Bischwiller führt bei der Französischen Mannschaftsmeisterschaft

von Johannes Fischer
29.05.2018 – Die Zählweise bei den Französischen Mannschaftsmeisterschaften in Brest ist ungewöhnlich: für einen Sieg bekommt die Mannschaft 3 Punkte, Unentschieden gibt 2 und für eine Niederlage gibt es immerhin noch einen Punkt. Nur für kampflose Niederlagen geht man leer aus. Aber Zählweise hin oder her – nach drei Runden haben sich die Favoriten an die Spitze gesetzt. Mit drei aus drei liegt die Mannschaft aus Bischwiller mit 9 Punkten alleine in Führung, dahinter folgt Grasse Echecs mit 8 Punkten (zwei Siege, ein Unentschieden) sowie vier Mannschaften mit je 7 Punkten.

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Bischwiller mit starkem Beginn

Die Französischen Mannschaftsmeisterschaften sind stark besetzt, aber insgesamt nicht so stark wie die Bundesliga. Denn laut Reglement müssen mindestens fünf Spieler jeder Mannschaft entweder Franzosen sein oder ihren Wohnsitz in Frankreich haben, wenn sie aus EU-Ländern stammen. Außerdem muss in jedem Team in jedem Kampf mindestens eine Frau am Brett sitzen.

Mit dabei: Schachjournalistin Fiona Steil-Antoni (Foto: Webseite des Französischen Schachverbands)

Mit Etienne Bacrot, Nummer zwei der Französischen Rangliste, Romain Edouard (Nr. 5), Sebastien Maze (Nr. 6) und Jean-Pierre Le Roux (Nr. 14) hat Tabellenführer Bischwiller vier sehr starke französische Spieler in seinen Reihen. Dazu kommen noch ausländische Spitzenspieler wie Markus Ragger, Arkadij Naiditsch, Yannick Pelletier und Maxim Rodshtein.

Mit dieser starken Besetzung zählt Bischwiller natürlich zu den Favoriten. Und bislang wurde die Mannschaft ihrer Favoritenrolle auch gerecht. Sie gewann ihre ersten drei Kämpfe mit 4-1 (gezählt werden nur die entschiedenen Partien), 2-0 und 1-0. Aber noch sind acht Runden zu spielen und die Co-Favoriten Clichy Echecs 92 und Grasse Echecs warten noch auf Bischwiller.

Stand nach drei Runden

Pl. Equipe Pts j. d. p. c.
1 Bischwiller 9 3 6 7 1
2 Grasse Echecs 8 3 2 3 1
3 Clichy Echecs 92 7 3 2 6 4
4 Mulhouse Philidor 7 3 6 10 4
5 T H F Saint-Quentin 7 3 1 9 8
6 Bois Colombes 7 3 1 7 6
7 Nice Alekhine 6 3 3 6 3
8 Metz Fischer 5 3 3 7 4
9 Evry Grand Roque 5 3 -2 4 6
10 Tremblay en France 4 3 -4 5 9
11 Vandoeuvre Echecs 4 3 -4 4 8
12 Cemc Monaco 3 3 -14 2 16

Partien

 

Mit einer Elo-Zahl von 2727 ist David Navara aus Tschechien der nominell stärkste Spieler bei den diesjährigen Französischen Mannschaftsmeisterschaften.

David Navara (Foto: Webseite des Französischen Schachverbands)

Er spielt für Mulhouse Philidor und startete mit zwei Siegen (gegen Alexander Riazantsev und Deimante Cornette) und einer Niederlage (gegen Hicham Hamdouchi) kämpferisch. Gegen Riazantsev bewies Navara einmal mehr sein gutes Gefühl für dynamische Stellungen.

A. Riazantsev - D. Navara

 

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Französischer Schachverband




Johannes Fischer, Jahrgang 1963, ist FIDE-Meister und hat in Frankfurt am Main Literaturwissenschaft studiert. Er lebt und arbeitet in Nürnberg als Übersetzer, Redakteur und Autor. Er schreibt regelmäßig für KARL und veröffentlicht auf seinem eigenen Blog Schöner Schein "Notizen über Film, Literatur und Schach".
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