FIDE Grand Prix: Das Halbfinale beginnt mit Siegen für Aronian und Nakamura

von Klaus Besenthal
12.02.2022 – Beim FIDE Grand Prix in Berlin haben am Samstag die Halbfinals mit der ersten klassischen Partie begonnen. Dabei gewann Levon Aronian seine Weißpartie gegen Leinier Dominguez Perez relativ frühzeitig, während der ebenfalls mit Weiß spielende Hikaru Nakamura gegen Richard Rapport ein längeres Turmendspiel dank eines Mehrbauern zum Sieg führen konnte. Am Sonntag (15 Uhr) folgen - mit vertauschten Farben - die zweiten klassischen Partien; sollten danach Tiebreaks benötigt werden, würden diese am Montag gespielt werden. | Fotos: World Chess

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FIDE Grand Prix 2022

Leinier Dominguez wählte in seiner Schwarzpartie gegen Levon Aronian eine anspruchsvolle Eröffnungsvariante, zu der auch ein Qualitätsopfer gehörte. Dominguez hatte anschließend Kompensation in der Form eines Mehrbauern und eines gewissen Raumvorteils, musste zugleich aber auf die Stabilität seiner Stellung achten, weil sein König aus der Brettmitte nicht weggekommen war. Der seit einiger Zeit für den US-Verband spielende Kubaner schaffte es jedoch nicht, diese unterschiedlichen Anforderungen an seine Stellung richtig auszutarieren und geriet früh in eine Verluststellung. Als Aronian ihm unerwartet doch noch eine zweite Chance einräumte, fand er erneut nicht den richtigen Dreh - und verlor schnell. 

 

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Bei Nakamura und Rapport waren zunächst ebenfalls einige taktische Varianten durchzurechnen gewesen, bis sich schließlich eine Stellung mit einem "dynamischen Gleichgewicht" ergab, in der der Weißspieler Nakamura jedoch über die besseren Optionen für aktives Spiel verfügte. Prompt unterlief Rapport ein Fehler, von dem er sich anschließend, trotz hartnäckigen Widerstands, nicht mehr erholen sollte:

 

Nach einer längeren Pause vom Präsenzschach präsentiert sich Hikaru Nakamura in Berlin bislang in ausgezeichneter Form 

Partien der K.-o.-Phase

 

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Klaus Besenthal ist ausgebildeter Informatiker und ein begeisterter Hamburger Schachspieler. Die Schachszene verfolgt er schon seit 1972 und nimmt fast ebenso lange regelmäßig selber an Schachturnieren teil.

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