Ruhetag … aber nicht wirklich Ruhe
Für das ChessBase-Team beginnt der Tag so, wie er beginnen muss: im Fitnessstudio. Denn um mit den Kandidaten mithalten zu können, braucht man Kraft. Und zwar jede Menge. Die Spieler bereiten sich vielleicht in aller Stille vor, aber wir sind unterwegs, um sie aufzuspüren.
Das erweist sich jedoch als schwieriger als erwartet.
Sie sind verstreut und versteckt zwischen Stränden, Cafés, Paddle-Tennisplätzen und ruhigen Ecken dieser surrealen Fünf-Sterne-Kulisse. Also machen wir uns auf die Jagd.
Unsere Suche führt uns entlang der zerklüfteten Küste bis hin zum berühmten Schiffswrack der Edro III. Wellen brechen sich, der Wind pfeift durch die Felsen – und plötzlich tauchen der wild wirkende Anish Giri und sein Sekundant Jan Smeets auf.
Ziel erreicht, teilweise.
Aber wir sind noch nicht fertig.
Zurück am Veranstaltungsort siegt die Neugier. Wir schleichen uns in den VIP-Bereich. Nur für einen kurzen Blick. Und da sind sie. Die Trophäen. Eine für den Sieger des Kandidatenturniers. Eine für die Siegerin des Kandidatenturniers der Frauen. In wenigen Tagen werden Namen darauf stehen. Im Moment strahlen sie nur Spannung aus.
Der Nachmittag nimmt eine andere Wendung.
Wir machen uns wieder auf den Weg, zu etwas ganz anderem. Einem traditionellen zypriotischen Osterfest. Musik erfüllt die Luft, Menschen tanzen und überall ist Gelächter zu hören. Es ist warm, chaotisch, lebendig, und für einen Moment tritt die Intensität des Turniers in den Hintergrund.
Als der Nachmittag zu Ende geht, machen wir einen letzten Spaziergang zurück zum Spielort. Die Art von Spaziergang, die ein normaler Großmeister machen würde. Ruhig. Konzentriert. Schon mit den Gedanken bei der nächsten Runde.
Und hier mein Vorschlag: Schaut euch das Video sorgfältig an, denn am Ende wartet etwas, das mindestens 20 Elo-Punkte wert sein könnte.
Heute wird die vorletzte Runde gespielt. Es steht viel auf dem Spiel.
Kandidatenturnier Zypern 2026 🇨🇾 | Ein Blick hinter die Kulissen - Tag 1
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