Paulckeschule am Münchner Hasenbergls, wo der Anteil der Migrantenkinder etwa 85% beträgt und sprachliche Schwierigkeiten auch zu Problemen in den anderen Fächern, natürlich auch in Mathematik, führen, in vier Klassen mit zusammen 85 Schülern einmal in der Woche Schach. Seitdem hat sich der Gesamt-Notenschnitt der Kindern in den Übertrittsfächern um fast eine ganze Note verbessert.

Prof. Hesses Beitrag in der Süddeutschen Zeitung...

Beiträge von Dr. Helmut Pfleger zum Thema Schachschach in der Zeit:

Schach an der Wilhelm-Neuhaus-Schule in Bad Hersfeld:

http://www.zeit.de/2009/38/Spiele-Schach-38

Erfolg mit Schach an der Münchner Paulckeschule: 

http://www.zeit.de/2010/35/Spiele-Schach-35

Arbeit der Münchner Schachstiftung:

http://www.zeit.de/2012/37/Spiele-Schach-37

Alle Schachartikel von Dr. Helmut Pfleger bei Zeit-online...


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