Interneteuropameisterschaft in Zusammenarbeit von der ECU und ChessBase GmbH
Ausschreibung und Erläuterungen
Modus:
Blitzschach. Gespielt wird in drei Etappen, Vorrunde, Zwischenrunde, Endrunde
Vorrunden:
Es
gibt acht Vorrunden. Gespielt werden neun Runden Schweizer System. Für die
Qualifikation zur Zwischenrunde ist ein Platz unter den ersten zwölf notwendig.
Zwischenrunde:
Es
gibt eine Zwischenrunde. Hier sind spielberechtigt
·
die Qualifikanten der Vorrunde;
·
Jeder Großmeister, jede Großmeisterin;
·
Jede(r) Spieler(in) mit einer FIDE-ELO
von 2500 oder besser (Stichtag 31.07.2003);
·
Jede(r) amtierende Welt-
Europameister(in), gleich welcher Altersklasse;
zusätzlich kann jede Föderation einen Spieler frei nominieren.
Gespielt wird nach Schweizer System. Die ersten 16 qualifizieren sich für die
Endrunde.
Endrunde:
Die
Endrunde hat 32 Teilnehmer. Zusätzlich zu den 16 Qualifikanten kommen noch 16
Freiplätze, davon acht durch die Firma ChessBase und acht durch die ECU.
Gespielt wird Match-KO-System.
Termine:
Vorrunden:
Montag, der 20., Freitag, der 24., Samstag, der 25., Montag, der 27. und
Freitag, der 31. Oktober. Weiter Samstag, der 01., Montag, der 03. und Freitag,
der 07. November 2003.
Zwischenrunde:
Samstag, der 8. November 2003
Endrunde:
Sonntag, der 9. November 2003.
Startgeld:
·
Die Vorrunden sind startgeldfrei.
·
In der Zwischenrunde sind für jeden
Teilnehmer von der Föderation, für welche der Teilnehmer antritt, ein Startgeld
von € 20,00 an die ECU zu bezahlen.
·
Die Endrunde ist startgeldfrei.
Preisfond:
Endrunde:
|
Sieger: |
€ 2.400,00 |
|
Finalist: |
€ 1.200,00 |
|
Halbfinalist: |
€ 600,00 |
|
Viertelfinalist: |
€ 300,00 |
Zwischenrunde:
Für
die Bestplatzierten der Zwischenrunde gibt es zahlreiche Sachpreise, die in Form
von Dukaten, der Währung auf dem Server, ausgeschüttet werden.
Erläuterungen:
Blitzschach
Das
Turnier sollte in Form von Blitzschach (5+0 oder 5+1) ausgetragen werden. Dies
schnelle Schach ist die gängigste Form des Internetschachs. Andere Turnierformen
wie Schnellschach oder richtiges Turnierschach erfordern einen zu hohen
Zeitaufwand der Spieler, der erfahrungsgemäß nicht gebracht wird. Außerdem kann
unsere Software bei Blitzschach recht zuverlässig erkennen, ob Computersoftware
eingesetzt wird. Bei längeren Bedenkzeiten, also z.B. Schnellschach, ist dies
nicht der Fall und es müssten weitere Kontrollmöglichkeiten gefunden werden,
z.B. Spiel unter Aufsicht.
Modus
Es
handelt sich hierbei um ein System, welches bei der 1. Deutschen
Internetmeisterschaft getestet wurde und sich bewährt hat. Bei den
Qualifikationsturnieren am Montag und am Freitag handelt es sich um schon jetzt
auf dem Server stattfindende Turniere, die dann zu Qualifikationsturnieren
aufgewertet werden. Diese Turniere sind offen, das heißt, es können auch nicht
europäische Spieler teilnehmen. Für die Qualifikation ist es allerdings
notwendig, dass ein Platz unter den ersten zwölf erreicht wird.
Die
beiden Qualifikationsturniere am Samstag werden zusätzlich angeboten werden. Es
handelt sich hierbei um Turniere, in denen auch längere Lags, hervorgerufen
durch schlechte Verbindungen, akzeptiert werden. Dazu später noch mehr.
Es
ist nicht praktikabel vor der Vorrunde ein Startgeld zu nehmen. Daher wird die
Zahlung eines Startgeldes auf die Zwischenrunde verschoben. Da die einzelnen
Föderationen Mitglieder der ECU sind, haben die Föderationen das Startgeld zu
zahlen. Für den Fall, dass eine Föderation die Teilnahme ihrer Mitglieder nicht
wünscht, müsste dies rechtzeitig vorher bekant gegeben werden, damit diese
Mitglieder für die Zwischenrunde nicht zugelassen werden.
Die
Zwischenrunde wird als ein Turnier nach Schweizer System gespielt werden. Die
konkrete Rundenzahl (zwischen 13 und 17) hängt vor der Zahl der Teilnehmer ab
und wird kurzfristig – unmittelbar vor Turnierbeginn – festgelegt werden.
