29.04.2017 – In der letzten Saison musste die OSG Baden-Baden mit dem zweiten Platz hinter Solingen vorlieb nehmen, diese Saison dominierten die Badener von Anfang bis Ende. Mit einem klaren 7:1 Sieg in Runde 13 holten sie sich den Titel bereits zwei Runden vor Schluss. Im Abstiegskampf gelang dem Münchener Verein MSA Zugzwang ein wichtiger Sieg gegen den Stadtrivalen Bayern München.
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Vor der zentralen Endrunde führte die OSG Baden-Baden die Tabelle mit fünf Punkten Vorsprung an, aber trotzdem kamen sie mit einer sehr starken Mannschaft nach Berlin. An Brett eins spielte Levon Aronian, an Brett zwei Vishy Anand.
Levon Aronian
Vishy Anand
Die Entscheidung im Kampf um Platz zwei fällt erst in den letzten beiden Runden. Hockenheim, Schwäbisch Hall und Solingen haben gute Chancen, Vizemeister zu werden und alle drei Vereine gewannen in Runde 13. Am Sonntag, in Runde 14, kommt es dann zum wichtigen Duell zwischen Hockenheim und Schwäbisch Hall.
Anatoly Karpov ist ebenfalls in Berlin dabei. In Runde 13 war er nur Zuschauer, aber es könnte sein, dass er noch zum Einsatz kommt.
Georgios Souleidis im Interview mit Dennis Wagner, Spitzenspieler bei Hockenheim
Eine wichtige Entscheidung fiel im Abstiegskampf. Im Derby der Münchener Mannschaften gewann MSA Zugzwang 5:3 gegen Bayern München und liegt nach diesem Sieg mit 6 Mannschaftspunkten auf dem rettenden zwölften Platz.
Georgios Souleidis interviewt Gerald Hertneck, Mannschaftsführer von MSA Zugzwang
Runde 13, Ergebnisse
SV Griesheim 2½-5½ SV Hockenheim
2 Georgiadis,Nicolas ½ : ½ Buhmann,Rainer 6
3 Krassowizkij,Jaroslaw ½ : ½ Wagner,Dennis 9
5 Tazbir,Marcin ½ : ½ Moiseenko,Alexander 10
7 Walter,Stefan 0 : 1 Banusz,Tamas 11
8 Baskin,Robert ½ : ½ Baramidze,David 12
9 Grimm,Julius ½ : ½ Braun,Arik 13
17 Spitzl,Vinzent 0 : 1 Rau,Hannes 14
18 Nothnagel,Marian Can 0 : 1 Boguslawski,Oleg 15
SV Mülheim Nord 3½-4½ SG Solingen
6 Berelowitsch,Alexander 0 : 1 Rapport,Richard 3
8 Feygin,Michael 1 : 0 Ragger,Markus 4
9 Zelbel,Patrick ½ : ½ Predojevic,Borki 6
10 Hausrath,Daniel ½ : ½ Smeets,Jan 7
12 Dinstuhl,Volkmar,Dr. 0 : 1 L'Ami,Erwin 8
15 Zwirs,Nico 0 : 1 Nikolic,Predrag 10
16 Rezasade,Amir ½ : ½ Naumann,Alexander 12
17 Buckels,Valentin 1 : 0 Handke,Florian,Dr. 13
USV Dresden 3½-4½ SK Schwäbisch Hall
3 Nisipeanu,Liviu-Dieter ½ : ½ Laznicka,Viktor 6
8 Maiwald,Jens-Uwe ½ : ½ Gharamian,Tigran 7
10 Neef,Maximilian 0 : 1 Postny,Evgeny 8
11 Moehn,Hans 0 : 1 Cornette,Matthieu 9
13 Tischbierek,Raj ½ : ½ Michalik,Peter 11
14 Gauglitz,Gernot ½ : ½ Womacka,Mathias 13
15 Loxine,Jakov 1 : 0 Zeller,Frank 14
16 Hoffmann,Paul ½ : ½ Raykhman,Alexander 15
SG Trier 5½-2½ DJK Aachen
2 Erdos,Viktor 1 : 0 van Foreest,Jorden 3
4 Parligras,Mircea-Emili + : - Donchenko,Alexander 4
5 Gledura,Benjamin 1 : 0 Nijboer,Friso 6
7 Bobras,Piotr ½ : ½ Hoffmann,Michael 10
