Dzagnidze gewinnt ACP Women Cup

23.02.2012 – Über vier Tage (17.-21. Februar) wurde in Tiflis der ACP Women Cup ausgetragen, ein Schnellschachturnier mit zwölf Spielerinnen. Zunächst übernahm Anna Muzychuk die Führung, fiel aber nach zwei Niederlagen in Folge zurück. Vor der letzten Runde führte Pia Cramling das Feld mit einem halben Punkt Vorsprung an. In der Schlussrunde ternnte die Schwedin sich von einer ihrer beiden Verfolgerinnen, Kateryna Lahno, remis. So schaffte die zweite Verfolgerin Nana Dzagnidze es nach einem Sieg über Tatiana Kosintseva noch, die Spitzenreiterin einzuholen. Den folgenden Stichkampf entscheid die Georgierin für sich. Anastasiya Karlovich berichtet und lädt außerdem zu einem Besuch in den georgischen Präsidentenpalast ein.Turnierseite...Bericht, Bilder, Tabelle, Partien...

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Nana Dzagnidze gewinnt ACP Cup
Von Anastasiya Karlovich

Der ACP Frauenpokal in Tiflis endete am 21. Februar nach vier ereignisreichen Spieltagen. Zwölf Spielerinnen traten im Schnellschach im Modus Jeder-gegen-
Jeden an. Am Ende war die Georgierin Nana Dzagnidze die Siegerin.

Am letzte Spieltag wurden drei Runden ausgetragen. Vor der elften und letzten Runde lag Pia Cramling alleine in Führung vor Nana Dzagnidze und Kateryna Lahno, die beide einen halben Punkt Rückstand hatten. Cramling spielte mit Weiß in der Schlussrunde schnell remis gegen Lahno und wartete auf das Ergebnis der Partie zwischen Dzagnidze und T.Kosintseva.


Remis nach 17 Zügen in der Schlussrunde


Nana Dzagnidze musste gewinnen und schaffte es in einer scharfen Partie


Anna Muzychuk hatte lange geführt und wurde am Ende Vierte


Im Pressecenter während der Schlussrunde


Kater
yna Lahno gibt ein Interview
 

Die Georgierin setzte sich hier nach spannendem Verlauf durch und holte die Schwedin noch ein. Ein Stichkampf musste entscheiden. Die beiden reguläre Blitzpartien endeten remis, schließlich gewann Dzagnidze die folgende Entscheidungspartie und wurde Turniersiegerin.


Stichkampf zwischen Pia Cramling und Nana Dzagnidze

Die regulären Blitzpartien endeten remis. In der Armageddonpartie stand Cramling nicht schlecht, kam aber in Zeitnot und verlor.


Der
Präsident der GCF Giorgiy Giorgadze, Schiedsrichterin Nana Alexandriya und der Generaldirektor von SOCAR Mahir Mammedov schauen beim Stichkampf zu.


Die Schlussfeier wurde im Metehis Chrdili Restaurant durchgeführt. Neben den Spielerinnen waren der Sportminister des Landes
Lado Vardzelashvili, der Generaldirektor des Sponsors SOCAR, Mahir Mammedov, ACP-Präsident Emil Sutovky, der Präsident des Georgischen Schachverbandes Giorgiy Giorgadze und weitere Offizielle anwesend.
 


Schlussfeier im
“Metehis Chrdili”


mit georgischen Tänzen.



An der langen Tafel


Giorgiy Giorgadze
verteilt Andenken


Blumen für
Antoaneta Stefanova


und
Anna Muzychuk


Ehrung für den Trainer
Gennady Nesis

Sportminister Lado Vardzelashvili und Socar-Chef Mahir Mammedov, ACP-Chef Emil Sutovky und Giorgiy Giorgadze während der Preisverleihung. Hier gibt es einen dicken Siegerscheck für Nana Dzagnidze.


Die Siegerin
Nana Dzagnidze


Kater
yna Lahno ehrte Maia Chiburdanidze.


