Georgische Meisterschaften: Sanikidze und Lomineishvili

09.02.2009 – Tornike Sanikidze bei den Männern und Maia Lomineishvili bei den Frauen heißen die Sieger bei den diesjährigen Einzelmeisterschaften von Georgien. Diese fanden Ende Januar (17.-29.Januar) in Abwesenheit einer Rethe von Spitzenspielern der Hafenstadt Poti statt und wurden jeweils als Rundenturniere ausgetragen. Der 20-jährige Sainikidze gewann mit einem halben Punkt Vorsprung (8,5) vor Mikheil Mchedlishvili und Merab Gagunashvili. Lomineishvili setzte sich als Elofavoritin mit einem halben Punkt Vorsprung gegenüber einem fünfköpfigen Verfolgerfeld durch. Die Hafenstadt Poti war im Konflikt zwischen Russland und Georgien im letzten Herbst zeitweise von russischem Militär besetzt und war zuvor auch schon einmal Schauplatz eines dreisten Golddiebstahls - das liegt allerdings über 2500 Jahre zurück.Offizielle Seite... Statistiken bei chess-results.com...Tabellen, Partien...

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Tornike Sanikidze



 


Maia Lomineishvili



 


Poti im Westen Georgiens an der Küste des Schwarzen Meeres

Poti ( 47.000 Einw.) liegt im Westen Georgiens an der Küste des Schwarzen Meeres und ist eine der drei Hafenstädte des Landes. Die Stadt ist Teil der Provinz Mingrelien. Die Siedlung wurde im 7.Jahrhundert von Griechen gegründet und trug in der Antike den Namen Phasis. Der gleichnamige Fluss, heute: Rioni, mündet hier in das Schwarze Meer. Reste der einstigen Siedlung wurden unter dem Wasserspiegel des Sees Paliostomi entdeckt. In der Spätantike war der Hafen ein wichtiger Umschlagplatz für Güter aus Indien und China im Verlauf der Seidenstraße. Später wurde die Stadt zu einer türkischen Festung.


Zentrum von Poti


Poti Markt


Der Hafen von Poti

1828 eroberten die Russen Poti und bauten 1872 zwischen Poti und Tiflis die erste georgische Eisenbahnstrecke. Dadurch erhielt der Hafen in seiner Entwicklung neue Impulse und wurde Anfang des 20.Jahrhundert zu einem der wichtigsten Ausfuhrhäfen für Manganerz, das in der Schwermetallindustrie als Rohstoff gebraucht wurde. Zu Zeiten der UdSSR war der Hafen ein wichtiger Marinestützpunkt und wurde nach der Unabhängigkeit Georgiens zum Sitz des Hauptquartiers der georgischen Marine.

Während des russisch-georgischen Konflikts im letzten Herbst wurde der Hafen von Poti bombardiert und die Stadt zeitweise von russischem Militär besetzt. Nachdem die USA ein Kriegsschiff nach Poti entsandten und infolge des internationalen Drucks zogen sich die Russen zurück.

 


Der Rioni

Der 333 km lange Rioni (gr. Pasis) entspringt im kleinen Kaukasus und mündet westlich der Ebene von Kolchis bei Poti ins Schwarze Meer. Im Oberlauf wurden eine Reihe von Wasserkraftwerken errichtet, die ca. ein Drittel des georgischen Energiebedarfs decken. Der begradigte Unterlauf dient vor allem als Wasserspender für die subtropische Vegetation. Im April 2005 kam es infolge der Schneeschmelze zu starkem Hochwasser und Überschwemmungen mehrere Dörfer.


Der Rioni bei Kutaisi


Hochwasser des Rioni 2005

Poti und der Fluss Rioni, in der Antike Phasis genannt, sind Schauplatz der Sage von Jason und den Argonauten. Jason war mit seinen Gefährten, den nach ihrem Schiff "Argos" benannten Argonauten nach Kolchis aufgebrochen, das "goldene Vlies" zu beschaffen. Dies hatte sein Onkel Pelias verlangt, damit er für Jason den Thron der Stadt Jolkos in Thessalien freimachte. Jasons Mannschaft war eine Art Who-is-who der griechischen Mythologie. An Bord waren u.a. Herakles, Orpheus, Kastor und Pollux, Theseus u.v.m. Nach allerlei Abenteuer, wobei den Recken vor allem die Zeit auf der nur von Frauen bewohnten Insel Lemnos in guter Erinnerung blieb, erreichte die Argos schließlich Kolchis. Hier verliebte sich Jason in die Königstochter Medea. Eine gute Entscheidung, denn Medea half dem Helden dabei, ihrem Vater das begehrte Vlies zu stehlen.


Jason stiehlt mit Hilfe Medeas das goldene Vlies

Im Jahr 1963 erschien der Film "Jason und die Argonauten" von Don Chaffey mit der Stopmotion-Trocktechnick des genialen Ray Harryhausen.



Jason und die Argonauten (1963): Kampf mit den Skelettkriegern:
 

 

 

 



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