Fridrik Olafsson wird 70

26.01.2005 – Der erste isländische Großmeister hat sich um das Schach in seinem Heimatland sehr verdient gemacht. Der letzte FIDE-Präsident, der Schach spielen konnte und vor 29 Jahren in Wijk aan Zee gewonnen hat, feiert heute seinen 70. Geburtstag in Rejkjavik. Mehr...

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Kaum 25 Jahre alt war Fridrik Olafsson, als er den Titel des Großmeisters verliehen bekam - der erste in der Geschichte Islands. Neben nationalen Erfolgen - Olafsson wurde sechsmal isländischer Meister - konnte er sich in den späten fünfziger Jahren auch zur Weltspitze zählen: 1958 qualifizierte er sich für das Kandidatenturnier und trat gegen Spieler wie Mihail Tal, Paul Keres oder Tigran V. Petrosian an, außerdem wurde er im legendären URS-World-Match 1970 zum Mitglied der Welt-Mannschaft berufen. Sechs Jahre später schließlich siegte er im Turnier von Wijk aan Zee, das auch dieser Tage wieder ausgetragen wird. Olafsson löste mit seinen Erfolgen einen regelrechten Schachboom in Island aus, der bis heute anhält.

1978 löste Olafsson den dritten FIDE-Präsidenten Dr. Max Euwe ab und setzte sich zur Weltmeisterschaft 1981 stark für die Familie Viktor Kortschnois ein, der die Ausreise aus der UdSSR verweigert wurde.1982, im Alter von 47 Jahren, machte der studierte Anwalt politische Karriere in seinem Heimatland und wurde zum Secretary General, vergleichbar mit dem Posten des parlamentarischen Direktors, ernannt und legte daher sein Amt beim Weltschachverband nieder. Er war bisher der letzte Präsident mit hoher Spielstärke.

Struktur der isländischen Administrative

Vor zwei Jahren traf Olafsson auf Bent Larsen, die bereits 1956 in Reykjavik einen Zweikampf bestritten hatten. Damals war Larsen als knapper Sieger hervorgegangen, 2003 konnte Olafsson ihn mit 5:3 bezwingen.
Aber auch als Funktionär steht Fridrik Olafsson heute noch mit der Schachszene in Kontakt und setzt sich zum Beispiel für die Ausreise des in Japan inhaftierten Bobby Fischers nach Island ein.

Wir gratulieren dem Meister herzlich zu seinem 70. Geburtstag und danken Fridrik Olafsson für seine Verdienste ums Schach!



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