Finale der US-Meisterschaft

17.05.2009 – Robert Hess ist IM, 1991 geboren, hat eine Elo-Zahl von 2545 und wird demnächst zum Großmeister ernannt. Und er hat gute Chancen, 2009 US-Meister zu werden. Nach seinem Sieg gegen Yuri Shulman in der achten Runde der US-Meisterschaft liegt er eine Runde vor Schluss zusammen mit Hikaru Nakamura mit 6 Punkten an der Spitze. Dahinter folgen drei Spielern mit je 5,5 Punkten. In der Schlussrunde spielt Hess mit Weiß gegen Varuzha Akobian, Nakamura mit Weiß gegen Josh Friedel. In so einer Situation können einem die Nerven natürlich leicht einen Streich spielen. Aber Hess scheint einiges aushalten zu können: Er war früher Co-Kapitän seiner Football-Schulmannschaft, wo er als "Linebacker" in der Verteidigung gespielt hat.Turnierseite..., Partien...Bilder der achten Runde...

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US-Meisterschaft 2009, Runde 8


Robert Hess überlegt, was er gegen Französisch machen soll. Er entschied sich schließlich für die Abtauschvariante und gewann mit Glück in robustem Stil.

Hess-Shulman zum Nachspielen...


Mr. Cool. Hikaru Nakamura hat ebenfalls gute Chancen, US-Meister zu werden.


Nakamura vor seiner Partie gegen Michael Brooks, die er souverän und mit einem hübschen taktischen Finale gewann.

Brooks-Nakamura zum Nachspielen...


Noch herrscht Frieden: Varuzha Akobian gegen Joel Benjamin. So wie Ray Robson und Robert Hess heute, so galt der dreifache US-Meister Joel Benjamin früher als eine Art Wunderkind, als er mit 13 Jahren Nationaler Meister der USA wurde. Er entschied sich allerdings später gegen eine mögliche Karriere als Schachprofi, um an der Elite-Universität Yale Geschichte zu studieren. 1997 arbeitete Benjamin als schachlicher Berater an der Entwicklung von Deep Blue mit und trug so zu dessen Sieg gegen Garry Kasparov bei. Gegen Akobian hatte er allerdings das Nachsehen.


Obwohl die US-Meisterschaft für GM Larry Christiansen (links) bislang durchwachsen (3 aus 8) verlief, ist der dreifache US-Champion immer gefährlich. Christiansen gehörte früher zur erweiterten Weltspitze und hat u.a. zwei Mal in Linares gewonnen. Eine Zeitlang lebte er in Deutschland, wo er in der Bundesliga spielte. In der Partie gegen Tyler Hughes siegte dann auch die Erfahrung.


GM Jaan Ehlvest. Der in Estland geborene Jugendeuropameister von 1983 lebt mittlerweile in den USA.


Gata Kamsky und Alexander Onischuk trennten sich Remis und liegen nun beide mit 5,5 Punkten in Lauerstellung. Wobei Alexander Onischuk in der letzten Runde ein unglückliches Los erwischt hat. Denn er spielt gegen Ray Robson.


Und der wird von Onischuk trainiert und braucht "nur" noch einen halben Punkt zur GM-Norm.


Die US-Meisterschaft zeigt Sinn für Öffentlichkeitsarbeit. Hier sieht man das Filmteam im Einsatz.

Fotos: Betsy Dynako


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