Erfahrungsgemäß lässt sich die Zahl der Teilnehmer vorher nicht genau ermitteln,
da viele Spieler – trotz Anmeldung – nicht antreten oder andere Spieler sich
kurzfristig entschließen von ihrer Qualifikation gebrauch zu machen.
Die
Kombination von Zwischenrunden und Vorrunden gibt uns ausreichend Gelegenheit –
in Form von Partienmaterial – eventuelle Verdachtsfälle auf den Einsatz von
Software zu überprüfen. So ist sichergestellt, dass keine unbekannte Größe in
der Endrunde spielt, ohne zuvor zumindest 13 Partien gespielt zu haben.
Die
Endrunde wird als Match – KO - Turnier ausgetragen. Hinsichtlich der
Einzelheiten (Matchlänge, Bedenkzeit) wird noch eine nähere Ausschreibung
erfolgen. Das Match – KO – Turnier – Format erschwert jede Art von Absprachen,
weil sie in der Regel sinnlos sind. Es zieht allerdings erfahrungsgemäß auch die
meisten Zuschauer an, weil es übersichtlich ist und den größten sportlichen Reiz
hat.
Die
Zusammensetzung von 16 Freiplätzen und 16 Qualifikanten sichert ein sportlich
spannendes Turnier mit einem wahrscheinlich gutem Mix zwischen David vs Goliath
– Paarungen und Duellen von Topspielern.
Termine
Bei
der Auswahl der Termine wurde darauf geachtet, dass die Zwischenrunde und die
Endrunde an einem Wochenende liegen. Hintergrund ist, dass auf diese Weise die
Möglichkeit besteht, dass auch Spieler mit schlechteren Verbindungen für die
zwischenrunde und die Endrunde sich an einen Ort begeben, der ihnen eine stabile
Verbindung garantiert. Hinzu kommt die Möglichkeit, dass die ECU und die
einzelnen Föderationen so eher die Möglichkeit haben, dies Turnier als „Event“
zu vermarkten.
Preisfond
Der
Preisfond wird zur Hälfte von der Firma ChessBase GmbH und zur Hälfte von der
ECU gestellt. ChessBase stellt zusätzlich noch Sachpreise in Form von Dukaten,
der Währung auf dem Server, zur Verfügung. Der genaue Umfang wird kurzfristig,
unter Berücksichtigung der Beteiligung, festgelegt werden.
Problem mit der Verbindung ins Internet
Die
Verbindungsqualität ins Internet und zum Server ist sehr unterschiedlich.
Insbesondere Spieler, die nicht über ISDN oder TSDL oder etwas vergleichbares
Verfügen, haben mitunter so genannte Lags, das heißt, der Zug braucht bis zu
mehreren Sekunden, bis er auf dem Server eingetroffen ist. Das Programm ist so
konstruiert, dass es derartige Lags bis zu einem gewissen Grad duldet, das
heißt, der Spieler hat keinen Zeitverbrauch.
Auf
diese Weise kann man auch mit einer schlechteren Verbindung spielen, ohne
dauernd durch Zeitüberschreitung zu verlieren. Der Nachteil ist, dass die
Partien dadurch – teilweise erheblich – länger werden. Außerdem führt dies bei
dem Spieler, der sich mit dem Lag des Gegners konfrontiert sieht, zu
Irritationen.
Die
Erfahrung zeigt, dass übergroße Lags von den Spielern im Turnier nicht toleriert
werden. Zieht sich das Turnier dadurch zu sehr hin, so führt dies dazu, dass
viele Spieler aussteigen und das Turnierergebnis auf diese Weise verzerrt wird.
Außerdem gibt es bei vielen Spielern den Verdacht, dass der Lag benutzt wird, um
Hilfe zu holen, länger nachzudenken und ähnliches. Lags sind eine Quelle des
Mistrauens, der Unruhe und bedeuten viel Arbeit für die Turnierleitung, die sich
bei größeren Turnieren nicht mehr bewältigen lässt.
Daher soll folgendes gelten:
In
der Zwischenrunde sowie in der Endrunde werden übergroße Lags nicht toleriert.
Hier wird die Turnierleitung gegebenenfalls eingreifen und Partien entscheiden
bzw. einen Spieler aus dem Turnier nehmen. Es ist in der Verantwortung der
Spieler dafür Sorge zu tragen, dass ihre Verbindung keine übergroßen Lags
produziert. Um dies betroffenen Spielern zu erleichtern wurden zwischen – und
Endrunde auf ein Wochenende gelegt.
Bei
den Vorrunden am Montag und am Freitag gilt das Gleiche. Die Turnierleiter
werden hier keine übergroßen Lags dulden und betroffene Spieler aus dem Turnier
nehmen.
Für
Spieler mit problematischen Verbindungen gibt es die Vorrunden an den beiden
Samstagen. Hier werden auch schlechtere Verbindungen toleriert (wenn auch nicht
schrankenlos), so dass diese Spieler ebenfalls die Möglichkeit haben, sich für
die Endrunde zu qualifizieren.
Download Ausschreibung...