Baku Open: Favorit Dubov muss der Jugend den Vortritt lassen – Sina Movahed gewinnt

von Stefan Liebig
11.05.2026 – Mit einer großartigen Leistung dominierte ein 15-jähriges Ausnahmetalent das internationale Open von Baku: Sina Movahed (auf dem Titelbild links) gewann sieben Partien und spielte zweimal Remis. Damit gewann der junge iranische GM das stark besetzte Turnier mit acht Punkten und eineinhalb Zählern Vorsprung auf die nächsten Plätze. Die besten Wertungen hatten die IM Santhosh Parvathareddy Ajay, der Inder ist ebenfalls noch U16-Spieler, und Khazar Babazadar (AZE). Vor fünf punktgleichen Spielern. | Fotos: Veranstalter / Schachföderation Aserbaidschan (Titelfoto)

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Triumph eines Teenagers beim Baku Open 2026

Beim Baku Open 2026 hat sich mit Sina Movahed eines der größten Nachwuchstalente der internationalen Schachszene durchgesetzt. Der iranische Großmeister gewann das stark besetzte Turnier mit herausragenden 8 Punkten aus 9 Partien und ließ dabei zahlreiche etablierte Großmeister wie den Topgesetzten Daniil Dubov, Ruslan Ponormaiov oder Pranav Anand, den er in der Schlussrunde sehenswert schlug, hinter sich.


 

Der Sieger beim anschließenden Interview. | Foto: Veranstalter

Das traditionsreiche Open, das seit wenigen Jahren zu den aufstrebenden Turnieren im internationalen Kalender zählt, wurde Ende April bis Anfang Mai in der Baku Crystal Hall ausgetragen. Rund 900 Spieler aus über einem Dutzend Nationen nahmen teil, verteilt auf mehrere Turniergruppen im Schweizer System.

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Im A-Turnier entwickelte sich früh ein enges Rennen um die Spitze. Nach sechs Runden lag ein dichtes Feld gleichauf, bevor Movahed mit einer Serie entscheidender Siege die Führung übernahm. Besonders in der Schlussphase bewies der junge Großmeister Nervenstärke: In direkten Duellen gegen unmittelbare Konkurrenten setzte er sich durch und ging mit einem Vorsprung in die letzte Runde. Dort sicherte er sich mit einem weiteren Sieg endgültig den Turniersieg mit einer beeindruckenden Performance von 2819, was ihn nun in die Nähe der 2600er-Marke bringt.

In die Schlussrunde ging der Tabellenführer mit einem Punkt Vorsprung, wich aber von seiner kämpferischen Linie nicht ab:

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Die Ragosin-Variante (1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sf3 d5 4.Sc3 Lb4) ist zu einem Eckpfeiler der modernen Schachtheorie geworden. Da 3.Nf3 immer beliebter wird, um Nimzo-Indisch und Herausforderungen zu vermeiden, denen Schwarz in der Damenindischen Verteidigung gegenübersteht, bietet die Ragosin-Variante eine solide und dynamische Alternative.
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Hinter ihm entschied die Feinwertung über die Podiumsplätze, nachdem mehrere Spieler punktgleich ins Ziel gekommen waren. Dank der besten Wertungen sicherten sich IM Santhosh Parvathareddy Ajay und Khazar Babazadar aus Aserbaidschan die Silber- und die Bronzemedaille. Für die Turnierfavoriten Daniil Dubov (FIDE), Ruslan Ponormaiov (UKR), den Verlierer der obigen Partie und selbst noch U20-Spieler Pranav Anand sowie den früheren Kandidatenturnierteilnehmer Nijat Abasov (AZE) blieben nur die Plätze 5, 8, 9 und 20.

Viele Jugendspieler nahmen an den drei Open des Festivals teil. | Foto: Schachföderation Aserbaidschan

Der Erfolg Movaheds ist nicht nur ein Einzelergebnis, sondern auch ein Beleg für die Entwicklung im iranischen Schach. Als jüngster Großmeister seines Landes gehört er zu einer Generation, die früh auf höchstem Niveau konkurrenzfähig ist. Sein Sieg in Baku reiht sich zudem in eine Serie bemerkenswerter Leistungen ein, wie etwa den Aufstieg von Yagiz Kaan Erdogmus oder den GM-Titel von Faustino Oro.

Organisatorisch unterstreicht das Turnier die wachsende Bedeutung Aserbaidschans als Schachstandort. Hochrangige Vertreter aus Sportpolitik und internationalen Verbänden begleiteten die Veranstaltung und betonten die Rolle Bakus als festen Bestandteil des internationalen Turnierkalenders. FIDE-Präsident Arkady Dvorkovich war bei der Siegerehrung vor Ort. | Foto: Veranstalter

Abschlusstabelle

Rk. Name Pts.  TB1 
1 Movahed, Sina 8 2468
2 Ajay, Santhosh Parvathareddy 6,5 2465
3 Babazada, Khazar 6,5 2437
4 Sanal, Vahap 6,5 2431
5 Dubov, Daniil 6,5 2428
6 Mayank, Chakraborty 6,5 2418
7 Ilamparthi, A R 6,5 2406
8 Ponomariov, Ruslan 6,5 2382
9 Pranav, Anand 6 2445
10 Stribuk, Artiom 6 2408
11 Ibrahimli, Murad 6 2405
12 Ayush, Sharma 6 2401
13 Talibov, Shiroghlan 6 2345
14 Aradhya, Garg 6 2330
15 Davudov, Tunar 5,5 2459
16 Kaufman, David 5,5 2442
17 Iskandarov, Misratdin 5,5 2420
18 Abdisalimov, Abdimalik 5,5 2418
19 Advik, Amit Agrawal 5,5 2406
20 Abasov, Nijat 5,5 2401

100 Teilnehmer

Partien

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Stefan Liebig, geboren 1974, ist Journalist und Mitinhaber einer Marketingagentur. Er lebt heute in Barterode bei Göttingen. Im Alter von fünf Jahren machten ihn seltsame Figuren im Regal der Nachbarn neugierig. Seitdem hat ihn das Schachspiel fest in seinen Bann gezogen. Höhenflüge in die NRW-Jugendliga mit seinem Heimatverein SV Bad Laasphe und einige Einsätze in der Zweitligamannschaft von Tempo Göttingen waren Highlights für den ehemaligen Jugendsüdwestfalenmeister.
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