10 Cyborowski,Lukasz ½ : ½ Zaragatski,Ilja 11
11 Jaracz,Pawel ½ : ½ Braga,Fernando 12
12 Gonda,Laszlo ½ : ½ Braun,Christian 13
14 Seger,Ruediger ½ : ½ Capone,Nicola 15
Schachfreunde Berlin 4½-3½ SK König Tegel
2 Melkumyan,Hrant 1 : 0 Stern,Rene 1
3 Piorun,Kacper ½ : ½ Rabiega,Robert 2
6 Mista,Aleksander 0 : 1 Richter,Michael 3
8 Sprenger,Jan Michael,D ½ : ½ Moreno Tejera,Emilio 4
9 Jakubowski,Krzysztof 0 : 1 Muse,Mladen 5
10 Schreiner,Peter 1 : 0 Bruedigam,Martin 6
12 Lauber,Arnd 1 : 0 Muse,Drazen 9
13 Baldauf,Marco ½ : ½ Von Herman,Ulf 10
MSA Zugzwang 5 - 3 FC Bayern München
1 Bromberger,Stefan ½ : ½ Fedorovsky,Michael 3
2 Kindermann,Stefan ½ : ½ Gabriel,Christian 4
3 Mons,Leon ½ : ½ Dragnev,Valentin 5
4 Hertneck,Gerald 1 : 0 Johansson,Linus 6
6 Zysk,Robert 1 : 0 Lindgren,Philip 7
7 Gerigk,Erasmus ½ : ½ Schenk,Andreas 8
8 Dr. Hoffmeyer,Falk ½ : ½ Ribli,Zoltan 10
9 Eichler,Christoph ½ : ½ Schneider,Stefan 12
Hamburger SK 3½-4½ SV Werder Bremen
3 Bauer,Christian ½ : ½ Fressinet,Laurent 1
4 Kempinski,Robert ½ : ½ Areshchenko,Alexander 2
5 Miton,Kamil 0 : 1 Bluebaum,Matthias 4
6 Svane,Rasmus ½ : ½ Efimenko,Zahar 5
7 Huschenbeth,Niclas 1 : 0 Nyback,Tomi 8
11 Lampert,Jonas 0 : 1 Werle,Jan 10
13 Kollars,Dmitrij 0 : 1 Markgraf,Rolf-Alexande 12
15 Heinemann,Thies 1 : 0 Koop,Thorben 14
In der Frauenbundesliga gewannen Schwäbisch Hall und die OSG Baden-Baden beide ihre Kämpfe und so bleibt das Bild an der Tabellenspitze unverändert: Schwäbisch Hall liegt weiter einen Mannschaftspunkt vor der OSG.
Peter Heine Nielsen, Sekundant von Magnus Carlsen, spielte am Samstag an Brett 8 für Baden-Baden
Helmut Pfleger spielt nicht mehr aktiv, aber kommentiert das Schachgeschehen unterhaltsam und kenntnisreich
Ivanka Houska
Arik Braun
Melanie Lubbe
Anna Muzychuk
Matthias Blübaum
Rustam Kasimdzhanov
Georgios Souleidis hat Eindrücke der 13. Runde in kurzen Interviews festgehalten.
Georgios Souleidis im Gespräch mit Sarah Hoolt
Georgios Souleidis im Gespräch mit Sven Noppes
Georgios Souleidis im Gespräch mit Lilit Mkrtchian
Die 14. Runde beginnt am Sonntag, den 30. April, um 14 Uhr, aber die letzte Runde am 1. Mai beginnt schon früher: um 10 Uhr. Gespielt wird im MARITIM Hotel, Stauffenbergstraße 26, 10785 Berlin in der Nähe des Potsdamer Platzes.
Veranstalterhinweise
Top-Bedingungen im Spielsaal
Im edlen Saal MARITIM werden die Schach-Fans auf ihre Kosten kommen. 100 Bretter mit dutzenden Großmeistern und Großmeisterinnen können beobachtet werden. Die Tische werden so aufgebaut, dass die Fans jede einzelne Partie aus kurzer Entfernung bestens beobachten können.
Wer zwischenzeitlich ruhen möchte, kann auf der großzügigen Empore Platz nehmen und seinen Blick auf den Saal schweifen lassen. Wer kein Opernglas dabei hat, kann auf einer riesigen Leinwand über der Bühne eine Videoaufzeichnung von einzelnen Partien verfolgen.
