07.06.2019 – In Runde 2 des Altibox Turniers in Norwegen stand Magnus Carlsen gegen Levon Aronian am Rande einer Niederlage, in Runde 3 zeigte er sich gut erholt und gewann scheinbar mühelos gegen Alexander Grischuk. Damit übernahm er auch die Tabellenführung. Auch Aronian zeigte sich gut erholt: er besiegte Shakhriyar Mamedyarov mit Schwarz. Ding Liren gelang ein energisch gespielter Sieg gegen Fabiano Caruana und Wesley So besiegte Yu Yangyi. Die einzige Armageddon-Partie gab es zwischen Maxime Vachier-Lagrave und Vishy Anand. Sie endete Remis und damit gewann Anand das Duell. | Foto: Lennart Ootes
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Altibox Norway Chess, Runde 3
Nach drei Runden steht beim Altibox Turnier ein Ruhetag auf dem Programm, aber vorher legten sich die Teilnehmer noch einmal ins Zeug: vier der fünf Partien mit klassischer Bedenkzeit waren umkämpft, sehenswert und endeten mit einer Entscheidung.
M. Carlsen 2-0 A. Grischuk
Carlsen eröffnete mit 1.d4, Grischuk konterte mit einem Grünfeld-Inder, aber kam schon in der Eröffnung unter die Räder. Im Mittelspiel nutzte Carlsen sein starkes Bauernzentrum, um einen Angriff am Königsflügel einzuleiten. Grischuk fand keine Verteidigung.
Magnus Carlsen bei der Analyse mit Judit Polgar (Mitte) und Anna Rudolf, den Live-Kommentatorinnen | Foto: Lennart Ootes
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Ding Liren spielte von Anfang bis Ende energisch, zeigte viele originelle Einfälle und gewann am Ende mit guter Technik.
S. Mamedyarov 0-2 L. Aronian
Aronian kam in der Eröffnung problemlos zu Ausgleich und überspielte Mamedyarov dann nach einer Abwicklung, in der Schwarz die Dame für zwei Türme bekam. Weiß hatte genug Material und gute Chancen, aber Mamedyarov gelang es nicht, seine Figuren zu koordinieren und so erwies sich die Dame als stärker.
Levon Aronian | Foto: Lennart Ootes
W. So 2-0 Yu Yangyi
In der Russischen Verteidigung mit 5.Sc3 kam Weiß mit der etwas angenehmeren Stellung aus der Eröffnung heraus und erhielt nach einigen Ungenauigkeiten des Schwarzen ein vorteilhaftes Endspiel, das Yu Yangyi nach weiteren Ungenauigkeiten auch verlor.
M. Vachier-Lagrave ½-1½ V. Anand
Maxime Vachier-Lagrave hatte Weiß gegen Vishy Anand und er hatte Schwierigkeiten, Gewinnchancen zu erzeugen. In der Partie mit klassischer Bedenkzeit und in der Armageddon-Partie. Und so kam Anand mit Schwarz ohne große Probleme zu 1,5 Punkten.
Spanisch-Klassisch
Spanisch-Armageddon
Konzentriert und professionell: Vishy Anand | | Foto: Lennart Ootes
Johannes FischerJohannes Fischer, Jahrgang 1963, ist FIDE-Meister und hat in Frankfurt am Main Literaturwissenschaft studiert. Er lebt und arbeitet in Nürnberg als Übersetzer, Redakteur und Autor. Er schreibt regelmäßig für KARL und veröffentlicht auf seinem eigenen Blog Schöner Schein "Notizen über Film, Literatur und Schach".
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