GCT-Finale: Ding Liren gewinnt, Carlsen rettet sich

von Klaus Besenthal
08.12.2019 – Mit einer beeindruckenden Leistung hat Ding Liren gestern bei der Grand Chess Tour in London die zweite Finalpartie gegen Maxime Vachier-Lagrave gewonnen. Damit liegt der Chinese jetzt vorne, muss seine Führung aber heute (ab 15.00 Uhr) noch in den Rapid- und Blitzpartien verteidigen. Im kleinen Finale stand Magnus Carlsen gegen Levon Aronian lange Zeit sehr schlecht, konnte die Partie aber mit großem Kampfgeist schließlich doch noch zum Remis führen. Fotos: | Lennart Ootes / Grand Chess Tour

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Grand Chess Tour London

Nach einer kleinen Unaufmerksamkeit hatte Maxime Vachier-Lagrave Schwierigkeiten, seine Leichtfiguren zu koordinieren. Hinzu kam dann noch ein angreifbarer Bauer. Ding Liren verarbeitete seinen kleinen Vorteil äußerst souverän und muss in dieser Form auch als Favorit für das kommende Kandidatenturnier betrachtet werden.

 

Ding Liren nimmt die Glückwünsche seines geschlagenen Gegners entgegen

Im kleinen Finale wählte Magnus Carlsen als Schwarzer gegen Levon Aronian zunächst eine ungewöhnliche Eröffnung, opferte dann am Damenflügel einen Bauern für gute Entwicklung und startete schließlich einen äußerst zweifelhaften Angriffsversuch am Königsflügel. Der Weltmeister stand danach sehr schlecht, doch als schließlich so etwas wie echtes "Chaos" auf dem Brett herrschte, gelang ihm eine wundersame Rettung. Weil er die erste Partie gewonnen hatte, geht Carlsen nun mit einem Vorsprung von 6 Punkten in den Rapid- bzw. Blitzteil des Wettkampfes. Seine Serie von klassischen Partien ohne Niederlage hat der Weltmeister inzwischen auf 107 Spiele ausgebaut!

 

Der weltmeisterliche Springer auf e5 wurde schnell vom weißen f-Bauern wieder vertrieben

Partien

 

Live-Kommentar der Grand Chess Tour

Turnierseite



Klaus Besenthal ist ausgebildeter Informatiker und ein begeisterter Hamburger Schachspieler. Die Schachszene verfolgt er schon seit 1972 und nimmt fast ebenso lange regelmäßig selber an Schachturnieren teil.

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