Live-Kommentierung mit Klaus Bischoff
Wer fachkundig durch die Partien geführt werden will, wird sich gut bei Klaus Bischoff aufgehoben fühlen. Der deutsche Großmeister, selbst vielfacher Deutscher Mannschaftsmeister mit Bayern München, spielt seit Jahrzehnten in der 1. Schach-Bundesliga. Viele Zuschauer finden vor den zwei Leinwänden Platz und werden über Deckenlautsprecher berieselt. Die Bar ist von dem Kommentarraum mit mehr als 300 m2 nicht weit entfernt.
Lasker-Ausstellung
Die Emanuel-Lasker-Gesellschaft präsentiert zudem ihre Lasker-Ausstellung mit einer Vielzahl von Exponaten. Das Leben und Wirken des Deutschen Schachweltmeisters, der viele Jahre in Berlin gelebt hat, wird beleuchtet. Für schachgeschichtlich interessierte Zuschauer ein Muss.
Eintrittskarten
Zuschauer zahlen für die Tageskarte 9,00 €, für die 2-Tageskarte 15,00 € und für die 3-Tageskarte 20,00 €. Für Jugendliche, die nach dem 1. Mai 2001 geboren sind, beträgt der Preis für die Tageskarte 7,50 €. Es ist jeweils ein Freigetränk enthalten. Die Karten werden vor Ort verkauft.
ChessBase-Blitzturniere
An dem verlängerten Wochenende können die Schachfans nicht nur zusehen, sondern auch an dem einen oder anderen ChessBase-Blitzturnier teilnehmen - und durch die Teilnahme die Berliner Schachjugend unterstützen!
Wann?
An allen drei Wettkampftagen (29.04.2017 bis 01.05.2017) werden jeweils drei Blitzturniere ausgetragen. Das jeweils erste Blitzturnier beginnt circa 30 Minuten nach Beginn der Bundesligarunde.
Anmeldung? Anmeldung nur direkt vor Ort, keine Voranmeldung.
Wo?
Im Foyer des Saals Maritim im MARITIM Hotel in der Stauffenbergstr. 26, 10785 Berlin
Modus?
7 Runden Schweizer System, 5 Minuten Bedenkzeit pro Partie und Spieler
Preise?
Wertvolle Sachpreise, die ChessBase zur Verfügung stellt
Spende erbeten! Vor Turnierstart wird jeweils eine Spende an die Berliner Schachjugend erbeten. Jeder Spieler sollte, gewiss auch nach seinen finanziellen Möglichkeiten, aber mit zumindest 2,00 Euro pro Turnier dabei sein. Der Erlös kommt ausschließlich den Berliner Jungtalenten zu Gute.
Johannes FischerJohannes Fischer, Jahrgang 1963, ist FIDE-Meister und hat in Frankfurt am Main Literaturwissenschaft studiert. Er lebt und arbeitet in Nürnberg als Übersetzer, Redakteur und Autor. Er schreibt regelmäßig für KARL und veröffentlicht auf seinem eigenen Blog Schöner Schein "Notizen über Film, Literatur und Schach".
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Die Abtauschvariante im Damengambit (5.Lf4) bietet eine hervorragende Balance zwischen positionellem Spiel und scharfen Bauernvorstößen. Sie ist für Ihre Gegner eine echte Überraschung & für Sie leicht zu erlernen, da die wichtigsten Muster vertraut sind.
Nach 1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.d4 cxd4 4.Dxd4 Sc6 5.Lb5 Ld7 6.Dd3 umgeht Weiß die Hauptvarianten und lenkt die Partie in weniger erforschte, strategisch gehaltvolle Stellungen.
In diesem Kurs lernen Sie die Grundlagen und wichtigsten Ideen der Wiener Partie kennen und entdecken eine Vielzahl von Systemen, die es Ihren Gegnern äußerst schwer machen, sich auf Sie vorzubereiten.
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In diesem Kurs präsentiert der niederländische Großmeister Jan Werle ein modernes und praxisnahes Repertoire in der Französischen Vorstoßvariante, mit Fokus auf der kritischen Stellung nach 1.e4 e6 2.d4 d5 3.e5 c5 4.c3 Sc6 5.Sf3.
Im Katalanen wählt Zwirs einen ambitionierten Ansatz: Er nimmt den Bauern und verteidigt ihn mit …c6 und …b5, um früh unbalancierte, kämpferische Stellungen zu erreichen.
In diesem Kurs präsentiert IM Nico Zwirs den Sizilianer mit vertauschten Farben als eine kraftvolle und praxisnahe Waffe für Weiß.
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