Grand Prix, Halbfinale, Partie 1: Mamedyarov gewinnt gegen So

von Johannes Fischer
18.07.2019 – Shakhriyar Mamedyarov kam in der ersten Partie gegen Wesley So im Halbfinale des FIDE Grand Prix in Riga zu einem unerwartet leichten Sieg. Im 14. Zug brachte er eine Neuerung, zwei Züge später warf So die Partie weg. In der zweiten Begegnung des Halbfinales trennten sich Maxime Vachier-Lagrave und Alexander Grischuk nach einer unterhaltsamen Partie mit Remis. | Niki Riga für Worldchess

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Grand Prix Riga, Halbfinale: Partie 1

S. Mamedyarov 1-0 W. So

Wesley So erwischte gegen Shakhriyar Mamedyarov einen schwarzen Tag und stand bereits nach 20 Zügen auf Verlust. Mamedyarov war gut vorbereitet und brachte in einer bekannten Variante des Katalanen eine Neuerung, die überraschend erfolgreich war. Im 15. Zug hatte So verschiedenen Möglichkeiten, Ausgleich zu erzielen, aber er entschied sich nach langem Nachdenken für ein inkorrrektes Figurenopfer und präsentierte Mamedyarov die Partie auf einem Silbertablett. Damit war die Partie praktisch entschieden, allerdings dauerte sie noch bis zum 34. Zug - dann gab So den Widerstand auf.

 

M. Vachier-Lagrave ½-½ A. Grischuk

Die Berliner Verteidigung gilt als langweilige Eröffnung, aber Maxime Vachier-Lagrave und Alexander Grischuk schafften es, Spannung zu erzeugen. Das lag vor allem an Vachier-Lagrave, der im 18. Zug ein interessantes Bauernopfer brachte, um wenig später mit seinem Turm in die schwarze Stellung eindringen zu können. Das führte zu einer scharfen Stellung, in der sich Grischuk genau verteidigen musste, um das Gleichgewicht zu halten. Das gelang ihm trotz knapper Zeit und so verflachte die Stellung zu einem ausgeglichenen Endspiel, das Vachier-Lagrave nicht weiter auf Gewinn spielen wollte.

 

Auf dem Weg zur Berliner Mauer | Foto: Niki Riga, World Chess

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Livekommentar Halbfinale, Partie 1

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Johannes Fischer, Jahrgang 1963, ist FIDE-Meister und hat in Frankfurt am Main Literaturwissenschaft studiert. Er lebt und arbeitet in Nürnberg als Übersetzer, Redakteur und Autor. Er schreibt regelmäßig für KARL und veröffentlicht auf seinem eigenen Blog Schöner Schein "Notizen über Film, Literatur und Schach".
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