Ein Schachkuchen - Präsent des Denkerklubs
“what? where? when?”


Schwarz hat eine Qualität mehr. Aber reicht es zum Sieg?


Nach dem Essen auf die Tanzbühne.


 

Endstand vor dem Stichkampf


Die Partien


 

 

 

Kurzes Interview mit Pa Cramling


Schach macht durstig

Anastasiya Karlovich.: Glückwunsch zum tollen Ergebnis. Hattest du das erwartet?

Pia Cramling: Nein, auf keinen Fall. Ich habe im letzten Jahr nicht gut gespielt und war eigentlich enttäuscht. Ich habe auch einige Elopunkte verloren. In Gibraltar habe ich dann aber wieder ganz gut gespielt. Aber das war klassisches Schach, un dort bin ich eher besser als im Schnellschach. Ich habe mich gefreut, dass ich mich für das Turnier hier qualifiziert habe. Aber ich hatte keine hohen Erwartungen. Ich wollte nur spielen. Natürlich freue ich mich über das Ergebnis. Ich habe ganz gut gespielt an diesen vier Tagen. Auch im Stichkampf hatte ich meine Chancen, habe sie aber nicht genutzt. Ich freue mich trotzdem. Nana Dzagnidze hat das Turnier nicht so gut begonnen, sich dann aber stark verbessert. Manchmal hatte sie schwierige Positionen, aber sie hat gut verteidigt und es hat geklappt.

A.K. Hast du dich nach der Partie gegen Kateryna Lahno gleich auf den Stichkampf vorbereitet oder die Partie Dzagnidze-Kosintseva angeschaut?

P.C. Die Partie habe ich nicht gesehen. Ich wäre gerne geblieben, um mir die Partien anzuschauen. Ich mache das gerne. Aber ich ging diesmal lieber in mein Zimmer, um mich etwas auszuruhen. Nana hatte bis dahin gut gespielt und es war wahrscheinlich, dass sie auch diese Partie gewinnen würde. Nach dem Stichkampf habe ich mir die Partie zwischen Nana und Tatiana angeschaut. Tatiana hätte besser spielen und zwei Mehrbauern bekommen können. Td1 war ein Fehler. Danach steht Schwarz besser.

A.K. Was war deiner Meinung nach der Schlüssel zum Erfolg hier für dich.

P.C. Es war wichtig, dass ich genug Kraft hatte. Das Turnier war kurz, der Spielplan nicht so dicht gedrängt. Sonst sind immer die jungen Spielerinnen im Vorteil. Ich glaube, mir hat auch meine Erfahrung geholfen, besonders, wenn es ins Endspiel ging. Wenn man schon lange spielt, hat man schon viele Endspiel gespielt.

A.K. Was sagst du zur Organisation? 

P.C. Ein wunderbarer Event. Sehr gut und professionell organisiert. Es war gut, dass wir im gleichen Hotel untergebracht waren, in dem auch gespielt wurde. Bei Frauenturnieren ist die Atmosphäre immer sehr freundschaftlich. Trotzdem spielen wir alle immer kämpferisch um den Sieg.

Pia Cramling bedankt sich in ihrer Rede bei den Organisatoren.

 

 



Besuch im Präsidentenpalast
 



Zum Rahmenprogramm gehörte auch ein besuch im Präsidentenpalast.



Giorgiy Giorgadze
und Mark Dvoretsky



Reservierte Plätze



Museum mit Staatsgeschenken



Manschettenknöpfe, ein Geschenk von Barack Obama



Präsent von Real Madrid



Geburttagsgeschenk für Radfan
Mikheil Saakashvili



Emil Sutovsky trägt sich im Gästebuch ein.



Eine Bibel aus dem 11. Jahrhundert, ein Geschenk des georgischen Königshause der Bagratiden (herrschten vom 9. Jh, bis 1810 in Georgien).


 

 

 

 

 

 

 

 


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