Grand Prix Riga, Finale, Partie 2: Vachier-Lagrave gleicht aus

von Johannes Fischer
23.07.2019 – Im Finale des Grand Prix in Riga werden zwei Partien mit klassischer Bedenkzeit gespielt und nach seiner klaren Niederlage in Partie 1 musste Maxime Vachier-Lagrave die zweite Partie gewinnen, um in den Tiebreak zu kommen. Aber wie spielt man, wenn man unbedingt gewinnen muss? Vachier-Lagrave entschied sich für eine ruhige Partieanlage, um Schwarz später unter Druck zu setzen. Eine erfolgreiche Strategie: Mamedyarov kam mit der Stellung nicht zurecht und verlor schnell. | Fotos: Niki Riga für Worldchess

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FIDE Grand Prix Riga, Finale, Partie 2

M. Vachier-Lagrave 1-0 S. Mamedyarov

In der ersten Partie des Finales gewann Shakhriyar Mamedyarov souverän und klar, doch in der zweiten Finalpartie schlug Maxime Vachier-Lagrave zurück und erzielte seinerseits einen scheinbar mühelosen Sieg. In einer bekannten Variante der Italienischen Verteidigung kam es nach der Eröffnung zu einer scheinbar harmlosen, symmetrischen Stellung, in der Mamedyarov keine Probleme zu haben schien.

Doch ganz so einfach war es nicht. Mamedyarov fand kein Konzept und nicht die richtigen Felder für seine Figuren. Im Gegensatz zu Vachier-Lagrave. Der Franzose brachte seine Figuren mit jedem Zug besser in Stellung und so dauerte es nicht lange, bis die schwarze Stellung zusammenbrach und Schwarz Materialverlust nicht vermeiden konnte. Nach 32 Zügen gab Mamedyarov in hoffnungsloser Stellung auf.

 

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Mit diesem souveränen Sieg glich Vachier-Lagrave den Wettkampf aus und rettete sich in den Schnellschach- und Blitz-Tiebreak, mit dem am Mittwoch, den 24. Juli, der Sieger des Grand Prix in Riga ermittelt wird. Ab 14 Uhr.

Alle Partien des FIDE Grand Prix in Riga

 

Live-Kommentar Finale, Partie 2

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Johannes Fischer, Jahrgang 1963, ist FIDE-Meister und hat in Frankfurt am Main Literaturwissenschaft studiert. Er lebt und arbeitet in Nürnberg als Übersetzer, Redakteur und Autor. Er schreibt regelmäßig für KARL und veröffentlicht auf seinem eigenen Blog Schöner Schein "Notizen über Film, Literatur und Schach".